Pro:
Tolle Darsteller, sehr schön inszeniert
Kontra:
manchmal etwas langatmig
Empfehlung:
Ja
ELEGY oder die Kunst zu lieben
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Verfilmung des Romans: "Das sterbende Tier" von Philip Roth aus dem Jahr 2001.
Originaltitel: Elegy
Deutscher Titel: Elegy oder die Kunst zu lieben
Produziert in den USA 2008
Länge: 106 Minuten
Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Isabel Coixet
Drehbuch: Nicholas Meyer
Produktion: Andre Lamal, Gary Lucchesi, Tom Rosenberg
Kamera: Jean-Claude Larrieu
Schnitt: Amy E. Duddleston
Besetzung:
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Penélope Cruz: Consuela Castillo
Ben Kingsley: David Kepesh
Patricia Clarkson: Carolyn
Peter Sarsgaard: Kenneth Kepesh
Dennis Hopper: George O'Hearn
Deborah Harry: Amy O'Hearn
Die Geschichte:
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David ist 55 Jahre alt und lebt in New York. Er ist ein bekannter Literaturkritiker und unterrichtet zudem an der Universität. Nach seiner Scheidung lebt er alleine und unterhält eine langjährige Affaire mit Carolyn. Eine wirkliche Beziehung zu einer Frau hat er aber nicht.
David genießt die Verehrung seiner Studentinnen. Consuela ist eine davon, sie aber fasziniert ihn wirklich.
Plötzlich ist David ernsthaft in eine Frau verliebt, er liebt ihre Persönlichkeit, ihren Charme und nicht nur ihren wundervollen Körper. Zum ersten Mal in seinem Leben ist David nun mit Gefühlen wie Eifersucht und Angst konfrontiert. Consuela ist 30 Jahre jünger als er selbst und er ist völlig verunsichert.
Sein langjähriger Freund George rät ihm von der Beziehung zu Consuela ab. Seiner Ansicht nach macht David sich lächerlich. So fühlt er sich auch, dennoch liebt er die Frau über alles und hält an ihrer Beziehung fest.
So sind sie für etwa ein Jahr glücklich. Consuela bittet David immer wieder, ihre Freunde und ihre Familie kennen zu lernen. David weigert sich aber. Er hat Angst aufgrund seines Alters abgelehnt zu werden. Zudem fängt er an, Consuela nachzuspionieren, weil er ständig Sorge hat, sie könnte andere Männer treffen. Er beginnt sie aus Eifersucht zu verfolgen.
Nach einem klärenden Gespräch verlangt Consuela von ihm, an ihrer Abschlussfeier mit all ihren Freunden und ihrer Familie teilzunehmen. David willigt ein, kneift aber im letzten Moment. Damit ist ihre Beziehung beendet. David leidet fürchterlich.
Doch dann, nach 3 Jahren, ruft sie ihn plötzlich an ....
Meine Meinung:
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Ein wunderschöner Film.
Sehr schöne Bilder, ein beeindruckender Ben Kingsley, eine sehr melancholische Penelope Cruz.
Ich habe mit Ben Kingsley gelitten, der Angst vor dem Älterwerden hat, teilte seine Verlustängste und seine Selbstzweifel. Ich war mit Penelope Cruz wütend über das mangelnde Vertrauen und ich war mit ihr enttäuscht über sein Fernbleiben von ihrer Feier.
Meiner Ansicht nach tolle Leistung der beiden Schauspieler. Sehr authentisch und bewegend.
Es sind wundervolle sinnliche Szenen enthalten, die erste Annäherung zwischen den beiden ist traumhaft schön inszeniert. Man kann die Unsicherheit und gleichzeitig die Sehnsucht nach dem Anderen wirklich spüren.
Beeindruckend die Verzweiflung Davids über sein eigenes Fehlverhalten und seine Unfähigkeit, sich einen Ruck zu geben. Lieber leidet er weiter.
Sicherlich enthält dieser Film einige Längen, man hätte die Geschichte auch kürzer fassen können. Doch der Zuschauer wird durch wundervolle Dialoge und Bilder niveauvoll unterhalten.
Im Gesicht von Ben Kingsley lassen sich oftmals hervorragend seine Zweifel und Ängste ablesen, das habe ich selten so intensiv erlebt.
Gleichzeitig überzeugt Penelope Cruz mit ihrer Suche nach dem richtigen Weg, David die Aufrichtigkeit ihrer Liebe zu beweisen und ihm seine Ängste zu nehmen.
Dieser Film lebt von der Klasse der beiden Schauspieler. Die Geschichte selbst ist zwar auch faszinierend, aber die beiden Darsteller mit ihren Gefühlen sind einfach große Klasse.
Die Kritiker:
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Julian Hanich schrieb in der Zeitung Der Tagesspiegel vom 14. August 2008, der Film behandle offen "das Thema des späten Begehrens" und meditiere "einfühlsam über das Leid, das die Vergänglichkeit des Körpers über menschliche Beziehungen" bringe. Der Kritiker lobte die "betörende Sinnlichkeit" der Bilder sowie die "Schönheit und Vitalität" von Penelope Cruz und Ben Kingsley.
Michael Kohler schrieb in der Frankfurter Rundschau vom 13. August 2008, die "dekorative Trauerfeier-Beleuchtung" sei "noch nicht einmal das Schlimmste"; der Film verheize "eine ganze Garde großartiger Nebendarsteller". Besonders "unverzeihlich" sei jedoch, "dass die Leidenschaft reine Behauptung" bleibe sowie die "prätentiösen Reflexionen der Hauptfigur", die dem "wehmütig-spöttischen Abgesang auf die männliche Potenz" "endgültig den Rest" geben würden.
Ein Film - zwei Ansichten.
So ging es den Kinobesuchern gestern Abend auch. Nach dem Film wurde vielfach diskutiert und die Meinungen gingen weit auseinander. So wie diese beiden Kritiker-Stimmen auch.
Da hilft nur eines - selbst ansehen !!
Fazit:
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Ein sehr gefühlsbetonter, niveauvoller und intensiver Film, den man aufmerksam verfolgen sollte. Keine leichte Abendunterhaltung, dafür umso beeindruckender.
Mir macht der Film zu gleichen Teilen Angst und Hoffnung .... wer weiß denn schon wie das eigene Älterwerden sein wird? weiterlesen schließen
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