Pro:
sehr gute Darsteller, intelligenter Film
Kontra:
viele Längen, etwas langweilig, am Anfang verwirrend
Empfehlung:
Ja
Am Wochenende hatte ich mal wieder die Gelegenheit mir einen Film auszuleihen. Meine Schwester darf von der Arbeit ab und zu mal etwas für zwei Tage mitnehmen und sie fragte mich, welchen Film ich sehen wollte. Nach einiger Überlegung fiel mir „Das Urteil“ ein.
Ich mag John Cusack, hab es aber leider nicht ins Kino geschafft, als der Film lief und knapp 20 Euro für die DVD zu bezahlen, war mir immer etwas zu teuer.
So hab ich also meinen Freitagabend vor dem Fernseher verbracht und mir „Das Urteil“ angesehen.
_Die Story
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Am vierten Geburtstag seines Sohnes, wird ein Mann in seinem Büro von einem Amokläufer, der sich danach selbst hinrichtet, erschossen.
Zwei Jahre später verklagt seine Witwe, Celeste Wood (Joanna Going), den Waffenhersteller Wigsman, da ihr Mann mit einer dessen Waffen, die der Schütze sich illegal besorgt hat, getötet wurde. Sollte Mrs. Wood in diesem Fall Recht bekommen, drohen der gesamten Waffenindustrie Schadenersatzklagen in Milliardenhöhe.
Als Geschworenenberater hat sich Wigsman den gerissenen Rankin Fitch (Gene Hackman) ausgesucht. Fitch hat seine ganz eigenen, nicht immer legalen, Methoden, Geschworene für die Jury vorzuschlagen.
Er will natürlich die Leute, die für Waffen sind in der Jury sitzen haben und im Gegensatz zum gegnerischen Anwalt Wendell Rohr (Dustin Hoffman) sucht er die Jury-Mitglieder einzig und allein nach diesem Gesichtspunkt aus. Rohr geht dabei etwas feinfühliger vor und schaut sich die Jury-Mitglieder als Individuen an.
Nick Easter (John Cusack) ist einer der zur Wahl stehenden Geschworenen. Er arbeitet in einem Computerspiele-Laden, in dem auch gewalttätige Spiele verkauft werden. Er macht allerdings vor Gericht keinen Hehl daraus, dass er auf die Aufgabe eines Jury-Mitglieds überhaupt keine Lust hat.
Trotzdem wird Easter als Geschworener Nr. 9 ausgewählt.
Der Prozess beginnt ohne größere Probleme, doch dann bekommen beide Anwälte von einer Unbekannten ein Bild überreicht, auf dem „Jury zu verkaufen“ steht.
Easters Freundin Marlee (Rachel Weisz) meldet sich bei den beiden Parteien und unterbreitet ihnen das Angebot die Jury für 10 Millionen Dollar zu manipulieren.
Beide Anwälte lehnen das Angebot zunächst empört ab und sie wollen es auch nicht dem Richter vorlegen und damit einen Prozessabbruch riskieren, doch als Nick Easter schließlich zeigt, dass er die Jury wirklich beeinflussen kann, denken Rohr und Fitch doch darüber nach, das Angebot anzunehmen und die Jury zu kaufen, um den Fall zu gewinnen.
Doch wer wird den Zuschlag erhalten?
_Meine Meinung
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Ich habe noch nie einen Grisham-Roman gelesen, aber ich liebe die Verfilmungen seiner Bücher.
„Das Urteil“ ist bis jetzt aber der schwierigste Film, soll heißen, ich hatte Probleme mich in die Geschichte einzufinden und die Zusammenhänge richtig herzustellen, was aber wohl auch daran liegen kann, dass ich mit dem amerikanischen Rechtssystem nicht richtig vertraut bin.
So waren die ersten 30 Minuten des Films sehr verwirrend für mich. Wenn man aber einmal verstanden hat, worum es genau geht, legt sich diese Verwirrung.
Es tauchen zwar durch Marlee und ihre Aktion mit Rohr und Fitch immer mal wieder ein paar Fragezeichen auf, aber die werden im Fortlauf der Geschichte geklärt.
So gerne ich Grisham-Verfilmungen sehe und so sehr ich ja Justiz-Thriller mag, so muss ich leider sagen, dass „Das Urteil“ einige fast unerträgliche Längen hat.
In meinen Augen wird nämlich etwas zu viel auf die Charakterisierung der Personen rumgeritten.
Ich meine, nach 10 Minuten weiß man, dass Rohr der gute Anwalt mit Herz und Fitch skrupellos ist. Außerdem tragen die Schauspieler die Rolle und verleihen ihr mit ihrem Auftreten, ihrer Mimik und den Dialogen Profil.
Wenn man so gute Schauspieler wie Hackman, Hoffman und Cusack engagiert, dann braucht man keine minutenlangen Dialoge, um die Figuren zu zeichnen.
Es gibt in meinen Augen viele überflüssige Szenen, die den Film unnötig in die Länge ziehen.
So konnte ich mir „Das Urteil“ nur in 2 Durchgängen ansehen, da ich nach der Hälfte des Films einfach ermüdet war.
Erst in der letzten viertel Stunde bekommt der Film, die von mir schon vorher erwartete Spannung und das überraschende Ende.
Man konnte sich den Ausgang des Films zwar denken, aber ich finde trotzdem, dass Regisseur Gary Fleder zum Schluss noch mal eine schöne Wende in der Handlung gelungen ist.
_Mein Fazit
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„Das Urteil“ besticht vor allem durch die hervorragenden Darsteller, ist aber nicht so spannend und fesselnd, wie ich mir erhofft habe.
Der Film hat am Ende zwar einen schönen Spannungsbogen, weist aber in der Mitte viele Längen und überflüssige Szenen auf. weiterlesen schließen
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