Pro:
Ganz nett...
Kontra:
Ein amerikanischer Abklatsch von Bella Martha...
Empfehlung:
Ja
Kürzlich durchstöberte ich bei freunden das DVD-Regal. Rezept zum Verlieben fiel mit in die Hände und ich lieh mir diesen Film, den ich schon lange einmal sehen wollte, aus Solange meine Eindrücke noch so frisch sind, möchte ich den Bericht über einen Film schreiben, den wir uns gerade angesehen haben.
DIES UND DAS..........
Hauptdarsteller: Catherine Zeta-Jones, Aaron Eckhart, Abigail Breslin, Patricia Clarkson, Bob Balaban
Regisseur(e): Scott Hicks
Format: PAL, Dolby, Farbe, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1), Italienisch (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Warner Home Video - DVD
Erscheinungstermin: 8. Februar 2008
Produktionsjahr: 2007
Spieldauer: 104 Minuten
Preis: inzwischen unter 10,-- Euro
DIE STORY..........
Kate Armstrong arbeitet als (sehr hübsche) Chefköchin in einem sehr nobel Restaurant in Manhatten. Kate lebt nur für sich, lässt niemanden an sich heran und lebt genau nach Plan. Kate liebt ihren Beruf, fühlt sich in ihrer Küche zwischen ihren Töpfen und Pfannen am wohlsten, ist sehr perfektionistisch veranlagt und hat ein Problem mit den seltenen ihre Kochkünste kritisierenden Gästen. Wegen ihrer Komplexe und ihrer Unfähigkeit mit Kritik umzugehen wird Kate von ihrer Chefin zur Therapie geschickt...
Kates Schwester Christine ist mit ihrer Tochter Zoe auf dem Weg zu Kate, als ein Unglück geschieht. Christine hat einen Unfall und stirbt. Zoe ist nur licht verletzt und wird von ihrer Tante aufgenommen, denn Zoes Vater ist unbekannt - Kate kennt nicht einmal seinen Namen.
Wirklich gut umgehen kann Kate mit Zoe nicht, schließlich fehlt ihr die Erfahrung im Umgang mit Kindern. Das wäre schon problematisch genug - aber dann wird ihr auch noch ein neuer Koch beiseite gestellt. Diese Tatsache fasst Kate sogleich wieder als Kritik an ihrer Kochkunst sowie als einen Angriff auf ihre Position als Küchenchefin auf. Dem neuen Koch - Nick - steht sie nicht gerade herzlich gegenüber.
Nick, der junge, lockere gut aussehende Koch liebt Opernarien, ist locker, charmant und stets guter Laune. Nick nimmt das Leben locker, sieht alles nicht so eng wie Kate. Die beiden sind wie Feuer und Wasser. Doch Nick ist der Einzige, der Zugang zur 9-jährigen Zoe findet, worauf hin ihn Kate mit anderen Augen sieht.
Mit der Zeit jedoch verbessert sich das Verhältnis der beiden, sie kommen sich näher. Doch die Beziehung gestaltet sich schwierig...
Wenn ihr wissen wollt, ob es mit Kate und Nick gut geht und was aus Zoe wird, müsst ihr diesen Film selbst schauen - denn mehr möchte ich Euch nicht verraten.
VIDEO & AUDIO..........
Bild und Ton sind für meine Ansprüche absolut okay, ich hab hier nichts zu bemängeln. Kein fehlerhaftes Bild, auch die Schauspieler waren immer gut und einwandfrei zu verstehen.
EXTRAS..........
Wenig und nicht wirklich erwähnenswert, aber ganz okay. Neben den Darstellern werden auch die für die delikaten Gerichte zuständigen Köche interviewt.
CATHERINE ZETA-JONES..........
Ich mag Catherine Zeta-Jones, sehe sie sehr gerne und mag eigentlich auch ihre Filme. Für mich ist sie eine großartige Schauspielerin - aber hier konnte sie mich nicht überzeugen. Das mag natürlich daran liegen, dass ich ständig mit dem Original und mit Martina Gedeck vergleichen habe.
AARON ECKHART..........
ein charmanter Sunnyboy, dem ich die Rolle des italienischen Kochs nicht wirklich abnehmen konnte. Zwar sah er besser aus als Sergio Castellitto in Bella Martha, erschien mir aber nicht passend, zu glatt und ziemlich amerikanisch.
ABIGAIL BRESLIN..........
Auf eine Menge Erfahrung kann die Schauspielerin, die für Ihre Rolle in Little Miss Sunshine sogar für einem Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert wurde , zurückblicken. Denn bereits als Kleinkind stand sie für Werbeaufnahmen vor der Kamera. Abigail Breslin überzeugt mich in ihrer Rolle als Zoe mehr, als es Catherine Zeta-Jones und Aaron Eckhart tun.
MEINE MEINUNG..........
Ich wusste, dass diese Produktion ein Remake des deutschen Filmes Bella Martha ist, welcher auch in den amerikanischen Kinos sehr erfolgreich war. Nun sind Remakes in den seltensten Fällen besser als das Original - und so ist's auch hier.
Natürlich vergleiche ich mit Bella Martha. Und dabei schneidet Rezept zum Verlieben nicht wirklich gut ab. Dieser Film ist mir zu glatt, zu dahinplätschernd, aus den Charakteren hätte man mehr machen können, die Geschichte wird mir zu oberflächlich erzählt. Ein Film ist für mich ein guter Film, wenn er irgendwelche Gefühle hervorruft - egal ob Angst, Rührung, Horror - aber dieser Film ließ mich vollkommen kalt - trotz seiner unbeholfenen versuche auf die Tränendrüse zu drücken. Auch Bella Martha war für mich vorhersehbar, dennoch habe ich diesen Film mehrere Male - und jedes mal mit viel Spaß - gesehen. Auch wenn ich wusste, was passieren wird, liebte ich diesen Film, der auch beim dritten oder vierten Mal noch Gefühle hervor rief.
Bei Rezept zum Verlieben war alles so emotionslos, zu weichgespült, zu oberflächlich, wirkte aufgesetzt, die Dialoge langweilten und auch durch die Musik ist nicht viel zu retten. Paolo Contes Wonderful passte wunderbar zum vielschichtigen Film Bella Martha, während es mir hier etwas fehl am Platz erschien.
Rezept zum Verlieben ist nett, aber nichts Besonderes. Der Film ist vorhersehbar und für meinen Geschmack viel zu typisch amerikanisch. Die Küchenszenen sind nett, aber man hätte mehr daraus machen können. Mir fehlen in Rezept zum verlieben die stimmungsvollen Momente. Zu aufgesetzt wirkt mir hier manches, zu wenig in die Tiefe gehend...
Man kann ihn sich ansehen - tut man es nicht, hat man aber auch nichts versäumt. Und ich kann daher nur 3 von 5 Punkten und eine bedinge Empfehlung geben.
Wer Bella Martha gesehen hat, der sollte hiervon die Finger lassen, denn er wird - wie ich - vergleichen. Und bei diesem vergleich kommt Rezept zum Verlieben nicht wirklich gut weg.
Wer Bella Martha nicht kennt, der könnte jedoch durchaus Spaß an dieser amüsanten und eher komödienhaft angelegten Produktion, die jedoch keinen bleibenden Eindruck hinterlässt, haben. weiterlesen schließen
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