Pro:
ein romantischer Film, mit tollen Darstellern und wunderschönen Kostümen
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Schon als Teenie habe ich unheimlich gerne die Bücher von Jane Austen gelesen. Mittlerweile habe ich nicht nur alle Bücher sondern auch die meisten Verfilmungen der Romane von Jane Austen im Regal stehen. Als ich von dem Film "Geliebte Jane" hörte, stand deshalb für mich fest, den muss ich auch haben. Ins Kino hatte ich es ja mal wieder nicht geschafft. Bei diesem Film handelt es sich zwar nicht um die Verfilmung eines Buches von Jane Austen, aber einen Film über die Schriftstellerin selber stellte ich mir auch sehr interessant vor.
Gekauft habe ich die DVD "Geliebte Jane" vor einem Jahr für knapp 12,00 Euro. Jetzt bekommt man die DVD schon für 6,97 Euro bei amazon.de.
Hier die wichtigsten Details zur DVD:
Titel: Geliebte Jane (Originaltitel: Becoming Jane)
Regisseur: Julian Jarrold
Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Region: 2
Bildseitenformat: 16:9
Studio: Concorde Video
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Produktionsjahr: 2007
Spieldauer: 116 Minuten
DVD-Erscheinungstermin: 5. März 2008
DVD-Features: Deutscher Kinotrailer, US-Kinotrailer, Interview mit Anne Hathaway, Interview mit Regisseur Julian Jarrold, Informationen zu Cast u. Crew, Fotogalerie, Programmtipps
Darsteller: Anne Hathaway (Jane Austen), James McAvoy (Tom Lefroy), Julie Walters (Mrs. Austen), James Cromwell (Reverend Austen), Maggie Smith (Lady Gresham), Joe Anderson (Henry Austen), Lucy Cohu (Eliza De Feuillide), Laurence Fox (Mr. Wisley), Ian Richardson (Richter Longlois), Anna Maxwell Martin (Cassanddra Austen), Leo Bill (John Warren).
Zur Handlung:
Jane Austen (wunderschön gespielt von Anne Hathaway) ist die Tochter des Reverends Austen und lebt Ende des 18. Jahrhundert in England in der Region Hampshire. Ihre Familie ist nicht gerade wohlhabend, und die Töchter können deshalb auch keine große Mitgift erwarten. Jane wird in diesem Film als fröhliches, energisches junges Mädchen dargestellt, dass gerne Klavier spielt und gerne schreibt. Ihre Familie drängt darauf, dass sie den reichen aber recht linkischen Mr. Wisley heiratet. Aber Jane weigert sich, sie möchte nur aus Liebe heiraten.
Als Jane den angehenden Anwalt Tom Lefroy kennen lernt, kann sie ihn zuerst nicht leiden. Er kritisiert ihre schriftstellerischen Versuche und macht bei ihren Vorlesungen einen gelangweilten Eindruck. Dadurch zieht er sich den Zorn von Jane zu, macht sich aber gleichzeitig auch interessant. Es kommt wie es kommen muss, die beiden verlieben sich ineinander. Beide sind sie intelligent und wortgewandt und schenken sich verbal nichts. Leider ist Jane aber keine gute Partie, vor allem nicht für einen jungen Mann, der auf die Großzügigkeit von Verwandten angewiesen ist. Tom´s Familie ist arm, und er selber ist auf seinen reichen Onkel angewiesen, der seine Ausbildung finanziert. Er hält Jane für eine Mitgiftjägerin und verweigert die Zustimmung zu einer Heirat zwischen Jane und Tom.
Zuerst beugt sich Tom dem Verbot seines Onkels, und die beiden Liebenden trennen sich. Aber beide sind sehr unglücklich. Doch dann bittet Tom seine Jane mit ihm durchzubrennen. Als Jane aber erfährt, wie arm die Familie von Tom ist, und dass sie auf ihn angewiesen sind, verzichtet sie auf ihre große Liebe und trennt sich von ihm. In ihrem Unglück widmet sie sich ganz dem Schreiben ihrer Romane. Als die beiden sich viele Jahre später wieder treffen, anlässlich einer Lesung von Jane ´s Roman ist Jane noch immer unverheiratet. Tom Lefroy hat eine wohlhabende Frau geheiratet. Das er Jane nicht vergessen hat beweist er damit, dass er seine älteste Tochter nach ihr benannt hat.
Natürlich ist dieser Film keine detailgetreue Biografie des Lebens von Jane Austen. Aber so könnte es vielleicht gewesen sein. Der Film ist eine Spekulation, wie wohl das Liebesleben von Jane Austen gewesen sein könnte, und was sie zu ihren Romanen inspiriert haben könnte. Meiner Meinung nach stellt Anne Hathaway Jane Austen sehr gut dar. Sie ist lieblich schön, und wirkt trotzdem intelligent und schlagkräftig. Man bekommt den Eindruck, als ob dieser Film selber der Feder von Jane Austen entsprungen sein könnte. Mich erinnert Jane in diesem Film sehr an Elisabeth Bennet aus "Stolz und Vorurteil". Nur das es für Jane Austen leider keine Happy End gab.
Sehr gut gefallen haben mir auch die geistreichen Wortgefechte die sich Jane und Tom im Film liefern. Diesen brillanten Dialogwitz findet man in jedem Roman von Jane Austen. James McAvoy und Anne Hathaway sind ein sehr schönes Paar und passen prima zusammen. Man hofft im Laufe des Filmes natürlich auf ein glückliches Ende, auch wenn man schon im Voraus weiß, dass es keines gibt. Wer nahe am Wasser gebaut hat, so wie ich, sollte ein großes Taschenbuch parat haben. Am Ende des Filmes konnte ich das gut gebrauchen.
Wer noch mehr über diesen Film wissen möchte, vielleicht auch einen Vorfilm sehen möchte, dem kann ich die Seite http://video.movies.go.com/becomingjane empfehlen. Die Site ist zwar auf englisch, aber sehr schön gemacht.
Mein Fazit:
Der Film "Geliebte Jane" ist eine wunderschöne fiktive Verfilmung des Lebens von Jane Austen. Die Darsteller sind perfekt, die Musik ist wunderschön und passend, die Dialoge sind wortgewandt und teilweise auch sehr witzig. Dieser Film bietet nicht nur viel Wortwitz, er zeichnet auch ein interessantes Bild der englischen Gesellschaft im 18. Jahrhundert. Und weil er sich vor allem am Ende des Filmes an die bekannten Tatsachen hält, gibt es leider auch kein Happy End. Das hat mich aber nicht gestört, manchmal liebe ich es in Tränen zu schwimmen. Von mir eine hundertprozentige Weiterempfehlung und alle fünf Sterne. Wer auf Kostümfilme, geschliffene Dialoge, Liebe und Dramatik steht, dem kann ich diesen Film nur ans Herz legen.
Gruß von eurer BigManu weiterlesen schließen
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