Das Urteil - Jeder ist käuflich (DVD) Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 04/2010
Pro & Kontra
Vorteile
- Spannend, gute Darsteller, gute Unterhaltung
- sehr gute Darsteller, intelligenter Film
- super Film, super Darsteller
- spannender Film, ganz gute Darsteller, überraschende Wendungen, gutes Bonusmaterial auf der DVD
- sehr spannend, interessant und bis zum Schluss noch rätselhaft, wirkt realistisch
Nachteile / Kritik
- das kritische Thema tritt etwas in den Hintergrund
- viele Längen, etwas langweilig, am Anfang verwirrend
- nichts
- die Bildqualität auf der DVD könnte besser sein
- Nichts für Pure Actionfans
Tests und Erfahrungsberichte
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Geschworener Nummer Neun
03.11.2009, 12:08 Uhr von
berg100
Danke für Eure zahlreichen Lesungen. Meine Bericht "schon wieder bügeln" und "immer gerne in Farb...5Pro:
Spannend, gute Darsteller, gute Unterhaltung
Kontra:
das kritische Thema tritt etwas in den Hintergrund
Empfehlung:
Ja
DVD
Das Urteil - Jeder ist käuflich
Darsteller:
- John Cusack
- Gene Hackman
- Dustin Hoffman
- u.a.
Regie:
- Gary Fleder
Komponist:
- Christopher Young
Technische Informationen
Originaltitel: Runaway Jury
Kategorie: Spielfilm
Genre: Thriller
Medium: DVD
farbig, Spieldauer: 123 Minuten
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Studio: Twentieth Century Fox
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Geschichte
Die Witwe eines Attentat-Opfers klagt die Waffenlobby auf Schadenersatzzahlung in Millionenhöhe. Ihre Interessen vertritt vor Gericht der moralisch höchst integere Wendell Rohr (Dustin Hoffman), der felsenfest an die Unbestechlichkeit der US-Justiz glaubt. Ganz im Gegensatz zu seinem aalglatten Widersacher Rankin Fitch (Gene Hackman), dem jedes Mittel Recht ist, die Jury zu beeinflussen. Ein mit schmutzigsten Tricks geführter Prozess beginnt, bei dem auch noch Juror Nummer Neun (John Cusack) sein ganz eigenes Spiel spielt.
Meine Meinung
Es handelt sich hier um einen Gerichtssaal-Thriller wahrscheinlich nach einer Romanvorlage von John Grisham (Das Urteil). Allerdings wird in diesem Film die Waffenindustrie an den Pranger gestellt. Es geht darum, wie leicht es ist Waffen zu kaufen in Amerika und das jeder eine Recht dazu hat einen Waffe zu besitzen. Und gerade dieses Gesetzt hilft der Waffenindustrie zu ihren gewünschten Absätzen zu kommen. Nun in diesem Film ist die Grundlage der Anklage gegen die Waffenindustrie, eine Attentats-Opfer, dass mit einer Waffe getötet wurde, die nur allzu leicht beschafft werden konnte. Der Ankläger macht die Waffenindustrie dafür verantwortlich.
Zu Beginn des Filmes sieht man, wie die Geschworenen für diesen Gerichtsprozess ausgesucht werden. Dies scheint eine Wissenschaft zu sein. Anklage und Verteidigung wählen aus den eingeladenen Geschorenen, diejenigen aus, die sie akzeptieren möchten. Natürlich versuchen sie solche auszuscheiden, die ihrer Meinung nach schon Negative eingestellt sind, für die jeweilige Partei.
Nun die wichtige Zentrale Person ist der Geschworene Nummer Neun, gespielt von John Cusack. Mehr wird nicht verraten...
Besonders interessant an dem Film finde ich, dass man als Zuschauer zuerst etwas getäuscht wird, genau so wie sich die Gegenparteien im Film zu täuschen versuchen und nicht alles Preis geben. Man bildet sich als Zuschauer eine Meinung über die Pro und Contra Parteien und über den Geschorenen Nummer Neun. Aber nicht alles ist so wie es scheint.
Am Schluss des Filmes wird dann, ganz langsam, Stück für Stück aufgezeigt, warum sich der Geschorene Nummer Neun so verhält und was er wirklich beabsichtigt hat.
Spannend aufgebauter Film fasst so gut wie das Buch. Natürlich hängt das davon ab, was man lieber mag.
Die Stars unter den Akteuren Cusack, Hackman und Hoffman machen ihre Sache ausgezeichnet. Hoffman als etwas naiver Anwalt, erfüllt seine Rolle wie gewohnt gut. Hackman als ein kleiner Bösewicht mit fiesen Tricks wirkt überzeugend. Und auch Cusack so harmlos wie er wirkt, hat es Faust dick hinter den Ohren. Man nimmt ihm das Täuschungsmanöver voll ab. Das ist einfache von allen eine gelungene Darstellung.
Fazit
Mir gefällt der Film sehr gut. Ich kann ihn weiterempfehlen. Man muss sich nicht mit der Debatte um das Waffengesetzt auseinandersetzten, um den Film gut zu finden.
Ich finde es lohnt sich, den Film mal anzusehen. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Jack100, 06.03.2010, 20:26 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Danke für das Lesen meines Berichtes. Viele Grüße
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Der lachende Dritte
Pro:
spannender Film, ganz gute Darsteller, überraschende Wendungen, gutes Bonusmaterial auf der DVD
Kontra:
die Bildqualität auf der DVD könnte besser sein
Empfehlung:
Ja
Nach langer Abstinzenz (zumindest was das Schreiben angeht) gibt es nun mal wieder einen Bericht von mir. Natürlich handelt es sich um eine DVD-Kritik und zwar um die DVD "Das Urteil", die ich zu Weihnachten bekommen habe.
HANDLUNG
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Vor zwei Jahren wurde ein Familienvater von einem Mann bei einem Amoklauf erschossen. Die Witwe hat sich entschlossen, den Hersteller der Waffe zu verklagen, mit der ihr Mann getötet wurde. Ihr Anwalt ist Wendell Rohr (Dustin Hoffman), der voller Zuversicht an einen positiven Ausgang des Prozesses glaubt. Doch die Gegenseite will mit aller Macht eine Niederlage verhindern, denn das würde neben hohen Kosten auch noch einen Präzedenzfall schaffen, mit dem weitere Klagen verbunden wären. Der Waffenhersteller wird durch den Anwalt Durwood Cable (Bruce Davidson) vertreten, der allerdings keine große Rolle spielt, denn eigentlich hält Rankin Fitch (Gene Hackman) die Fäden in der Hand. Fitch ist ein Jury-Berater, der mit allen Mitteln die Zusammensetzung der Geschworenen-Jury beeinflussen will und kann. Er selbst wurde von den Waffenherstellern engagiert, damit das Urteil positiv für sie ausfällt. Auch Rohr engagiert einen solchen Jury-Berater (Jeremy Piven), allerdings setzt er mehr auf seinen Instinkt, als auf den Berater.
Größte Sorgfalt wird nun auf die Zusammensetzung der Jury gelegt. Die potentiellen Geschworenen werden von Fitch überwacht und ihr Leben durchleuchtet. Der Kandidat Nicholas Easter (John Cusack) fällt durch seine Unlust auf, an dem Prozess teilzunehmen. Der Richter ist von einem solchen Verhalten nicht gerade angetan und Fitch revidiert sein anfängliches Urteil über den Kandidaten und empfiehlt ihn nun doch als Geschworenen. Bald stellt sich heraus, dass Easter zusammen mit der geheimnisvollen Marlee (Rachel Weisz) seine eigenen Ziele verfolgt...
MEINE MEINUNG
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Zugegebenermaßen sagte mir der Filmtitel rein gar nichts, als ich die DVD zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte. Somit scheint der Film auch nicht gerade ein Kinoerfolg gewesen zu sein, denn ansonsten hätte ich das wohl mitbekommen. Aber ich habe mir "Das Urteil" dann ohne weitere Informationen und Vorurteile angeschaut und ich war auch einigermaßen zufrieden mit dem Film. Da ich die Handlung (auch die Kurzbeschreibung) vorher nicht kannte, war der Film für mich sehr spannend. Anfangs sah alles nach einen typischen Gerichtsfilm aus, also es gibt einen Guten und einen Bösen und am Ende siegt natürlich der Gute. Ich fühlte mich schon leicht gelangweilt, aber als sich dann die dritte Partei mit Easter einschaltete, wurde es richtig spannend und unterhaltsam. Eine solche Wende hatte ich keineswegs erwartet und das war auch die Rettung des Films. Ansonsten wäre "Das Urteil" ein vorhersehbares und schwaches Filmchen geworden. Normalerweise mag ich solche Justiv-Filme nicht unbedingt, da diese meistens sehr vorhersehbar und langweilig sind. Aber dieser Film hat mich auf seine Art sehr gefesselt.
Der Film beruht auf dem gleichnamigen Roman von John Grisham (der Titel ließ dies schon vermuten). Ich habe das Buch nicht gelesen, aber anhand der Inhaltsangabe wird ersichtlich, dass die Handlung für den Film ein wenig abgeändert wurde. Während im Buch die Tabakindustrie an den Pranger gestellt wird, dreht es sich im Film um die Waffenindustrie. Wahrscheinlich wurde das Thema aus aktuellem Anlaß geändert, denn schließlich sind derzeit die Waffen ein heißeres Thema. Außerdem wurde noch die Figur Rohr etwas abgewandelt, denn aus dem Audiokommentar wurde ersichtlich, dass Rohr ursprünglich auch korrupt angelegt wurde.
Auch wenn "Das Urteil" mir einigermaßen gut gefallen hat, fehlt noch viel, damit der Film richtig gut gewesen wäre. Während die Handlung sehr spannend aufgebaut war, wurden die Personen leider sehr vernachlässigt. Und als Charaktere kann man diese auch kaum bezeichnen, denn alle Personen blieben ziemlich blaß. Ob das nun an den Schauspielern lag oder an der Inszenierung bleibt fragwürdig, aber ich tippe mal auf beides. Denn Rohr, der von Dustin Hoffman gespielt wurde, oder Fitch, der von Gene Hackman gespielt wurde, ließen zumindest einiges Leben in diesen Menschen vermuten. Aber die beiden Personen Easter (gespielt von John Cusack) und Marlee (gespielt von Rachel Weisz) wurden ziemlich schwach dargestellt. Man spürte überhaupt kein Feuer oder Motivation hinter ihren Bemühungen. Ab und zu blitzte zwar mal ein emotionaler Zug hervor, aber das kann für einen solchen Film nicht ausreichend sein. Ich will natürlich keine Seifenoper oder hochgespielte Dramen sehen, aber man soll sich ja auch irgendwie mit den Charakteren identifizieren können, aber das ist hier gar nicht der Fall.
Wie schon erwähnt, war der Film, mal abgesehen von den wenigen emotionalen Regungen, eigentlich gut inszeniert. Vor allem die Person Nick Easter hat dazu beigetragen. Denn anfangs wird der Zuschauer getäuscht. Man sieht Easter als einen ganz anderen Menschen als er wirklich ist. Im Laufe des Films gibt er immer mehr über sich preis und dies ist die interessante Entwicklung des Films. Sollte man allerdings schon vorher etwas darüber gelesen haben, geht dieser Effekt bestimmt flöten. Aber ansonsten kann man sich so richtig schön manipuliert fühlen, wie z.B. die anderen Geschworenen auch.
Aber einen Beitrag zu einem besseren Ansehen der Justiz wird dieser Film bestimmt nicht darstellen (das sollte der Film mit Sicherheit auch nicht sein). Auch wenn schließlich das "Gute" gesiegt hat, so war letztlich doch alles manipuliert. Es gab keine unabhängige Entscheidung der Geschworenen. Und die gefallenen Bemerkung: "Der Prozess ist viel zu wichtig, um ihn von Geschworenen entscheiden zu lassen", sagt ja wohl alles. Auch wenn im Film alles etwas überspitzt dargestellt wurde, ist ein Fünkchen Wahrheit dran. Schließlich gibt es diese Jury-Berater und die werden alles mögliche machen, damit der Prozess zu Gunsten ihrer Partei entschieden wird.
Auch wenn es so einige kleinere negative Punkte gab, kann ich "Das Urteil" nur empfehlen. Allerdings sollte man über die Handlung noch nicht viel wissen, denn ansonsten wird der Film etwas langweiliger, als er für mich gewesen ist.
DIE DVD
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Die DVD (20th Century Fox Home Entertainment) ist für einen solchen Film recht gut mit Bonusmaterial ausgestattet. Ehrlich gesagt, hatte ich so viel gar nicht erwartet und einige Features sind auch wirklich sehenswert. Positiv ist noch aufgefallen, dass alle englischen Features mit deutschen Untertiteln unterlegt werden können. Dies brauche ich zwar nicht unbedingt, aber für den, der kein Englisch kann, ist dies ein willkommenes Hilfsmittel. Die Menüs sind zwar mit Szenen aus dem Film animiert, aber doch eher schlicht und unscheinbar gehalten. Mir persönlich haben sie nicht gefallen.
Die Bild- und Tonqualität ist gut. Da der Film eher auf Dialoge setzt und kaum Soundeffekte aufweist, ist natürlich vom Sound her nicht viel zu erwarten. Leider ist auch die Musicscore nur sehr sparsam eingesetzt wurden. Trotzdem wurden die Umgebungsgeräusche hervorragend mit Raumklang umgesetzt, so dass man in den einzelnen Szenen denkt, man sitzt mittendrin. Da gibt es beim Bild schon mehr zu meckern. Es ist zwar kontrast- und farbenreich, aber leider auch sehr unscharf. Die Konturen wirken sehr verwaschen. Hier hätte man wirklich mehr machen können.
Bonusmaterial
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# Audiokommentar des Regisseurs Gary Fleder
Obwohl ich mir Audiokommentare sehr gern zu einem Film anhöre, habe ich mir diesen bis jetzt noch nicht komplett zu Gemüte geführt. Ich habe bisher nur abschnittsweise mal reingehört und ich fand den Kommentar auch sehr informativ, aber bisher fehlte einfach die Zeit. Der Regisseur Gary Fleder erzählt viel über die Dreharbeiten und wie die Handlung im Vergleich zur Romanvorlage abgewandelt wurde.
# Nicht verwendete Szenen (~2min)
Normalerweise gehören die entfallenen Szenen zu den Highlights des Bonusmaterials, aber hier kann man nicht gerade davon reden. Erstens handelt es sich hier nur um zwei Szenen, und zweitens sind diese in einer außerordentlichen schlechten Bildqualität gehalten. Positiv ist noch zu vermerken, dass man wahlweise einen erklärenden Audiokommentar des Regisseurs zuschalten kann.
# Kommentar zu ausgewählten Szenen (~6min)
Hinter diesem Feature verbergen sich zwei Szenen, die von Dustin Hoffman bzw. Gene Hackman kommentiert werden. Dustin Hoffman kommentiert die Szene von Rohr und Fitch im Bad und Gene Hackman kommentiert die letzte Szene von Fitch in der Bar. Hoffman erzählt vorwiegend Sachen von den Dreharbeiten, während Hackman sich auf den Aufbau der Szene konzentriert.
# Untersuchung einer Szene (~14min)
In diesem Feature wird nochmals die Szene von Rohr und Fitch im Band aufgegriffen. Der Regisseur und die beiden Darsteller erzählen in kurzen Statements über die Dreharbeiten und ihren Ängsten vor dieser Szene, da diese sehr lang ist und viel Können vorraussetzt.
