Blitzkrieg (PC Strategiespiel) Testberichte
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Pro & Kontra
Vorteile
- Hoher Detailgrad Historisch korrekte Einheiten
- Eben die Historie.
- Historische Kampagne, realistisch
- Hoher Spielspass, gute Grafik, langer Spielspass, Historisch genau
- Viele Details, viele Einheiten, tolle Grafik, gutes Gameplay
Nachteile / Kritik
- fades Leveldesign
- Manchmal etwas blutig.
- Ki und eigene Einheiten verhalten sich manchmal nicht sehr klug
- Der Taktik sind manchmal Grenzen, wenn man Missionen anders lösen will
- Ohne Patches geht nichts, manche Punkte nerven, Details in der Beschreibung
Tests und Erfahrungsberichte
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Auf das es sich niemals wiederholt
27.01.2006, 14:06 Uhr von
Wegeno
Das Seuchenjahr 2007 ist nun vorbei und es kann nur wieder bergaufgehen. Werde sicherlich wieder ...4Pro:
Historische Kampagne, realistisch
Kontra:
Ki und eigene Einheiten verhalten sich manchmal nicht sehr klug
Empfehlung:
Ja
Einleitung:
Winterzeit gleich Spielzeit und so ist es auch gekommen. Da der Winter Einzug in Deutschland gehalten hat, habe ich mir wieder einmal vorgenommen, ein paar Stunden - oder auch mehr, zum Leidwesen meiner Frau - vor dem PC zu sitzen und etwas zu zocken. Damit mir dies aber auch gelingt, bin ich vorher in eine Buchhandlung gelaufen und habe dort ein paar Bücher erstanden. Jeder hat sicherlich sein besonderen Favoriten bei den PC-Spielen, bei mir sind es die Strategiespiele ( egal ob rundenbasiert oder in Echtzeit ) und Managerspiele. So bin ich in einem Auktionshaus im Internet
auf die schon bereits im Jahre 2003 erschienen PC – Spiele der Blitzkrieg-Serie aufmerksam geworden. Sogleich machte ich mich an die Arbeit und ersteigerte das Grundspiel Blitzkrieg. In der Zwischenzeit sind noch folgende ADD-On`s dazu gekommen: Burning Horizon / Rolling Thunder / Total Challenge / Total Challenge 2 / Total Challenge 3 / Total Challenge 4 / Total Challenge 5 / Total Challenge MP / Misson Kursk / Mission Barbarossa / Green Devils. Sicherlich werden sich manche fragen, wieso ich erst jetzt meine Erfahrungen zu Papier bringe, aber wie ich schon oben angemerkt habe, habe ich es erst in den letzten Monaten erworben. Außerdem es ist ja bekanntlich nie zu spät.
Hier möchte ich nun über das von der Firma CDV entwickelte Spiel “ Blitzkrieg “ berichten. Sicherlich ist es nicht schlecht, wenn ich auf Grund des umfassenden Berichts, diesen in Abschnitte einteile.
In folgende Abschnitte habe ich den Bericht unterteilt:
01. Leitfaden
02. Mindes-Systemvoraussetzungen
03. Voreinstellungen
04. Unterschiede zu anderen Strategiespielen
05. Die Einheiten / Informationen / Steuerung
06. Hilfe für den Anfänger
07. Start und weiterer Verlauf einer Kampagne
08. Szenarien mit Haupt- und Nebenschlachten
09. Ablauf einer Schlacht
10. Ein paar kleine Nachteile
11. Mein persönliches Fazit
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01. Leitfaden:
Wieder einmal wurde der 2. Weltkrieg als Hintergrund ausgewählt. Viele haben sich diesem Thema
angenommen, mit kleinem oder großen Erfolg. Aber meiner persönlichen Meinung nach, ist dies CDV recht gut gelungen, ohne die übliche, glorifizierte Sichtweise in den Vordergrund zu stellen. Viele der Szenarien haben einen historischen Hintergrund. Im Kampagnenmodus werden die einzelnen Schlachten dann mit Datum, eigenen eingesetzten Einheiten, gegnerische Einheiten, sowie bedeutende Einsatzziele und warum diese eventuell so wichtig waren, beschrieben. Bei den Bonusmissionen handelt es sich sehr oft um selbsterfundene Nebenschauplätze, welche ich als kleine Beigaben bezeichne.
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02. Mindes-Systemvoraussetzungen:
Minimum:MS-Windows 98/2000/ME/XP, Direct X8.1 oder höher, Internet Explorer 5.0 oder höher, 64 MB RAM, Pentium II 366 MHz, Direct Sound compatible Soundcard, 4-fach CD-Rom, 2,4 GB Festplatte, DirectX8.1-kompatible Grafikkarte mit 8 MB
Empfohlnes System: MS-Windows 98/2000/ME/XP, Direct X8.1 oder höher, Internet Explorer 5.0 oder höher, 128 MB RAM, Pentium III 800 MHz, Direct Sound compatible Soundcard, 16-fach CD-Rom, 2.400 MB freier Speicher, DirectX8.1-kompatible, T&L-fähige Grafikkarte mit 32 MB.
Auf Grund dieser, doch recht minimalen Voraussetzungen, sollte das Spiel auf fast allen aktuellen Rechnern ohne Probleme laufen.
Sicherlich haben heute die neuen Genrevertreter, wie Codename Panzers Phase two oder andere Titel im grafischen Bereich längst das Sagen übernommen, aber zur Verteidigung muss ich hier anführen, dass die Panzermodelle als echte 3 D Modelle daher kommen, aber die Infanterie und die Schlachtfeld allerdings nur als flache Bitmaps, was aber doch seinen gewissen Reiz hat, dass dadurch die Landschaften sehr detailliert aussehen. Auch sind die Schadensmodelle recht gut gelungen.
Die einzelne Panzermodelle sind so getreu nachempfunden, sodass einem der Typen-Unterschied zwischen den einzelnen Panzer III, Panzer E, Panzer G, Tiger oder Panther doch recht deutlich auffällt.
Auch das Wetter, mit all seinen Vor- und Nachteilen spielt eine große Rolle. Bei Regen gibt es z.b. keine Luftunterstützung. Weiterhin hinterlassen alle Einheiten auch Reifen-, Fuß-, oder Kettenspuren in dem jeweiligen Gelände. Flugzeuge ziehen, wenn sie abgeschossen werden, eine Rauchfahne hinter sich her. Häuser brennen oder fallen in sich zusammen. Der Gesamteindruck ( die Einheiten, das Szenario, die Häuser ) alles ist jedenfalls sehr realistisch gestaltet.
Leider wird man nach heutigem, technischen Stand vergeblich nach grafische Super Mega Effekte suchen, wobei aber einzelne Effekte, wie den aufspritzenden Dreck beim Einschlag einer Artilleriegranate oder die Fahrspuren der Panzer im Sand, sich recht nett anschauen lassen.
Die Musik, na ja, man kann sie akzeptieren, haut einem nicht mehr so recht vom Hocker. In den Missionsbildschirmen und in den einzelnen Schlachten hat jede Partei, es kommt natürlich darauf an auf welcher Seite man in den Feldzug zieht, seine eigenen Musikstücke. Zu Gassenhauern oder Evergreens werden sie sich sicherlich nicht mausern. Die meiste Zeit spielt sie im Hintergrund so vor sich hin und wird erst bei Feindkontakt etwas hektischer.
Die Soundeffekte, klingen teilweise ( bei Maschinengewehren ) etwas dünn und könnten aus diesem Grund manchmal etwas mehr Volumen vertragen, aber heute kann man dieses nicht mehr ändern. Häufig wird dieses Manko aber wieder durch die zum Teil witzigen Spracheinlagen aufgeheitert und ausgeglichen. Hier muss aber auch erwähnt werden, dass russische Einheiten in russisch sprechen und die Alliierten Einheiten in englisch fluchen oder den Befehlen gehorchen.
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03. Voreinstellungen:
Bevor man eine Kampagne oder einer der Zusatzmissionen startet kann der Spieler einige Voreinstellungen unter “ Optionen “ vornehmen.
a.) Schwierigkeitsgrad von: 1 = leicht, 2 = normal, 3 = schwer, 4 = Selbstmord
b.) Einstellungen: Schwierigkeitsgrad und Mausgeschwindigkeit
c.) Soundeinstellungen: Lautstärke und SFX-Lautstärke
d.) Videoeinstellungen: Auflösung, Textqualität, Blut, Marschziel-Markerungen
e.) Grafikeinstellungen: High End Optimierung, Helligkeit, Kontrast, Gamma, Qualität der Effekte, Minimale Bildrate
f.) Multiplayer: Einstellungen für das Multiplayerspiel
Nach diesen Voreinstellungen hat man die Möglichkeit aus drei verschiedenen Kampagnen
( deutsche, russische oder die der westlichen Alliierten ) mit zusammen über 80 Szenarien oder
einigen Einzelmissionen, auszuwählen. Sicherlich kann man am Ende einer Kampagne, egal welche Seite man wählt, als Sieger hervorgehen, aber man kann nicht den Lauf der Geschichte wenden. Das einzige Ziel nach all den Schlachten ist es, als hochdekorierter General in den wohlverdienten Ruhestand gehen zu können.
In jeder Kampagne kann man bis zu 6 Orden bis hinzu zur höchsten Stufe erhalten und bis in den Rang eines Generals aufsteigen. Dies hängt aber von folgenden Faktoren ab: Taktik – Logistik – Sicherheit – Training – Kriegkunst und Pflichtbewusstsein. Alle diese Werte werden in Prozente angegeben.
