Pro:
Alles in allem ein großer fesselnder historischer Roman, der mit keiner Zeile Langeweile aufkommen lässt.
Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Heute ist es wiedermal soweit, ich möchte euch wieder ein neues Buch vorstellen, das so unglaublich spannend war, so das ich es innerhalb von 2 Tagen durchgelesen hatte und ich einfach nicht genug davon bekommen konnte. Dieses Buch ist von der Autorin Charlotte Thomas und hier handelt es sich um das Buch Die Madonna von Murano gekauft habe ich es wieder bei Bücher.de und bezahlt habe ich dafür 9,95 Euro.
Zur Autorin
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Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land nahe Wuppertal
Abitur 1975
Studium der Philosophie und Rechtswissenschaften bis 1982
Rechtsreferendariat in Frankfurt am Main
Zweites juristisches Staatsexamen 1986
Richteramt bis 1992, danach selbstständige Rechtsanwältin bis 2005
Seither freiberufliche Schriftstellerin
Produktinformationen
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Verlag: Lübbe 2008
Ausstattung/Bilder: 2008. 1036 S.
Seitenzahl: 1044
Bastei Lübbe Taschenbücher Bd.15934
Best.Nr. des Verlages: 15934
Deutsch
Abmessung: 187mm x 125mm x 58mm
Gewicht: 632g
ISBN-13: 9783404159345
ISBN-10: 3404159349
Best.Nr.: 23826369
Kurzbeschreibung
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Venedig im Jahre 1475
Die Stadt feiert Karneval. In den verwinkelten Gassen der Serenissima versucht eine junge Frau verzweifelt, ihren Verfolgern zu entkommen. Sie ist hochschwanger, und sie weiß, die drei maskierten Männer wollen ihren Tod. Die Häscher holen sie ein, doch bevor sie stirbt, bringt sie das Kind zur Welt ...
So beginnt das Leben von Sanchia, Ziehtochter des Glasmachers, die schon in ihrer frühen Jugend von der gefährlichen Vergangenheit ihrer Mutter eingeholt wird. Als sie Jahre später mit Lorenzo, dem wohlhabenden Spross eines Patriziers, eine verbotene Affäre beginnt, spitzen sich die Ereignisse auf dramatische Weise zu ...
Ein prächtiger historischer Bilderbogen voller Abenteuer, Intrigen und Leidenschaft - ausgebreitet vor der einzigartigen Kulisse Venedigs
Leseprobe
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Das erste Schwein stürzte vom Turm, als Sanchia die Piazza San Marco erreichte. Unter dem begeisterten Gebrüll der Umstehenden überschlug es sich auf dem Weg zur Erde mehrere Male, bevor es aufprallte und verendete.
Sanchia achtete nicht auf das Schauspiel. Ständig blicktesie über die Schulter zurück, doch die Männer schienen sie aus den Augen verloren zu haben. In dem Trubel um sie herum wäre es auch ein Wunder gewesen, wenn ihr jemand hätte folgen können. Niemand, der nicht direkt neben ihr stand, könnte sie in diesem Gewimmel ausmachen.
Die Menge bewegte sich wie ein einziges großes Lebewesen,aufgepeitscht durch Fanfarenstöße, Trommelwirbel und den schrillen Klang der Pfeifen. Die Leiber drängten sich dicht an dicht, es gab keinen Fingerbreit Platz. Die Piazza,
ein einziger Hexenkessel ungezügelter Vergnügungssucht,barst förmlich vor Menschen. Lärmend schoben sich die
Zuschauer nach vorn, auf der Suche nach den besten Plätzen entlang des Gevierts, das die Comandatori vor dem Campanile abgesperrt hatten.
Der Karneval hatte an diesem Tag seinen Höhepunkt erreicht,und wie immer hatten sich zu diesem Anlass viele tausend Schaulustige auf dem Markusplatz versammelt. Zwischen Buden und Zelten wogte die Menge, eine unüberschaubare Vielzahl kostümierter und maskierter Gestalten. Stelzengänger,Taschenspieler, Feuerschlucker und andere Gaukler wetteiferten in ihrem Bemühen, die Aufmerksamkeit der Umstehenden auf sich zu lenken, doch die meisten Blicke richteten sich inzwischen auf den Campanile.
Sanchia keuchte und presste sich die Hände in die Seiten. Sie konnte nicht richtig atmen, obwohl sie in den letzten
Minuten nicht mehr gerannt war, sondern sich lediglich durch die Menschenmassen rund um die Basilika geschoben
hatte. Bei ihrer Flucht durch das Gewirr der Gassen hatte sie mehr als einmal geglaubt, in einer Sackgasse gelandet zu sein, doch immer wieder hatte sie im letzten Augenblick eine unvermutete Abzweigung, eine winzige Brücke oder einen schmalen Durchlass entdeckt. Zwei- oder dreimal war der Schmerz so heftig gewesen, dass sie geglaubt hatte, nicht mehr weiterzukönnen. Mehrmals hatte sie kurz davor gestanden, sich einfach gegen eine Hauswand zu lehnen und aufzugeben. Oder sich in einen der unbewegten Rii fallen zu lassen, in die Schwärze des Vergessens. Doch sie hatte es nicht fertiggebracht, obwohl es die einfachste Lösung gewesen wäre. Sie wusste nicht, wohin sie fliehen sollte, und sie hatte keine Ahnung, was sie tun würde, wenn ihr die Flucht gelänge.