# Aus dem Ärmel (~8min)
Dieses Feature hat mir besonders gefallen, da hier Dustin Hoffman und Gene Hackman über ihre gemeinsame Vergangenheit erzählen. Das ist auf jeden Fall sehr sehenswert.
# Das Ensemble (~4min)
Hier handelt es sich um einen kurzen Clip über die Schauspieler, allerdings ist dieser nicht gerade sehr informativ, da er in der Kürze nicht viele Darsteller zu Wort kommen läßt. Während Hoffman und Hackman in den vorangegangenen Features ausführlich vorgestellt wurden, kommen hier Rachel Weisz und John Cusack nur kurz zu Wort. Auch die anderen Nebendarsteller werden nur kurz erwähnt.
# Licht und Schatten (~5min)
Hier handelt es sich um eine kurze Featurette über die Kamera, in der natürlich der Kameramann und der Regisseur zu Wort kommen.
# Eine Vision von New Orleans (~5min)
In diesem kurzen Feature dreht sich alles um die Ausstattung. Da der Film in New Orleans handelt, muss sich dies natürlich in den Szenen wiederspiegeln. Dieses Feature erklärt, wie dies umgesetzt wurde.
# Rhythmus (~5min)
Der Titel ließ zuerst ein Feature über die Musicscore vermuten, aber hier dreht sich alles um den Schnitt.
# Making of (~12min)
Das Making Of ist kein richtiges Making Of, sondern eher ein typisches Werbevideo. Man erfährt nicht wirklich etwas Neues und es hätte auch etwas informativer sein können. Die Darsteller und der Regisseur geben kurze Statements ab, wie toll der Film ist und die Dreharbeiten waren und das war es dann auch schon wieder. Aber ehrlich gesagt, haben die anderen Features auch schon eine Menge über die Dreharbeiten gezeigt, so dass dieses Making Of sowieso eher überflüssig ist.
Weitere Daten
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Sprachen : Englisch, Deutsch
Untertitel : Englisch, Deutsch
Bildformat : 2,35:1 (anamorph)
Audiokanäle : Dolby Digital 5.1
Spielzeit : 122 min
FSK : ab 12 Jahre
FAZIT
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Zusammenfassend kann man sagen, dass "Das Urteil" ein sehr spannender und unterhaltsamer Justiz-Film ist, der durch überraschende Wendungen nie langweilig wird. Die DVD wartet mit einem für einen solchen Film untypischen umfangreichen Bonusmaterial auf, welches durchaus sehr sehenswert ist. Die Bildqualität ist nicht hundertprozentig in Ordnung, trotzdem kann ich diesen Film und die DVD empfehlen.
Die DVD bekommt drei Punkte (von drei möglichen Punkten), und der Film erhält die Höchstpunktzahl von zwei Punkten. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Rumyana7, 11.10.2005, 16:05 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Sehr schöner und ausführlicher Bericht. LG
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plötzlichpapa, 10.10.2005, 12:10 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Den Film habe ich auch schon gesehen und für gut befunden ;-)
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Andersartiger und packender Justiz-Thriller
05.10.2004, 19:29 Uhr von
dreamweb
*Momentan im Home-Office* - Derzeit schreibe ich für Yopi, Ciao, Mymeinung und X-Zine. Liebe Grüß...Pro:
sehr spannend, interessant und bis zum Schluss noch rätselhaft, wirkt realistisch
Kontra:
Nichts für Pure Actionfans
Empfehlung:
Ja
Ich bin nicht unbedingt der größte Fan von Justiz-Thrillern, obwohl es hier einige gute Filme gibt. Das Urteil - Jeder ist Käuflich - hat mich allerdings interessiert, seit dem ich zum ersten Mal eine Filmvorschau gesehen habe. In meiner Videothek gibt es den Film seit Kurzem auf DVD. Die DVD Das Urteil möchte ich heute hier auch vorstellen.
AUFBAU DES BEITRAGES
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1. INHALT
2. SCHAUSPIELER/REGIE
3. MEINUNG ZUM FILM
4. MEINUNG ZU DEN SCHAUSPIELERN
5. MEINUNG ZUR DVD ALLGEMEIN
6. MEINUNG ZU DEN EXTRAS
7. DATEN
8. FAZIT
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1. INHALT
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Schon alleine der Anfang hat mich geschockt. Daher gehe ich hier auch ein wenig ins Detail. Zu Anfang sieht man einen äußerst sympatischen jungen Mann, der nach einer Geburtstagsfeier mit seinem Sohn auf dem Weg ins Büro ist. Er ist Immobilienmakler. Im Büro angekommen unterhält er sich mit einer weiblichen Angestellten. Alles wirkt vollkommen normal. Aber dann hören die Beiden, die sich in einem Büro befinden, laute Schüsse. Der junge Makler öffnet die Tür und sieht einige andere Angestellte fliehen - in seine Richtung. Er verschließt die Tür und beauftragt die junge Frau, die Polizei anzurufen. Das unternimmt sie auch. Aber alles geht hier viel zu schnell. Plötzlich wird es ruhig und der junge Makler wagt sich bis an die Tür heran. Niemand scheint mehr da zu sein und sowohl er als auch die junge Frau atmen auf. Dann aber kracht die Tür auf und der nette junge Mann wird erschossen.
Zwei Jahre später beginnt die Haupthandlung des Filmes. Denn ein Angestellter eines der großen Waffenkonzerne ist bereit dazu auszusagen, dass die großen Konzerne durchaus auch bewußt ihre Waffen an skrupellose Waffenhändler bzw. jedermann verkaufen und ihnen vollkommen egal ist, wer die Waffen erwirbt und wozu sie genutzt wurden. Die Witwe des jungen Maklers klagt gegen die Waffenindustrie wegen dieser Mitschuld. Bisher hat niemand eine Chance gehabt, der gegen die großen Waffenkonzerne klagt, diesmal scheint es aber anders zu sein. Der engagierte aber sehr ehrliche Wendall Rohr (Dustin Hoffmann) vertritt die Klägerin.
Sein Gegenspieler in diesem Prozess ist noch nicht einmal der Anwalt, sondern eher der skrupellose Jury-Berater Ranking Finch. Dieser arbeitet mit der Waffenindustrie zusammen und nutzt sämtliche Möglichkeiten, um ein Urteil im Sinne seines Auftraggebers (hier dem Anwalt des Waffenkonzerns) zu erhalten. Es steht viel auf dem Spiel, denn wenn tatsächlich einmal jemand gegen einen Waffenkonzern gewinnt, dann befürchten die Konzerne große Verluste durch viele Klagen.
Ranking Finch ist bekannt für seine nicht immer ganz rechtmäßigen Methoden. Er bedient sich neuester technologischer Mittel schon bei der Auswahl der Geschworenen. Denn nur ein "bestechlicher, schwacher" Geschworener ist auch ein guter Geschworener in seinem Sinne. Und so wird jeder der möglichen Geschworene schon ausspioniert und mit Kameras überwacht, nach dem er/sie den Bescheid erhalten hat, Geschworener in dem Prozess gegen den Waffenkonzern zu werden.
Und sobald Finch heraus bekommt, welche Schwachstellen die einzelnen Geschworenen haben, beginnt auch schon seine Manipulation bzw. seine Erpressung. Denn Finch ist der Meinung, ein Gerichtsprozess ist viel zu wichtig, als dass normale Menschen ein Urteil darüber zu fällen haben.
Aber bei diesem Gerichtsprozess läuft nicht alles so, wie von Finch geplant. Obwohl er schnell gewisse Geschworene nicht zulässt, ist er beispielsweise mit dem jungen Geschworenen Nick Easter einverstanden. Denn dieser scheint kein Interesse daran zu haben, Geschworener zu werden sondern interessiert sich viel mehr um Video-Kämpfe mit Football-Stars. Aber Nick Easter ist nicht das, was er scheint und das bekommt auch Finch sehr schnell heraus. Leider aber erst, nach dem der junge und scheinbar so nette junge Mann sich schon unter genehmigen den Geschworenen befindet.
Irgend etwas hat der Geschworene Nick Easter mit der geheimnisvollen jungen Frau zu tun, die sich als Marlee bezeichnet. Und Marlee scheint noch schlimmer als Finch selbst zu sein. Denn die junge Frau macht sowohl dem Anwalt, somit auch Finch, als auch dem Staatsanwalt ein ungewöhnliches Angebot. Sie bietet beiden Parteien die Geschworenen zum Kauf an. Mit Hilfe von Nick zeigt sich auch sehr schnell, dass die beiden in der Lage sind, die Geschworenen zumindestens in gewisser Weise schnell und effektiv zu beeinflussen. Sowohl von Finch als auch von Wendall Rohr fordert die junge Frau 10 Millionen US Dollar. Wer diesen Betrag an sie bezahlt, der gewinnt auch den Prozess.
Anfangs geht zumindestens Wendall Rohr davon aus, dass dieses unmöglich ist. Allerdings bemerkt er auch sehr schnell, dass Finch durchaus bereit ist, sich das Urteil (somit die Geschworenen) zu kaufen. Und nach dem Marlee ihm zeigt, wie man die Geschworenen beeinflussen kann und Finch ihm seinen Trumpf im fairen Kampf nimmt (Ein Hauptzeuge ist nicht so unbestechlich wie es scheint), scheint auch Wendall geneigt, sich ebenfalls gegen das Recht das Urteil zu kaufen, also Marlee das Geld zu zahlen.
Während dessen beginnt aber auch ein Spiel gegen die Zeit. Denn mittels technisch modernster Methoden gekoppelt mit brutalsten Methoden versucht Finch, alles über diesen ominösen Geschworenen Nick und auch die schöne Marlee herauszubekommen und die beiden auszuschalten. Während der ganzen Geschichte aber sind auch die Gründe der beiden äußerst undurchsichtig. Denn Finchs Skrupellosigkeit ist bekannt und es muss schon etwas ganz Besonderes sein, wenn sich zwei junge Menschen so mit diesem Profi anlegen -oder ist es doch nur das Geld?
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2. SCHAUSPIELER/REGIE
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REGIE:
Gary Fleder
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Filme: Denn zum Küssen sind sie da, Das Leben nach dem Tod in Denver, Future Lover, Sag kein Wort u.v.m.
SCHAUSPIELER:
Gene Hackman
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Erbarmungslos, French Connection, Die Firma, Geronimo, Heist - der letzte Coup - u.v.m.
Dustin Hofman
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Filme: Kramer gegen Kramer, Asphalt-Cowboy, Papillon, Rain Man, Die Unbestechlichen, Tootsie u.v.m.
John Cusack
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Filme: Con Air, Anastasia, America's Sweethearts, Identity, Der Schattenmacher u.v.m
Rachel Weisz
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Filme: About a Boy, Außer Kontrolle, Brombeerzeit, Duell, Die Mumie u.v.m.
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3. MEINUNG ZUM FILM
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Der Film Das Urteil - jeder ist käuflich ist ein Film, der mich sehr beeindruckt hat. Mit so einem spannenden und interessant gestalteten Film hatte ich bei Weitem nicht gerechnet. Das Urteil ist für mich der Beweis, dass ein Justiz-Thriller durchaus spannend, intelligent gemacht und doch auch geheimnisumwitternd sein kann.
Ich selbst wurde bei der Anfangsszene direkt geschockt, denn alles war so gedreht, dass man sich mit dem jungen Makler identifiziert, der sich dann doch nicht als Hauptperson sondern aus Opfer heraus stellt. Durch die Art und Weise, wie das hier gezeigt wird, bemerkte ich diese sinnlose Gewalt und dieses Sterben, nur weil ein Mann durchdreehte, noch stärker, als wenn man es nur erzählt hätte. Man empfindet einfach mehr mit.
Insgesamt gefiel mir an "Das Urteil - jeder ist käuflich" die Vielschichtigkeit des Filmes. Erst wird man als Zuschauer selbst in die Irre geführt, weil gezeigt wird, wie ungerne Nick ein Geschworener werden will. Und dann erlebt man plötzlich mit, wie sehr ihn das freut. Klar ist das im Nachhinein, da ja Nick wie jeder der Geschworenen von Finch überwacht wurde. Und jemand, der unbedingt Geschworener in so einem Prozess werden will, der ist für Finch natürlich völlig ungeeignet.
Das Urteil ist ein Film, bei dem es um Maniupulationen geht, man erlebt hier mit wie man mit einfachsten Mitteln andere Menschen manipulieren kann, ohne dass diese sich dessen bewußt werden. Für mich war das Schockierende aber den extrem gegen das Recht verstoßenden Finch, der hier eine erheblich größere Rolle als der eigentliche Anwalt der Waffenindustrie wirkt. Dieser kommt mir vor wie eine Marionette, die eben nur offiziell die Industrie vertritt. Der wahre Überwacher und Stratege aber ist hier Finch. Und rechtsgültige Regeln interessieren Finch rein gar nicht. Skrupel ist etwas, das dieser Mensch nicht kennt, was er auch bei einem 4-Augen-Gespräch gegenüber dem moralisch hoch anzusiedelnden Wendall Rohr zugibt. Wo andere Alpträume bekommen, da lacht dieser Mensch nur. Ich persönlich glaube, dass es durchaus in unserer Welt genügend dieser Menschen gibt und so halte ich seine Persönlchkeit auch für durchaus realistisch.
Wendall Rohr ist nicht minder glaubenswert. Natürlich wirkt er manchmal schon zu ehrlich und zu hoch moralisch. Aber die Welt wäre sehr schlecht, wenn es nicht auch Menschen geben würden, die an Anstand und Moral glauben und versuchen, das Recht auch mit ehrlichen Mitteln durchzusetzen. Sehr gut ist es hier in dem Film mit zuerleben, wie Wendall hier doch sehr in Versuchung gerät, Marlees Angebot anzunehmen. Man fragt sich selbst, ob es besser ist, ein für die Menschen gutes Urteil mit schlechten Mitteln zu bekommen oder lieber in Ehre zu verlieren bzw. nur mit viel Glück zu gewinnen.
Interessant und gut war auch das Zusammenspiel zwischen den sehr unterschiedlichen Geschworenen. Man erfährt hier sehr viel über jeden der Geschworenen, teils auch eben dadurch, dass man mittels Finchs Methoden vieles über diese scheinbar so normalen Menschen mit bekommt. Es gibt hier durchaus auch Feindschaften zwischen einigen der Personen oder Verachtung gegenüber anderen. Aber insgesamt kann man auch sehen, wie es ist, wenn sich vollkommen fremde Menschen zusammenraufen müssen, um ein gemeinsames Urteil zu fällen.
Das Besondere des Filmes machen aber die Persönlichkeiten von Marlee und Nick aus. Neben dem "Zweierkampf" zwischen Finch und Rohr sind sie es, die die Spannung und das Interessante dieses Justiz-Thrillers ausmachen. Wie auch Finch schnell heraus bekommt, ist Marlee kein Profi. Und auch Nick selbst scheint kein Mensch zu sein, der sich wegen Geldes darum bemüht, andere Menschen zu manipulieren. Nick wirkt liebenswert und scheint nur ein Geheimnis zu haben. Und genauso umgibt auch Marlee ein Geheimnis. Sie wirkt im Verlauf des Filmes trotz der Härte, die sie beweist, sehr verletztlich. Aber genau wie Nick ist sie sehr konsequent und alles läuft darauf hinaus, das Geld zu bekommen. Dabei wird aber schnell klar, dass aus irgend welchen Gründen Finch derjenige ist, auf den sich die beiden konzentrieren. Ob das jetzt so ist, weil dieser auch versucht, hinter Nicks und Marlees Geheimnis zu kommen oder weil sie sich von ihm eher das Geld erhoffen, das bleibt bis zum Ende des Filmes offen.