Sollte man sich für eine Kampagne entscheiden, wird zur Einführung ein kleiner Videofilm, der wie die damalige Wochenschau aufgemacht ist, mit Originalausschnitten der deutschen Wehrmacht ( bitte keine Wertung vornehmen ) gezeigt, welcher am Ende in eine gezeichnete, bewegliche Animation übergeht.
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04. Unterschiede zu anderen Strategiespielen:
Blitzkrieg, ein Echtzeit-Strategiespiel mit einem kleinen, feinen Unterschied zu anderen Games dieses Genres. Muss bei vielen Echtzeit-Strategiespielen erst eine Basis aufgebaut, die eigene Verteidigung hergestellt, Einheiten erforscht und gebaut werden, dann den Gegner suchen und vernichten und dies alles mit ein paar Anfangseinheiten, welche im Laufe des Spieles regelrecht zu einer Riesenarmee anwachsen erhält der “ Freizeit-General “ hier nur eine kleine Anzahl von sogenannten “ Kerneinheiten “, mit denen er recht vorsichtig umgehen sollte, da sie im Laufe einer Kampagne nicht mehr ersetzt werden können. Kerneinheiten welche an Schlachten entscheiden teilnehmen, werden automatisch befördert und daher lohnt es sich immer, seine eigenen Verbände jeweils rechtzeitig aus einem Gefecht zur Reparatur zurück zuziehen. Zu diesen Kerneinheiten erhält der Spieler bei jeder neuen Mission eine Anzahl von sogenannten “ Hilfstruppen “.
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05. Die Einheiten / Informationen / Steuerung:
Blitzkrieg beinhaltet über 200 detailgetreue dargestellte Fahrzeuge mit doch sehr realistischen Waffen- und Panzerungsdaten.
Infanterie:
Meine persönlich Meinung ist, dass in diesem Spiel die Infanterie ein fast untergeordnete Rolle spielt, obwohl, wenn sie sich in Schützengräben oder Häuser verschanzt hat, sie jedem Feind schwere Verluste beibringen kann. Des Weiteren können sie auch als Bedienungsmannschaft für Geschütze, Mörser oder MG´s benutzt werden, aber auf offenem Feld sind sie leichte Beute für Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge mit Waffen.
Eine besondere Art der Infanterie ist der Späher. Ausgerüstet mit einem Gewehr und Fernglas
können sie die feindlichen Stellungen auskundschaften und über weite Entfernung hinweg den gegnerischen Infanteristen ausschalten ohne selbst erkannt zu werden. Dafür müssen sie sich aber im Kriechmodus befinden. Auch leichte Fahrzeuge, wie LKW`s oder PKW`s oder Bedienungen von Geschützen können mit ihnen beseitigt werden. Den Einsatz mit dem Gewehr sollte man aber nicht übertreiben, da sonst die Gefahr der Entdeckung sehr groß ist. Späher sind gegen Panzer sehr chancenlos.
Artillerie:
Blitzkrieg kann mit verschiedenen Arten von Artillerie aufwarten. Je nach Entwicklungsstand fängt es mit der leichten, aber auch mit einer geringen Reichweite ausgestatteten Kanonen an und wird dann bis zur schweren, weitreichenden Artillerie aufgestockt. Um eine Mission erfolgreich zu beenden, sollte man die Artillerie taktisch klug einsetzen um die gegnerischen Kanonen auszuschalten, da am Anfang einer jeden Schlacht immer wieder Artillerieduelle ausgetragen werden. Nachdem die gegnerischen Kanonen ausgeschaltet sind, kann man die eigenen Geschütze gut zum gezielten Sperrfeuereinsatz auf die erkannten feindlichen Stellungen einsetzen. Die Artillerie verschießt nicht nur panzerbrechende Munition, sonder auch Nebelgranaten die wiederum die eigenen Angriffwelle vor der Sicht des Gegners schütz. Weiterhin gehören auch leichte, mittlere und schwere Panzer-Abwehr-Kanonen zur Ausrüstung. Ebenso werden auch Mörser eingesetzt. Schwere Geschütze benötigen für die Verlegung eine Zugmaschine ( unter Sonderfahrzeuge beschrieben ). Leichte Geschütze können aber auch im Mannschaftszug über kurze Strecken verlegt werden. Auch hier gilt, das die Kerneinheiten einem besonderen Schutz bedürfen.
Panzer:
Panzer besitzen eine besondere Aura und sobald diese Ungetüme aus vielen Tonnen von Stahl ihren Einsatzbefehl bekommen haben, kann sich ihnen fast nichts mehr in den Weg stellen. Wenn sie in größeren Verbänden taktisch klug eingesetzt werden, können sie gegnerische Verteidigung schnell und sehr effektiv auseinander nehmen. Trotzdem sollte man es tunlichst vermeiden, diese bei einem Frontaleinsatz ein zusetzen, da nun einmal der größte Feind der Panzer noch immer die PAK (Panzer-Abwehr-Kanonen) in gut ausgebauten Stellungen ist. Hinter einem vollbesetzten Schützengraben stehende und eingegrabene PAK`s können deshalb diesen Verbänden bittere und überflüssige Verluste beifügen. Auch in Bereitschaft stehende gegnerische Panzer tragen ebenfalls dann dazu bei, den eigenen Einheiten weitere schwere Verluste beizufügen. Bei all diesen Überlegungen sollte man seine eigenen Kerneinheiten nie außer Acht lassen, da diese bei Verlust nicht ersetzt werden.
Luftwaffe:
Leider steht die Luftwaffe nicht immer zur Verfügung, sondern kann nur in bestimmten Zeitabständen angefordert und eingesetzt werden. Aus diesem Grund sollte im Voraus richtig eingeplant werden, wie und wann und welche Art von Luftunterstützung angefordert werden soll.
Es gibt fünf verschiedene Arten der Luftunterstützung:
a. Aufklärer gehören zu den unbewaffneten Flugzeugen und erkunden aus der Luft die Position und Stärke des Feindes. Doch sollte man sich vor den gegnerischen FLAK ( Flug-Abwehr-Kanonen ) und Jägern hüten, da sie für diese zur leichten Beute werden.
b. Jagdflugzeuge, oder auch Jäger genannt können den Luftraum beherrschen und somit feindliche Flugzeuge abschießen. Gefahr droht hier wiederum durch die FLAK. Auch können gegnerische Jagdflugzeuge die eigenen in Luftduelle verwickeln und vernichten.
c. Schwere Bomber können mit ihren Bomben einen höllischen Bombenteppich legen und damit einen Grossteil einer bestimmten Landschaft in eine wahre Kraterlandschaft verwandeln. Doch müssen sie sich wiederum vor der FLAK und vor Jägern hüten, da sie für diese beiden eine leichte Beute darstellen.
d. Bodenunterstützende Flugzeuge gehen in einem direkten, gezielten Sturzflug über und bekämpfen somit feindlichen Einheiten. Auch sie müssen sich vor Jägern und der FLAK vorsehen.
e. Transporten können über feindliche Gebiet Fallschirmjäger oder auch Späher wenn vorhanden, absetzen. Für einen Überraschungsangriff eignen sich die Fallschirmjäger allemal, aber gegen schwere Einheiten haben sie keine Überlebenschancen. Wie alle nicht verteidigungsfähigen Flugzeuge sollten sie sich ebenfall vor den Jägern und der FLAK in Acht nehmen.
Sondereinheiten:
Zu den Sondereinheiten zählen die Reparaturfahrzeuge, Zugmaschinen, Truppentransporter und Munitionslaster. Alle diese Fahrzeuge sind irgendwie für den Ausgang einer Schlacht von entscheidender Wichtigkeit.
Reparaturfahrzeuge sind mit Pionieren ausgestattet, welche beschädigte Panzer oder andere Fahrzeuge reparieren können. Außerdem werden sie zum Bau von Schützengräben, verlegen von Stacheldrahthindernissen, das Auslegen und räumen von Panzer- und Tretminen eingesetzt.
Zugmaschinen werden benötigt, um die eigenen Geschütze transportieren zu können, da die schweren Kanonen sich nicht selber fortbewegen können. Des Weiteren können sie auch zur Versorgung dieser verwendet werden. Bei einem dauerhaften Einsatz der eigenen Artillerie sollte jeder Kanone ein eigener Wagen zugeordnet werden, sonst leidet diese sehr schnell an Munitionsmangel. Leichte Geschütze können aber auch im Mannschaftszug über kurze Strecken verlegt werden. Aber es sollte auch an die Aufmunitionierung der Panzer geachtet werden.
Truppentransporter können zum Verlegen vom Infanteristen, aber auch zum Munitionstransport genutzt werden.
Munitionslaster muss ich wohl nicht erklären, sie dienen nur zu einem Zweck. Richtig!!!!
Beim markieren der einzelnen Einheiten werden am unteren Rand folgende Informationen angezeigt:
a. Hitpoints der Einheit
b. Ist- und Sollzustand der primären Munition
c. Ist- und Sollzustand der sekundären Munition
d. Erfahrung der Einheit relativ zum nächsten Rang
e. Rang und Name des Einheitenbefehlshaber
f. Frontpanzerung
g. seitliche Panzerung
h. Heckpanzerung
i. Panzerung Oberseite
j. Schadensanzeige, wenn Ziel getroffen
k. Durchschlagskraft: folgende Panzerung des Ziels kann durchschlagen werden
Selbst die Beschaffenheit des Geländes kann jede einzelne Einheit positiv oder negativ beeinflussen.
