Pro:
Zerhackt zuverlässig kleine Mengen Papier
Kontra:
Billige Verarbeitung
hochempfindlich
nicht für größere Mengen geeignet : - (
Empfehlung:
Nein
Erfahrungsbericht Genie 250 CD Aktenvernichter:
Einleitung:
Als meine Mutter im September 2009 starb, galt es, etlichen Papierkram aus ihrem Nachlass zu sichten bzw. zu vernichten. Doch einfach die Sachen wegzuwerfen, das ging nicht so einfach, waren doch zum Teil hochsensible, private Daten darauf, die nicht für fremde Augen bestimmt waren. Was also tun? Die Rettung entdeckte ich in Form des ''Genie 250 CD Aktenvernichter'', den ich bei Real in der Elektroabteilung entdeckte. Über meine Erfahrungen mit diesem "Teufelsgerät" möchte ich heute berichten.
Hier ein kurzes Inhaltsverzeichnis für all diejenigen, die sich nur für einzelne Abschnitte dieses Berichtes interessieren:
Inhaltsverzeichnis:
1. Das Produkt
2. Aussehen des Gerätes
3. Der Hersteller
4. Der Hersteller
5. Technische Daten
6. Eigene Erfahrungen
6.1. Und gab es denn Papierstau?
6.2. Und lief das Gerät nicht heiß?
6.3. Der Härtetest oder: Das Ende vom Lied
6.4. Und konnte ich denn CDs und Plastikkarten vernichten?
7. Kaufempfehlung und Fazit
1. Das Produkt
Es handelt sich um einen sog. „Aktenvernichter“: Dieses Gerät soll in der Lage sein, nicht nur bis zu 7 Seiten Papier zu vernichten, sondern auch CD’s und Plastikkarten.
Es gibt ihn in Silber und Schwarz. Ich selber besitze die schwarze Variante.
2. Aussehen des Gerätes
Yopi hat meinen Produktvorschlag angenommen und ein sehr schönes Produktbild eingestellt (siehe links oben). Ein paar Bilder aus der Praxis habe ich zur näheren Veranschaulichung auch noch beigefügt. Ihr findet sie am Fuße dieses Berichtes.
3. Der Hersteller
Es handelt sich um die Dieter Gerth GmbH, die ein seit 1991 international agierender Großhändler und Hersteller von Office- und Multimediaprodukten ist mit ca. 20 Mitarbeitern und deren Sitz in Wiesbaden, der Landeshauptstadt von Hessen (Deutschland), ist.
Kontaktdaten:
Dieter Gerth GmbH
Berta-Cramer-Ring 22
D-65205 Wiesbaden
Telefon: +49 (0) 6122 – 70 59 38
Telefax: +49 (0) 6122 – 70 59 52
E-Mail: [email protected]
Internet: www.gerth-gmbh.de und www.genie-online.de
Darüber hinaus gibt es auf beiden Homepages je ein Onlineformular, mit dem jeweils Kontakt zum Hersteller aufnehmen kann.
4. Technische Daten
Auch wenn es den meisten total langweilig bzw. überflüssig erscheinen mag: Da Yopi leider keine Produktdetails angegeben hat, liefere ich hier die wichtigsten im Detail nach:
7 Blatt Streifenschnitt, mit CD/DVD-Vernichtung
separater und herausnehmbarer Abfallbehälter für CDs auf Korbinnenseite
automatische Start-/Stoppfunktion
Clear-Funktion zum Reinigen des Schneidwerks
Hauptschalter: Auto, Aus, Rückwärts
Maße: ca. 29,7 x 18,3 x 33,9 cm
Gewicht: 2,7 kg
inkl. Papierkorb (ca. 13l)
Farbe: schwarz/silber
Sicherheitsstufe 1 nach DIN 32757
5. Verfügbarkeit und Preis
Ich habe mein Gerät vor etwas über 2 Jahren – genauer gesagt: im August 2007 – in der Elektroabteilung von Real in Düsseldorf-Bilk zum Preise von 17,99 Euro gekauft. Der Aktenvernichter war damals von 24,99 Euro auf diesen günstigen Preis herabgesetzt.