Das Urteil ist ein durchgängig spannender Film, wie ich es selten bei einem Justiz-Film erlebt habe. So gibt es neben den menschlichen Aspekten und interessanten Befragungen und Gerichts-Szenen auch einige sehr gewaltätige und actionreiche Szenen zu sehen. Das, meine lieben Leser, verdanken wir wieder den Methoden des offiziell so smarten Ranking Fitch. Aber wenn es um viele Millionen Dollar geht und eine eventuell verärgerte Waffenindustrie, dann sind für Finch sämtliche Methoden recht. Wen interessiert schon der Schutz des Eigentums, wen interessiert schon die eigene Meinung eines Menschen? Finch jedenfalls nicht. Und gerade durch diese Bosheit, die sich hinter einem smarten Lächeln versteckt, bekommt der Film einen noch interessanteren Touch.
Das Beste an diesem Film - der mir insgesamt sehr gut gefallen hat - ist allerdings der Schluß bzw. die Szenen kurz vor Schluß. Denn erst dann wird das Geheimnis um die schöne Marlee und den smarten, leutseligen Nick gelüftet. Und ihre Persönlichkeiten bzw. ihr Grund zum Handeln, das hat mir einmalig gut gefallen.
Die Effekte und auch die Musik sind äußerst gut auf den Film abgestimmt. Insgesamt besticht der Film durch die geheimnisumwitterte Ruhe, die dann aber doch immer wieder durch Gewaltsequenzen durchbrochen wird. Es ist aber insgesamt kein Film, der auf Effekte abziehlt sondern eher als anspruchsvoll und äußerst interessant durch seine intelligente Gestaltung zu bezeichnen ist.
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4. MEINUNG ZU DEN SCHAUSPIELERN
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An bekannten und meiner Ansicht nach auch an guten und auffälligen Schauspielern hat man bei Das Urteil - jeder ist käuflich nicht gespart. Der leicht angegraute Dustin Hoffman brilliert in der Rolle des an das Recht glaubenden Anwalt der Klägerin. Er beweist auch hier wieder einmal sein gutes Schauspielerisches Talent. Da macht das Alter des Schauspielers gar nichts aus. Es macht ihn vielleicht sogar noch ein wenig passender für seine Rolle in diesem Film.
Auffällig und gut ist aber auch sein Gegenspieler, der skrupellose Fitch, der hier von einem ebenso großartigen Schauspieler - Gene Hackman - gespielt wird. Gene Hackman ist einer der Männer, die gleichzeitig zwar smarkt wirken können, denen man aber dann doch die Gefährlichkeit schon anmerkt. Und so passt auf diese Rolle des bösartigen und das Gesetzt verlachende Mannes zu Gene Hackman. Insgesamt ist seine Rolle im Film, da er auch der Gegenpart zu Marnee und Nick ist, auch noch bedeutender, so dass er sich schauspielerisch mehr austoben kann als Dustin Hoffman.
John Cusack und Rachel Weitz habe ich zwar auch schon gesehen, aber so richtig aufgefallen sind sie mir bisher nicht, wenn ich ehrlich bin. Allerdings kam mir das Gesicht von John Cusack schon bekannt vor. In diesem Film gefallen mir aber beide Schauspieler sehr. Trotz der Spitzenbesetzung mit Dustin Hoffman und Gene Hackman sind sie diejenigen, auf die sich der Film konzentriert bzw. auf den man sich wegen der Handlung als Zuschauer sehr konzentriert. Mir ging es jedenfalls so. Beide Schauspieler empfand ich als äußerst glaubwürdig und gut. Einen Tick besser gefiel mir dabei John Cusack, der nach außen so sehr wie ein Spieler und ein naiver freundlicher junge Mann scheint, es aber doch faustdick hinter den Ohren hat. Rachel Weitz merkte man da schon eher an, dass irgend eine tragische Angelegenheit ihr Handeln beeinflußte, das war bei John Cusack als Nick gar nicht der Fall. Dennoch fand ich den Film auch gerade wegen der guten Schauspielerischen Leistungen dieser beiden sehr gut gelungen. Es ist selten so, dass mir relativ unbekannte Schauspieler mindestens genauso gut gefallen wie solche routinierten Schauspieler, die hier mit spielen. Aber Rachel Weitz und John Cusack ist es gelungen, sich auch bei mir etwas besser einzuprägen.
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5. MEINUNG ZUR DVD ALLGEMEIN
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DIe DVD Das Urteil ist genau so, wie man sich eine gut gemachte moderne DVD vorstellt. Das Menü ist voll animiert und zeigt im Hintergrund und auch als Einleitung zum Menü einige Szenen aus dem Film. Dabei untermalt eine spannende Musik schon das Menü.
Die Menüpunkte sind zwar in relativ kleiner Schrift gehalten, aber durch die kontrastreiche Farbe dennoch gut erkennbar und leicht auszuwählen.
Möglich sind hier:
1. Film starten
2. Szenenauswahl
3. Sprachauswahl
4. Sonderausstatung
Die Szenenauswahl ist teilanimiert. Das heißt, beim Aufruf dieses Menpunktes läuft ein Film ab. Die einzelnen Szenen sind aber nur durch ein Bild zu erkennen, wie es oft bei DVDs vorkommt.
Bei der Sprachauswahl habe ich die Möglichkeiten, mir die DVD in Deutsch oder Englisch jeweils in Dolby Digital 5.1 anzuhören. Bei den Untertiteln gibt es die Auswahlmöglichkeiten Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte und Begleitender Text. Bei diesem Film gibt es auch die Möglichkeit, sich den Film mit dem Kommentar des Regisseurs anzusehen. Diese Auswahlmöglichkeit findet man allerdings hier nur bei den Extras.
Die Bild- und Tonqualität des Filmes lässt nichts zu wünschen übrig. Das Dolby Digital 5.1 wurde so realisiert, dass man einen guten Gesamt-Surround-Effekt hat. Dieser wird natürlich in den spannenden Szenen noch betont. Die Bildqualität ist klar und kontrastreich. Störungen kamen keine vor.
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6. MEINUNG ZU DEN EXTRAS DER DVD
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Folgende Extras werden geboten:
- Audiokommentar des Regisseurs
- Nicht verwendete Szenen
- Kommentar zu ausgewählten Szenen
- Untersuchung einer Szene
- Aus dem Ärmel
- Das Ensemble
- Making Of
- Licht und Schatten, Eine Vision von New Orleans und Rythmus
Audiokommentar des Regisseurs
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Ich liebe dieses Feature, das dem Zuschauer viele interessante Informationen zum Film bietet. Hier kann man auch die Untertitelfunktion nutzen, die vorne bei den Auswahlen für Sprache und Untertitel genannt ist. Das hat den Vorteil, dass man den englisch gesprochenen Kommentar auf Deutsch in den Untertiteln übersetzt bekommt.
Nicht verwendete Szenen
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Das ist nicht gerade das Highlight der Extras. Denn es gibt nur zwei Szenen zu sehen. Gut finde ich hier, dass man sich hier den Kommentar des Regisseurs mit einblenden kann.
Kommentar zu ausgewählten Szenen
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Ein interessanter Punkt, da man hier eine Szene sowohl von Dustin Hoffman als auch von Gene Hackman kommentiert bekommt.
Untersuchung einer Szene
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Die Szene im Waschraum, in denen Gene Hackmann und Dustin Hofmann auf einander trefffen, wird hier noch einmal analysiert. Es ist ein etwas längeres Feature mit knapp 15 Minuten Laufzeit. Da mir schon die Szene im Film sehr gut gefallen hatte, gefiel mir auch dieses Extra sehr gut.
Aus dem Ärmel
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Ein Extra, das mir persönlich sehr gut gefallen hat. In knapp 10 Minuten bekommt man hier von Dustin Hofman und Gene Hackmann einiges über ihren Charakter im Film erzählt. Mir hat es sehr gut gefallen, so viel gerade von den bekannteren Schauspiern zu erfahren.
Das Ensemble: Schauspielkunst
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In diesem Part erfährt man etwas über die im Film vorkommenden Schauspieler, also nicht nur über die zwei Top-Schauspieler. Mir gefiel gerade der Part über John Cusack
Making Of
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Das Making of ist mit gut 10 Minuten Laufzeit relativ kurz. Allerdings hätte man es auch interessanter gestalten können.
Licht und Schatten, Eine Vision von New Orleans und Rythums.
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Die letzten Extras sind drei Mini-Making Offs, die sich mit der Kamera, dem Schnitt und dem Ensemble von "Das Urteil" befassen. Jeder Beitrag dauert rund fünf Minunten.
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Insgesamt gefällt mir bei allen Extras hier sehr gut, dass man durch die Untertitelmöglichkeit auch alles verstehen kann, selbst wenn man die englische Sprache nicht optimal beherrscht. Gut war es auch, so viel von Dustin Hofman und Gene Hackmann zu erfahren. Optimal hätte ich es gefunden auch noch etwas mehr von John Cusack und Rachel Weisz zum Film zu erfahren.
Die Extras sind informativ gestaltet und bieten sehr viele Erklärungen. Für einen Film über einen Justiz-Thriller, in dem es weniger auf Effekte ankommt, halte ich die Extras auch für gut bis sehr gut.
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7. DATEN
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Deutscher Titel: Das Urteil - Jeder ist käuflich
Originaltitel: Runaway Jury
Gedreht: Land / Jahr: USA 2003
Vorlage: John Grisham
Regie: Gary Fleder
Darsteller:
John Cusack
Gene Hackman
Dustin Hoffman
Rachel Weisz
Bruce Davison
Bruce McGill
Jeremy Piven
Nick Searcy
Stanley Anderson
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte. Englisch
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 28
Laufzeit: 122 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Twentieth Century Fox Home Entertainment
DVD Erscheinungstermin: 28. August 2004
Extras:
- Audiokommentar des Regisseurs
- Nicht verwendete Szenen
- Kommentar zu ausgewählten Szenen
- Untersuchung einer Szene
- Aus dem Ärmel
- Das Ensemble: Schauspielkunst
- Making Of
- Licht und Schatten,
- Eine Vision von New Orleans
- Rythmus
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8. FAZIT
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Das Urteil - Jeder ist Käuflich - ist ein packender und intelligent gemachter Justiz-Thriller, der von den mir bekannten Justiz-Filmen stark abweicht. Gerade beim ersten Ansehen ist der Film etwas ganz besonderes. Aber mir hat es auch Spaß gemacht, den Film ein zweites Mal anzusehen.
Liebe Grüße Miara
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-10-05 17:29:28 mit dem Titel Andersartiger und packender Justiz-Thriller
Ich bin nicht unbedingt der größte Fan von Justiz-Thrillern, obwohl es hier einige gute Filme gibt. Das Urteil - Jeder ist Käuflich - hat mich allerdings interessiert, seit dem ich zum ersten Mal eine Filmvorschau gesehen habe. In meiner Videothek gibt es den Film seit Kurzem auf DVD. Die DVD Das Urteil möchte ich heute hier auch vorstellen.
AUFBAU DES BEITRAGES
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1. INHALT
2. SCHAUSPIELER/REGIE
3. MEINUNG ZUM FILM
4. MEINUNG ZU DEN SCHAUSPIELERN
5. MEINUNG ZUR DVD ALLGEMEIN
6. MEINUNG ZU DEN EXTRAS
7. DATEN
8. FAZIT
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1. INHALT
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Schon alleine der Anfang hat mich geschockt. Daher gehe ich hier auch ein wenig ins Detail. Zu Anfang sieht man einen äußerst sympatischen jungen Mann, der nach einer Geburtstagsfeier mit seinem Sohn auf dem Weg ins Büro ist. Er ist Immobilienmakler. Im Büro angekommen unterhält er sich mit einer weiblichen Angestellten. Alles wirkt vollkommen normal. Aber dann hören die Beiden, die sich in einem Büro befinden, laute Schüsse. Der junge Makler öffnet die Tür und sieht einige andere Angestellte fliehen - in seine Richtung. Er verschließt die Tür und beauftragt die junge Frau, die Polizei anzurufen. Das unternimmt sie auch. Aber alles geht hier viel zu schnell. Plötzlich wird es ruhig und der junge Makler wagt sich bis an die Tür heran. Niemand scheint mehr da zu sein und sowohl er als auch die junge Frau atmen auf. Dann aber kracht die Tür auf und der nette junge Mann wird erschossen.
Zwei Jahre später beginnt die Haupthandlung des Filmes. Denn ein Angestellter eines der großen Waffenkonzerne ist bereit dazu auszusagen, dass die großen Konzerne durchaus auch bewußt ihre Waffen an skrupellose Waffenhändler bzw. jedermann verkaufen und ihnen vollkommen egal ist, wer die Waffen erwirbt und wozu sie genutzt wurden. Die Witwe des jungen Maklers klagt gegen die Waffenindustrie wegen dieser Mitschuld. Bisher hat niemand eine Chance gehabt, der gegen die großen Waffenkonzerne klagt, diesmal scheint es aber anders zu sein. Der engagierte aber sehr ehrliche Wendall Rohr (Dustin Hoffmann) vertritt die Klägerin.
Sein Gegenspieler in diesem Prozess ist noch nicht einmal der Anwalt, sondern eher der skrupellose Jury-Berater Ranking Finch. Dieser arbeitet mit der Waffenindustrie zusammen und nutzt sämtliche Möglichkeiten, um ein Urteil im Sinne seines Auftraggebers (hier dem Anwalt des Waffenkonzerns) zu erhalten. Es steht viel auf dem Spiel, denn wenn tatsächlich einmal jemand gegen einen Waffenkonzern gewinnt, dann befürchten die Konzerne große Verluste durch viele Klagen.
Ranking Finch ist bekannt für seine nicht immer ganz rechtmäßigen Methoden. Er bedient sich neuester technologischer Mittel schon bei der Auswahl der Geschworenen. Denn nur ein "bestechlicher, schwacher" Geschworener ist auch ein guter Geschworener in seinem Sinne. Und so wird jeder der möglichen Geschworene schon ausspioniert und mit Kameras überwacht, nach dem er/sie den Bescheid erhalten hat, Geschworener in dem Prozess gegen den Waffenkonzern zu werden.
Und sobald Finch heraus bekommt, welche Schwachstellen die einzelnen Geschworenen haben, beginnt auch schon seine Manipulation bzw. seine Erpressung. Denn Finch ist der Meinung, ein Gerichtsprozess ist viel zu wichtig, als dass normale Menschen ein Urteil darüber zu fällen haben.
Aber bei diesem Gerichtsprozess läuft nicht alles so, wie von Finch geplant. Obwohl er schnell gewisse Geschworene nicht zulässt, ist er beispielsweise mit dem jungen Geschworenen Nick Easter einverstanden. Denn dieser scheint kein Interesse daran zu haben, Geschworener zu werden sondern interessiert sich viel mehr um Video-Kämpfe mit Football-Stars. Aber Nick Easter ist nicht das, was er scheint und das bekommt auch Finch sehr schnell heraus. Leider aber erst, nach dem der junge und scheinbar so nette junge Mann sich schon unter genehmigen den Geschworenen befindet.