Stellt man seine eigene Artillerie auf einen Hügel hat sie eine größere Reichweite, als wenn sie in einem Tal stehen würde. Infanterie kann sich in Wäldern in einen Hinterhalt legen und dann erst das Feuer eröffnen, wenn sich feindliche Truppen in der Nähe befinden.
Natürlich gewinnen alle Kerneinheiten im Laufe der Gefechte immer mehr an Erfahrung und werden aus diesem Grund auch befördert.
Die Steuerung erfolgt mit der Mouse und geht dadurch flott von der Hand. Die Einheiten reagieren sehr gezielt auf den gegebenen Befehl. Trotzdem kann es vorkommen, dass mehrere gleichzeitig markierte Einheiten sich zum Zielpunkt unterschiedliche Wege aussuchen, was natürlich daran liegen kann, dass jede einzelne Einheit einen anderen Blickpunkt hat. Dies kann nur dann ärgerlich sein, wenn der eine Weg feindfrei ist und der andere Weg nur so von Feindkräften trotzt.
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06. Hilfe für den Anfänger:
In einer sehr gut gemachten Tutorial-Mission, können Anfänger folgende Grundfunktionen spielerisch erlernen:
a.) taktische Einstellungen bei Soldaten
b.) das Ein- und Aussteigen in/aus Fahrzeuge
c.) fahren eines Panzers, im Verband sowie alleine auf einer Straße oder im Gelände
d.) was und wie kann ich mit einem Reparaturfahrzeug Schützengräben ausheben, Stacheldrahtzaun verlegen, Minen verlegen oder räumen und andere Fahrzeuge reparieren
e.) der Artillerie einen bestimmten Sektor als Sperrfeuer zuweisen oder gezieltes Feuer auf einen bestimmten Punkt lenken
f.) Luftunterstützung jeglicher Art anfordern ( Aufklärer, Jäger, Bomber, Bodenunterstützungsflugzeug oder Transportflugzeuge )
g.) Späher effektiv einsetzten
h.) bei einem Gegenangriff richtige und rechtzeitige Maßnahmen ergreifen
Jedenfalls finde ich persönlich die Einführungsmissionen recht gut gelungen, sodass der zukünftige General im Ernstfall nicht die Nerven verliert.
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07. Start und weitere Verlauf einer Kampagne:
Nachdem der Spieler ein Kampagne ausgewählt hat, erschein zuerst der schon oben erwähnte kleine Videofilm. Im nächsten Bild wird auf der rechten Seite eine vergrößerte Karte des jeweiligen Einsatzgebietes angezeigt. Auf der rechten Seite sieht man gleichzeitig einen Textkasten, indem es einige historische Hintergrundinformationen, wie eigene Truppenstärke, gegnerische Truppenstärke nachzulesen gibt. Als nächstes folgt der Missionsbildschirm auf dem die Hauptschlacht und mehrere Nebenschauplätze ( hierzu unten näheres ) angezeigt und ausgewählt werden können. Nun muss der “ Freizeit-General “ nur noch versuchen, mindestens die Hauptschlacht siegreich zu gestalten um die nächste Mission freizuschalten. Die Hauptschlachten weisen ein wesendlich gigantischeres Ausmaß als die Nebenschlachten auf.
Gestartet wird immer mit Kerneinheiten, bestehend aus Panzer- und Artillerieeinheiten. Weiterhin erhält man ein paar Hilfstruppen bestehend aus Infanterie, Reparaturfahrzeuge, Munitionslaster, Flak-Geschützen und eventuell einem Späher.
Nach Beendigung einer Schlacht erscheint der Karrierebildschirm mit den Informationen für Erfahrung, aktueller Rang und nächster Rang. Diese Informationen werden in Prozentzahlen angezeigt und der Spieler kann sehen, wie weit es noch bis zur nächste Beförderung ist und welche Orden er für die eben siegreich beendete Schlacht erhalten hat.
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08. Szenarien mit Haupt- und Nebenschlachten:
Jedes einzelne Szenario besteht aus einer Hauptschlacht, sowie aus drei Nebenschlachten, welche mit einem zufälligen erstellten Schwierigkeitsgrad ausgestattet sind. Dieser Schwierigkeitsgrad muss nicht mit der voreingestellten Schwierigkeit der Hauptschlacht in Verbindung stehen.
Nebenschlachten:
Diese Nebenschlachten dienen eigentlich nur dazu, um die eigenen Einheiten mit besseren Waffen aufzurüsten, ältere Einheiten durch neueste zu ersetzen oder um mehr Erfahrung für den nächst höheren Rang zu erhalten. Leider verlaufen diese Missionen sehr oft nach dem gleichen Prinzip ab:
a. erobere die näher bezeichnete Brücke
b. verteidige die Brücke gegen anrückenden Feind
c. erobere folgendes Dorf und bereite dich innerhalb einer bestimmten Zeit auf Verteidigung vor
d. begleite den Konvoi und bringe mindestens eine bestimmte Anzahl von Fahrzeugen zum Zielpunkt
e. erobere folgenden Bahnhof und warte auf Verstärkung
f. erobere Dorf XY und nehme das Depot ein
Hier kann sehr schnell eine kleine Langeweile aufkommen.
Hauptschlachten:
Die Hauptschlachten dagegen nehmen sehr oft größere Ausmaße an und sind sehr oft auch im taktischen Bereich sehr anspruchsvoll. Bei diesen Szenarios steht einem auch neben den Kerntruppen eine Mehranzahl von Hilfstruppen zur Verfügung. Sehr oft werden diese auch gebraucht, da die Anforderungen hier viel höher sind als in den Nebenschlachten. Jetzt kann es schon einmal zu einem etwas hektischeren Handeln kommen, da es vorkommen kann, dass der Gegner an mehreren Stellen die Initiative übernommen hat. Die gestellten Aufgaben unterscheiden sich in der Reihenfolge der einzelnen Etappenziele. Auch hier kann es vorkommen, dass man einen Bahnhof, ein Dorf oder ein Depot erobern muss, aber die Aufgaben gestalten sich viel schwieriger, da der Gegner eine ganz andere Einstellung zum Geschehen hat. Es kann aber auch erst ein taktischer Rückzug aus einem bestimmten Gebiet als Aufgabe gestellt werden, um dann später wieder den eigenen Angriff einzuleiten. Bei Verteidigungsaufgaben sollte man immer darauf gefasst sein, dass der Feind in Überzahl sein kann. Da zum Teil viele Aufgaben gleichzeitig bewältigt werden müssen, wird keine Langweile aufkommen.
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09. Ablauf einer Schlacht:
Der Ablauf einer Schlacht verläuft am Anfang fast immer nach demselben Muster ab. In der Ausgangstellung stehen die zur Verfügung stehenden Einheiten und warten auf ihren Einsatzbefehl.
Um den Einheiten die ersten Befehle zu erteilen, sollte man sich schon im Voraus über die eigene taktische Marschroute Gedanken machen. Es ist nicht immer sinnvoll, einfach loszupreschen und mit einem “ Hurra “ auf den Lippen zu versuchen, die gegnerischen Stellungen zu durchbrechen. Auch sollte man Häuser nicht außer Acht lassen, da sich darin öfters feindliche Infanterie verschanzt hat. Diese kann der angreifenden Infanterie schwere Verluste befügen oder sie sogar ganz vernichten. Häufig ist es sinnvoll, sobald ein Späher vorhanden ist, diesen auch in vorderster Front einzusetzen um das gegenüberliegende Feindesland auszukundschaften. Wenn Luftunterstützung zur Verfügung steht, kann das Aufklärungsflugzeug eingesetzt werden um weiter im Hinterland liegende Punkt anzufliegen. Die eigene Artillerie sollte so aufstellen werden, dass sie eine großen Reichweite nach vorne hat, um eventuelle in diesem Gebiet liegende Ziele unter Feuer nehmen zu können. Danach kann die eigentlich Schlacht anfangen und man kann die gestellten Aufgaben versuchen zu lösen. Nachdem das voraus liegende Gelände ausgekundschaftet ist, kann die eigene Artillerie eingesetzt werden um den Gegner mit gezieltem Sperrfeuer in Schacht zu halten. Hinter dieser Feuerwand können dann die eigenen Panzer und Infanterie vorrücken. Nachdem alle vorgegebenen Ziele erfolgreich eingenommen worden sind, ist diese Mission erfolgreich beendet. Sollte aber eines dieser Ziele nicht erreicht werden, so kann dieses in einer Niederlage enden und somit ist die Mission nicht bestanden.
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10. Ein paar kleine Nachteile:
Sicherlich gibt es auch öfters in Spielen ein paar kleine Nachteile, die man eventuell in Kauf nehmen wird, wenn dadurch der Spielspaß und die Langzeitmotivation darunter leidet.
Auch in diesem Spiel sind mir ein paar kleine Nachteile aufgefallen:
Bei den meisten Missionen kann es am Anfang zu einem regen Artillerieduell kommen. Wer hier zuerst die gegnerischen Kanonen, ob mit eigener Artillerie oder Luftunterstützung, ausgeschaltet
hat, besitz meiner Meinung nach für den Rest des Gefechtes schon einen großen Vorteil. Sollte der Computergegner die eigene Artillerie zuerst ausschaltet haben, so kann er mit seiner ohnehin vorhandenen zahlenmäßige Überlegenheit seine eigenen Vorteile voll ausnutzen und den Spieler auf Grund seiner hohen Verluste eventuell an den Rand einer Niederlage bringen. Deshalb muss es das oberste Ziel sein, die Kanonen des KI-Gegners schnellstmöglich zu vernichten, um selbst dann relativ ungestört operieren zu können und durch gezielte Angriffe den Gegner in eine entscheidende geschwächte Position zu bringen und so den Sieg zu erringen.
