Pro:
mechanischer Netzschalter
robuste Verarbeitung
billiger Kaufpreis
Kontra:
hohe Tonerkosten
unangemessenes Betriebsgeräusch
kein Duplexdruck
Empfehlung:
Ja
Der Brother HL-2035 ist zwar billig in der Anschaffung, jedoch teuer im Unterhalt. Wer in Maßen Texte druckt und keine Rekordzeit aufstellen will, der kann dennoch zugreifen.
Der HL-2035 ist dem äußeren Eindruck nach robust verarbeitet. Die Papierkassette, die 250 DIN-A4 Seiten fasst, ist leicht zu öffnen und ganz herausnehmbar. Es ist jedoch nicht empfehlenswert, die Ablage vollständig zu füllen, da andernfalls die Seiten gernze zusammenkleben auch wenn man sie, wie vom Hersteller empfohlen, auffächert. Hierdurch können Papierstaus entstehen sowie verknitterte Seiten, wenn mehr als eine durch den Druckapparat gezogen werden.
Die Geräuschentwicklung im Betrieb hält sich in grenzen. Beim Anschalten ist der Drucker relativ laut. Während des Druckbetriebs an sich ist er meiner Einschätzung nach im guten Mittelfeld. Eine bessere Geräuschisolation wäre jedoch auf Dauer wünschenswert gewesen. Einzig im Standby-Modus ist der Brother nicht zu hören.
Die Qualität der Ausdrucke ist für Texte mehr als ausreichend. Auch Bilder sehen auf A4 Größe akzeptabel aus, allerdings funktioniert dies nur in schwarz-weiß. Die Druckgeschwindigkeit bei Texten ist mit 16 Seiten pro Minute für einen Laserdrucker eher langsam. Hier gibt es auch Modelle, die 32 Seiten und mehr in der Minute schaffen. Bilder hingegen liegen nach wenigen Sekunden in der Ablage.
Ärgerlich beim Brother sind aus meiner Sicht die Betriebskosten. Das Gerät an sich ist in der Anschaffung recht billig. Im Lieferumfang befinden sich das Netzkabel und ein Starttoner. Der Toner reicht laut Herstellerangaben für 1000 Seiten bei 5% Farbdeckung. Bei mir kam jedoch nach bereits knapp 800 Seiten das Aus. Die weiteren Toner sollen für ca. 1500 Seiten bei 5% Farbdeckung ausreichen, kosten jedoch zwischen 30 und 50€, je nach Händler. Andere Hersteller bieten für ihre Drucker Toner mit mehr Pulver für weniger Geld.
Positiv zu vermerken ist, dass am Brother ein Netzschalter vorhanden ist, wie er vor allem bei älteren Modellen Anwendung fand. Hierbei handelt es sich um einen Kippschalter, der den Stromverbrauch auf 0 senkt, wenn der Drucker nicht in Betrieb ist. Bei anderen Modellen kann dies der Druckknopf nicht bewerkstelligen.
Ebenfalls positiv ist, dass der Drucker schnell aufgebaut und am Computer eingerichtet ist. Jede notwendige Software wird zum einen mitgeliefert und ist zum anderen kostenlos über die Website des Herstellers beziehbar. Der Drucker muss lediglich ans Stromnetz angeschlossen werden, das Papierfach bestückt und der Toner eingesetzt werden. Mit einem USB-Kabel (nicht im Lieferumfang!) wird er mit dem Computer verbunden und schon ist alles fertig.
Von Vorteil ist auch, dass der Brother an seiner Vorderseite einen Einzelblatteinzug besitzt. Sollte man anderes Papier als das in der Papierkassette verwenden wollen, so kann man dieses hier einlegen und bedrucken, ohne den Drucker zu öffnen. Bei anderen Größen als A4 sollte man jedoch mehrere Testseiten mit einkalkulieren, da nicht erwähnt wird, wie man beispielsweise Briefumschläge richtig einlegt.
Ein weiterer Punkt, der den Brother für Vieldrucker ausschließt, ist der fehlende Duplexdruck. Wenn Sie beidseitig drucken wollen, so müssen sie hier erst eine Seite bedrucken, diese dann in der richtigen Lage erneut in den Drucker einbringen und können schließlich die zweite Seite bedrucken. Das kostet unnötig Zeit und Nerven, weil es leicht zu Fehldrucken führt.
Ebenfalls ärgerlich ist die geringe Bedienbarkeit am Gerät selbst. So gibt es neben dem Netzschalter lediglich einen Startknopf auf der Vorderseite des Geräts. Was man hiermit starten kann, hat sich mir jedoch noch nicht erschlossen, da man Texte vom Computer aus an den Drucker sendet und kein Kartenlesegerät in dem Drucker integriert ist. weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben