Jammerbugten (Jammerbucht) Testberichte

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Summe aller Bewertungen
  • Preis-Leistungs-Verhältnis:  sehr gut
  • Empfehlenswert:  ja

Pro & Kontra

Vorteile

  • Wasser, Wind, Strand, nette Menschen, pure Natur

Nachteile / Kritik

  • nichts

Tests und Erfahrungsberichte

  • Die Jammerbucht ist NICHT zum Jammern

    5
    • Preis-Leistungs-Verhältnis:  sehr gut
    • Empfehlenswert:  ja

    Pro:

    freundliche Dänen, super Preis-Leistung, interessante Natur, Naturgewalten erleben, Seele baumeln lassen

    Kontra:

    nix

    Empfehlung:

    Ja

    Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE Die Jammerbucht erstreckt sich von Hanstholm bis Hirtshals und ist im Nordwesten Dänemarks zu finden. Während das Skagerrak westlich von Norddänemark liegt, liegt das Kattegat östlich von Norddänemark.


    Es gibt viele Gerüchte, wie die Jammerbugten (wie die Gegend im Dänischen heißt) zu ihrem Namen gekommen ist. Es sollen viele Schiffe im Skagerrak untergegangen sein. Früher mussten die Fischer ihre Boote an Land tragen, da es keine Häfen gab. Beides sind natürlich  Gründe zum Jammern. Man kann aber


    Überhaupt kann man in der Jammerbucht überall die Naturgewalten erleben: in windstillen Momenten sieht man an den Bäumen, wie sonst die Windrichtung vor herrscht: windschief ist hier noch untertrieben!


    Von Lökken bis Hirtshals gibt es eine Steilküste aus Lehm. Hier holt sich das Meer jedes Jahr ca 1,5 Meter des Landes zurück. Ein Schauspiel, das faszinierend und gruselig zugleich ist. Geht man beispielsweise in Nr. Lynby an der Steilküste entlang, sieht  man Straßen, die gesperrt werden mussten, weil das Land weggebrochen war. Die Holzhäuser direkt am Strand müssen ebenfalls regelmäßig versetzt werden, möchte man sie nicht im Meer wieder finden.


    Interessanterweise ist der Strand hier so fest, dass man auf dem Strand mit einem PKW fahren kann. Wichtig ist hier aber, dass man sich an die Hinweisschilder hält, denn man kann im Sand steckenbleiben, was meinem Bruder passiert ist. Der ADAC hilft hier, in Form eines Treckers, der den Wagen wieder vom Strand abholt.

    Man sieht entlang der Küste immer wieder Bunker, die mittlerweile vom Wind und Wasser freigelegt worden sind. Es sind Überbleibsel des 2.Weltkrieges. Interessiert man sich für die gemeinsame Deutsch-Dänische Geschichte, so kann man das Bunkermuseum in Hirtshals besuchen. Wie viele andere „Museen“ ist auch dieses kostenfrei zu besuchen. Nur für Führungen bezahlt man 140 Kronen als Erwachsener. Es lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall. Hier liegen Bunker der 10. Batterie. Insgesamt gibt es hier 70 Bunker, von denen 54 freigelegt worden sind. 3,5 km Laufwege sind noch erhalten.

    Insgesamt wurden während des 2. Weltkrieges ca 7500 Bunker gebaut und sind heute noch sichtbare Zeichen der Besatzungszeit. Diese Bunker gehören zu Hitlers Atlantikwall. Ich war fasziniert, wie Menschen etwas so Stabiles und Massives bauen konnten. Gleichzeitig sieht man, dass Bunker als Ganzes beispielsweise die Steilküste runterrutschen können und die Natur auch hier mächtiger ist, als das, was der Mensch schaffen kann. Aber auch dieses Areal verliert jedes Jahr Land an das Meer. Einen schönen Ausblick auf dieses Gebiet hat man vom Leuchtturm von Hirtshals aus. Der ragt 35 Meter in die Höhe und kann bestiegen werden. Die jetzige Benutzung als „Spielplatz“ und Tümmelplatz von Krebsen und anderen Tieren, gefällt mir aber natürlich viel besser.

    Wichtig für mich als Deutscher ist es mitzubekommen, dass mir kein Hass oder Gram entgegenschlug und auch die Berichterstattung sehr sachlich mit der Besatzungszeit umgeht. Die Dänen sind uns ggü immer sehr freundlich gewesen. Der deutschen Sprache nicht immer mächtig (und wir der dänischen Sprache) konnten wir uns doch immer verständlich machen.

    Ich beschreibe dieses so ausführlich, weil dies symptomatisch für einen Norddänemark – Urlaub für uns ist: freundliche, offene Dänen, Naturgewalten erleben (besonders, wenn es Sturm gibt), das freie ungezwungene Miteinander. Man kann überall spazieren gehen. Es gibt kaum Reglementierungen und wenn, dann sind sie auch berechtigt.

    Wir besuchten die Jammerbucht schon das 3. Mal im Herbst. So ist viel Platz zum Spazierengehen, am Strand entlang fahren, die Seele baumeln lassen, Muscheln und interessante Steine suchen, Krebse finden und manchmal sogar Seesterne.

    Sucht man davon Abwechslung, kann ich das Bonbon-„Museum“ in Lökken empfehlen (www.bolcheriet.dk). Auch dieses Museum ist eintrittskostenfrei. Es unterscheidet sich jedoch von typisch deutschen Museen, scheint aber für Dänemark typisch zu sein: es wird dort demonstriert, wie die kleinen Bonbons entstehen, gleichzeitig kann man sie auch probieren. Gleich nebenan kann man natürlich dann auch gleich die Bonbons kaufen.

    Nach dem gleichen Prinzip sind die Bernsteinmuseen aufgebaut. Wir waren in dem Bernsteinmuseum in Sönderlev (www.ravgaarden.dk). Dort haben wir ganze Segelboote aus Bernstein gefertigt bestaunen können. Wir haben dort auch erfahren, dass man Bernstein eher an der Ostsee finden kann und dass insbesondere Fischer große Klumpen Bernstein in ihre Fangnetzen mit an Land bringen. Am Strand findet man Bernstein nicht in Gegenden, die Steinstrände aufweisen.

    Außerdem gibt es eine Plastikart, die dem Bernstein zum Verwechseln ähneln. Bernstein fühlt sich sehr leicht und immer warm an. Es ist ein eher weicher Stein, der brennt.


     

    Schließlich lässt sich noch folgendes zu den einzelnen Orten entlang der Jammerbucht sagen:

    Lökken hat einen sehr schönen Strand und eine für den Norden Dänemarks sehr lebhafte typisch touristische Fußgängerzone. Es gibt dort ein Action-Haus, das eine Cartbahn, Bowlingbahn und weitere Actionattraktionen beherbergt.


    Lönstrup
    ist dagegen eher beschaulich, hat aber einen ebenso schönen Strand. Hier sind die Naturgewalten sehr deutlich zu spüren. Die Kirche wird auf absehbarer Zeit im Meer versinken und der einstige Leuchtturm wird vom Sand verschluckt werden. Es hat sich eine Wanderdüne aufgetürmt, sodass der Leuchtturm zunächst ein Museumzu diesem Thema im ersten Stock beherbergte. Dieses musste aber geschlossen werden, da dies schon vom Sand verschluckt wurde.

    Leider muss man zu diesem Leuchtturm lange laufen. Es lohnt sich jedoch auf alle Fälle, da der Ausblick gigantisch ist und die Kinder auf der Düne viel Spaß haben werden.


    Hjörring
    hat die größte Fußgängerzone, die wir in Norddänemark gesehen haben. Hier kann man shoppen, in Cafes verweilen und 3 Mittelalterkirchen bewundern.


    Skagen
    ist die Stadt an der Nord- und Ostsee zusammen fließen. Mehr ist jedoch zu diesem Ort nicht zu sagen.



    Für uns als Achterbahn-Familie ist das Legoland ein muss. Auch wenn es nicht in der Jammerbucht liegt und wir ca 2,5 Stunden Fahrtzeit auf uns nehmen mussten, gehörte das Legoland immer dazu. ADAC-Mitglieder bekommen den 2. Tag im Park gratis dazu. Es lohnt sich, denn mittlerweile ist das Legoland nicht mehr nur etwas für Jüngere. In den letzten Jahren ist beispielsweise das Polar X-Plorer dazu gekommen, eine Achterbahn, in einen „freien Fall“ aus ca. 5 Meter simuliert. KLASSE!!!

    Zusammenfassend ist die Jammerbucht etwas für eine Familie, die das Meer, den Wind und das Ungezwungene liebt. Wenn man abschalten und die Seele baumeln lassen möchte, ist man hier genau richtig und zwar auch und gerade in der Herbstzeit. Nur sollte man dann auf ein Haus mit Sauna, Kamin und Wirlpool achten, um sich nach dem Strandspaziergang auch entspannen und aufwärmen zu können.

    Zu Cafes, Restaurants und ähnlichem können wir nichts sagen, da uns die Preise, die dort verlangt werden abgeschreckt haben. Dänemark galt schon lange als ein eher teures Land, seit dem jedoch 2011 die „Fettsteuer“ eingeführt wurde, kann man beispielsweise im Legoland ein Eis im Hörnchen für umgerechnet ca 10 Euro kaufen.

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    Kommentare & Bewertungen

    • BoxerRocko

      BoxerRocko, 16.11.2013, 09:18 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Liebe Grüße

    • travelgirl

      travelgirl, 08.11.2013, 23:09 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      LG und ein tolles WE - lg tg

    • Seph

      Seph, 31.10.2013, 23:01 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      mfg Seph

    • Tweety30

      Tweety30, 28.10.2013, 17:04 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      SH & liebe Grüße!

  • Wind im Haar

    Pro:

    Wasser, Wind, Strand, nette Menschen, pure Natur

    Kontra:

    nichts

    Empfehlung:

    Ja

    Wind im Haar

    Die Nordwestküste von Dänemark mit der Jammerbucht ist das ideale Gebiet für Urlauber, die sich wirklich ausruhen möchten, kein Partyleben suchen, den Museen nicht hinterher hecheln und ausgedehnte Shoppingtouren weit von sich schieben; denen ein Buch oder mehrere genügen, die stundenlang das Meer betrachten können, bis mittags schlafen und danach frühstücken bis zur Kaffeezeit, Zweisamkeit am Kamin lieben oder endlich mal etwas Sport treiben wollen, ohne das sie jemand wegen ihrer Figur belächelt und die mal uneingeschränkt für ihre Kinder da sein können.

    Wir sind angekommen. Endlich. Hinter uns liegen ca. 600 km in sieben Stunden mit zwei Pausen und zwei

    Kommentare & Bewertungen

    • catmum68

      catmum68, 07.02.2011, 22:51 Uhr

      Bewertung: besonders wertvoll

      besonders wertvoller Bericht, LG

    • MoeGott

      MoeGott, 10.12.2009, 10:11 Uhr

      Bewertung: besonders wertvoll

      danke fürs BW :)

    • krullinchen

      krullinchen, 20.06.2009, 11:16 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Fernweh!!!! Toller Bericht. LG Bine

    • Puenktchen3844

      Puenktchen3844, 13.06.2009, 19:03 Uhr

      Bewertung: besonders wertvoll

      Ein guter Bericht. LG