Pro:
Emmanuelle Vaugier, Don S. Davis
Kontra:
Inszenierung, Musik, Action, Unterhaltungswert
Empfehlung:
Nein
Uwe Boll gilt als sehr umstrittener Regisseur. Wer keinen seiner Filme kennt, hat nicht wirklich etwas verpasst. Das gilt auch für FarCry, der auf dem gleichnahmigen Computerspiel basiert, mit welchem ich den Film aber nicht vergleichen werde, da ich das Spiel nicht kenne.
Die Story:
Jack Carver (Til Schweiger) führt ein einfaches Leben. Früher bei der Army ist er nun Bootsführer und fährt Touristen durch die Gegend. Eines Tages trifft er auf die Journalistin Valerie (Emmanuelle Vaugier), welche ihn bittet, sie zu einer Insel zu bringen, weil sie auf der Suche nach ihrem Onkel (Ralf Möller) ist. Natürlich willigt er ein, bereut es aber hinterher, nachdem sein Boot in die Luft gesprengt wird, als sie bei der Insel ankommen. Denn auf der Insel herrscht Dr. Krieger (Udo Kier), der ein paar wissenschaftliche Experimente durchführt und nicht duldet, daß sich jemand einmischt oder Nachforschungen anstellt. Aber Jack mischt sich nun ein und ist sauer, denn sein schönes Boot ist zerstört und er will ein neues. Gemeinsam mit der Reporterin macht er sich auf die Suche nach ihrem Onkel. Doch Krieger hat aus ihm schon eine unaufhaltsame und willenlose Kampfmaschine gemacht.
Darsteller:
Til Schweiger ist nicht nur Schauspieler, sondern auch Regisseur und konnte mit dem Film Zweiohrküken einen großen Erfolg feiern. Zudem spielte er in Filmen wie "Der bewegte Mann" oder "Manta Manta" mit. In Hollywood Filmen ist er auch oft zu sehen wie in "The Replacement Killers", "Driven", Tomb Raider - Die Wiege des Lebens" oder zuletzt in "Inglourious Basterds".
Emmanuelle Vaugier ist nicht ganz so bekannt und ist meist als Nebendarstellerin zu sehen wie in der Serie "Smallville" oder auch in CSI New York.
Udo Kier spielt oft den Bösewicht in Hollywood Filmen. Blade, End of days, Vernetzt oder auch Bloodrayne, ebenfalls von Uwe Boll.
Ralf Möller ist meist als Nebendarsteller in Filmen zu sehen. In Cyborg, Universal Soldier, Best of the Best 2 oder auch die Conan Serie spielte er mit. Mit Gladiator wurde er etwas bekannter und war auch in Pathfinder zu sehen.
In einer kleinen Rolle ist auch Don S. Davis zu sehen, der den General Hammond in der Serie Stargate verkörperte.
Der Regisseur:
Uwe Boll ist wie gesagt ein sehr umstrittener Regisseur, da seine Inszenierung doch recht holprig ist. Er ist auf Videospieleverfilmungen spezialisiert und zu seinen Filmen gehören Alone in the dark, Bloodrayne 1 und 2 oder der auch im Kino gelaufene Dungeon Siege-Schwerter des Königs mit Jason Statham.
Meinung:
Überall im Internet konnte man lesen, daß der Film Action wie die Filme aus den 80er Jahren bietet. Wer so etwas behauptet, hat noch keinen Actionfilm aus diesem Jahrzehnt gesehen. Action gibt es zwar viel, aber diese ist doch recht plump inszeniert und unspektakulär. Viel bleibt davon einem nicht in Erinnerung. Erwähnenswert ist vielleicht noch die Hubschrauberszene, die aber durch die schlechte Hintergrundmusik wieder zunichte gemacht wird. Ansonsten gibt es Schießereien oder auch ein paar Kampfszenen, aber auch die sind schlecht inszeniert.
Die schon erwähnte Hintergrundmusik ist ebenso unspektakulär und stört mehr im Film, insbesondere weil sie falsch eingesetzt wird. Nehmen wir nochmal die Hubschrauberszene: Normalerweise wäre es so, daß die Musik sich steigert, bevor etwas aufwendiges passiert im Film. Hier ist dies nicht der Fall. Die Musik bleibt auf einer Länge ohne irgendwelche Höhepunkte und geht einem auch irgendwann auf die Nerven. Schade, die Hintergrundmusik sollte eigentlich die gezeigten Szenen besser machen und einen für die Szene bzw. den Film begeistern. Aber das bleibt leider aus.
Schauspielerisch gibt es nichts erwähnenswertes: Till Schweiger spielt wie immer und versucht cool zu wirken und an die bekannten Actionstars wie Schwarzenegger oder Stallone anzuknüpfen, was aber in die Hose geht. Udo Kier gibt auch nur seine routinierte schauspielerische Leistung, wie man sie aus anderen Filmen, in denen er mitgespielt hat, kennt, auch wenn er dort doch besser rüberkommt wie in Blade. Ralf Möller hat ein bißchen Text und darf dann als Kampfmaschine durch den Film wandeln und alles kurz und klein hauen. Eben Ralf Möller. Emmanuelle Vaugier bietet eigentlich nur etwas für das Auge und gibt schauspielerisch ihr bestes, aber auch hier sei gesagt, daß sie es auch besser kann.
Ein weiterer negativer Punkt sind die Effekte. Okay, vielleicht kann man nicht ganz von Effekten sprechen. Die Darsteller, die die Monster spielen, sind einfach nur blass geschminkt. Das Budget ließ wohl nicht mehr zu.
Und was wäre so ein Film ohne eine nervige Person. In diesem Falle ist es ein Lieferant, der ohne Unterbrechung unsinniges Geplapper von sich gibt und statt witzig zu sein, wie es wohl geplant war, einem nur auf die Nerven geht und den Film noch schlechter macht.
Auch die Liebesgeschichte zwischen der Reporterin und Jack Carver ist quatsch und unlogisch. Innerhalb von wenigen Stunden sollen sich zwei Fremde verlieben und dann auch schon miteinander ins Bett gehen?
Das einzig positive an dem Film ist für mich Emmanuelle Vaugier, aber schöne Frauen machen noch lange keinen guten Film. Und nicht zu vergessen, der kurze Auftritt von Don S. Davis. weiterlesen schließen
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