Irgend etwas hat der Geschworene Nick Easter mit der geheimnisvollen jungen Frau zu tun, die sich als Marlee bezeichnet. Und Marlee scheint noch schlimmer als Finch selbst zu sein. Denn die junge Frau macht sowohl dem Anwalt, somit auch Finch, als auch dem Staatsanwalt ein ungewöhnliches Angebot. Sie bietet beiden Parteien die Geschworenen zum Kauf an. Mit Hilfe von Nick zeigt sich auch sehr schnell, dass die beiden in der Lage sind, die Geschworenen zumindestens in gewisser Weise schnell und effektiv zu beeinflussen. Sowohl von Finch als auch von Wendall Rohr fordert die junge Frau 10 Millionen US Dollar. Wer diesen Betrag an sie bezahlt, der gewinnt auch den Prozess.
Anfangs geht zumindestens Wendall Rohr davon aus, dass dieses unmöglich ist. Allerdings bemerkt er auch sehr schnell, dass Finch durchaus bereit ist, sich das Urteil (somit die Geschworenen) zu kaufen. Und nach dem Marlee ihm zeigt, wie man die Geschworenen beeinflussen kann und Finch ihm seinen Trumpf im fairen Kampf nimmt (Ein Hauptzeuge ist nicht so unbestechlich wie es scheint), scheint auch Wendall geneigt, sich ebenfalls gegen das Recht das Urteil zu kaufen, also Marlee das Geld zu zahlen.
Während dessen beginnt aber auch ein Spiel gegen die Zeit. Denn mittels technisch modernster Methoden gekoppelt mit brutalsten Methoden versucht Finch, alles über diesen ominösen Geschworenen Nick und auch die schöne Marlee herauszubekommen und die beiden auszuschalten. Während der ganzen Geschichte aber sind auch die Gründe der beiden äußerst undurchsichtig. Denn Finchs Skrupellosigkeit ist bekannt und es muss schon etwas ganz Besonderes sein, wenn sich zwei junge Menschen so mit diesem Profi anlegen -oder ist es doch nur das Geld?
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2. SCHAUSPIELER/REGIE
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REGIE:
Gary Fleder
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Filme: Denn zum Küssen sind sie da, Das Leben nach dem Tod in Denver, Future Lover, Sag kein Wort u.v.m.
SCHAUSPIELER:
Gene Hackman
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Erbarmungslos, French Connection, Die Firma, Geronimo, Heist - der letzte Coup - u.v.m.
Dustin Hofman
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Filme: Kramer gegen Kramer, Asphalt-Cowboy, Papillon, Rain Man, Die Unbestechlichen, Tootsie u.v.m.
John Cusack
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Filme: Con Air, Anastasia, America's Sweethearts, Identity, Der Schattenmacher u.v.m
Rachel Weisz
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Filme: About a Boy, Außer Kontrolle, Brombeerzeit, Duell, Die Mumie u.v.m.
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3. MEINUNG ZUM FILM
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Der Film Das Urteil - jeder ist käuflich ist ein Film, der mich sehr beeindruckt hat. Mit so einem spannenden und interessant gestalteten Film hatte ich bei Weitem nicht gerechnet. Das Urteil ist für mich der Beweis, dass ein Justiz-Thriller durchaus spannend, intelligent gemacht und doch auch geheimnisumwitternd sein kann.
Ich selbst wurde bei der Anfangsszene direkt geschockt, denn alles war so gedreht, dass man sich mit dem jungen Makler identifiziert, der sich dann doch nicht als Hauptperson sondern aus Opfer heraus stellt. Durch die Art und Weise, wie das hier gezeigt wird, bemerkte ich diese sinnlose Gewalt und dieses Sterben, nur weil ein Mann durchdreehte, noch stärker, als wenn man es nur erzählt hätte. Man empfindet einfach mehr mit.
Insgesamt gefiel mir an "Das Urteil - jeder ist käuflich" die Vielschichtigkeit des Filmes. Erst wird man als Zuschauer selbst in die Irre geführt, weil gezeigt wird, wie ungerne Nick ein Geschworener werden will. Und dann erlebt man plötzlich mit, wie sehr ihn das freut. Klar ist das im Nachhinein, da ja Nick wie jeder der Geschworenen von Finch überwacht wurde. Und jemand, der unbedingt Geschworener in so einem Prozess werden will, der ist für Finch natürlich völlig ungeeignet.
Das Urteil ist ein Film, bei dem es um Maniupulationen geht, man erlebt hier mit wie man mit einfachsten Mitteln andere Menschen manipulieren kann, ohne dass diese sich dessen bewußt werden. Für mich war das Schockierende aber den extrem gegen das Recht verstoßenden Finch, der hier eine erheblich größere Rolle als der eigentliche Anwalt der Waffenindustrie wirkt. Dieser kommt mir vor wie eine Marionette, die eben nur offiziell die Industrie vertritt. Der wahre Überwacher und Stratege aber ist hier Finch. Und rechtsgültige Regeln interessieren Finch rein gar nicht. Skrupel ist etwas, das dieser Mensch nicht kennt, was er auch bei einem 4-Augen-Gespräch gegenüber dem moralisch hoch anzusiedelnden Wendall Rohr zugibt. Wo andere Alpträume bekommen, da lacht dieser Mensch nur. Ich persönlich glaube, dass es durchaus in unserer Welt genügend dieser Menschen gibt und so halte ich seine Persönlchkeit auch für durchaus realistisch.
Wendall Rohr ist nicht minder glaubenswert. Natürlich wirkt er manchmal schon zu ehrlich und zu hoch moralisch. Aber die Welt wäre sehr schlecht, wenn es nicht auch Menschen geben würden, die an Anstand und Moral glauben und versuchen, das Recht auch mit ehrlichen Mitteln durchzusetzen. Sehr gut ist es hier in dem Film mit zuerleben, wie Wendall hier doch sehr in Versuchung gerät, Marlees Angebot anzunehmen. Man fragt sich selbst, ob es besser ist, ein für die Menschen gutes Urteil mit schlechten Mitteln zu bekommen oder lieber in Ehre zu verlieren bzw. nur mit viel Glück zu gewinnen.
Interessant und gut war auch das Zusammenspiel zwischen den sehr unterschiedlichen Geschworenen. Man erfährt hier sehr viel über jeden der Geschworenen, teils auch eben dadurch, dass man mittels Finchs Methoden vieles über diese scheinbar so normalen Menschen mit bekommt. Es gibt hier durchaus auch Feindschaften zwischen einigen der Personen oder Verachtung gegenüber anderen. Aber insgesamt kann man auch sehen, wie es ist, wenn sich vollkommen fremde Menschen zusammenraufen müssen, um ein gemeinsames Urteil zu fällen.
Das Besondere des Filmes machen aber die Persönlichkeiten von Marlee und Nick aus. Neben dem "Zweierkampf" zwischen Finch und Rohr sind sie es, die die Spannung und das Interessante dieses Justiz-Thrillers ausmachen. Wie auch Finch schnell heraus bekommt, ist Marlee kein Profi. Und auch Nick selbst scheint kein Mensch zu sein, der sich wegen Geldes darum bemüht, andere Menschen zu manipulieren. Nick wirkt liebenswert und scheint nur ein Geheimnis zu haben. Und genauso umgibt auch Marlee ein Geheimnis. Sie wirkt im Verlauf des Filmes trotz der Härte, die sie beweist, sehr verletztlich. Aber genau wie Nick ist sie sehr konsequent und alles läuft darauf hinaus, das Geld zu bekommen. Dabei wird aber schnell klar, dass aus irgend welchen Gründen Finch derjenige ist, auf den sich die beiden konzentrieren. Ob das jetzt so ist, weil dieser auch versucht, hinter Nicks und Marlees Geheimnis zu kommen oder weil sie sich von ihm eher das Geld erhoffen, das bleibt bis zum Ende des Filmes offen.
Das Urteil ist ein durchgängig spannender Film, wie ich es selten bei einem Justiz-Film erlebt habe. So gibt es neben den menschlichen Aspekten und interessanten Befragungen und Gerichts-Szenen auch einige sehr gewaltätige und actionreiche Szenen zu sehen. Das, meine lieben Leser, verdanken wir wieder den Methoden des offiziell so smarten Ranking Fitch. Aber wenn es um viele Millionen Dollar geht und eine eventuell verärgerte Waffenindustrie, dann sind für Finch sämtliche Methoden recht. Wen interessiert schon der Schutz des Eigentums, wen interessiert schon die eigene Meinung eines Menschen? Finch jedenfalls nicht. Und gerade durch diese Bosheit, die sich hinter einem smarten Lächeln versteckt, bekommt der Film einen noch interessanteren Touch.
Das Beste an diesem Film - der mir insgesamt sehr gut gefallen hat - ist allerdings der Schluß bzw. die Szenen kurz vor Schluß. Denn erst dann wird das Geheimnis um die schöne Marlee und den smarten, leutseligen Nick gelüftet. Und ihre Persönlichkeiten bzw. ihr Grund zum Handeln, das hat mir einmalig gut gefallen.
Die Effekte und auch die Musik sind äußerst gut auf den Film abgestimmt. Insgesamt besticht der Film durch die geheimnisumwitterte Ruhe, die dann aber doch immer wieder durch Gewaltsequenzen durchbrochen wird. Es ist aber insgesamt kein Film, der auf Effekte abziehlt sondern eher als anspruchsvoll und äußerst interessant durch seine intelligente Gestaltung zu bezeichnen ist.
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4. MEINUNG ZU DEN SCHAUSPIELERN
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An bekannten und meiner Ansicht nach auch an guten und auffälligen Schauspielern hat man bei Das Urteil - jeder ist käuflich nicht gespart. Der leicht angegraute Dustin Hoffman brilliert in der Rolle des an das Recht glaubenden Anwalt der Klägerin. Er beweist auch hier wieder einmal sein gutes Schauspielerisches Talent. Da macht das Alter des Schauspielers gar nichts aus. Es macht ihn vielleicht sogar noch ein wenig passender für seine Rolle in diesem Film.
Auffällig und gut ist aber auch sein Gegenspieler, der skrupellose Fitch, der hier von einem ebenso großartigen Schauspieler - Gene Hackman - gespielt wird. Gene Hackman ist einer der Männer, die gleichzeitig zwar smarkt wirken können, denen man aber dann doch die Gefährlichkeit schon anmerkt. Und so passt auf diese Rolle des bösartigen und das Gesetzt verlachende Mannes zu Gene Hackman. Insgesamt ist seine Rolle im Film, da er auch der Gegenpart zu Marnee und Nick ist, auch noch bedeutender, so dass er sich schauspielerisch mehr austoben kann als Dustin Hoffman.
John Cusack und Rachel Weitz habe ich zwar auch schon gesehen, aber so richtig aufgefallen sind sie mir bisher nicht, wenn ich ehrlich bin. Allerdings kam mir das Gesicht von John Cusack schon bekannt vor. In diesem Film gefallen mir aber beide Schauspieler sehr. Trotz der Spitzenbesetzung mit Dustin Hoffman und Gene Hackman sind sie diejenigen, auf die sich der Film konzentriert bzw. auf den man sich wegen der Handlung als Zuschauer sehr konzentriert. Mir ging es jedenfalls so. Beide Schauspieler empfand ich als äußerst glaubwürdig und gut. Einen Tick besser gefiel mir dabei John Cusack, der nach außen so sehr wie ein Spieler und ein naiver freundlicher junge Mann scheint, es aber doch faustdick hinter den Ohren hat. Rachel Weitz merkte man da schon eher an, dass irgend eine tragische Angelegenheit ihr Handeln beeinflußte, das war bei John Cusack als Nick gar nicht der Fall. Dennoch fand ich den Film auch gerade wegen der guten Schauspielerischen Leistungen dieser beiden sehr gut gelungen. Es ist selten so, dass mir relativ unbekannte Schauspieler mindestens genauso gut gefallen wie solche routinierten Schauspieler, die hier mit spielen. Aber Rachel Weitz und John Cusack ist es gelungen, sich auch bei mir etwas besser einzuprägen.
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5. MEINUNG ZUR DVD ALLGEMEIN
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DIe DVD Das Urteil ist genau so, wie man sich eine gut gemachte moderne DVD vorstellt. Das Menü ist voll animiert und zeigt im Hintergrund und auch als Einleitung zum Menü einige Szenen aus dem Film. Dabei untermalt eine spannende Musik schon das Menü.
Die Menüpunkte sind zwar in relativ kleiner Schrift gehalten, aber durch die kontrastreiche Farbe dennoch gut erkennbar und leicht auszuwählen.
Möglich sind hier:
1. Film starten
2. Szenenauswahl
3. Sprachauswahl
4. Sonderausstatung
Die Szenenauswahl ist teilanimiert. Das heißt, beim Aufruf dieses Menpunktes läuft ein Film ab. Die einzelnen Szenen sind aber nur durch ein Bild zu erkennen, wie es oft bei DVDs vorkommt.
Bei der Sprachauswahl habe ich die Möglichkeiten, mir die DVD in Deutsch oder Englisch jeweils in Dolby Digital 5.1 anzuhören. Bei den Untertiteln gibt es die Auswahlmöglichkeiten Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte und Begleitender Text. Bei diesem Film gibt es auch die Möglichkeit, sich den Film mit dem Kommentar des Regisseurs anzusehen. Diese Auswahlmöglichkeit findet man allerdings hier nur bei den Extras.
Die Bild- und Tonqualität des Filmes lässt nichts zu wünschen übrig. Das Dolby Digital 5.1 wurde so realisiert, dass man einen guten Gesamt-Surround-Effekt hat. Dieser wird natürlich in den spannenden Szenen noch betont. Die Bildqualität ist klar und kontrastreich. Störungen kamen keine vor.
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6. MEINUNG ZU DEN EXTRAS DER DVD
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Folgende Extras werden geboten:
- Audiokommentar des Regisseurs
- Nicht verwendete Szenen
- Kommentar zu ausgewählten Szenen
- Untersuchung einer Szene
- Aus dem Ärmel
- Das Ensemble
- Making Of
- Licht und Schatten, Eine Vision von New Orleans und Rythmus
Audiokommentar des Regisseurs
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Ich liebe dieses Feature, das dem Zuschauer viele interessante Informationen zum Film bietet. Hier kann man auch die Untertitelfunktion nutzen, die vorne bei den Auswahlen für Sprache und Untertitel genannt ist. Das hat den Vorteil, dass man den englisch gesprochenen Kommentar auf Deutsch in den Untertiteln übersetzt bekommt.
Nicht verwendete Szenen
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Das ist nicht gerade das Highlight der Extras. Denn es gibt nur zwei Szenen zu sehen. Gut finde ich hier, dass man sich hier den Kommentar des Regisseurs mit einblenden kann.
Kommentar zu ausgewählten Szenen
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Ein interessanter Punkt, da man hier eine Szene sowohl von Dustin Hoffman als auch von Gene Hackman kommentiert bekommt.
Untersuchung einer Szene
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Die Szene im Waschraum, in denen Gene Hackmann und Dustin Hofmann auf einander trefffen, wird hier noch einmal analysiert. Es ist ein etwas längeres Feature mit knapp 15 Minuten Laufzeit. Da mir schon die Szene im Film sehr gut gefallen hatte, gefiel mir auch dieses Extra sehr gut.