Oft muss man notgedrungen auf den ersten Luftwaffeneinsatz des Computers warten und kann dann erst selber reagieren, anstatt selber zu agieren. Sollte man aber selber auf Grund der Erkenntnisse wo sich die gegnerischen Geschütze aufhalten in der Lage sein Bomber anzufordern, könnte sich das Kriegglück auf die eigene Seite schlagen. Diese müssen dann aber gründlich vernichtet werden, um nicht später wieder ins Geschehen eingreifen zu können. Aus diesem Grund kommt sehr oft bis zur Erringung der Lufthoheit folgendes Prinzip zum Tragen:
Schickt der Gegner ein Aufklärungsflugzeug, setzt der Spieler seine Jäger darauf an. Schickt der Gegner seine Bomber, müssen wiederum die Jäger eingesetzt werden, da die eigene FLAK in den meisten Fallen nicht ausreicht, diese rechtzeitig vor dem Erreichen der eigenen Einheiten aufzuhalten.
Selten, aber es kommt doch vor, kann man seine eigenen Bomber einsetzen, die dann aber die feindliche Artillerie vollkommen ausschalten müssen. Dabei kann es durch FLAK zu eigen Verlusten kommen, die der Spieler aber getrost hinnehmen kann.
Es kann vorkommen, dass sich mehrere Fahrzeuge gegenseitig im Weg stehen und somit nicht rechtzeitig auf den gegebenen Befehl reagieren. Dies kann dann bis zum Verlust einer wertvollen Einheit führen. Sicherlich mag es in der Realität auch so sein, denn wenn zwei Fahrzeuge so dicht nebeneinander stehen, dann müssen sie auch erst rangieren, damit jeder in seine eigene Richtung weiterfahren kann.
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11. Mein persönliches Fazit:
Auch in der heutigen Zeit, mit weitaus besseren technischen Möglichkeiten, muss sich “Blitzkrieg “ nicht hinter anderen Spielen verstecken. Der Spieler wird und davon bin ich überzeugt, voll und ganz auf seine Kosten kommen, sowohl im taktischen als auch im spielerischen Bereich. Die gestellten Herausforderungen in den Hauptschlachten verlangen schon zum Teil den Spieler alles ab. Hier kommt einfach keine Langeweile auf. Anders sieht es da schon in den manchmal “ lästigen “ Nebenschlachten, da sie zum Schluss doch sehr leicht zu durchschauen sind und man sehr oft schon im Voraus den Ablauf kennt.
Trotz des Alters kann ich jedem, der Strategiespiele mag, dieses Game wärmsten empfehlen. Es hat mir bist jetzt viel Spiel- und Langzeitspaß vermittelt. Ich bin der Meinung, dass es sich hierbei um ein rundum gelungenes Spiel handelt. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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anonym, 13.09.2008, 23:40 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
eine gute nacht wünscht dennis
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Ab heute wird zurückgeschossen
Pro:
Ausgefeilte KI, realistische Stärken und Schwächen der Einheiten, herausfordernde Kampagnen, gutes Einsteigerlevel mit Schwierigkeitsgrad 1, sehr kniffelig in Schwierigkeitsgrad 2, mörderisch in Stufe 3 und 4
Kontra:
eintönige Zwischenmissionen, langatmige Artillerieduelle, Angriffsschema fast immer gleich, vereinzelt etwas blutig, zwischen den Missionen nur langweilige Menüs
Empfehlung:
Ja
Blitzkrieg wurde von der Firma CDV entwickelt und erschien im Jahre 2003. Auch ein sehr gelungenes Add-On namens Burning Horizon wurde nachgeschoben, welches die bedeutenden Schlachten von General-Feldmarschall Erwin „Wüstenfuchs“ Rommel beinhaltet. Da beides ein großer Erfolg wurde laufen inzwischen die Arbeiten am Nachfolger Blitzkrieg 2 auf Hochtouren, dieser wird wohl wenn alles planmäßig verläuft im ersten Halbjahr 2005 auf den Markt kommen, vorher erscheint für Teil 1 noch ein weiteres Add-On.
Aber was ist Blitzkrieg 1 und warum ist es solch ein erfolgreiches Spiel geworden?
Inhaltsverzeichnis zum schnelleren Zurechtfinden in meinem Bericht:
1. Story
2. Systemvoraussetzungen
3. Voreinstellungen
4. Unterschiede zu anderen Strategiespielen
5. Einsteigerhilfen
6. Wie läuft eine Kampagne ab?
7. Die einzelnen Szenarios
7.1 Nebenschlachten
7.2 Hauptschlachten
8. Der Ablauf einer Schlacht
9. die verschiedenen Einheiten
9.1 Infanterie
9.2 Späher
9.3 Panzer
9.4 Artillerie
9.5 Luftwaffe
9.6 Sondereinheiten
10. Negative Aspekte des Spiels die im Nachfolger ausgemerzt sein sollten
10.1 Artillerieduelle
10.2 Passive Rolle beim Einsatz der Luftwaffe
10.3 Eintönige Nebenschlachten
11. Mein persönliches Fazit
1. Story:
Man durchlebt in Blitzkrieg den 2. Weltkrieg. An sich nichts Neues, diese historische Epoche wurde ja schon in vielen Spielen unterschiedlichster Genres (die Panzer General-Serie, Battlefield 1942 und noch viele andere) behandelt, denn so grausam der geschichtliche Hintergrund dieser Zeit auch sein mag, für hochwertige Computerspiele im Strategie- und Shooterbereich bietet er sich aufgrund der vielen Facetten dieser kriegerischen Auseinandersetzung halt einfach an.
2. Systemvoraussetzungen:
Minimum:MS-Windows 98/2000/ME/XP, Direct X8.1 oder höher, Internet Explorer 5.0 oder höher, 64 MB RAM, Pentium II 366 MHz, Direct Sound compatible Soundcard, 4-fach CD-Rom, 2.400 MB freier Speicher, DirectX8.1-kompatible Grafikkarte mit 8 MB
Empfohlen: MS-Windows 98/2000/ME/XP, Direct X8.1 oder höher, Internet Explorer 5.0 oder höher, 128 MB RAM, Pentium III 800 MHz, Direct Sound compatible Soundcard, 16-fach CD-Rom, 2.400 MB freier Speicher, DirectX8.1-kompatible, T&L-fähige Grafikkarte mit 32 MB
Von den Voraussetzungen her sollte das Spiel also auf allen halbwegs aktuellen Rechnern problemlos laufen.
3. Voreinstellungen:
Blitzkrieg beinhaltet drei Kampagnen die es durchzuspielen gilt, man übernimmt jeweils das Kommando über eine kleine Armeegruppe die man durch die Kriegsjahre führen muß, wahlweise auf der Seite der deutschen Wehrmacht, der sowjetrussischen Roten Armee oder der Westalliierten Streitkräfte aus den USA und England. So führt einen beispielsweise der Weg als deutscher Offizier nacheinander über alle bedeutenden Kriegsschauplätze an denen die Wehrmacht gekämpft hat, der Beginn ist in Polen, es folgen die Feldzüge in Belgien, Frankreich, Nordafrika und schließlich in den unendlichen Weiten Rußlands.
Man wird allerdings den Lauf der Geschichte nicht wenden können, in den späteren Missionen der Kampagne wird man gegen die übermächtigen Russen erbitterte Rückzugskämpfe austragen, das Ziel ist es möglichst hochdekoriert das Ende des Krieges zu erleben.
4. Unterschiede zu anderen Strategiespielen:
Blitzkrieg ist ein Echtzeit-Strategiespiel, jedoch gibt es bedeutende Unterschiede zu anderen Games des Genres. Die meisten Stategie-Games funktionieren nach dem altbekannten Schema: Basis aufbauen => Einheiten bauen => Gegner suchen => Gegner finden => Gegner verhauen. (Bedeutendste Beispiele: Age of Empires, Warcraft, Command & Conquer)
Hier baut man sich keine Basis auf, sondern man hat am Beginn einer Mission eine bestimmte Anzahl an Einheiten und mit denen muß man auskommen, d.h. man sollte sich nicht auf verlustreiche Scharmützel einlassen, den die Einheiten die man verloren hat werden nicht mehr ersetzt. Ein vergleichbares Spiel welches ähnlich aufgebaut ist ist Sudden Strike. Es gilt also, äußerst vorsichtig vorzugehen.
5. Einsteigerhilfen:
Sehr gelungen sind die Tutorial-Missionen, die einem unerfahrenen Spieler die Grundfunktionen sehr anschaulich nahebringen, so daß man anschließend mit seinen Soldaten auch effektiv arbeiten kann. So lernt man anfangs, wie man einfach mit einem Panzer eine Straße entlang fährt und mit Infanterie in einen LKW einsteigt, später wird man erfahren, wie man mit Pionierabteilungen Schützengräben aushebt, mit der Artillerie einen bestimmten Sektor unter Sperrfeuer nimmt und wie man sich im Falle eines Gegenangriffs schnell verschanzt. Diese Einsteigermissionen sind rundum gelungen, danach ist man für die ersten ernsten Einsätze gerüstet.
