Pro:
nette Story, unterhaltsam
Kontra:
nichts für das DVD-Regal zu Hause
Empfehlung:
Ja
Hallo Fans der Lichtspielhäuser,
welch ein Mann träumt nicht davon, einmal von zwei heißen Frauen gleichzeitig begehrt zu werden? Nur um dann in die Situation zu gelangen, sich für eine der beiden Schönheiten entscheiden zu müssen? Hoho, mir würden da schon ein paar Exemplare einfallen...
===„Offenbar ist dieses Thema gar nicht so selten...“===
Selbstverständlich würden wir Dreibeiner es im Leben nie zugeben, dass diese Thematik für uns ein sehr heikles Thema wäre. Geschweige denn, dass die liebe Damenwelt dieser Aussage kaum ein Hauch an Glaubwürdigkeit schenken würden. Muss sie auch nicht, denn ausnahmsweise dürfen wir Männer uns diesbezüglich zurücklehnen, genießen, vielleicht sogar ein wenig lernen. Dank Hollywood und der Filmschmiede Universal wird das weibliche Geschlecht in eine Rolle gesteckt, die im eigentlichen Fall irgendwie ja unsereins zusteht.
Aber mal im Ernst, liebe Damen. So stellt euch doch wirklich einfach einmal vor, ihr kämet in die oben genannte Situation. Seit zehn Jahren solo, kein Mann hegte bisher nur andeutungsvolle Anzeichen an internem Begehren. Bis gleich zwei männliche Wesen um eure Gunst buhlen? Und dies gleichzeitig! Würde man sich darauf einlassen? Oder lieber nicht? Wie wäre dann die eigene, letztendliche Entscheidung?
Offenbar ist dieses Thema gar nicht so selten. Regisseurin Nancy Meyers, Kreateurin von Lovestorys wir „Was Frauen wollen“, „Was das Herz begehrt“ oder „Liebe braucht keine Ferien“, hat sich dieser Problematik angenommen, gleich einen Film daraus kreiert und ihn im Original „Its complicated“ genannt; während die deutschen Filmtitelgeber den Streifen in „Wenn Liebe so einfach wäre“ umbenannten. Dazu kommt noch der altbewährte musikalische Beitrag von Hans Zimmer („Tage des Donners“, „Thelma & Louise“, „Mission Impossible“) und das schauspielerisches Können von netten Stars wie Meryl Streep („Die Teuflin“, „Der Tod steht ihr gut“, „Der Teufel trägt Prada“), Steve Martin („Geschenk des Himmels“, „Im Dutzend billiger“, „Vater der Braut“) und Alec Baldwin („Mercury Puzzle“, „Nutting Hill“, „Aviator“). Kann da noch etwas schief gehen? Eigentlich ja nicht, oder?
Und die Story? Diese ist eigentlich schnell erzählt.
Im Grunde genommen kann die Mitfünfzigerin Jane (gespielt von Meryl Streep) mit ihrem derzeitigen Leben zufrieden sein. Ihre Bäckerei läuft sehr gut, die drei Kinder sind erwachsen und aus dem Haus und die Planung für den Anbau am Haus steht vor der Vollendung. Wäre da nicht die Einsamkeit in Sachen Liebe. Immer wieder trifft sie auf ihren Ex-Mann Jake (Alec Baldwin), der sich vor zehn Jahren von Jane wegen eines wesentlich jüngeren Models getrennt und sie geehelicht hat. Zwar ist sie darüber hinweg, kann dennoch nicht verarbeiten, dass sie es ist, die abserviert wurde. Irgendwie findet sie niemanden, mit dem sie sich liieren könnte. Zwar ist sie nicht mehr die Jüngste, dafür ist sie aber immer gut drauf und für jeden Spaß zu haben. Ach, wie sehr sehnt sie sich nach etwas mehr Zuneigung vom anderen Geschlecht.
Der jüngste Sprössling der beiden ist Luke. Auf dessen Proklamation im College sind beide Elternteile eingeladen. Jane sowie Jake nehmen ein Zimmer in einem und demselben Hotel. Beide treffen sich an der Bar. Wie es der Zufall so will, fließt recht viel Alkohol und man landet im zusammen im Bett. Während Jane in absolute Gewissensphrasen fällt, möchte Jake eine Affäre mit seine Ex-Frau beginnen. Auch wenn diese kuriose Idee für sie nicht richtig erscheint, lässt sich Jane auf die Affäre mit Jake ein. Zu schön ist die neu gewonnene Zuneigung von ihm. Und Jake hat es aber auch drauf sie zu bezirzen. Mit charmanten Sprüchen, alten Erinnerungen und wunderbarem Sex steuert er in ihr Gewissen und manipuliert es ein wenig zu seinen Gunsten. Während Jane das Gegenteil hofft, nutzt Jake dies sogar ein wenig aus, dass die Kinder ihr Geplänkel nicht mitbekommen.