Mit der Verfügbarkeit sieht es hingegen eher mau aus: Bei Real gibt es dieses Gerät anscheinend nicht mehr. In zwei Online-Shops – bei weltbild.de und bei www.bueromarkt-ag.de - habe ich es für 19,99 Euro bzw. 23,79 Euro gefunden (Stand: 04.11.2009).
6. Eigene Erfahrungen:
Dieser Aktenvernichter ließ sich kinderleicht aufstellen und in Betrieb nehmen: Dazu brauchte ich lediglich den großen Auffangbehälter aus dem Karton nehmen, das Hauptgerät oben aufzusetzen, das Stromkabel in die Steckdose zu befördern, und schon konnte der ganze Spaß losgehen.
Doch wie drückte sich der Spaß denn nun genau aus?
Nun, ich brauchte lediglich ein Blatt Papier zu nehmen, es in den Schacht hineingleiten zu lassen und – schwups! – schon surrte der Motor und zog das Papier nach innen, bis es meinen Blicken entschwunden war.
Doch wo war es geblieben? Richtig: Im Auffangbehälter darunter! Hob ich den Deckel ab, sah ich darunter einen Haufen dünner Streifen, auf denen so gut wie nichts mehr erkennbar war. Prima! Das ließ sich dann doch schon einmal sehr gut an, und das Ganze dauerte übrigens nur wenige Sekunden.
Doch einmal ist keinmal – so dachte ich mir. Und so ließ ich dann auch mehrere Blätter auf einmal hineingleiten. Auch diese wurden hineingezogen und zerkleinert; allerdings hörte sich der Motor hier schon deutlich schwerfälliger an. Und das, obwohl ich nur fünf Blätter Normalpapier hineingesteckt hatte. Also, das Herstellerversprechen mit bis zu sieben Blättern – das konnte leider nicht eingehalten werden!
Auch bei der Vernichtung der Beileidskarten sah es nicht besser aus: Zwar konnte ich eine Karte hineinstecken, und diese wurde auch vernichtet. Aber auch hier ließ sich schon ein Ächzen des Motors vernehmen. Aber nun gut, für die „Massenvernichtung“ war dieses Gerät ja auch nicht gedacht.
Dem aufmerksamen Leser wird folgendes nicht entgangen sein, und er wird sich zu Recht fragen: „Wie kann das Gerät überhaupt laufen, wenn der doch gar keinen Schalter eingeschaltet hat?“
Richtig beobachtet! Aber: Ein Einschalten war überhaupt nicht nötig, denn dieser Aktenvernichter hat nur einen Schiebeschalter mit drei Funktionen:
Auto
Off
Rev
Von Hause aus ist das Gerät auf „Auto“ eingestellt, so dass es das Papier bzw. die Pappe selbständig einzieht, sobald man es in den Schacht schiebt. Nur bei längerer Nichtbenutzung sollte man den Schalter auf „Off“ schieben.
6. 1. Und gab es denn Papierstau?
Ja, auch den gab es zu meinem Leidwesen. Das erste Mal passierte es, als ich wieder einmal fünf Blätter Papier – allerdings leicht schräg – in den Schacht beförderte: Der Motor surrte, zog die Blätter bis etwa zur Hälfte ein, und ging dann aus. Die Blätter blieben stehen. Was also tun? Die Lösung fand in Form des Schalters, den ich nunmehr auf die Position „Rev“ schob: Das Ergebnis war, dass die Blätter dann in umgekehrter Richtung wieder nach oben heraus befördert wurden und ich diese dann entnehmen konnte. Zwar sahen sie am unteren Ende recht zerfranst aus, doch konnte ich den Schreddervorgang durch erneutes Einlegen – diesmal allerdings mit weniger Blättern – erneut starten.
6.2. Und lief das Gerät nicht heiß?
Nein, das konnte nicht passieren. Lief es mehr als zwei Minuten im Dauerbetrieb – was etliche Blätter waren – kam eine Sicherheitsschaltung in Gang, was hieß: Der Motor ging aus, sobald eine bestimmte Temperatur erreicht war. Man musste dann etwas warten – in meinem Fall eine gute halbe Stunde – bis das Gerät erneut betriebsbereit war.