6. Wie läuft eine Kampagne ab?
Man startet mit einer kleinen Ansammlung von Einheiten, ein Teil davon nämlich einige Panzer und einige Artilleriegeschütze sind Kerneinheiten, sie werden dem Spieler in jeder Mission zur Verfügung stehen. Da deren Kommandeure auch an Erfahrung gewinnen, müssen diese Kerneinheiten besonders geschützt werden, denn hier schmerzt jeder einzelne Verlust.
Die Kampagne unterteilt sich in Szenarien, erst wenn eines erfolgreich abgeschlossen wurde wird das nächste freigeschaltet, entsprechend dem historischen Kriegsverlauf.
Vor jedem Szenario wird man über die Situation informiert, auf die man sich einstellen muß. Dies erfolgt durch einen Infoscreen, hier muß jedoch klare Kritik geübt werden, einige kurze Videoclips oder wenigstens einige Animationen wären hier wirklich wünschenswert gewesen, so kommt die ganze Sache zwischen den Einsätzen leider sehr lieblos daher, ich hoffe das wird beim Nachfolger ausgebügelt.
7. Die einzelnen Szenarios:
Jedes Szenario hat eine Hauptschlacht und drei unterschiedlich anspruchsvolle Nebenschlachten.
7.1 Nebenschlachten:
Man kann so viele dieser kleinen Nebenschlachten spielen wie man will, der Sinn dahinter ist, daß man für jede erfolgreich abgeschlossene Nebenschlacht eine seiner Kerneinheiten mit neuartigen Waffen versorgen kann, die in der Hauptschlacht des Szenarios sehr hilfreich sein können.
Solche Nebenschlachten haben eigentlich immer einen recht simplen Aufbau und sie ähneln sich sehr stark.
Beispiel: Erobere mit deinen Truppen die strategisch wichtigen Brücken A und B, säubere das Dorf C von feindlichen Truppen und vernichte das feindliche Versorgungsdepot D.
7.2 Hauptschlachten:
Die Hauptschlachten eines jeden Szenarios sind da schon bedeutend größer dimensioniert, und hier hat man auch wesentlich mehr Truppen zur Verfügung als nur das kleine Häufchen das man in den Nebenscharmützeln befehligt. Diese größere Armee braucht man allerdings auch, denn da hat man dann alle Hände voll zu tun. Und die Hauptschlachten unterscheiden sich auch grundlegend, hier wird man mit jedem Szenario vor völlig neue Aufgaben gestellt. Mal muß man einen strategisch wichtigen Bahnhof einnehmen und ihn gegen anrückende Gegenstöße verteidigen, um einen feindlichen Versorgungszug aufzuhalten, ein Andermal gilt es eine zur Festung ausgebaute Kleinstadt auszuräuchern oder man muß den Ausgangspunkt für eine neue Großoffensive schaffen indem man eine mit Bunkern und Minenfeldern gesicherte Straße freikämpft. Da kommt keine Langeweile auf!
8. Der Ablauf einer Schlacht:
In jeder Schlacht, egal ob Neben- oder Hauptgefecht steht man jedoch immer vor einer gleichbleibenden Grundproblematik: Der Gegner wird IMMER! In der Überzahl sein. Deshalb werden Frontalangriffe gegen feindliche Stellungen so gut wie nie erfolgreich sein, man sollte immer den schwächsten Punkt des Gegners ausspähen und dort geballt zuschlagen. Ein Paradebeispiel: Ein kleines Dorf ist in feindlicher Hand, um es zu erobern sollte man nicht versuchen, über die Hauptstraße in das Dorf einzumarschieren, da die breiten Straßen gut durch verschanzte Panzer und Infanterie in Schützengräben bewacht werden. Es empfiehlt sich eher, über Felder und Wiesen von der Seite her in das Dorf vorzustoßen, die Verteidiger im Dorfzentrum zu überwältigen und dann die Verteidigungsfront am Ortseingang von hinten zu überraschen.
9. Die verschiedenen Einheiten:
9.1 Infanterie:
Wie in jedem Krieg bildet die Infanterie das Kernstück einer Armee. Jedoch sind die einfachen Soldaten nur dann wirklich nützlich, wenn sie sich in einer ausgebauten Stellung befinden, am besten in ausgehobenen Schützengräben, dort sind sie nur schwer zu besiegen und können feindliche Angriffe sehr gut zum Stillstand bringen, sogar gegen einzeln anrückende Panzer können sie dort bestehen. Auf offenem Feld sind sie hingegen leichte Beute.
9.2 Späher:
Eine besondere Infanterieeinheit bilden die Späher. Ausgestattet mit einem Fernglas und einem Scharfschützengewehr können sie feindliche Stellungen auskundschaften, um so dem Rest der Truppe einen erfolgsversprechenden Angriffsweg aufzuzeigen. Gegen leichte Einheiten wie feindliche Infanterie, LKWs und Geschützbesatzungen sind sie mit dem Scharfschützengewehr äußerst effektiv, jedoch laufen sie bei dessen Benutzung Gefahr, entdeckt zu werden. In diesem Fall wird der Gegner nämlich zumeist einen Panzer schicken, gegen den der Späher chancenlos ist.
9.3 Panzer:
Sobald diese Ungetüme zum Einsatz kommen, geht’s richtig rund. Wenn sie in größeren Verbänden überlegt eingesetzt werden, nehmen sie die gegnerische Verteidigung schnell und sehr effektiv auseinander. Probleme bereiten ihnen nur gegnerische Panzer und PAK (Panzer-Abwehr-Kanonen), deshalb sollte auch mit Panzern kein Frontalangriff durchgeführt werden, das führt nur zu überflüssigen und bitteren Verlusten.
9.4 Artillerie:
Die schweren Kanonen mit ihrer großen Reichweite sind der Schlüssel zum Erfolg in praktisch jeder Mission, und das weiß auch der Computergegner. Die Artillerie kann einen großen Teil oder sogar das komplette Schlachtfeld unter Beschuß nehmen, deshalb wird es am Beginn jedes Gefechts das Duell geben, wer zuerst die Kanonen des Gegners unschädlich macht, denn wer die feindliche Artillerie ausschaltet kann anschließend fast ungestört die feindlichen Stellungen erst einmal mit Sperrfeuer eindecken, bevor der eigentliche Angriff durch Panzer und Infanterie gegen den dann erheblich geschwächten Gegner beginnt. Als bestes Beispiel sei die Eroberung einer Brücke genannt, die Verteidiger werden immer am gegenüberliegenden Ufer verschanzt sein und nur darauf warten, bis man versucht die Brücke zu überqueren. Ein gezielter Artillerieangriff wird die Verteidigung jedoch lähmen und somit die Überquerung ermöglichen. Wichtig ist allerdings, mit der Artillerie nicht zu kurz zu schießen, da man sonst die Brücke selbst in die Luft jagen kann.
9.5 Luftwaffe:
Die Luftwaffe steht nicht ständig zur Verfügung, sie kann jedoch in gewissen Zeitabständen angefordert werden, weshalb man da sorgfältig planen sollte. Sie unterscheidet sich in fünf Arten:
- Aufklärer erkunden aus der Luft die Position und Stärke des Feindes, sind allerdings für feindliche Flak (Flugabwehrkanonen) und Jäger leichte Beute.
- Jagdflugzeuge herrschen über den Luftraum und schießen angreifende Bomberstaffeln oder Aufklärer des Gegners ab, Gefahr droht hier nur durch feindliches Flak-Feuer und gegnerische Jagdflieger, aber zu Duellen zwischen Jägern dürfte es kaum kommen.
- Schwere Bomber walzen mit den Bombenteppichen die sie legen ganze Landstriche nieder, allerdings sind sie sehr langsam und daher für die feindliche Luftabwehr ein gefundenes Fressen.
- Jagdbomber sind schnelle Einheiten die gezielt im Sturzflug gegen feindliche Stellungen vorgehen. Sehr effektiv aber auch verwundbar.
- Transporter setzen über feindlichem Gebiet Fallschirmjäger ab, die für kleinere Überraschungsangriffe durchaus nützlich sind, gegen starke Stellungen und Panzerverbände richten sie allerdings nichts aus.
9.6 Sondereinheiten:
Die wichtigsten Sondereinheiten sind Pioniere und Zugfahrzeuge.
Pioniere können zum einen beschädigte Panzer wieder instand setzen, außerdem legen sie Schützengräben, Panzersperren und Minenfelder an., deshalb sind sie von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit bei fast allen Missionen.
Zugfahrzeuge bringen die Artilleriegeschütze zu den gewünschten Standorten (Kanonen können sich alleine nicht fortbewegen) und sind zur Versorgung der kämpfenden Einheiten mit Nachschub unersetzlich. Bei andauerndem Einsatz der Artillerie sollte jede Kanone ein eigenes Versorgungsfahrzeug zur Seite gestellt bekommen, sonst geht dem Geschütz recht bald die Munition aus. Aber auch Panzer müssen von Zeit zu Zeit versorgt werden.
10. Negative Aspekte des Spiels die im Nachfolger ausgemerzt sein sollten:
10.1 Artillerieduelle:
Fast jede Mission entscheidet sich mit dem Ausgang der Artillerieschlacht zu Beginn, ich hatte das ja bereits kurz erwähnt. Wer zuerst die gegnerischen Kanonen unschädlich gemacht hat, hat einen meiner Meinung nach zu großen Vorteil für den Rest des Gefechts. Wenn der Computergegner die Artillerie des menschlichen Spielers ausschaltet kann er seine ohnehin vorhandene zahlenmäßige Überlegenheit noch eindrucksvoller nutzen und die Verluste des Spielers in unerträgliche Höhen schrauben. Deshalb muß man die Kanonen des KI-Gegners schnellstmöglich vernichten, um selbst relativ ungestört operieren zu können und durch gezielte Angriffe den Gegner selbst entscheidend zu schwächen.
