Pro:
Schmeckt mir prima und ist preisgünstig
Kontra:
Recht hoher Fettanteil
Empfehlung:
Ja
Ich mag es beim Essen gern etwas herzhafter. Das bedeutet nicht, dass
der Geschmack völlig einer Schärfe weichen sollte - im Gegenteil. Eine
gute Würzung kann den Geschmack vieler Gerichte sogar betonen. Und das
gilt soga beim Brotbelag. Aus diesem Grunde gibt es bei uns daheim immer
wieder einmal einen Budapester Salat - der aus dem Hause Edeka sei an
dieser Stelle vorgestellt.
Der Kauf
Ein Becher mit 200 Gramm Inhalt schlug beim letzten Einkauf in der
örtlichen Edeka-Filiale gerade einmal mit 89 Cent zu Buche. Das ist für
mich ein mehr als akzeptabler Preis für Geschmackvolles auf meinem Brot -
vor allem wenn ich bedenke, wie viel für die gleiche Menge an Wurst
oder Schinken zu bezahlen ist.
Das Aussehen
Der Salat befindet sich in einer 12 mal 9 Zentimeter großen
durchsichtigen Kunstoffschachtel. Die wird von einem roten Deckel
gekrönt, auf der der Inhalt der Schachtel in geschönter Form gezeigt
wird. Außerdem werden natürlich der Name der Produktlinie (Gut &
Günstig) sowie des Produkts selbst genannt, zudem gibt es die
Informationen "mit Paprika, eingelegten Gurken, Äpfeln und Zwiebeln".
Die Zutaten und Nährwertangaben des Produkts sind auf der Unterseite der
Kunststoff-Box nachzulesen.
Der Hersteller
Edeka Zentrale AG & Co. KG, 22291 Hamburg.
Die Zutaten
34 % Fleischsalatgrundlage (75 % Schweinefleisch, Speck, Wasser,
Speisesalz, Gewürze, färbendes Lebensmittel: Rote-Beetesaftkonzentrat,
Paprikaextrakt; Glukosesirup, Aroma, Konservierungsstoff:
Natriumnitrit), Salatmayonnaise (Öl pflanzlich, Wasser, Branntweinessig,
Hühnereigelb, Maisstärke, Zucker, Weizenstärke, Speisesalz,
Säureregulator: Natriumacetate, Verdickungsmittel: Guarkernmehl,
Xanthan, Johannisbrotkernmehl; Gewürze, Dextrose, färbendes
Lebensmittel: Paprikaextrakt, Karottenextrakt), 12 % eingelegte Gurken
(Gurken, Branntweinessig, Speisesalz, Zucker), 10 % Paprika, 5 % Äpfel,
Invertzuckersirup, 2 % eingelegte Zwiebeln (Zwiebeln, Branntweinessig,
Speisesalz), Branntweinessig, Paprikamark, Senf (Wasser, Senfsaat,
Branntweinessig, Speisesalz, Gewürze), Säureregulator: Natriumacetate,
Öl pflanzlich, Speisesalz, Dextrose, Farbstoff: Paprikaextrakt.
Die Nährwertangaben (pro 100 Gramm)
Brennwert 1.225 kJ/297 kcal
Eiweiß 4,7 Gramm
Kohlenhydrate 7,5 Gramm
- davon Zucker 4,2 Gramm
Fett 27,2 Gramm
- davon gesättigte Fettsäuren 5,5 Gramm
Ballaststoffe 0,7 Gramm
Natrium 0,32 Gramm
Meine Meinung
Budapest: Das ist Ungarn. Und Ungarn: Das ist Paprika. Weiß doch jedes
Kind. Oder glaubt jedes Kind zu wissen. Daran muss sich vor vielen
Jahren wohl ein Produkt-Entwickler erinnert haben, als er den Budapester
Salat erfand, der im Grunde genommen nur eine Abart des allseits
bekannten Fleischsalats ist - mit Paprika-Zusatz eben. Wie das Ganze nun
heißt, ist mir letztlich gleichgültig. Entscheidend ist aber: Mit
schmeckt dieser Salat.
Als ich die obige Zutatenliste las, wollte ich gar nicht recht glauben,
dass dieser Salat nur zu rund einem Drittel aus Fleisch besteht, denn
die Fleischstreifen beherrschen doch seine Optik und sind allerbestens
zu erkennen. Natürlich gehört auch Mayonnaise zu einem solchen Salat -
und die ist hier nicht zu knapp vertreten, dient sie doch als
Geschmacksträger. Dabei schmeckt der Salat allerdings nicht
eklig-fettig, sondern eigentlich angenehm knackig und frisch. Das
wiederum dürfte vor allem an Gurken, Paprika und Äpfeln liegen. die in
der Edeka-Variante recht zahlreiche vorkommen und zudem auch knackig
frisch wirken - sie lassen sich vom Gaumen problemlos erschmecken.
Nun heißt Paprika keinesfalls scharf - übrigens auch in Ungarn nicht.
Und so erhält der Salat sogar ein süß-saures Aroma, das meinen
Geschmacksnerven sehr entgegen kommt. Und optisch ist das Ganze auch
noch ansprechend - zugegebenermaßen in erster Linie dank der färbenden
Lebensmittel. Es sieht halt alles nach Paprika, nach Ungarn, nach
Budapest aus. So soll das sein. Natürlich hat der Salat dank der
Mayonnaise einen recht hohen Fettanteil, aber damit wird der
verantwortungsvolle Verbraucher umgehen können. Bei mir dient dieser
Salat in erster Linie als Brotbelag, und um zu viel Fettaufnahme zu
vermeiden, verzichte ich beim Verzehr darauf, das Brot zuvor noch mit
Butter oder Margarine zu bestreichen - die Mayonnaise reicht da völlig
aus.
Nun bleibt nur noch die Frage offen, warum es denn ausgerechnet der
Budapester Salat aus der Gut & Günstig-Produktlinie sein sollte. Die
Antwort ist sehr einfach, denn einerseits kaufen wir halt sehr häufig
in Lebensmittelgeschäften der Edeka-Gruppe ein, andererseits schmecken
die Salate anderer Hersteller zumindest mir auch nicht besser, sind aber
dafür doch um einiges teurer. Insofern bietet Edeka hier ein Produkt
mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis, für das ich entsprechend
gern eine Kaufempfehlung ausspreche. In meiner Bewertung ziehe ich einen
Punkt wegen des vergleichsweise hohen Fettgehalts ab, der zwar meinem
Geschmack durchaus entgegen kommt, aber auch nicht besonders
Gesundheitsfördernd ist. weiterlesen schließen
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