Pro:
Interessant, eine Reise in die Vergangenheit
Kontra:
nicht spektakulär
Empfehlung:
Ja
So nannte man den Helfs Hof früher, da der Bauer, dem dieser Hof damals gehörte, den zum Todgeweihten das letzte Henkersmahl zubereitete, bevor sie ins Jenseits befördert wurden ;o)) Doch das war im Mittelalter und heute sind wir ja zivilisiert, so hoffe ich doch zumindest. Seit 1974 ist der Helfs Hof bereits ein Heimatmuseum geworden. Dieser schöne Bauernhof, mit seiner hübschen Fassade, liegt in Bochum, inmitten von Feldern und Fußwegen. Hier kann man außerdem noch schön spazieren gehen, wenn man möchte. Der Hof selbst im bereits mehr als 400 Jahre alt. Das Gebäude. welches man heute besuchen kann, bietet auf mehr als 200 qm seinen Besuchern eine Vielzahl von alten Geräten, die man damals für den Hof benutzte, sowie alte Möbel aus der damaligen Zeit.
Fährt man durch Bochum-Wattenscheidt und begibt sich in die Felder von Sevinghausen, kommt man automatisch zum Galgenhof. Ein wunderschönes Gelände erwartet einen dort. Viel Wald und einen eigenen kleinen See, mit dem schönen Haupthaus mittendrin. Das lädt zum verweilen ein. Innen ist alles nostalgisch gehalten, man kann sich alles hautnah ansehen, wie die Bauern damals gelebt haben, die Schränke, Herde, Öfen usw. Aber auch die Gerätschaften sind zu bestaunen. Damals war es noch richtige Knochenarbeit die Felder zu bestellen, das sieht man schnell.
Die Räume im Helfs Hof sind noch original gestaltet, mit dem damaligen Steinfußboden und den echten Eichenbalken. Auch wenn das Gebäude schon mehrfach restauriert wurde, es hat an seinem Charme nichts verloren. Der Eintritt ist kostenlos, allerdings bedeutet es schon etwas Mühe dieses Museum überhaupt erst mal zu finden.
Es ist nicht ausgeschildert, erst, wenn man schon fast vor der Türe steht. Sehr schlecht gemacht, wie ich finde. Hat man einmal die richtige Straße gefunden, führt sie einen durch die Felder, die oft Rapsgelb blühen. Zur linken taucht dann auch relativ schnell der Helfs Hof auf. Man kann halb um das Gebäude herum fahren, dort auf das hauseigene Gelände fahren und parken, denn der Bauernhof hat eigene Parkplätze, extra für Besucher.
Freundlich wird man dort empfangen und in die vergangene Geschichte des Hofes eingeweiht. Wir waren erstaunt, wie beschaulich doch teilweise das frühere Leben von statten gegangen ist. Es rief in mir eine innere Gemütlichkeit hervor, dennoch war es natürlich nicht so. Viele interessante Geräte fanden wir vor, die uns einen kleinen Einblick in das damalige Leben gaben.
Auch wenn der Rundgang sehr schnell schon wieder vorbei war, denke ich, werden wir später noch einmal dorthin zurück kehren, wenn die Kinder größer sind, damit sie auch einmal erleben und sehen können, wie man damals gelebt hat. Besonders interessant fand ich die alten Bäckereigeräte, wie die Butterschüssel und Brotschneidemaschine. Wie mühsam muß das damals alles gewesen sein.
Viele Utensilien findet man vor, auch einen Blick in den alten Gewölbekeller kann man nehmen, wenn man will. Für Interessierte ist dieser Hof mit Sicherheit von Bedeutung und wird gern angesehen. Wer sich allerdings nicht dafür interessiert, wird sich langweilen, denn es gibt nichts besonderes oder gar schönes zu sehen.
Die Architektur des Hofes ist sehr schön. Er liegt sehr malerisch und ist von außen, sowie von innen her, schön aufgemacht, nostalgisch, mit alten Balken und Steinböden. Man findet ihn sehr schlecht. Die Beudeutung habe ich im Text schon angemerkt. Der damalige Bauer des Helfs Hof hatte den Todgeweihten immer die Henkersmahlzeit zubereitet, deswegen der Name Galgenhof. Ob man diesen Bauernhof nun gesehen haben muß, liegt bei jedem selbst weiterlesen schließen
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