Aus dem Ärmel
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Ein Extra, das mir persönlich sehr gut gefallen hat. In knapp 10 Minuten bekommt man hier von Dustin Hofman und Gene Hackmann einiges über ihren Charakter im Film erzählt. Mir hat es sehr gut gefallen, so viel gerade von den bekannteren Schauspiern zu erfahren.
Das Ensemble: Schauspielkunst
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In diesem Part erfährt man etwas über die im Film vorkommenden Schauspieler, also nicht nur über die zwei Top-Schauspieler. Mir gefiel gerade der Part über John Cusack
Making Of
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Das Making of ist mit gut 10 Minuten Laufzeit relativ kurz. Allerdings hätte man es auch interessanter gestalten können.
Licht und Schatten, Eine Vision von New Orleans und Rythums.
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Die letzten Extras sind drei Mini-Making Offs, die sich mit der Kamera, dem Schnitt und dem Ensemble von "Das Urteil" befassen. Jeder Beitrag dauert rund fünf Minunten.
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Insgesamt gefällt mir bei allen Extras hier sehr gut, dass man durch die Untertitelmöglichkeit auch alles verstehen kann, selbst wenn man die englische Sprache nicht optimal beherrscht. Gut war es auch, so viel von Dustin Hofman und Gene Hackmann zu erfahren. Optimal hätte ich es gefunden auch noch etwas mehr von John Cusack und Rachel Weisz zum Film zu erfahren.
Die Extras sind informativ gestaltet und bieten sehr viele Erklärungen. Für einen Film über einen Justiz-Thriller, in dem es weniger auf Effekte ankommt, halte ich die Extras auch für gut bis sehr gut.
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7. DATEN
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Deutscher Titel: Das Urteil - Jeder ist käuflich
Originaltitel: Runaway Jury
Gedreht: Land / Jahr: USA 2003
Vorlage: John Grisham
Regie: Gary Fleder
Darsteller:
John Cusack
Gene Hackman
Dustin Hoffman
Rachel Weisz
Bruce Davison
Bruce McGill
Jeremy Piven
Nick Searcy
Stanley Anderson
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte. Englisch
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 28
Laufzeit: 122 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Twentieth Century Fox Home Entertainment
DVD Erscheinungstermin: 28. August 2004
Extras:
- Audiokommentar des Regisseurs
- Nicht verwendete Szenen
- Kommentar zu ausgewählten Szenen
- Untersuchung einer Szene
- Aus dem Ärmel
- Das Ensemble: Schauspielkunst
- Making Of
- Licht und Schatten,
- Eine Vision von New Orleans
- Rythmus
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8. FAZIT
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Das Urteil - Jeder ist Käuflich - ist ein packender und intelligent gemachter Justiz-Thriller, der von den mir bekannten Justiz-Filmen stark abweicht. Gerade beim ersten Ansehen ist der Film etwas ganz besonderes. Aber mir hat es auch Spaß gemacht, den Film ein zweites Mal anzusehen.
Liebe Grüße Miara weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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redwomen, 05.10.2004, 23:25 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
guter und toller Film. Hier kann ich dir nur beipflichten. LG Maria
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Jury zu verkaufen
05.10.2004, 13:45 Uhr von
DieEine
34 Jahre bin ich alt, Klappe aufreißen ist eines meiner Lieblingshobbys.So richtig viel über mich...Pro:
sehr gute Darsteller, intelligenter Film
Kontra:
viele Längen, etwas langweilig, am Anfang verwirrend
Empfehlung:
Ja
Am Wochenende hatte ich mal wieder die Gelegenheit mir einen Film auszuleihen. Meine Schwester darf von der Arbeit ab und zu mal etwas für zwei Tage mitnehmen und sie fragte mich, welchen Film ich sehen wollte. Nach einiger Überlegung fiel mir „Das Urteil“ ein.
Ich mag John Cusack, hab es aber leider nicht ins Kino geschafft, als der Film lief und knapp 20 Euro für die DVD zu bezahlen, war mir immer etwas zu teuer.
So hab ich also meinen Freitagabend vor dem Fernseher verbracht und mir „Das Urteil“ angesehen.
_Die Story
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Am vierten Geburtstag seines Sohnes, wird ein Mann in seinem Büro von einem Amokläufer, der sich danach selbst hinrichtet, erschossen.
Zwei Jahre später verklagt seine Witwe, Celeste Wood (Joanna Going), den Waffenhersteller Wigsman, da ihr Mann mit einer dessen Waffen, die der Schütze sich illegal besorgt hat, getötet wurde. Sollte Mrs. Wood in diesem Fall Recht bekommen, drohen der gesamten Waffenindustrie Schadenersatzklagen in Milliardenhöhe.
Als Geschworenenberater hat sich Wigsman den gerissenen Rankin Fitch (Gene Hackman) ausgesucht. Fitch hat seine ganz eigenen, nicht immer legalen, Methoden, Geschworene für die Jury vorzuschlagen.
Er will natürlich die Leute, die für Waffen sind in der Jury sitzen haben und im Gegensatz zum gegnerischen Anwalt Wendell Rohr (Dustin Hoffman) sucht er die Jury-Mitglieder einzig und allein nach diesem Gesichtspunkt aus. Rohr geht dabei etwas feinfühliger vor und schaut sich die Jury-Mitglieder als Individuen an.
Nick Easter (John Cusack) ist einer der zur Wahl stehenden Geschworenen. Er arbeitet in einem Computerspiele-Laden, in dem auch gewalttätige Spiele verkauft werden. Er macht allerdings vor Gericht keinen Hehl daraus, dass er auf die Aufgabe eines Jury-Mitglieds überhaupt keine Lust hat.
Trotzdem wird Easter als Geschworener Nr. 9 ausgewählt.
Der Prozess beginnt ohne größere Probleme, doch dann bekommen beide Anwälte von einer Unbekannten ein Bild überreicht, auf dem „Jury zu verkaufen“ steht.
Easters Freundin Marlee (Rachel Weisz) meldet sich bei den beiden Parteien und unterbreitet ihnen das Angebot die Jury für 10 Millionen Dollar zu manipulieren.
Beide Anwälte lehnen das Angebot zunächst empört ab und sie wollen es auch nicht dem Richter vorlegen und damit einen Prozessabbruch riskieren, doch als Nick Easter schließlich zeigt, dass er die Jury wirklich beeinflussen kann, denken Rohr und Fitch doch darüber nach, das Angebot anzunehmen und die Jury zu kaufen, um den Fall zu gewinnen.
Doch wer wird den Zuschlag erhalten?
_Meine Meinung
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Ich habe noch nie einen Grisham-Roman gelesen, aber ich liebe die Verfilmungen seiner Bücher.
„Das Urteil“ ist bis jetzt aber der schwierigste Film, soll heißen, ich hatte Probleme mich in die Geschichte einzufinden und die Zusammenhänge richtig herzustellen, was aber wohl auch daran liegen kann, dass ich mit dem amerikanischen Rechtssystem nicht richtig vertraut bin.
So waren die ersten 30 Minuten des Films sehr verwirrend für mich. Wenn man aber einmal verstanden hat, worum es genau geht, legt sich diese Verwirrung.
Es tauchen zwar durch Marlee und ihre Aktion mit Rohr und Fitch immer mal wieder ein paar Fragezeichen auf, aber die werden im Fortlauf der Geschichte geklärt.
So gerne ich Grisham-Verfilmungen sehe und so sehr ich ja Justiz-Thriller mag, so muss ich leider sagen, dass „Das Urteil“ einige fast unerträgliche Längen hat.
In meinen Augen wird nämlich etwas zu viel auf die Charakterisierung der Personen rumgeritten.
Ich meine, nach 10 Minuten weiß man, dass Rohr der gute Anwalt mit Herz und Fitch skrupellos ist. Außerdem tragen die Schauspieler die Rolle und verleihen ihr mit ihrem Auftreten, ihrer Mimik und den Dialogen Profil.
Wenn man so gute Schauspieler wie Hackman, Hoffman und Cusack engagiert, dann braucht man keine minutenlangen Dialoge, um die Figuren zu zeichnen.
Es gibt in meinen Augen viele überflüssige Szenen, die den Film unnötig in die Länge ziehen.
So konnte ich mir „Das Urteil“ nur in 2 Durchgängen ansehen, da ich nach der Hälfte des Films einfach ermüdet war.
Erst in der letzten viertel Stunde bekommt der Film, die von mir schon vorher erwartete Spannung und das überraschende Ende.
Man konnte sich den Ausgang des Films zwar denken, aber ich finde trotzdem, dass Regisseur Gary Fleder zum Schluss noch mal eine schöne Wende in der Handlung gelungen ist.
_Mein Fazit
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„Das Urteil“ besticht vor allem durch die hervorragenden Darsteller, ist aber nicht so spannend und fesselnd, wie ich mir erhofft habe.
Der Film hat am Ende zwar einen schönen Spannungsbogen, weist aber in der Mitte viele Längen und überflüssige Szenen auf. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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anonym, 05.10.2004, 14:31 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Ich finde die Grisham Bücher auch um Meilen besser und spannender als die Verfilmungen, aber das ist leider meistens so, wenn man zuerst das Buch gelesen hat, ist man meistens vom Film enttäuscht.
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Wer entscheidet über die Gerechtigkeit ? Oder zählt das nicht ?
03.08.2004, 00:16 Uhr von
cnighthawk88
Hallo an alle hier bei YOPI ! Freue mich über eine gute Community und viel Spaß mit allen hier. S...Pro:
Top Besetzung, Spannung Pur
Kontra:
Nichts
Empfehlung:
Ja
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~~^^~~Inhalt des Films~~^^~~
~~^^~~~~^^~~ ~~^^~~~~^^~~
An einem ganz normalen Tag, wird in einer Büroargentur der Mann von Celeste Wood durch einen gefeuerten Börsenmakler erschoßen, der bei diesem Amoklauf wie wild um sich schießt.
Für Celeste Wood steht fest das der Hersteller der halbautomatischen Waffe mit der ihr Mann erschossen wurde eine große Mitschuld hat und nun will sie Gerechtigkeit.
Sie eröffnet die Klage gegen den Hersteller und nimmt sich für den Prozess den Anwalt Wendall Rohr ( Dustin Hoffmann ). Die Gegenseite stellt sich als sehr stark dar, denn wie nicht anders zu erwarten geht es hier um die Firmen der Waffen – Industrie und Produktion, die große Angst vor einem Musterprozeß haben, denn sollten sie diesen verlieren, würden alle anderen Opferangehörigen auch vor Gericht gehen und dies wäre ihr Untergang. Die Waffenindustrie schickt neben ihren Anwälten den Jury Berater Rantin Fitch ( Gene Hackmann ) ins Rennen, dieser ist mit allen Wassern gewaschen und schreckt vor nichts zurück um ans Ziel zu gelangen. Das wichtigste Ziel der beiden Parteien ist es, die Besetzung der Jury so hinzubekommen wie ihnen die Menschen dort drin ins Konzept passen. Was will die eine Partei auch mit einem Waffengegner und die andere mit einem Soldaten in der Jury.
Rantin Fitch durchleuchtet alle Juryanwärter mit einem rießigen Technikaufgebot und jede Menge Helfern; Wendall Rohr dagegen versucht dies mit seiner Erfahrung und mit seinem Verstand zu lösen, ihm stehen keine zuzsätzlichen Mittel zur Verfügung.
Nach einer langen Schlacht bei der Auswahl der Jury kann nun der Prozeß geführt werden, jedoch läuft neben dem Prozeß noch viel mehr !
Das Jury – Mitglied Nick Easter ( John Cussak ) scheint ein anderes Spiel zu verfolgen und nimmt seine Aufgabe in der Jury mehr als ernst, er kümmert sich um jeden einzelnen in der Jury und plötzlich werden die beiden Anwälte auch noch erpresst .......
Nun gilt es alle Fragen zu lösen, aber mehr werde ich auch hier niocht verraten, sonst ist es zu negativ für die Spannung, und die will ich euch hier nicht nehmen.
~~^^~~~~^^~~ ~~^^~~~~^^~~
~~^^~~ Allgemeine Daten ~~^^~~
~~^^~~~~^^~~ ~~^^~~~~^^~~
Original : Runaway Jury
Filmgenre : Thriller
Land : USA
Jahr : 2003
Laufzeit : 128 Min.
Verleih : Fox
Kinostart : 29.04.2004
~~^^~~ FILMCREW ~~^^~~
Regie : Gary Fleder
Drehbuch : Brian Koppelman, David Levien
Buchvorlage : John Grisham
Kamera : Robert Elswit
Schnitt : William Steinkamp
Musik : Christopher Young
Produktionsdesign : Nelson Coates, Scott Plauche
Kostüme : Abigail Murray
Ton : Jay Meagher
Produzenten : Arnon Milchan, Gary Fleder
Ausführende Produzenten : Jeffrey Downer
Casting : Deborah Aquila, Mary Tricia Wood
~~^^~~~~^^~~ ~~^^~~~~^^~~
~~^^~~ Meinung und Fazit ~~^^~~
~~^^~~~~^^~~ ~~^^~~~~^^~~
Für mich war es einer der besten Thriller die ich in den letzten Jahren gesehen habe, die Umsetzung des Romanes von John Grisham ist mehr als gelungen. Den ganzen Film über war ich nicht in der Lage abzuschalten oder mich mal nicht darauf zu konzentrieren, immer wieder entstehen Momente in dennen man denkt das etwas passiert und es kommt ganz anders. Der Auftritt von Rantin Fitch und der gesamte Ablauf der Jurykontrolle ist wahnsinning fesselnd und begeisterte mich unglaublich.
Für mich kam immer mehr der Gedanke das es im Film nicht um die Gerechtigkeit geht, sondern um die Manipulation am Menschen und die Macht des Geldes.
Ganz klar steht fest das man bei der Auswahl des Themas nicht darüber nachdachte das es bei John Grisham und seinem Roman um die Zigarettenindustrie ging und nicht um Waffen, denn dies macht schon eine Menge aus bei der Betrachtung der Sache selbst.
Die Schauspielerische Leistung von Dustin Hoffmann und Gene Hackmann ist unglaublich und wenn ich diese zwei nicht schon schätzen würde dann wären sie spätestens jetzt auf meiner Topliste der Darsteller. John Cussack dagegen hat für mich nicht die letzte Überzeugungskraft und ich hätte mir dort einen anderen Schauspieler gewünscht mit mehr Initiätive und einer persönlichen Note die man dort braucht.
Wenn ich mir nun mein Gesamtbild zusammenfasse kann ich nur sagen, ein sehr sehr spannender Justiz Thriller mit absoluter TOP – Besetzung der keine wünsche offen läßt.
Schaut ihn euch an und ihr werdet schwärmen wie ich.
Euer
Cnighthawk88 weiterlesen schließen -
Ist Gerechtigkeit käuflich?
Pro:
super Film, super Darsteller
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Und wieder mal hatte mir Premiere freundlicherweise 2 gratis Kinokarten geschickt. Diesmal für die Preview zu „Das Urteil - Jeder ist käuflich“, welcher offiziell erst am 29.04. in unseren Kinos anläuft. Ich durfte den Film mit meinem Mann und ca. 200 anderen Personen bereits am 19.04. im Münchener Mathäser Kino sehen. Ist jetzt zwar schon ne Weile her und sicherlich kommt der Film bald auf DVD raus, aber ob der Film empfehlenswert ist möchte ich euch gerne berichten.