Schon der nächste Blick über die Schulter zeigte ihr, dass diese Frage für den Moment müßig war. Die Männer waren
ihr nach wie vor auf den Fersen. Sanchia erkannte den Größeren unter ihnen an der Art, wie er suchend seinen Kopf hin und her bewegte, obwohl er wie die beiden anderen Verfolger maskiert war. Wie tausend andere um ihn herum trug er eine weiße, bis zum Mund reichende Maske und eine tiefgezogene, mit Federn geschmückte Kappe. Er sah ganz harmlos aus, doch Sanchia wusste ohne jeden Zweifel, dass er unter seinem Umhang ein Schwert und einen Dolch verbarg, mit dem er sie töten würde, sobald er ihrer habhaft würde. Die beiden anderen hielten sich in seiner unmittelbaren Nähe auf. Ebenfalls maskiert und nicht ganz so groß wie ihr Anführer, aber nicht weniger eifrig in ihrem Bestreben, ihre Beute aufzuspüren und mundtot zu machen, reckten sie sich auf die Zehenspitzen und versuchten, ihr Ziel in der Menge ausfindig zu machen.
Sanchia duckte sich unwillkürlich und stöhnte auf, als der Schmerz im selben Moment erneut einsetzte. Die Wehen waren heftiger geworden, seit sie die Piazza erreicht hatte, doch sie hatte gehofft, dass sie vergehen würden, sobald sie sich ein paar Minuten ausgeruht hätte. Der Schnitt an ihrer Wange hatte auch wieder angefangen zu bluten, und die Stelle, an der ihr Ohr aufgeschlitzt worden war, fühlte sich nicht länger taub an, sondern pochte wie von
einem eigenen Herzschlag erfüllt. Zum ersten Mal, seit sie den Palazzo verlassen hatte, wagte sie, die Verletzungen zu berühren. Sie hob zögernd die Finger und legte sie zuerst auf den Schnitt, der sich quer über ihre Wange zog, und dann auf die wunde Stelle an ihrer Ohrmuschel. Sie zuckte vor Schmerz zusammen, doch zu ihrer eigenen Überraschung waren die Wunden weniger tief, als sie angenommen hatte. Vor lauter Erleichterung stiegen ihr Tränen in die Augen. Sie hatte gefürchtet, entstellt zu sein und ihm nicht mehr zu gefallen. Bei dieser Überlegung konnte sie kaum ein hysterisches Lachen unterdrücken. Es dürfte ihm wohl gleichgültig sein, ob ihr Gesicht und ihr Ohr zerschnitten wären, wenn sie mit einer Dolchwunde im Leib tot aufgefunden würde!
Dann spielte auch dieser Gedanke keine Rolle mehr, denn Sanchia bemerkte entsetzt, dass sie entdeckt worden war. Einer aus dem Verfolgertrio deutete in ihre Richtung, woraufhin sich alle drei augenblicklich in Bewegung setzten und begannen, die Umstehenden mit groben Püffen beiseitezudrängen.
Meinung
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Das Buch ist super spannend, von der ersten bis zur letzten Seite, man schafft es kaum es aus der Hand zu legen und man verschlingt Seite um Seite. Erst die letzten sechs Seiten bringen Aufschluß, wer der wirkliche Mörder ist. Die Madonna von Murano ist ein farbenprächtiger Roman, der das Venedig der Renaissance lebendig werden lässt. Man merkt beim Lesen, wie viel Herzblut die Autorin in die Handlung und vor allem in ihre Personen gelegt hat. Ich ziehe den Hut vor dem Talent, einen Leser über so viele Seiten an ein Buch zu kletten.
Auch nicht vergessen möchte ich die wundervollen Zeichnungen von Jan Balaz in dem Buch erwähnen. Ich habe diese Seiten nicht einfach so weitergeblättert, sondern sie mir stets ganz sehr genau betrachtet. Es ist schon richtig toll anzusehen, wozu dieser Mann fähig ist, denn die Zeichnungen sind so detailgetreu und fein gezeichnet, dass man wirklich nur staunen kann. Erstklassig kann ich da nur sagen.
Alles in allem handelt es sich bei diesem Buch um einen rundum sehr gut gelungenen historischen Roman, der lebhafter und liebevoller kaum sein könnte und bei dem man sich selbst nach 1028 noch wünscht, er würde nie enden. Wenn ich könnte, würde ich diesem Buch 10 Sterne geben. Der hervorragend recherchierte Hintergund ist ungemein lebendig dargestellt.
Es ist eine herzzerreißende Geschichte, die sich abspielt in der wunderschönen Stadt Venedig. Das dramatische Schicksal der jungen Leute Sanchia und Lorenzo hat mich mitten ins Herz getroffen. Obwohl es an die 1030 Seiten zum Lesen gibt, habe ich diese regelrecht verschlungen beim Lesen und bin viel zu schnell am Schluss angekommen.
Auch die Liebesgeschichte ist wunderschön und ich war richtig traurig als das Buch zu Ende war. Toll fand ich auch, wieviel man nebenbei über die Pest und über Heilkunst im Mittelalter lernen konnte. Handlung und Figuren sind so packend und mitreißend dargestellt, dass man atemlos Seite um Seite verschlingt. Das Buch sprüht gerade zu von historischer Atmosphäre. Es ist eine wundervoll geschriebene Geschichte über ein Findelkind, und es ist die Geschichte einer Stadt und ihrer Menschen in den letzten zwanzig Jahren des 15. Jahrhunderts.
Die Madonna von Murano ist einfach nur noch schön und absolut spannend geschrieben. Ich kann es nur weiter empfehlen. Einfach ein tolles Buch. Eine fesselnde Geschichte, die einen nicht mehr loslässt, wenn man einmal angefangen hat. Alles in allem ein großer fesselnder historischer Roman, der mit keiner Zeile Langeweile aufkommen lässt.
So nun aber genug davon. Viel spaß beim lesen Tipp ind Rechtschreibfehler wie immer für euch. weiterlesen schließen
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