Alles hätte so schön sei können, wäre da nicht Adam (Steve Martin), der als Architekt für den Anbau zuständig ist und ebenfalls ein Äugelein auf Jane geworfen hätte. Im Gegensatz zu Jake ist Adam schüchtern und muss sich Stück für Stück an sie heran tasten. Auf einer Party kommen sich Jane und Adame endlich näher, eine Romanze beginnt. Adam hat es geschafft. Doch auch ihm kommen einige Zweifel. Zu sehr fällt ihm der Zusammenhalt zwischen Jane und ihrem Ex-Mann auf. Die Situation „eskaliert“, als Jake merkt, dass Adam tatsächlich mehr bei Jane punktet als erwartet und sogar die Kids von der Affäre erfahren. Was bleibt Jane nun anderes übrig, als eine Entscheidung zu treffen? Jake, der die fünfköpfige Familie wieder vervollständigen würde oder der mittlerweile gekränkte Adam, der wirklich ihr Herz erobert hat?
=== „Fazit“ ===cht in die Breite gegangene und silberhaarige Alec Baldwin lässt den gewohnten männlichen Charme spielen. Lediglich Steve Martin wird meiner Ansicht nach eine Rolle zugeschrieben, die ihn ein wenig zu überfordern scheint. E
„Wenn Liebe so einfach wäre“ ist eine nette Mischung aus Komödie und gut gemeinter Lovestory, die sich allerdings am Stil der Vorgänger wie „Was Frauen wollen“ oder „Was das Herz begehrt“ anlehnen. Feinsinnig bringt Regisseurin Nancy Meyers die mittlerweile in die Jahre gekommenen Schauspieler Meryl Streep, Steve Martin und Weiberschwarm Alec Baldwin und deren Erfahrung in den Film ein.
Meryl Streep mimt ihre Rolle als ewig positiv denkende Erfolgsfrau und Familienmensch sehr überzeugend, klassisch. Auch der rer wirkt teilweise langweilig, übertrieben schüchtern. Man kennt ihn als sympathischen Komiker, der in Familienfilmen sein Können einbringt. Ich möchte damit nicht sagen, dass seine Rolle als Adam falsch angelegt wurde, aber er wirkt etwas angespannt.
Natürlich wurde ich wieder einmal in diesen Streifen gezwungen. Keine Frage. Doch als Gentleman hat man seine Opfer zu erbringen. Eines dieser Opfer ist der zähflüssige Start des Films, der ein Offenhalten meiner Augen schwer erscheinen ließ. Auch die dunkle, warme Atmosphäre des Kinos tat ihr Ihriges dazu.
Sicherlich braucht jede Geschichte ihren Anfang und die damit verbundene Einführung. Doch wieso eine so Ewige? Heilige Familie; ewig lächelnde Erfolgsfrau; böser, böser Ex-Mann mit verfluchten Schönheit an seiner Seite. Ich langweilte mich fast! Doch nach und nach gewinnt der Streifen an Tempo und Stil dazu. Waren es bisher nur Schmunzler kommen nun sogar die ersten Lacher hinzu. Nun ist der Zuschauer in die doch recht nachvollziehbare Story involviert und eingearbeitet.
Doch dabei bleibt es auch. Es wird nicht spannender oder großartiger. Die Geschichte ist und bleibt vorhersehbar, was allerdings kein Drama bildet. Auch wenn es bei mir sowieso eine Seltenheit darstellt, bleiben die berühmten Schmetterlinge im Bauch vollkommen aus. Meiner Hoffnung nebenher wenigstens ein paar schöne Augenweiden im Film entdecken zu können, auf die man sich bei zu großer Langeweile freuen kann, wird nicht entsprochen. Sind die Kids zu jung, kommen Janes Klatschbasen passenderweise ins Fast-Rentenalter. ;-(
„Wenn Liebe so einfach wäre“ ist leichte Kost für einen netten Abend zu zweit. Schmunzeln ja, ab und zu ein Lacher, das war´s. Angehende feuchtfröhliche Weiberabende, die neben frischem Popcorn viel Herzschmerz und unendliche lauter, übertriebener Lacher erfordern, werden mit dem Film wohl nicht wirklich glücklich. Er wird kein künftiger Klassiker werden, den man später im CD-Regal parkt und sich viel, viel später sogar als amüsantes Must-Have im TV entwickelt; zum einmaligen Ansehen lohnt das gute Stück aber definitiv.
Und so bringt es der Streifen auf freundliche vier Sternchen. Das Eintrittsgeld im Kino lohnt sich. Wer lieber die günstigere Homie-Version in Form von einer DVD bevorzugt, sollte sich diese besser leihen, da sich ein Kauf nicht wirklich rentiert. Zu selten würde man diese Komödie anschauen. Fans von Streep, Baldwin oder Martin kommen bestimmt auf ihre Kosten. Hier dürfte der Kauf zur absoluten Pflichtlektüre werden.
Somit ist auch diese mir ach so aufgezwungene Lovestory in Komödienform überstanden. Glücklicherweise bin ich nicht eingeschlafen oder vor Langeweile gestorben. Manches Mal gibt es doch noch kleine Lichtblicke in der hollywoodschen Traumwelt...
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