STORY
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Nicholas Easter wird als Geschworener geladen. Im Prozess wird es um die Klage einer jungen Frau gehen, deren Mann, zusammen mit mehreren weiteren Kollegen, von einem irren Amokläufer in seinem Büro getötet wurde. Nun klagt Celeste gegen den Waffenkonzern, weil die Waffe auf illegale Weise in die Hände des Täters gelangt ist. Easter ist scheinbar nicht gerade begeistert davon, vor Gericht seiner Pflicht als rechtschaffener amerikanischer Bürger nach zu gehen und zeigt dies auch deutlich.
Vor Gericht entscheiden nun erstmal der Anwalt der Klägerin, Wendell Rohr, und der Anwalt der Verteidigung, welche Geschworenen nun letztendlich über den Fall entscheiden sollen. Für die Seite der Verteidigung arbeitet allerdings Rankin Fitch mit seiner Truppe. Fitch ist ein skrupelloser Kämpfer, der immer nur auf seinen Vorteil bedacht ist, und wie sich bald heraus stellt, vor keinem Mittel zurückschreckt, um auch sein Ziel zu erreichen.
Als nun die Geschworenen feststehen und der Prozess anläuft, kommt ein ganz neuer Aspekt ins Spiel. Eine junge Dame, Marlee. Sie verlangt von beiden Seiten 10 Millionen $ und verspricht für den, der Zahlt, die Geschworenen nach ihren Vorstellungen zu manipulieren. Beide Seiten sind natürlich skeptisch. Rohr steht mit Leib und Seele hinter dem Gesetz und hat nicht vor, die Geschworenen zu kaufen. Auch Fitch möchte sich doch lieber auf seine Methoden verlassen, auch wenn diese ebenso nicht ganz astrein sind. Er lässt die Wohnräume von Easter durchwühlen, auf der Suche nach Hinweisen, erpresst andere Geschworene, mit ihren intimsten Geheimnissen und dennoch ist ihm Marlee und deren Verbündeter unter den geschworenen immer einen Schritt voraus. Es stellt sich natürlich auch bald raus, wer denn der Verbündete Erpresser unter den geschworenen ist. Dennoch möchte keiner einen Prozessabbruch, weil einfach bereits zu viel auf dem Spiel steht.
Nun bleibt die Frage, wer bereit ist, das Bestechungsgeld zu zahlen um somit die geschworenen auf seine Seite zu bringen…
Vielmehr will ich von der Story nicht vorweg nehmen, weil es einfach tierisch spannend ist und schade wäre, wenn man zuviel im vornhinen wüsste…
MEINE MEINUNG ZUM FILM
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Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn doch eher etwas abgeneigt war. Gerichtsthriller hielt ich eigentlich eher für etwas langweilig. Die tolle Starbesetzung war der Grund, warum ich den Film aber doch unbedingt sehen wollte. Und ich kann schon mal vorweg nehmen, dass ich mit meiner Annahme völlig falsch lag. Von Langeweile keine Spur. Die Auswahl der Geschworenen am Anfang zieht sich zwar etwas, aber sie ist doch sehr unterhaltsam umgesetzt. Viele Standbilder der einzelnen Personen, Vergrößerungen, Hintergrundinfos, die einem die Personen näher bringen etc. So lernt man zu Beginn erstmal die Leute kennen, mit denen man es zu tun hat. Das finde ich sehr gut, weil die Charaktere hier nicht so blass wirken, sondern man kann sich in sie hinein versetzen und besser mit ihnen fühlen.
Natürlich hat der Film auch eine wirklich wichtige Kernaussage. Der ganze Prozess gegen die Waffenindustrie, die Frage, ob man Schusswaffen wirklich so leichtsinnig jedem überlassen sollte, wie es in den USA der Fall ist. Das alles regt zum Nachdenken an. Wobei ich fast sagen würde, dass zumindest bei uns hier, jeder bereits eine feste Meinung zu diesem Thema hat und somit von Anfang an vermutlich hinter der Seite der Anklage stehen wird. Das ist natürlich auch extra so gemacht. Das Gespann Joanna Going (die junge Klägerin) und ihr kleiner Junge, zusammen mit dem sympathischen Dustin Hoffmann wirken auch viel netter auf den Zuschauer, als der grimmige Gene Hackman und dessen intriganten Drahtzieher. Und somit wird der Zuschauer schon von Anfang an in eine bestimmte Richtung gelenkt. Um so schlimmer empfindet man dann immer die Rückschläge, wenn z. B. der wichtigste Zeuge der Klage plötzlich auf wundersame Weise verschwunden ist, oder die nettesten Geschworenen auf einmal erpresst werden.
Die Geschichte ist, wie gesagt, äußerst spannend, weil immer wieder neue Aspekte hinzukommen, die Geschichte nimmt immer wieder neue Wendungen und erst ganz zum Schluss erfährt man, worauf es dem Erpresserpärchen wirklich ankam und welche Seite nun wirklich gewinnen wird. Der Prozess rückt allerdings immer mehr in den Hintergrund und das Trara um die geschworenen gewinnt immer mehr die Oberhand, aber genau das ist es, was den Film spannend macht und zu etwas, was ich noch nie zuvor in dieser Art gesehen habe.
Zu den Darstellern komme ich zwar noch, aber ich muss sagen, dass sie wirklich brillant gewählt wurden. Das Erpresserpärchen passt hervorragend zusammen, man erfährt auch schon sehr früh, wer denn nun der Intrigant unter den Geschworenen ist, was aber der Spannung keinen Abbruch tut, im Gegenteil. Nun bangt man immer mit, dass keiner dahinter kommt, bzw. ist man ja nicht wirklich sicher, was die Erpresser überhaupt wollen, obwohl ich sagen muss, dass mir die beiden von Anfang an sympathisch waren.
Das zweite geniale Paar sind natürlich die beiden Widersacher, Fitch und Rohr, Dustin Hoffman vs Gene Hackman – einfach genial! Wenn man Gene Hackman sieht läuft einem manchmal eine Gänsehaut über den Rücken, so beeindruckend ist seine Persönlichkeit und Dustin Hoffman würde man am liebsten umarmen, weil er einfach wie der nette Onkel wirkt. Unterstrichen wird das auch noch durch ihre Anzüge und die ganze Art der beiden.
Auch die anderen Geschworenen sind jeder für sich äußerst interessant gezeichnet. Jeder hat eine völlig andere Persönlichkeit und ist für sich sehr interessant. Die einen mag man von Anfang an, die anderen eher weniger, bei manchen ändert man auch im Verlauf des Films seine Meinung. Ich fand diese Aspekte sehr interessant. Die Geschworenen unterscheiden sich natürlich auch optisch sehr stark von einander. Das ist natürlich extra so gewählt, damit der Zuschauer jeden sofort wieder erkennt, was für den Verlauf des Films doch von einer gewissen Bedeutung ist.
Auch wenn der Film Überlänge hat und aufgrund des brisanten Themas auch nicht unbedingt eine leichte Kost ist, muss ich sagen, dass es eigentlich nie langweilig wurde. Dazu passiert einfach viel zu viel. Inwiefern sich Gary Fleder nun an die Romanvorlage gehalten hat, vermag ich nicht zu sagen, da ich diese nicht gelesen habe. Wenn der Roman allerdings genauso gut oder besser ist als der Film, sollte ich das wohl noch nachholen…
DARSTELLER
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John Cusack (Nicholas Easter), Gene Hackman (Rankin Fitch), Dustin Hoffman (Wendell Rohr), Rachel Weisz (Marlee), Bruce Davidson (Durwood Cable), Bruce McGill (Richter Harkin); Jeremy Piven (Lawrence Green), Nick Searcy (Doyle), Stanley Anderson (Henry Jankle), Cliff Curtis (Frank Herrera); Nestor Serrano (Janovich), Leland Orser (Lamb), Jennifer Beals (Vanessa Lembeck); Gerry Bamman (Herman Grimes), Joanna Going (Celeste Wood),….
FITCH: Gene Hackman (* 30.01.1930, San Berardino, Kalifornien, USA) kennt natürlich jeder. Ich sag nur: „700 Meilen westwärts“ (1975) oder „Superman" (1978) und "Die Firma" (1993). Insgesamt ist es bereits die 3. Grisham-Verfilmung, in der Hackman mit von der Partie ist. Er eignet sich hervorragend dafür, den Bösewicht zu spielen. Fitch ist ein Typ, der nicht verlieren kann. Ohne Rücksicht auf Verluste will er sein Ziel erreichen. Gewissen hat er scheinbar keines und auch keinerlei Mitgefühl für seine Opfer. Er ist eiskalt und unberechenbar, von seinen Mitarbeitern verlangt er absolute Professionalität. Er duldet keine Fehler.
ROHR: Dustin Hoffman (* 08.08.1937, Los Angeles, USA) kennt natürlich auch jeder aus Filmen wie „Der Marathon Mann“ (1977), „Kramer gegen Kramer“ (1979), „Rain Man“ (1988) oder „Sleepers“ (1996). Dustin Hoffman zählt natürlich nicht umsonst zu meinen Lieblingsdarstellern und natürlich zu den ganz Großen Hollywoods. Er verkörpert mit Wendell Rohr, den gesetzestreuen Anwalt, dem man einfach vertrauen muss. Ein netter Vatertyp, der keinem etwas Böses tun könnte, eine von Grund auf ehrliche Haut. In seiner Verzweiflung, weil er der Frau doch helfen möchte und sieht, dass sein Gegner auch nicht vor dem äußersten zurück schreckt, droht er aber plötzlich von seinem Weg abzukommen…
MARLEE: Rachel Weisz (* 07.03.1971, London, Endland, UK) ist auch kein unbeschriebenes Blatt mehr. In Filmen, wie „Die Mumie“ (1999) oder „About a boy“ (2002) konnten wir sie schon bewundern. Hier spielt sie eine Erpresserin, die aber keineswegs so eiskalt ist, wie man sich eine Frau in einer solchen Rolle vorstellt. Im Gegenteil. Sie hat viel Angst, wirkt manchmal unsicher und bleibt immer sehr menschlich. Man merkt, dass mehr dahinter steckt, als das Geld. Sie bleibt immer sehr sympathisch, auch wenn einem das, was sie tut, eigentlich eher unsympathisch sein sollte. Ich finde sie spielt die Rolle einfach großartig!
EASTER: John Cusack (* 28.06.1966, Evanston, Illinois, USA) ist ein weiterer Star, der für diese Produktion verpflichtet wurde. Man kennt ihn aus Filmen, wie „Der Preis der Macht“ (1992) oder „America´s Sweethearts“ (2001). Easter wird zum Geschworenen und man glaubt ihm wirklich zuerst, dass ihm das gar nicht so recht ist. Bald zeigt sich allerdings, dass Easter eigentlich etwas ganz anderes im Sinn hat. Er hat eine bestimmte Begabung, kann Leute dazu bringen das zu tun, was er will. Sei es der Richter, der die Geschworenen gleich am ersten tag zum Essen einläd oder auch andere Geschworene. Ein sehr interessanter Charaktere, brillant umgesetzt von Cusack.
HINTERGRÜNDE
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Sicherlich hat bereits jeder mitbekommen, dass es sich hierbei um eine Romanverfilmung handelt. Der Autor des gleichnamigen Buches ist sicherlich auch jedem bekannt. John Grisham ist ja bereits bekannt für seine gelungenen Gerichtsthriller. Jedes seiner Werke wird ein Erfolg und eine Verfilmung mit den großen Stars Hollywoods lässt natürlich auch immer nicht lange auf sich warten.
Bereits zur Veröffentlichung des Grisham Romans 1996 hatte der Produzent Arnon Milchan ein Auge auf die Verfilmung geworfen. Bereist zuvor war er Produzent bei den beiden Grisham Verfilmungen zu „Die Jury“ und „Der Klient“.
John Grishams Roman spielt in Biloxi, Mississippi. Der Film allerdings wurde nach New Orleans verlegt. Dabei wurden ca. 50 Örtlichkeiten in der Stadt für Aufnahmen verwendet, hauptsächlich im französischen Viertel. Die Stadt wurde gewählt, weil sie ein einerseits eine herrlich heroische Architektur hat, aber auf der anderen Seite gibt es auch die dunkle Seite. So konnte dem Film mehr Ausdruckskraft gegeben werden.
Der Film ist insofern auch eine Besonderheit, weil zum ersten Mal die beiden Hollywoodlegenden Gene Hackman und Dustin Hoffman zusammen in einem Film zu sehen sind und sich auch noch als direkte Kontrahenten gegenüber stehen. Obwohl sie bereits seit 46 Jahren gut befreundet sind und in den späten 50ern sogar zusammen am Pasadena Playhouse studiert haben, hatten sie noch nie zuvor die Möglichkeit, zusammen in einem Film aufzutreten.
FILMINFOS
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OT: The Runaway Jury
Land: USA
Jahr: 2003
FSK: 12
Laufzeit: ca. 125 Minuten
Regie: Gary Fleder
Studio: New Regency Pictures
Genre: Krimi/ Thriller
Musik: Christopher Young
Offizielle Webseite: http://www.runawayjurymovie.com/ (hier gibt es auch Trailer und Wallpaper etc.)
FAZIT
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Ein wirklich gekonnt inszenierter und äußerst spannender Gerichtsthriller, wie es ihn wohl zuvor noch nicht gegeben hat. Also kein alter Hut, sehr sehenswert. Dazu noch eine Reihe brillanter Darsteller, die ihr ganzes Können zeigen. Wer also gerade mal Zeit und Lust auf Kino hat sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen!!!
Liebe Grüße vom wuscheligen Geschworenen!
Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!!! weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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BlueDione, 05.09.2004, 16:59 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Ich habe das Buch von Grisham gelesen und fand es super. Den Film hab ich leider noch nicht gelesen. Toller Bericht.
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Timusteffi, 12.08.2004, 13:16 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Also jetzt mal ehrlich, egal welchen Testbericht ich von dir lese, alle sind super strukturiert, nett und manchmal amüsant geschrieben. Man wird immer richtig gut informiert und das obwohl man die Berichte so "weglesen" kann. Herzlichen Gl&u
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Bist Du käuflich?
Pro:
perfekte Story, Starbesetzung, Sinn des Films
Kontra:
leichte Abweichungen zum Buch, die aber nicht stören
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Community. Von John Grisham, der zahlreiche Bestseller-Roman geschrieben hat, habe ich schon einige Bücher gelesen. Es gab auch bereits erfolgreiche Verfilmungen, wie „Die Jury“ oder „Die Firma“. Im Moment läuft in unseren Kinos eine weitere Verfilmung, eines John Grisham Romans. Dabei handelt es sich um „Das Urteil“, welches mit einer Starbesetzung ( Gene Hackman, Dustin Hoffman, John Cusack ) auftrumpfen kann. Wo es sich lohnt, diese Verfilmung zu sehen, könnt ihr in den folgenden Zeilen lesen. Viel Spaß dabei.
.:: Story ::.
Celeste Wood ( Joanna Going ) hat vor zwei Jahren ihren Ehemann bei einem Amoklauf verloren. Da die Waffe illegal in die Hände des Attentäters gekommen ist, verklagt sie den Waffenkonzern auf Schmerzensgeld. Für diese Gerichtsverhandlung, werden von ihrem Anwalt Wendell Rohr ( Dustin Hoffman ) und dem der Gegenseite ausgesucht. Nicholas Easter ( John Cusack ), ist einer der vermeintlichen Geschworenen, auch wenn er dem Gericht mit großer Deutlichkeit zeigt, dass er auf diese ihm lästige Ehre keine Lust hat. Doch er kommt letztendlich als Geschworener Nummer 9 ins Team.