10.2 Passive Rolle beim Einsatz der Luftwaffe:
Man muß hier notgedrungen auf die Luftwaffeneinsätze des Computers reagieren, da man ja am Boden zahlenmäßig unterlegen ist. Eine Ausnahme bildet der „Bomber-Erstschlag“ (so nenne ich ihn), wenn der Computergegner zuerst einen Aufklärer losschickt, schickt man selbst Jagdbomber los, um aus der Luft die feindliche Artillerie möglichst gründlich zu vernichten, die Bomber werden das aufgrund der feindlichen Flak zwar nicht überleben, aber wenn der Schlag gegen die Kanonen des Gegners gelingt hat sich diese Taktik doch als sinnvolles Opfer erwiesen.
Spätestens beim zweiten Mal wird der Gegner selbst mit Bomberverbänden auftauchen, um diese aufzuhalten muß man seine Jagdflieger losschicken, sonst stürzen sich die feindlichen Bomber fast ohne Gegenwehr auf die eigenen Truppen, auch die Bomber des Gegners bevorzugen Artillerieeinheiten und ein wirksamer Schutz durch eigene Flak-Geschütze ist für gewöhnlich nicht gegeben. Deshalb gilt es, alle Angriffswellen feindlicher Bomber mit den Jagdfliegern abzufangen, die Situation wird eine eigene Bomberoffensive fast nie zulassen.
10.3 Eintönige Nebenschlachten:
Auch das hatte ich bereits erwähnt, nachdem man zum 15. Mal als Nebenmission die Eroberung dreier kleiner Dörfer zu bewerkstelligen hat, wobei die genauen Positionen des Gegners eigentlich nie wechseln, werden diese kleinen Scharmützel irgendwann eine nervende und zeitraubende Angelegenheit, um die man aber aufgrund der als Belohnung erhältlichen Einheiten nicht wirklich herumkommt. Nichts gegen solche kleinen Missionen, aber da muß einfach mehr Abwechslung her.
11. Mein persönliches Fazit:
Als ich mir das Spiel gekauft hatte und die ersten Erfahrungen mit dem Game sammelte, war ich hellauf begeistert, eine so gelungene und anspruchsvolle Strategie-Herausforderung erworben zu haben. Zu Beginn des Spiels, wenn alles noch neu und unbekannt ist, macht sogar jede noch so kleine Mission ordentlich Spaß, später kennt man den Ablauf der Nebenmissionen bereits im Voraus und diese werden leider zu einer lästigen Pflicht, während die großen Hauptschlachten jedoch weiterhin echte Knaller bleiben, denn diese unterscheiden sich grundlegend voneinander und man wird immer eine neue Herausforderung haben.
Grafik:
Sehr ordentlich ist die Optik des Spiels geworden, so wenig Mühe man sich mit den Menüs gegeben hat, so hübsch ist im Gegenzug die Darstellung der Spielszenarien geworden, die Landschaften kommen sehr detailliert rüber. Die Einheiten sind auch recht detailliert, ich bin da eigentlich zufrieden damit wie das geworden ist. Was im zweiten Teil wie ich finde noch etwas verbessert werden könnte sind die Kauputtgeh-Animationen (komisches Wort), denn in Teil 1 fliegt ein Panzer eines bestimmten Typs immer auf die gleiche Art und Weise in die Luft, egal ob er von einem anderen Panzer, einer Fliegerbombe oder einem Artilleriegeschoß und egal ob von vorne, von hinten oder von der Seite getroffen wurde.
Sound:
Die Geräusch- und Musikkulisse bietet nix wirklich Spektakuläres, die Einheiten geben ihren Senf zu den erteilten Befehlen ab, die unterschiedlichen Waffengattungen haben ihre spezifischen Feuergeräusche, es ist eigentlich alles da was benötigt wird, aber wirklich aus den Latschen gehauen hat es mich trotzdem nicht.
Steuerung:
Die Steuerung ist auch okay, die Einheiten reagieren sehr gezielt auf Befehle, nur neigen sie dazu, sich manchmal etwas dümmlich zu verhalten, wenn zum Beispiel zwei Wege zu einem bestimmten Punkt führen, man einen freigekämpft hat nehmen die truppen trotzdem lieber den anderen wo sie mal eben zusammengeschossen werden. Das könnte man besser machen.
Alles in Allem ist Blitzkrieg aber ein Spiel welches wirklich gelungen ist, ich bin mal auf den Nachfolger gespannt, wenn dort die bekannten Schwächen ausgemerzt sind können wir uns da alle drauf freuen. weiterlesen schließen -
Angriff ist die beste Verteidigung
23.03.2005, 20:15 Uhr von
traxdata
In deinen unschuldigen Augen funkelt die Glut des Unheils, dein Leib und deine Seele gehören dir ...Pro:
Detailtreue, strategisch nutzbare Landschaft
Kontra:
KI weist nicht wirklich Intelligenz auf
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich wieder über etwas schreiben, was mich besonders in den letzen Tagen an den Computer gefesselt hat. Es handelt sich dabei um ein Spiel, genauer gesagt um ein Strategiespiel. Der Name meiner neuen Errungenschaft ist
>> Blitzkrieg – Angriff ist die beste Verteidigung
||| Installation |||
Das Spiel habe ich also auf 2 CD’s erworben und setzte zur Installation an. Das stellte mich vor keine Probleme. Ich denke solange man immer schön auf weiter klickt kommt es auch bei niemand anders zu Problemen. Recht zügig ging das dann auch von statten und so konnte ich nach ca. 10 Minuten spielen.
||| Allgemeines zum Spiel |||
Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um ein Spiel das im 2. Weltkrieg seinen geschichtlichen Hintergrund findet. So kann man sich als Feldherr beweisen. Dazu stehen 3 Seiten des Krieges zur Verfügung. Ja jetzt werden die geschichtlich bewanderten fragen, warum nur 3 Seiten, ging es in dem Krieg nicht allein um den Kampf Gut gegen Böse, wie in jedem anderen auch, wobei die Betrachtung wer böse ist oder gut immer von der jeweilig gewählten Seite abhängt. Ja also die Programmierer von CDV haben sich gedacht, das man 3 Seiten betrachten müsste und zwar, die Alliierten ohne den russischen Verbündeten, die Russen selber und natürlich die Achsenmächte. Ich finde das macht schon Sinn betrachtet man einmal die Schlachten die in den weiten Russland gefochten wurden und die verbleibenden Schlachten, aber darüber möchte ich auch gar nicht streiten.
Vor jeder Mission die man zu erledigen hat, bekommt man natürlich auch die geschichtlichen Hintergründe mitgeteilt. Soweit ich das beurteilen kann, sind diese Daten recht fundiert und was ich viel wichtiger finde, es handelt sich wirklich nur um Daten und es findet in keiner Weise eine Glorifizierung der einen oder anderen Seite statt. Das mag damit zusammenhängen, dass genau dieses Thema immer ein wenig kritisch betrachtet wird und schnell in eine Ecke gedrängt wird, in der sicher kein Entwickler sein Werk sehen möchte. Nun ich finde diese Gradwanderung zwischen geschichtlichem Hintergrund und Spiel selber ist hier besonders gut gelungen. Sehr schön finde ich auch, dass man alle verwendbaren Einheiten näher kennen lernen kann, indem man sich mit dem Einheitenbuch beschäftigt. So werden dort 3 – 5 Sätze zu jeder Einheit verloren und die Charakteristik erklärt. Auch hier herrschen nur Fakten vor.
||| Die Einheiten |||
Als Einheiten die man in die Schlacht schickt, kann man als Feldherr alles verwenden was man sich vorstellen kann. So stehen natürlich eine ganze Reihe Panzer zur Verfügung, dazu Infanterie der unterschiedlichsten Art und Aufgabe, eine Menge Artillerie und auch Flugzeuge. Besondere Einheiten bekommt man immer bei speziellen Missionen zugewiesen und man kann dann auch diese befehligen. Dazu zählen Eisenbahngeschütze oder besonders schwere Mörser. Natürlich stehen die meisten Einheiten nicht gleich zu Beginn zur Verfügung, nein sie werden natürlich im Verlauf einer Kampagne immer besser und man kann die so genannte Kernarmee immer weiter aufrüsten.
||| Die Grafik |||
Ja mir war von vorn herein klar das es eben nicht eines der aktuellsten Spiele ist, als ich es erworben habe, aber ich bin wirklich begeistert von der Grafik. Nicht von der ungeheuren 3D Leistung, die man wirklich anerkennen muss, sondern eher von den Details die man auf dem Minischlachtfeld immer wieder erkennen kann. Diese Details reichen soweit, das beim anlassen eines Motors kurz eine Rauchwolke auftaucht, die dann verschwindet. Die Landschaft ist ebenfalls gut gelungen, auch wenn sie immer ein wenig an eine Comicwelt erinnert. Schön ist auch das man immer wieder das Schlachtgetümmel nachvollziehen kann und das anhand von Einschlagkratern. Leider verschwinden die Wracks von Fahrzeugen nach einer Zeit, aber deren Vernichtung ist eindrucksvoll in Szene gesetzt. So ist es von der Art der Waffe abhängig, ob der Turm eines Panzers davonfliegt oder nicht. Die Einheiten selber sehen sehr realistisch aus, soweit ich das beurteilen kann. So erkennt man schon was ein Tigerpanzer ist und was eben ein Panther. Besonders gelungen finde ich aber die russischen Einheiten. Besonders bei den LKW meinte ich immer zu erkennen, das sie aus einem Stück gegossen wurden. Eindrucksvoll sterben will auch gelernt sein, so blutet die Infanterie schon ein wenig, auch wenn man das abstellen kann. Also alles in allem kann ich sagen, dass ich wirklich beeindruckt bin von soviel Detailtreue.
