Pro:
Charaktere
Geschichte
Ende
Kontra:
manche Szenen sind übertrieben
Empfehlung:
Ja
Liebe Yopianer!
Vor Wochen gewann in den deutschen und türkischen Nachrichten eine indische Filmproduktion meine Aufmerksamkeit. Mit acht Oscars wurde der Film ausgezeichnet und behandelt Themen wie Liebe, Armut und Geld. Obwohl ich nur den Trailer und eine kurze Erzählung über den Film gesehen und gehört habe, sah ich ziemlich schnell Parallelen zum Amerikanischen Traum. Ist das wohl die indische Antwort auf den American Dream? "Slumdog Millionaire" durfte ich natürlich nicht verpassen. So saß ich natürlich wieder mal im Kino um den Kassenknüller aus Mumbai in kompletter Länge zu genießen und mein Urteil darüber zu bilden.
allgemeine Filminfo
dt. Titel: Slumdog Millionär
Originaltitel: Slumdog Millionaire
Drehort: Mumbai (Indien)
Regie: Danny Boyle
Drehbuch: Simon Beaufoy
Produktion: Christian Colson
Musik: A. R. Rahman
Kamera: Anthony Dod Mantle
Schnitt: Chris Dickens
Darsteller: Dev Patel (Jamal), Freida Pinto (Latika), Madhur Mittal (Salim)
Erscheinung: 2008
Länge: 120 Minuten
Originalsprache: Englisch, Hindi
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Handlung
Jamal und Salim sind Brüder und sind in den Slums von Indien aufgewachsen, wo sie mit vielen Gaunern und harten Lebensbedingungen konfrontiert worden sind. Ihre Kindheit haben sie zusammen mit Latika verbracht, in die Jamal auch unsterblich verliebt ist. Eines Tages verliert Jamal Latika jedoch aus den Augen und reist überall hin, bis er die Chance seines Lebens bekommt: nämlich auf dem Teilnehmerstuhl vom indischen "Wer wird Millionär" zu sitzen und bis zu 20Millionen indische Rupien zu gewinnen. Jamal schafft es, mithilfe seiner Erfahrungen im Slumleben alle Fragen zu beantworten. Doch wird er auch wieder zu seiner Latika finden und mit ihr glücklich werden?
Meine Meinung
Der Film beginnt mit Jamals ersten Frage im "Wer wird Millionär"-Studio, die er mithilfe seiner harten Kindheit beantwortet. Hier bekommt man herzergreifende Szenen zu sehen. Zum Beispiel wird den Zuschauern vor Augen geführt, wie die beiden Kinder als "Klojungen" ein paar Groschen Geld verdienen und wie heiß begehrt indische Filmsstars und auch indische Lieder damals waren. Von der Schönheit Indiens sieht man aber kaum was. Überall sind Müllberge und kleine Hütten, Slums eben. Was mir nicht gefallen hat, war, dass weiße Touristen in die Slums kamen, um Kinder mit schönen Stimmen zu erblinden und um über ihren "Bettelgesang" Geld zu verdienen. Das fand ich viel zu übertrieben und ich kann mir nicht vorstellen, dass das die tatsächlichen Ereignisse in den Slums wiederspiegelt. Erst als Latika von den weißen Fremden entführt wird, kommt Spannung auf und der Film wird wieder realitätsnah. Man bekommt Eindrücke vom Rotlichtmilieu in Mumbai und die Kinder wachsen zu Jugendlichen heran. Der Druck auf Jamal wird mit jeder Frage größer und man erfährt nebenbei die aktuellen Lebensumstände Jamals und mehr über die herzzerreißende Liebesgeschichte zwischen Latika und ihm. Die Kluft zwischen Jamal und seinem Bruder Salim und die Liebe werden immer bedeutender im Verlaufe des Filmes. Die Charaktere gewinnen immer mehr an Kontur, so dass man wirklich sehr mit dem Hauptdarsteller Jamal sympatisiert, auch wenn er äußerst starr guckt und selten lächelt. Latika ist mit ihrer Schönheit eine richtige Augenweide und das Ende einfach sehenswert. Mehr möchte ich aber nicht verraten, weil sonst keine Neugier mehr vorhanden wäre. Ob ich dem Film wirklich 8 Oscars verliehen hätte weiß ich nicht. Ich denke mal, eher nicht. Aber unterhaltend und gut ist er trotzdem.
4 von 5 Sternen von mir für den Indian Dream ;-) !!! Auch in Indien kann man über
Nacht reich werden. :-)
Danke für eure Lesungen, Bewertungen und Kommentare!
Eure gamze(f) weiterlesen schließen
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