Der Prozess scheint fair zu beginnen, doch auf der Seite des Waffenkonzerns arbeitet verdeckt Rankin Fitch ( Gene Hackman ), der mit skrupellosen Mitteln sein Werk erledigt. Er beobachtet die Geschworenen und spioniert sie aus, um diese mit seinem Wissen so zu manipulieren, dass die Klage den Waffenkonzern aussichtslos erscheint.
Doch plötzlich kommt Marlee ( Rachel Weisz ) ins Spiel, die beiden Parteien ein Angebot unterbreitet. Wer ihr als erstes 10 Millionen Dollar bezahlt, für den manipuliert sie die Geschworenen, nach dessen Vorstellungen, da sie einen Komplizen unter ihnen hat. Rohr lehnt das Angebot ab, da er es lieber mit ehrlicher Arbeit versuchen möchte und auch Fitch bleibt lieber bei seinen eigenen Methoden. Doch Marlee lässt nicht locker, und steckt „ihrem Geschworenen“ Tipps zu und so scheinen die Geschworenen immer einen Schritt voraus.
Es entwickelt sich eine spannende Gerichtsverhandlung, in der die einzelnen Parteien alles versuchen, damit es nicht zu einem Prozessabbruch kommt...
.:: Meinung ::.
Da mir die anderen Verfilmungen von John Grishams Romanen auch sehr gut gefallen haben, bin ich mit entsprechenden Erwartungen ins Kino gegangen. Ich erwartete einen spannenden Thriller, der auch Dank seiner Starbesetzung, absolut lohnenswert werden sollte.
Der Anfang, mit der Auswahl der Geschworenen, verlief etwas schleppend. Es zog sich, dass die Vorstellung der einzelnen Personen und ihre Auswahl aus ausgiebig gezeigt wurde. Dies hätte man mit Sicherheit kürzer gestalten können, doch dann wäre wirklich ein wichtiges Bestandteil verloren gegangen. Durch zahlreiche Bilder und anderen Informationen über die Geschworenen, konnte man sich von ihnen ein vorzügliches Bild machen und sich so auch eher in ihre Lage versetzen. So wirken die einzelnen Charaktere sehr lebendig und ich habe in einigen Situation mit ihnen gefiebert, wie es denn nun weitergeht. Das hat mir schon bei den Romanen von Grisham gefallen, dass er es versteht, seine Charaktere gut zu umschreiben und man sich unter ihnen etwas vorstellen kann. Somit gab es also einen sehr guten Grund, warum sich diese Einleitung so in die Länge gezogen hat.
Das Thema der Gerichtsverhandlung sind illegale Waffen, mit denen bei einem Attentat unschuldige Menschen ums Leben gekommen sind. Dies ergibt zwar zur Buchvorlage eine Abweichung, dort ging es um die Tabakindustrie, aber diese Änderung wurde wohl auf Grund der sich veränderten Lage in Amerika gewählt. Die Tabakindustrie war vor ein paar Jahren ins Schussfeld geraten und hat bis heute stark an Aktualität verloren. Doch die Waffenindustrie, die in Amerika eine sehr starke Lobby hat, ist aktueller denn je. So hat man es auch geschafft, dem Film einen tieferen Sinn zu verleihen nämlich, dass es zahlreiche unschuldige Opfer gibt, die wegen illegaler Waffen ihr Leben lassen müssen. Da dies in Amerika ein großes Problem ist und sie sich dieser Problematik auch nicht entzeihen können, finde ich diese Abweichung vom Original vollkommen vertretbar.
Auffallend finde ich die unterschiedlichen Seiten von Kläger und Angeklagten. Auf der Seite der Kläger befindet sich die junge Celeste Wood, die von Joanna Going gespielt wird. Sie ist zu Beginn mit ihrem kleinen Sohn zu sehen und schafft es so schon, die Sympathien auf ihre Seite zu ziehen. Zusammen mit ihrem Anwalt Wendell Rohr ( Dustin Hoffman ), gibt sie ein Gespann ab, welches sämtliche Vorteile auf seiner Seite zu haben scheint. Sie wirken auf mich als Zuschauer sehr liebenswert und so wünsche ich ihnen schon Beginn an, dass sie den Prozess gewinnen.
Denn auf der Gegenseite steht mit Rankin Fitch, der von Gene Hackman verkörpert wird, ein absolut fieser Gegenspieler, der allein schon durch sein kaltes und emotionsloses Auftreten dafür sorgt, dass er in das Lager des Bösen gesteckt wird. Doch dies ist noch die harmlose Seite, denn im Verlauf des Films zeigt er sein wahres ich, das vor nichts zurückschreckt. Da wird schon mal ein Geschworener bedroht oder erpresst, nur damit er sein Ziel, einen Freispruch für die Waffenindustrie, durchboxen kann.
Daher sind die Rollen und Sympathien in diesem Film sehr schnell verteilt.
Doch am interessantesten erscheint mir immer noch die dritte Partei, die sich schnell herauskristallisiert. Die hübsche Marlee ( Rachel Weisz ) nett beiden Parteien ihre Forderung von einem Betrag in Höhe von 10 Millionen Dollar, und sie würde die Geschworenen dementsprechend manipulieren. Zunächst weiß man nicht, welches Ziel sie damit verfolgt oder ob alles nur ein großer Bluff ist. Doch mit der Zeit geschehen unter den Geschworenen seltsame Dinge, die sowohl Kläger als auch Angeklagten verwundern und sie über die Macht von Marlee staunen. Sie kommen allerdings nicht dahinter, wer ihr Partner ist.
Von Seiten der Kläger hatte ich es nicht erwartet, dass Rohr das Angebot annimmt, um so den Prozess zu gewinnen. Er verkörpert einfach eine zu ehrliche Haut und es wäre daher schon unvorstellbar gewesen, dass er sich so solch einem Schritt wagt. Von Fitch hätte ich das schon gedacht, doch er versucht es lieber nach seinen Methoden. Womit er aber nicht unbedingt erfolgreicher ist und durch diverse Aktionen unter den Geschworenen einige Male die Beherrschung verliert, da nicht alles so läuft, wie er es sich vorstellt.
So entwickelt sich ein packender Gerichts-Thriller, wobei die eigentliche Verhandlung immer mehr in den Hintergrund rückt. Vielmehr geht es um die ganzen Machenschaften, die dafür genutzt werden, um die Verhandlung zu beeinflussen. Ich finde die Spannung sehr hoch, auch wenn bald klar wird, wer auf welcher Seite steht und wer der Maulwurf unter den Geschworenen ist. Doch das lüften dieses Geheimnisses wirkt sich in keiner Weise negativ auf die Spannung und der weitern Verlauf der Geschichte ab. Ganz im Gegenteil. Vielmehr ist man jetzt daran interessiert, wie der Prozess weiter verläuft und ob der Maulwurf enttarnt wird, oder sein Spiel bis zum Ende durchziehen kann.
Die schauspielerische Leistung in „Das Urteil“ finde ich sehr gelungen. Allein schon die Starbesetzung aus Dustin Hoffman, Gene Hackman, John Cusack und Rachel Weisz ist nahezu einzigartig. Vor allen Dustin Hoffman, der schon in zahlreichen Filmen mitgespielt hat, finde ich einen begnadeten Schauspieler. Er zieht seine Rolle knallhart durch, sieht aber trotzdem aus, wie der nette Onkel. Er verkörpert einen souveräne Anwalt, der mit ehrlichen Mitteln zum Erfolg kommen will. Mir gefällt diese Rolle einfach hervorragend.
Gene Hackman spielt zwar den fiesen Gegenpart, der skrupellos ist und mit allen nur erdenklichen Mitteln zum Erfolg kommen will, doch seine Rolle finde ich mindestens genauso interessant. Es ist der Wiederspruch zu Hoffman, was diese Einzigartigkeit ausmacht. Hinzufügen möchte ich noch, dass Hoffman und Hackman seit über 46 Jahren befreundet sind, aber bisher noch niemals gemeinsam vor der Kamera gestanden haben. Schön, dass sie es bei „Das Urteil“ endlich mal geschafft haben.
Die Rolle von John Cusack, der erst letztes Jahr mit „Identität“ einen großes Erfolg feierte, ist auch nicht zu verachten. Er verkörpert einen der Geschworenen, auch wenn er anfangs deutlich zeigt, dass er an dieser Rolle kein Interesse hat. Doch mit seiner Begabung, bekommt er eine besonders Rolle in dem Film, die er wirklich brillant umsetzt. Auch wenn diese Rolle nach Außen hin vielleicht nicht so stark wirkt, für die Bedeutung des Films, ist sie von enormer Wichtigkeit.
Bliebt zum Schluss noch Rachel Weisz. Sie spielt die Rolle der Erpresserin, was ihr sehr gut gelungen ist. Sie verkörpert sehr gut die Kaltschnäuzigkeit und zugleich ihre Angst, dass sie bei ihrem Vorhaben auffliegt und das Spiel vorbei ist.
.:: Daten zum Film ::.
Land / Jahr : USA 2003
Titel : Das Urteil ( Original : Runaway Jury )
Verleih : New Regency Pictures
Länge : 138 Minuten
FSK : ab 12 Jahren
Regie : Gary Fleder
Schauspieler : John Cusack ( Nicholas Easter ), Gene Hackman ( Rankin Fitch ), Dustin Hoffman ( Wendell Rohr ), Rachel Weisz ( Marlee ), Joanna Going ( Celeste Wood )
Kinostart : 29.04.2004
Internet : www.dasurteil-derfilm.de
.:: Fazit ::.
Die 138 Minuten vergehen schnell und bei mir kam an keiner Stelle im Film Langeweile auf. Die Story ist sehr durchdacht und auch wenn sie gegenüber dem Buch geändert wurde, ist sie perfekt gelungen. Die hervorragende Besetzung der einzelnen Rollen trägt dazu bei, dass hier ein großes Filmwerk gelungen ist, was mir ausgezeichnet gefallen hat. Das ist endlich mal wieder großes Kino, was ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Ich halte den Film für mehr als empfehlenswert und vergebe auch die vollen 5 Sterne.
Ich danke für eure Aufmerksamkeit.
Ciao T_Goose weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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cnighthawk88, 15.06.2004, 00:22 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Der Bericht ist einfach klasse und der Film ist einer der besten dir dieses Jahr zu sehen waren. von mir auch 5 Sterne.
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SPANNENDE John Grisham Verfilmung
Pro:
spannend, sehr gute Schauspieler, interessant
Kontra:
hätte tw. etwas genauer sein können
Empfehlung:
Ja
Am Mittwoch war ich in der Preview von "Das Urteil" im Cinemaxx Kino in Offenbach. Dieser Film mit Dustin Hoffman, Gene Hackman und John Cusack läuft am Donnerstag, den 29.04.2004, in den deutschen Kinos an.
Das Urteil - Jeder ist käuflich
(Runaway Jury)
Thriller
USA 2003
ca. 127 Minuten
Start: 29.04.2004
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Gary Fleder
Darsteller: John Cusack, Gene Hackman, Dustin Hoffman, Rachel Weisz, Luis Guzmán, Jennifer Beals, Bruce McGill, Bruce Davison
Drehbuch: Brian Koppelman, David Levien, Rick Cleveland, Matthew Chapman
Kamera: Robert Elswit
Produzenten: Arnon Milchan, Gary Fleder, Christopher Mankiewicz
Ausführende- / Koproduzenten: Jeffrey Downer
Casting: Deborah Aquila, Mary Tricia Wood
Musik: Christopher Young
Schnitt: William Steinkamp
Ton: Jay Meagher
Inhalt:
News Orleans: Ein Mann kommt ins Büro um seiner Arbeit nach zu gehen, auf einmal kommt es zu Schüssen im Gebäude. Er und weitere Personen werden von einem gefeuerten und amoklaufenden Börsenmakler mittels einer halbautomatischen Handfeuerwaffe erschossen.
Zwei Jahre später verklagt seine Witwe Celeste Wood (Joanna Going) die Herstellerfirma der Waffe vor Gericht. Bei einem Schuldspruch gegen die Herstellerfirma könnte ein Präzedenzfall geschaffen werden, der den Waffenherstellern enorme Verluste bescheren könnte. Daher bieten sie auch alle Mittel auf um einen Schuldspruch abzuwenden. Somit wird dem Verteidiger der Firma Durwood Cable (Bruce Davison) der erfolgreiche und zwielichtige Jury Berater Rankin Fitch (Gene Hackman) zur Seite gestellt.
Mr. Fitch hat die Aufgabe die Geschworenen so auszuwählen und unter Druck zu setzen, dass das Urteil im Sinne der Verteidigung fällt. Im Gegensatz dazu vertraut der eher bieder wirkende Anwalt Wendall Rohr (Dustin Hoffman) der Anklägerin auf Gerechtigkeit und seinem Instinkt, trotzdem nimmt auch er einen Jury Berater - Lawrence Green (Jeremy Piven) - in sein Team auf. Nur kann Mr. Fitch auf einen Millionen Pool der sich zusammen geschlossenen Waffenlobby zurück greifen und damit stehen ihm zumindest finanziell alle Tore offen.
Nun beginnt die Auswahl der Geschworenen mit den unterschiedlichen Methoden der Anwälte und nach und nach bildet sich die Jury bestehend aus 12 Personen. Unter Ihnen befindet sich auch Nicholas Easter (John Cusack) der eigentlich lieber an einem Spiele Contest teilnehmen würde.
In Wirklichkeit verfolgt der Geschworene Nummer 9 - Nicholas Easter - eigene Ziel und er beginnt damit die anderen Geschworenen zu beeinflussen. Dabei hilft ihm auch seine Freundin Marlee (Rachel Weisz). Sie nimmt sowohl Kontakt mit Mr. Fitch, als auch mit Mr. Rohr auf und bietet beiden an die Jury zugunsten eines Millionen Betrags entsprechend zu beeinflussen. Als Beweis, dass sie Einfluß auf die Jury hat, lässt sie durch Nicholas die Jury im Gerichtssaal die Nationalhymne anstimmen und eine Geschworene rauswerfen.
Während der Prozess voran geht, versucht Rankin Fitch alles über Marlee und Nicholas rauszufinden, damit er um die Zahlung des Betrags rumkommt. Wendall Rohr bleibt vorerst standhaft und möchte den Prozess so gewinnen. Mr. Fitch ist allerdings nicht so zimperlich und setzt verschiedene Geschworene unter Druck. Das Gericht unter dem Vorsitz von Richter Harkin (Bruce McGill) lässt daraufhin die Geschworenen in einem Motel einsperren.
Wie es weitergeht müsst ihr schon selbst rausfinden, sonst ist ja die ganze Spannung und der Witz des Films weg. *grins*
Was bezwecken Marlee und Nicholas? Schaffen sie es die Jury zu beeinflussen? Oder fliegen sie vorher auf? Wie weit geht Rankin Fitch bei seinen Methoden? Wird Wendall Rohr weiterhin statthaft bleiben und trotzdem gewinnen?