||| Der Sound |||
Auch vom Sound her kann ich eigentlich nichts Negatives berichten. So hören sich die Geräusche schon sehr nach Schlachtfeld an. Die Ketten der Panzer rasseln, die Motoren brummen tief vor sich hin und jeder Schuss mit dem darauf folgenden Einschlag klingt auch sehr realistisch. Das einzige was etwas nervig wird sind diese elenden „Ja Sir“ – Rufe, wenn man eine Einheit anwählt. Dazu dann noch eine Hintergrundmusik, die einen in den Wahnsinn treiben kann. Seit wann gibt es auf dem Schlachtfeld Musik? Nun das kann man aber abstellen und so kann man sich auch Akustisch auf ein nettes Schlachtgetümmel freuen.
||| Gameplay |||
Hier wird wirklich eine sehr gute Steuerung geboten. So muss man nur die Einheit anklicken, die man benutzen möchte. Möchte man bestimmte Einheiten zu Gruppen zusammenfassen so ist das auch möglich. Ein Klick auf die die Stelle und wo sich die Einheiten hinbewegen sollen und schon geht es los. Taucht ein Feind auf, so wird es automatisch bekämpft. Auch die Verteidigung übernimmt der Computer, man kann eben nicht überall sein. Möchte man ein bestimmtes Ziel vernichten, so klickt man dieses auch nur mit rechts an und alle gewählten Einheiten widmen sich diesem Ziel. Bei den LKW wird das etwas komplizierter, weil die vielerlei Aufgaben haben. So versorgen sie die Einheiten jeder Art, transportieren Infanterie oder ziehen Artillerie. Die Aufgaben kann man mit Hilfe der Tastatur anwählen oder eben über ein Menü, wobei sicher die Tastatur die bessere Alternative, allein schon wegen der Geschwindigkeit mit der man reagieren kann, ist. Grundsätzlich bleibt zu sagen, das die Steuerung recht intuitiv von statten geht und schnell zu erlernen ist.
Es gibt aber auch einen wirklichen Nachteil, der mich immer wieder nervt. So kann es passieren, das gerade bei großen Verbänden ein Fahrzeug zurückbleibt und das nur weil es hinter einem Haus stand. Zum Teil fällt auf, das sich die eigenen Einheiten im eigenen Fortkommen schon mal behindern können, was besonders bei schnellen Vorstößen oder Rückzügen schnell zur Vernichtung der Einheiten kommen kann.
Jetzt möchte ich zu dem Gelände kommen. Dieses stellt in diesem Echtzeitstrategiespiel wirklich ein Highlight dar. So ist es taktisch nutzbar. Stellt man eine Einheit auf einen Hügel, schaut diese weiter in Land hinein. In Straßen von Städten kann man nicht um Häuserecken schauen, es sei denn man bewegt sich darum. Das Blickfeld im Wald ist ebenfalls eingeschränkt. Das schönste allerdings ist zum Beispiel, wenn man eine Einheit auf eine Anhöhe stellt, dass sie nicht gesehen wird, bis auch der Gegner auf dieser Anhöhe ist. Im Allgemeinen erfordert es schon einiges an Erfahrung mit dem Spiel, um das Gelände gut für sich nutzbar zu machen, aber hat man das einmal verstanden, kann man so seine Verluste wirklich minimieren. Auch hier fällt die Realitätsnähe auf, denn fährt eine Einheit einen Berg hinauf wird dieser langsamer und fährt sie runter, so wird sie schneller.
Die KI ist schon eine interessante Sache, aber gerade in der Stufe leicht kann man nicht wirklich von Intelligenz sprechen. Eigentlich ist das wie beim Tontaubenschießen. Erst ab Stufe „Normal“ kann es schon mal interessant werden. Letztendlich ist es aber nicht die KI die einen besiegt sondern die überwältigende Übermacht des Gegners. Auch bei den eigenen Einheiten stellt man schnell fest, dass die KI nicht wirklich hergibt. Ich sagte schon, dass sie die Verteidigung übernimmt, aber dabei auch mal Infanterie gegen Panzer schickt. Das macht nicht mal im Ansatz Sinn, zumal oft die gepanzerten Einheiten sinnlos in der Etappe rumlungern. Was ich damit sagen will, man muss schon überall seine Augen haben, um nicht plötzlich den Verlust von recht wichtigen Einheiten feststellen zu müssen.
||| Multiplayer |||
Wer von den Computerschlachten, die Nase voll hat, der braucht einfach nur gegen einen Freund zu spielen. Eigentlich ändert sich nichts Wesentliches am Gameplay oder der Grafik. Der einzige Vorteil ist, das man den menschlichen Gegner nicht vorausahnen kann und schon gar nicht seine Aktionen vorhersagen kann, wie es leider bei dem Computergegner des Öfteren vorkommen kann.
||| Fazit |||
Nun ja was soll ich sagen. Zur reinen Unterhaltung ist das Spiel schon sehr gut geeignet, aber meist ist die einzige Strategie, die man anwenden muss schießen und seine Kräfte auf einen Punkt konzentrieren. Die Motivation die geboten wird, also meist Upgrades der eigenen Einheiten, ist schon nicht schlecht gewählt, nur unterscheiden die Fähigkeiten sich nur im geringen Maße von den regulären Einheiten und so verzichte ich schon mal auf ein solches Upgrade. Wie schon gesagt gibt es einige Mängel in der KI und vor allem nervt es etwas wenn die Einheiten, also die eigenen sich selber behindern. Ich finde aber die Mischung aus Geschichtsunterricht mit reinen Fakten und Unterhaltung als sehr gelungen. So kann ich das Spiel für Fans den Genres empfehlen und vergebe auch eine recht hohe Wertung, obgleich der angeführten Mängel.
Mfg
Traxdata weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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hurb, 23.03.2005, 20:34 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Besser hätte ich es mir nicht denken können! Guter Bericht über ein gutes Spiel!
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sindimindi, 23.03.2005, 20:23 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Scheint sowas ähnlichen wie "Force21" zu sein...na dann viel Spaß! - das Spiel hätten die Landser damals sicher lieber gespielt, als im Schützengraben zu verbluten oder zu erfrieren...;-)LG; Roland
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Echtzeitstrategie mit vielen Details
Pro:
Viele Details, viele Einheiten, tolle Grafik, gutes Gameplay
Kontra:
Ohne Patches geht nichts, manche Punkte nerven, Details in der Beschreibung
Empfehlung:
Ja
CDV versucht sich nun auch im Bereich der Echtzeit-Strategiespiele mit historischem Hintergrund und das Ergebnis ist echt gut. Nach Sudden Strike 1 und 2 mit den vielen Addons und Karten gibt es nun Blitzkrieg, das sich auch mit dem zweiten Weltkrieg beschäftigt. Nach der Installation der beiden CDs stellt man fest, das man auf der Festplatte ca. 2,3 GB weniger Platz hat, Sudden Strike 2 hatte etwas 320 MB. Da ist man gespannt, was einem erwartet. Da ich auch schon einige Karten mir aus dem Internet besorgt hatte, fügte ich diese gleich an, doch diese wurden nach dem Spielstart nicht gefunden, auch funktionierten die Tastaturbefehle nicht.
Voller Frust ging ich im Internet auf die Suche und fand eine Patch 1.1, doch dieser löste die Probleme nicht! Erst der 1.2 Patch mit 20 MB konnte dieses Problem lösen. Es ist eine Frechheit von vielen Gameherstellern die Kunden als Betatester zu mißbrauchen! Dafür könnte man mal ein Gesetz brauchen, das dies verbietet.
Doch nun zum Spiel:
Bei Blitzkrieg merkt man recht schnell die Liebe zum Detail, die Einheiten sind gegenüber von Sudden Strike 1 und 2 sehr groß und sehr detailliert. Das Gelände hat großen Einfluß auf das Spiel. Schießt man von einem Hügel, so kann der Panzer unten sich nicht wehren, doch er fährt auch nicht weg! Den Gegner könnte da etwas mehr IQ brauchen. Leute die gerne mit Cheats spielen werden etwas enttäuscht, da es nur einen Cheat für Unverwundbarkeit im Spiel gibt. Bei Sudden Strike gibt es auch einen Aufklärungs-Cheat. Hier muß man erst mal alles selber aufklären.
Was mich sehr gestört hat, ist die Tatsache, das einige Missionen nur so lösbar sind, wie dies die Programmierer vorgesehen haben. Versucht man es anders zu lösen scheitert man und hat keine Chance. Dies finde ich nicht gut! Die Schadensmodelle sind recht gut umgesetzt. Pioniere können reparieren, Minen legen, Schützengräben errichten, Panzersperren bauen und selbst Stacheldraht darf man verlegen.