6.3. Der Härtetest oder: Das Ende vom Lied
Dass dieser Aktenvernichter nicht unendlich lange lief, musste ich im Oktober 2009 leidvoll erfahren: Wieder einmal sollten zahlreiche Blätter vernichtet werden. Weil es mir aber nicht schnell genug ging, wurde immer öfters mehrer Blätter auf einmal in den Aktenvernichter befördert. Doch irgendwann war es dann zuviel: Nichts ging mehr; ein paar Blätter steckten regelrecht fest! Ich konnte sie mühevoll mit einem Kamm herausfummeln; anders kam nicht da leider nicht heran.
Was dann passierte, war weniger schön: Zwar lief das Gerät nach einer kurzen Pause wieder an, aber: Kein einziges Blatt wurde mehr eingezogen!
Da die zweijährige Garantie inzwischen abgelaufen war, nahm ich einen Schraubenzieher zur Hand und nahm das Ding einfach auseinander. Was ich dann sah, war allerdings wenig erbaulich: Der Mechanismus bestand aus zahlreichen, dünnen Zahnrädchen aus Metall, die das Ein- und Ausziehen des Papiers erst ermöglichten. Einige dieser etwa 15 Rädchen waren leicht verbogen, was die Ursache des Nicht-Mehr-Funktionierens war. Man hätte die Rädchen zwar wieder hinbiegen können, aber: Nachdem ich das ein paar Mal versucht hatte und das Gerät danach wieder in Gang setzte – es kam kein Transport der Blätter mehr zustande! Das Ding war also kaputt.
6.4. Und konnte ich denn CDs und Plastikkarten vernichten?
Dazu muss ich leider sagen: Nein! Denn ich hatte es zuvor noch gar nicht versucht. Nun aber dachte ich in meiner jugendlichen Einfalt: „Na ja, wenn der Papiertransport nicht mehr geht, könnte es doch wenigstens bei den CDs noch funktionieren.“
Aber da hatte ich falsch gedacht, denn: Als ich den Schalter auf „Rev“ schob und eine CD hineinschob, blieb auch hier der Einzug derselben leider aus. Woran lag das? Nun: Beide Mechanismen – obwohl die Fächer räumlich auseinander lagen – hingen unmittelbar zusammen. Soll heißen: Funktionierte das eine nicht mehr, konnte das andere automatisch auch nicht mehr funktionieren. Traurig, aber leider wahr.
Was sagte mir das alles? Hier handelte es sich um absolutes Billigmaterial. Die Rädchen wären – eben weil sie so dünn waren – nach einer gewissen Zeit der Benutzung irgendwann automatisch durch den Verschleiß verbogen worden. Das Gerät war also schon von Anfang nicht für eine lange Lebensdauer geeignet gewesen.
7. Kaufempfehlung und Fazit
Kurz zusammengefasst lässt sich festhalten: Für einfache Dinge im Privathaushalt wie das Vernichten von Papierblättern in einer geringen Anzahl ist dieser Aktenvernichter geeignet. Dafür gebe ich schon einmal einen Stern. Auch die Idee mit der Kombination von Papier, Plastikkarten und CDs finde ich auch nicht schlecht, wofür ich dann noch einen zweiten Stern vergebe. Danach hört es aber leider schon auf: Erstens können hier keine sieben Blätter – wie vom Hersteller angegeben – eingelegt werden, sondern maximal fünf. Zweitens stößt dieser Aktenvernichter bei dickeren Materialien aus Pappe – hier: Beileidskarten – schnell an seine natürlichen Grenzen. Und drittens ist hier billigste Mechanik verbaut, was sich in einer recht hohen Empfindlichkeit bei Verschluss und einer sehr kurzen Lebensdauer ausdrückt.
Letztendlich kann man sich den Kauf dieses Gerätes sparen, wenn man nur ein paar Blätter Papier zu Hause vernichten möchte. Da tut es die menschliche Muskelkraft per Hand auch.
Ich kann daher leider keine Kaufempfehlung aussprechen, und ich kann nur zwei von fünf Sternen vergeben.
In diesem Sinne einen lieben Gruß an alle Yopi-Mitglieder und an alle Gäste von draußen
Euer „oller Druide“ Miraculix1967:-) für Yopi, Ciao und dooyoo
Asterix für Preisvergleich
Düsseldorf, den 4. November 2009 weiterlesen schließen
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