Rollen:
Nicholas Easter - John Cusack
Rankin Fitch - Gene Hackman
Wendall Rohr - Dustin Hoffman
Marlee - Rachel Weisz
Durwood Cable - Bruce Davison
Richter Harkin - Bruce McGill
Lawrence Green - Jeremy Piven
Doyle - Nick Searcy
Henry Jankle - Stanley Anderson
Frank Herrera - Cliff Curtis
Janovich - Nestor Serrano
Lamb - Leland Orser
Vanessa Lembeck - Jennifer Beals
Herman Grimes - Gerry Bamman
Celeste Wood - Joanna Going
Lonnie Shaver - Bill Nunn
Loreen Duke - Juanita Jennings
Amanda Monroe - Marguerite Moreau
Stella Hulic - Nora Dunn
Eddie Weese - Guy Torry
Millie Dupree - Rusty Schwimmer
Russell - Orlando Jones
Dobbs - Gary Grubbs
Owens - Joe Chrest
Kincaid - Stuart Greer
Vaughn - Mark Jeffrey Miller
Jerry Fernandez - Luis Guzmán
Filmographie:
John Cusack, eine kleine Auswahl: "Der Volltreffer", "Die Schattenmacher", "The Player", "City Hall", "Con Air", "Der schmale Grat", "High Fidelity", "America's Sweethearts", "Identität".
Gene Hackman u.a.: "Bonnie und Clyde", "Brennpunkt Brooklyn", "French Connection II", "Superman I / II / IV", "Mississippi Burning", "Die Killer-Brigade", "Erbarmungslos", "Die Firma", "Schnappt Shorty", "Die Kammer", "Der Staatsfeind Nr. 1", "Heartbreakers", "Mexican", "Heist".
Dustin Hoffman u.a.: "Die Reifeprüfung", "Asphalt-Cowboy", "Papillon", "Der Marathon-Mann", "Die Unbestechlichen", "Kramer gegen Kramer", "Tootsie", "Rain Man", "Hook", "Ein ganz normaler Held", "Outbreak", "Mad City", "Sphere", "Confidence".
Rachel Weisz u.a.: "Außer Kontrolle", "Amy Foster", "Die Mumie", "Duell", "Die Mumie kehrt zurück", "About a Boy", "Confidence".
Kuschelwuschels Meinung und Fazit:
"Das Urteil" wurde nach der Buchvorlage von John Grisham verfilmt. Allerdings geht es in dem Original Roman um ein Urteil gegen die Tabakindustrie und nicht um die Waffenindustrie. Die Hauptdarsteller, der Hergang der Jury Wahl und die Beeinflussung ist aber gleich.
Insbesondere lebt der Film natürlich durch seine Darsteller vor allem durch Gene Hackman und John Cusack. Gene Hackman spielt die Rolle des selbstsicheren, arroganten und bisher immer erfolgreichen Rankin Fitch unglaublich authentisch. Mr. Fitch ist zwar kein von Grund auf böser Mensch, er verachtet allerdings das amerikanische Rechtsystem mit den Geschworenen und so versucht er diese zu manipulieren wie es nur geht. Dies ist auch eine Gemeinsamkeit mit John Cusack Part als Nicholas Easter, denn auch er versucht die Jury zu beeinflussen - allerdings aus ganz anderen Gründen. John und Rachel (als Marlee) spielen ihre Rolle aus ängstlichem, aber auch entschlossenem Paar auch sehr gut. So sind sie zwar meistens recht tough, aber ein Angriff oder auch die direkte Konfrontation mit Mr. Fitch setzt ihnen sichtlich zu. Dustin Hoffman als Wendall Rohr hingegen spielt den Volksnahen Anwalt einer Kleinstadt der unbedingt an das Rechtssystem glaubt und sich Manipulation der Geschworenen nicht vorstellen kann. Die Rolle ist viel ruhiger und meist zurückhaltender als bei den anderen, allerdings blitzt auch hier immer wieder mal das aufgewühlte und verärgerte hervor. Zum Beispiel bei der Befragung des Waffenherstellers und vor allem im wirklich gelungenen Dialog auf der Toilette mit Gene Hackman. Und auch die Nebendarsteller machen ihre Sache sehr gut! Nebenbei bemerkt haben nicht nur die Hauptdarsteller schon filmische Gerichtserfahrungen hinter sich, sondern Gene Hackman hat auch schon in zwei anderen John Grisham Filmumsetzungen mitgespielt ("Die Firma", "Die Kammer").
Neben den Darstellern faszinierte mich der Film vor allem, im Gegensatz zu anderen Grisham Romanen/Verfilmungen, nicht von den Gerichtsszenen an sich, sondern von der Beeinflussung der Geschworenen. Angefangen bei der Auswahl der Geschworenen - durch die Beleuchtung jedes Einzelnen, Bewertung der Vergangenheit und Analyse der Gestik / Mimik. Nach dem Grundsatz jeder ist käuflich werden dann ein paar Jury Mitglieder entweder mit Geld oder mit anderen Gefälligkeiten geködert.
Obwohl natürlich in John Grishams Buch die Geschichte viel detaillierter ist, gibt es in der filmischen Umsetzung nicht viel zu beanstanden. Vielleicht nur, dass ein paar Details noch etwas genauer hätten dargestellt werden können, zum Beispiel die Schwierigkeit von Nicholas Easter in Kontakt mit Marlee zu treten - insbesondere nach der Kasernierung im Motel. Im Film sieht dies viel zu einfach aus.
"Das Urteil" ist ein sehr empfehlenswerter Film, der aufgrund der Geschichte, der Darstellung und seiner Hauptdarsteller besticht. Für mich war es auf jeden Fall ein Kinobesuch wert. Und wem "Die Akte" oder "Die Firma" gefallen hat, dem kann ich diesen Film wirklich nahe legen.
Außerdem überzeugt der Film durch die Wendungen und dem, bis kurz vor Schluss, zu jeder Seite hin offenem Ende - dass der Leser des Romans freilich schon kennt. Und die knapp 130 Minuten war die ganze Zeit interessant und spannend.
Weitere Informationen über diesen Film könnt ihr euch auf der Homepage ansehen: http://www.dasurteil-derfilm.de/
Viel Spaß beim Ansehen dieses Films, wünscht euch Kuschelwuschel. weiterlesen schließen -
Nicht spannend
Pro:
fängt gut an
Kontra:
schwaches Ende
Empfehlung:
Nein
Er sitzt in seinem Büro. Seine Sekretärin bringt ihm ein Kinderlied bei. Er will es seinem 4jährigen Sohn am Abend zum Geburtstag vorsingen. Dann hört er die Schüsse. Er fühlt die Panik, hört die Schreie seiner Kollegen. Sofort verriegelt er die Tür, kauert sich hinter seinen Schreibtisch. Seine Sekretärin wählt den Notruf. Sie landet in der Warteschleife. Er lauscht, hält den Atem an. Draußen rührt sich nichts mehr. Totenstille. Er denkt an seine Frau Celeste. Sie wartet zu Hause mit dem Geburtstagskuchen. Hoffnung keimt in ihm auf. Plötzlich zersplittert die dünne Tür. Er sieht die Waffe. Dann ist er tot.
Zwei Jahre später:
Die Hintergründe des Amoklaufs in einer angesehenen Broker-Firma sind längst aufgeklärt: Ein wegen Erfolglosigkeit entlassener Ex-Mitarbeiter hatte sich auf dem Schwarzmarkt eine automatische Handfeuerwaffe besorgt, damit aus Frust unter seinen ehemaligen Kollegen ein Blutbad angerichtet und sich anschließend selbst erschossen.
Doch Celeste hat keine Ruhe gefunden. Sie hat einen Anwalt engagiert, der den Hersteller der Maschinenpistole, mit der ihr Mann getötet wurde, auf Schadensersatz in Millionenhöhe verklagen wird.
Dieser Anwalt ist Wendell Rohr, gespielt von Dustin Hoffman. Rohr hat sich gut auf die Gerichtsverhandlung vorbereitet. Er hat einen wichtigen Belastungszeugen. Er hat Erfahrung im Umgang mit den Geschworenen. Er hat die Moral auf seiner Seite. Er kann den Prozess gewinnen.
Die Gegenseite hat sich ebenfalls einen erfahrenen Anwalt genommen. Er wird sich auf den 2. Verfassungszusatz berufen, der einer umfangreichen Verbreitung von Pistolen und Gewehren rechtlichen Schutz gewährt. Zusätzlich greift die Firma auf die Dienste eines so genannten Juryberaters zurück. Der ist der Beste in seiner Branche. Sein Name: Rankin Finch (Gene Hackmann). Seine Aufgabe: Eine für den Waffenhersteller vorteilhafte Zusammensetzung der Jury auf der Geschworenenbank. Seine Methoden: Illegal, aber sehr effektiv. Die Waffenindustrie ist für den Prozess also gut gerüstet. Und sie hat Geld. Viel Geld. Sie kann sich das Urteil kaufen.
Doch dann ist da noch Nick Easter, Geschworener Nummer 9, verkörpert von John Cusack.
Er ist clever, hat ein gewinnendes Wesen und das Talent, Menschen dazu zu bringen, dass sie unwillkürlich das machen, was er von ihnen will. Und so spielen plötzlich alle nach seinen Regeln....
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von John Grisham in dem es allerdings nicht um eine Präzendenzklage gegen Waffenproduzenten, sondern um millionenschwere Schadensersatzforderung gegen Firmen der Tabakindustrie ging.
Wie so oft bei John Grisham, hält der Film am Ende nicht das, was er am Anfang verspricht.
Zu Beginn gelingt es Regisseur Gary Fleder noch, den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen: Die Charaktere werden eingeführt wie bei einem Aufmarsch der Gladiatoren, wohlig-spannende Vorfreude auf ein fintenreiches Duell David gegen Goliath stellt sich ein.
Aber danach plätschert der Film vor sich hin wie der Mississippi in seinem Delta um schließlich auf eingetretenen Pfaden in ein mattes, vorhersehbares Finale zu münden.
Die große Schwäche des Films liegt im Drehbuch. Es wechselt ständig die Perspektive und tanzt daher auf zu vielen Hochzeiten. Daher verpasst es ständig die Gelegenheit, inhaltlich in die Tiefe zu gehen. Viele interessante Aspekte werden berührt und doch verliert sich alles in seichter Oberflächlichkeit.
Lernt man in der Romanvorlage eine Menge über die dunklen Seiten der Zigarettenindustrie, kommt die Waffenlobby im Film nur flüchtig vor. Natürlich gibt es die unvermeidbare Verschwörungsrunde auf schweren Ledersesseln und bei Kaminfeuer; man erfährt außerdem etwas über Maschinenpistolen aus „fingerabdruckresistentem Material“. Aber insgesamt werden die Waffenhersteller nicht ausreichend bedrohlich in Szene gesetzt.
Die perfiden Methoden des Jury-Beraters Finch faszinieren zwar zunächst („Der Staatsfeind Nr. 1“ lässt grüßen). Aber die glatte Fassade des Bösen bekommt allzu früh Risse, die der Spannung nicht dienlich sind. Ein Fehler hier, Unachtsamkeiten dort und schnell ist der Mythos des planbaren Juryurteils durch einen eiskalt kalkulierenden Bad Guy nicht mehr glaubwürdig.
Der Zuschauer vermisst außerdem Informationen über die genauen Regeln einer rechtsstaatlich geordneten Geschworenenauswahl und kann so das wahre Ausmaß der Illegalität in der Vorgehensweise des Rankin Finch und seiner Helfer nicht mit dem nötigen Gruselfaktor beurteilen.
Den Abläufen im Geschworenenzimmer wird zu wenig Raum gewidmet. Es gelingt zwar eine durchaus wirkungsvolle Charakterzeichnung von einem oder zwei der Jurymitglieder.
Leider wird (anders als im Buch) aber darauf verzichtet, zu zeigen, wie sich während des Prozesses Meinungen und Stimmungen der einzelnen Geschworenen immer wieder verändern. Weil die Juroren im Film insgesamt eine beliebige konturlose Masse bilden, kann Nicholas Easter mit seinen hobbypsychologischen Taschenspielertricks den Zuschauer folglich nicht wirkungsvoll beeindrucken. Gerade sein „Schlussplädoyer“ wirkt schwach und wenig überzeugend.
Der wichtigste Grund, weshalb die Geschichte insgesamt nicht besonders fesselt ist, dass es für die handelnden Figuren bei dem Prozess eigentlich nicht wirklich um ETWAS (sonst ja gern genommen: Leben oder Tod) geht.
Finch will ein Urteil zu Gunsten der Waffenfirma. Er hat bisher immer gewonnen, ein verlorener Prozess wäre seine erste Niederlage. Aber den Zuschauer lässt das kalt. Man kann nicht immer siegen, und Finch wirkt so, als hätte er ohnehin finanziell ausgesorgt.
Rohr hat seiner Mandantin gesagt: „Wir können gewinnen und wir werden gewinnen“. Auch will er gerne dass sich Waffengesetze ändern. Vielleicht stehen für ihn Renommee und Geld auf dem Spiel.
Aber er ist erfahren genug um zu wissen, dass jeder Prozess verloren werden kann. Schade für Celeste; aber -tja- das Leben geht weiter.
Nick Easters Motive werden im Film bis kurz vor Schluss verschleiert. Das steigert leider nicht die Spannung und ist außerdem fatal für die Suche des Zuschauers nach einer Identifikationsfigur, weil er nicht genau weiß ob und wofür er mit Nick mitfiebern soll.
Ärgerlich sind auch einige inhaltliche Ungereimtheiten (warum wird der Einbrecher in Nicks Apartment nicht rechtzeitig gewarnt??), eine überflüssige Verfolgungsjagd und die
Schleichwerbung („Das ist ein i-pod“).
Zu den Schauspielern: John Cusack ist unterfordert, Gene Hackmann fast altersmilde (kein gutes Zeugnis für den Bösewicht) und Rachel Weisz (als Nicks Gespielin Marlee) freute sich wahrscheinlich, dass sie mitspielen durfte.
Einziger Lichtblick ist Dustin Hoffman. Einmal mehr spielt dieser kleine Mann ganz groß. Das Zusammenwirken von Augen und Mund in Kombination mit der ironischen Gestik ist immer wieder wunderbar. Die Deutsche Synchronstimme tut ihr Übriges.
Hoffmans Rolle ist sowieso die einzig halbwegs interessant gezeichnete Figur im ganzen Film.
Bei Wendell Rohr weiß man nicht ganz genau, woran man ist, und das ist hier genau richtig so.
Geht es ihm um das Geld? Die Moral? Das Gefühl, zu gewinnen? Besonders stark sind seine Szenen mit Marlee. Klasse, dass offen bleibt, ob er am Telefon nur blufft.
Insgesamt ist „Das Urteil“ allerdings nicht besonders empfehlenswert. Jedenfalls sollte man nicht extra dafür ein Kino aufsuchen. In der Videothek gibt es weitaus bessere Alternativen. (themenverwandt: „Die 12 Geschworenen“, „Nicht schuldig“ mit Demi Moore, und „Insider“ mit Al Pacino/Russel Crowe).
Ist man allerdings zwischen 12-16 Jahren alt, hat man noch nicht so viel Film- oder Grishamerfahrung, und will des Gesamterlebnisses wegen mit ein paar Freunden ins Kino gehen, gibt es sicher deutlich schlechtere Filme auf die man sich für einen solchen Besuch einigen könnte. weiterlesen schließen
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