Pro:
Online Modus, exzellente Grafik, Schadensmodell
Kontra:
Gamepad Konfiguration
Empfehlung:
Ja
Liebe Spielerinnen und Spieler,
heute betrete ich mal absolutes Neuland, ich werde über ein PC Spiel schreiben. Ich habe einige Games, aber einen Testbericht habe ich noch nie über ein Spiel verfasst.
Schreiben möchte ich über Race Driver Grid von Codemasters.
Wer ist Codemasters?
Codemasters ist Entwickler und Publisher von Videospielen mit Hauptsitz ist Warwickshire in Großbritannien. Einige der bekanntesten Titel von Codemasters sind die DTM Race Driver Serie und Colin McRae Rallye Spiele. Das neue Rennspiel Race Driver Grid ist weniger ein SIM Racer sondern mehr ein Arcade Rennspiel.
Preis
49,99 bei Saturn
Hardwareanforderungen
- Windows XP oder Vista
- Hauptprozessor mindestens 3 GHz, besser Core 2 Duo
- 1 GByte RAM
- 12,5 GByte Festplattenplatz
- GeForce 8800 oder Radeon X1950
- fürs online Spielen sollte es schon eine DSL Leitung sein.
Installation
Einfach die DVD ins DVD Laufwerk gelegt, beim Setup ein Festplatten Laufwerk auswählen und warten. Es dauert schon einen kleine Weile bis das Game installiert ist. Ganze 10 GB Speicherplatz belegt Race Driver Grid, also es sollte schon ausreichend Platz auf der Festplatte vorhanden sein.
Race Driver Grid Singleplayer Modus
Wer die DTM Race Driver Serie kennt, sollte sich nicht wundern. Es gibt bei Race Driver Grid keine Story, oder Hintergrundgeschichte. Im Karrieremodus geht es darum einen eigenen Rennstall zu gründen und diesen an die Weltspitze zu führen. Hat man die ersten Siege eingefahren und dadurch ein paar Rennlizenzen erworben, darf man sein eigenes Team gründen. Die eigenen Rennwagen können farblich individuell lackiert werden. Durch gute Platzierungen im Rennen verdient man Geld, das wiederum braucht man um neue Autos zu kaufen. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Teamkollegen einzustellen. Und ein Teamkollege, der vorne mitfährt, bringt auch Geld in die Kasse. Gute Rennergebnisse machen natürlich Sponsoren auf sich aufmerksam. Bringt man deren Sponsorenaufkleber an seinem Rennwagen an, gibt es je nach Platzierung wiederum viel Geld zu verdienen. Lustig ist der Boxenfunk, da meldet sich im Rennen der Teamkollege und entschuldigt sich, dass er auf dem letzten Platz liegt. Dann entlässt man besser den Versager und sucht sich einen besseren Fahrer. Es gibt ja schließlich noch 300 andere Fahrer, die Auswahl ist also ausreichend. Im Kariere Modus versucht man so mit seinem Team das Beste der Welt zu werden.
Ein paar Sätze zur KI, also den Computergegnern in den Rennen. Die verhalten sich sehr clever und fahren alle ihre eigenen Linien. Und das ist nicht immer die Ideallinie, sondern im Wettkampf wird auch mal aggressiv die Position verteidigt. Aber zum Glück macht die KI auch Fehler. Sie verbremsen sich, unterschätzen die Kurven und zerlegen Ihre Autos spektakulär.
Die Rennstrecken sind in 3 Regionen zuhause, in den USA, Europa und Japan. Dazu gibt es jede Menge verschiedene Wettbewerbe, wie Driftkurse, Stadtkurse, Grandprix Strecken oder Crashderbys.
Der Schwierigkeitsgrad ist für jedes Rennen einstellbar, von leicht bis Profi. Wenn man will können Fahrhilfen, wie ABS, Traktionskontrolle oder Lenkhilfen aktiviert werden.
der Online Modus
Die Online Rennen erreicht man über das Multiplayer Menü. Im online Modus können gleichzeitig 12 Teilnehmer an den Start gehen. In den Ranglisten-Spielen werden Punkte vergeben. Je besser das Rennergebnis, umso mehr Punkte erhält man. Dadurch steigt man in den Ranglisten von blutigem Anfänger bis hin zur Legende auf.
Im Multiplayer kann man eigene Rennen erstellen, an privaten Rennen teilnehmen oder die Ranglisten-Rennen fahren. Nach jedem abgeschlossenem Wettbewerb stimmen die verbliebenen Fahrer ab, wo die nächsten Rennen gefahren werden.
Grafik und Schadensmodell
Die Grafik ist die Beste, die ich je bei einem Rennspiel gesehen habe. Die Strecken sind sehr detailreich gestaltet. Vor allem die diversen Stadtkurse sehen super aus. Die Zuschauer sind Klasse animiert, jubeln und winken einem beim Rennen zu. Rast man an der Menge vorbei, sieht man Blitzlichter der Kameras aufleuchten. Kracht man in die Reifenstapel, zucken die Zuschauer regelrecht zurück. Kommt ein Fahrzeug vor einem von der Piste ab, kann man durch die Staubwolken kaum noch etwas sehen.
Die Wagenmodelle sind einfach schön anzusehen. Außer man baut einen Rennunfall. Dann schlägt das super Schadensmodell gnadenlos zu. Die Blechteile fliegen durch die Gegend, man verliert eine Tür oder die Motorhaube segelt spektakulär durch die Luft. Zudem wirkt sich jeder Schaden auf das Fahrverhalten des Autos aus. Wird die Lenkung beschädigt, kann man kaum noch gerade aus fahren. Fährt man in der Cockpitansicht, splittert nach einer Kollision die Scheibe. Die Sicht kann dadurch massiv behindert werden. Nach drei Runden sieht die Rennstrecke manchmal aus wie beim Schrotthändler, überall liegen die Autoteile auf der Strecke. Berührt man nur leicht die Leitplanken oder den Gegner, sind Beulen und Kratzer am Auto zu sehen.
Schade ist eigentlich nur, dass es keine Wettereffekte gibt. So ein bisschen Regenwetter wäre doch ein zusätzliches Spannungsmoment.
Steuerung
Die Steuerung ist nicht optimal für mich. Ich fahre die Rennen mit meinem Logitech Rumblepad. Selbst nachdem Codemasters den 2. Patch herausgebracht hatte, habe ich, je nachdem welche Autos ich fahre, Probleme beim Lenken.
Mein Gamepad wird im Setupmenü jetzt richtig erkannt und ich kann auch die Steuertasten nach meinen Vorlieben neu belegen. Aber der Lenkeinschlag in den Kurven ist bei den schnellen GT Klassen zu gering. Daher muss ich früher bremsen um die Kurve zu schaffen. Im Solo Modus ist das nicht weiter schlimm, aber im online Modus krachen einem die Gegner schon mal voll ins Heck. Bei den schnellen Rennklassen sind Lenkradfahrer deutlich im Vorteil.
Aber durch den Einsatz der Handbremse kann ich diesen Nachteil etwas ausgleichen.
Fazit
Mit Race Driver Grid hat Codemaster ein spektakuläres Rennspiel geschaffen. Ein Game mit Spielspass pur. Kein stundenlanges Setup basteln am Rennwagen, um die beste Abstimmung zur Strecke zu finden. Einfach einsteigen und Rennfeeling pur genießen. Es gibt spannende und packende Zweikämpfe mit der KI oder dem eigenen Teamgefährten im Singleplayer und noch mehr Spaß im Multiplayer. Hier sind die Driver, noch unberechenbarer als die Computergegner.
Die Strecken und Wettbewerbe sind sehr abwechslungsreich. Die Grafik ist einfach unglaublich gut und ein besseres Schadensmodell gibt es in keinem anderen Rennspiel. Der Sound der Motoren bei den unterschiedlichen Wagen ist rundum gelungen. Wer einfach nur Spaß an packenden Rennen haben will, ist mit Grid bestens bedient.
Gute Fahrt!
10.08.2008
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