Je nach Art der Einheit braucht mehr Aufwand um diese Einheit zu vernichten! Normale MG-Soldaten können keine Panzer vernichten. Die Artillerie ist sehr gut gemacht, mit Sperrfeuer auf ein Gebiet. Ist das Gebiet aufgeklärt kann man genauer schießen. Die Explosionen sind sehr schön, doch die umherfliegenden Trümmer richten keinen Schaden an (dies hat Vor- und Nachteile). Brücken können durch Pioniere repariert werden, Gebäude gehen langsam kaputt und können auch von Einheiten besetzt werden. Die Einheiten hinterlassen je nach Geländeart Spuren und die Soundeffekte sind gut gemacht. Man erlebt das Wetter mit allen Vor- und Nachteilen. Die Detailtiefe ist sehr gut gemacht. Die Marine fehlt leider und man fühlt sich dabei an Sudden Strike 1 erinnert, bei dem Schiffe keine Rolle spielten. Ich hoffe ganz ehrlich auf Blitzkrieg 2, bei dem alle Schwachstellen beseitigt wurden und es auch Marine gibt. Die Luftunterstützung erinnert auch sehr an Sudden Strike 1, bei dem alles aus einem "anderen Sektor" kam, was mich jedoch stört ist die Tatsache, das wenn ich einen Aufklärer losschicke erst mal warten muß, bis ich einen Bomber losschicken kann! Dies ist nicht logisch! Die Truppen gewinnen im laufe des Kampfes an Erfahrung und steigern dadurch Ihre Fähigkeiten.
Es gibt drei Kampagnen mit mehr als 20 Missionen und noch viele Untermissionen. Durch diese Untermissionen kommt man mit an neue Einheiten und Upgrades. Man muß stets gut planen, damit die eigenen Einheiten nicht als Kanonenfutter enden. Leider darf man nur die Deutschen, die Sowjets und die Alliierten Spielen. Bei Sudden Strike 2 teilte sich die besser auf in Deutschland, Japan, Großbritannien, USA und UDSSR. Zusätzlich kann man im Internet von den Fanpages jede Mengen Karten herunterladen, die teilweise schöner sind als die Original-Karten.
Zum Mehrspieler Bereich kann ich leider keine Aussagen machen, da ich dies nicht getestet habe.
Man kann mit dem Spiel über viele Wochen Spaß haben ohne selber Maps zu machen, da es viele Fanseiten im Internet gibt. Dank dem Internet kann man sich auf sehr viele verschiedenen Missionen freuen!
Wer nicht genug bekommt kann sich inzwischen zwei Addons kaufen.
In mancher Hinsicht kommt sich vor wie bei Sudden Strike 1, gewisse Dinge muß man als gegeben hinnehmen und beim zweiten Teil wird alles besser. Bei Blitzkrieg 2 hoffe ich auf Marine, eigene Flughäfen, mehrere Flugzeuge auf einem nutzen können, bessere Cheats die man auch schnell benutzen kann. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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ZURÜCK IN DEN KRIEG
Pro:
Sehr viele möglichkeiten, Gute Handlung, Tolle Grafik
Kontra:
Kleine Fehler
Empfehlung:
Ja
"Blitzkrieg" vs. "Sudden Strike 2"
Spieler, die CDVs "Sudden Strike 2" kennen, werden mit Sicherheit schon einmal den Namen "Blitzkrieg" gehört haben. Wenn nicht, dann können jene zumindest mit Blitzkrieg umgehen und sofort einsteigen, denn die beiden Spiele haben sehr viel gemeinsam. Und zwar so viel, dass CDV und Nival Interactive ein 3-seitiges Dokument veröffentlichten, dass die Unterschiede zwischen "Sudden Strike 2" und "Blizkrieg" aufzeigt. Groß sind die Unterschiede nicht, dennoch sind es nur wenige kleine Details, die Blitzkrieg den kleinen Vorsprung geben.
Drei Kampagnen mit 80 Missionen
Für jene, die noch nie etwas von einem der beiden Titel gehört haben, "Blitzkrieg" ist ein Echtzeitstrategiespiel, das zur Zeit des 2.Weltkrieges spielt. Geschichtlich Interessierte werden nicht zu kurz kommen, denn das Spiel versucht sich sehr stark an die tatsächlichen Schlachten und deren Ausgänge zu halten. Des Weiteren ist das Spiel vollgepackt mit historischen Informationen zu allen Einheiten, Schlachten und deren Hintergründen.
"Blitzkrieg" besteht aus insgesamt drei Kampagnen, wobei es Ihre Aufgabe ist, die Führung der deutschen, der alliierten oder der sovietischen Truppen zu übernehmen und die Feinde zu besiegen. Sozusagen werden Sie in den Schlachten der Kampagnen den 2.Weltkrieg historisch nachspielen. Alle Kampagnen unterteilen sich in gewisse Kapitel, die wiederum unterschiedlich viele Missionen enthalten, die jedoch nicht alle von Ihnen gespielt werden müssen um ein Kapitel abzuschließen.
Zu Beginn eines Kapitels wird Ihnen ein Kartenausschnitt in der Größe eines ganzen Landes vorgelegt, auf dem sie Ihre nächste Mission auswählen können. Wenn Sie diese dann fertig gespielt haben, wählen sie entweder Ihre nächste Mission aus, oder Sie schreiten zum nächsten Kapitel sofern die bereits gespielten das zulassen. Übrigens warten 80 Missionen darauf von Ihnen gespielt zu werden.
Die Missionen verfügen über die besten Missionsbeschreibungen, die ich je in einem Spiel gesehen habe. Sie erhalten zu jeder Mission sowohl sehr viele historische als auch geographische Hintergründe. Ihre Missionskarte wird Ihnen mit einer breiten Masse an Tipps präsentiert, gute taktische Vorschläge, die auch auf der Karte visuell gezeigt werden. Ebenfalls werden die Missionsziele unterteilt, sodass es nie zu Unklarheiten bezüglich Missionszielen oder dergleichen kommen kann.
Das Gameplay
"Blitzkrieg" ist ein rein taktisches Echtzeitstrategiespiel, das alle wirtschaftlichen Elemente weglässt und die kriegerischen Akte in den Vordergrund stellt. Dieses Spiel kann auf keinen Fall mit Titeln wie "Command & Conquer Generals" verglichen werden, da die beiden Spiele von Grund auf verschieden sind. Weder gibt es hier irgendwelche Rohstoffe zu sammeln, noch verfügen Sie über irgendeine Art von Ausbildungsstätten.
Die einzige Möglichkeit an zusätzliche Truppen zu gelangen ist durch zusätzlich eintreffende Verstärkung. Überhaupt können Sie gar nicht glauben, wie leicht einer ihrer Panzer vernichtet werden kann. Anders als bei "Generals" gehen Einheiten unglaublich schnell zu Grunde, denn die Balance der Einheiten wurde viel realer umgesetzt.
Auch Ihr taktisches Verhalten muss sich an die Gegebenheiten in "Blitzkrieg" anpassen. Ein "reinpressen" ist fast immer so gut wie sinnlos und grenzt mehr an Suizid, als an Strategie. Oft stellt die feindliche Artillerie ein großes Hindernis dar, die sie einmal entdeckt dauerhaft bombardiert, denn in "Blitzkrieg" ist es der Artillerie möglich, an jeden Ort der Karte hinzufeuern, ohne das Gelände aufgeklärt zu haben. Für solche Fälle bietet das Spiel einen Haufen von verschieden Bewegungsarten, Stellungsverhalten und Feuereigenschaften für jede einzelne Einheit.
Diese speziellen Fähigkeiten sollten Sie oft im Krieg einsetzen, um den Feind mit möglichst geringen Verlusten zur Hölle zu schicken. Im Spiel läuft das meist so ab: Sie versuchen einen Ihrer Späher in das Zielgebiet zu bringen, denn diese Einheit hat im Stillstand die Möglichkeit Ferngläser zu verwenden, um weiter sehen zu können. Somit können sie feindliche Einheiten schon früher sehen und mit Ihrer weit entfernten Artillerie vernichten.
Oder sie rufen Verstärkung aus der Luft, um das Zielgebiet zu bombardieren. Natürlich gibt es hunderte Wege eine Mission anzupacken und den Feind zu vernichten. Werden sie einmal von Artillerie beschossen, wissen aber nicht woher sie feuert, haben ihre Einheiten auch die Möglichkeiten das Gebiet, woher die Schüsse kommen einzukreisen. Mit diesem ungefähren Ziel ist es auch Ihrer Artillerie möglich, diese Zielkreise zu beschießen und mit ein bisschen Glück auch die feindlichen Geschütze zu treffen.
Einheiten
Blitzkrieg verfügt über eine ungeheure Anzahl an Einheiten und militärischem Gerät. Über 200 spielbare Einheiten und schwere Kriegsmaschinen warten auf Sie. Infanterie, Panzer, LKWs, Motorräder, Züge, Flugzeuge, Küstenartillerie und vieles mehr gehören zum Repertoire; jede einzelne mit ihren individuellen Stärken und Schwächen. Eines der großen Features stellt die historische Korrektheit der zur Verfügung stehenden Einheiten dar, die originalgetreu im Spiel auftauchen (Deutsche benutzen beispielsweise Opel-Fahrzeuge und BMW-Motorräder).
Grafik
Anders als bei "Generals" gibt es hier keine 3D-Umgebung, die sich 360 Grad verstellen lässt. Im Gegenteil: Die Landschaften lassen sich eher mit denen aus "Red Alert 2" vergleichen. Während "Sudden Strike 2" nur isometrisch mit zwei Höhenstufen arbeitet, wird in "Blitzkrieg" ein stufenloses 3D-Terrain benutzt, das aber eher zweidimensional wirkt.
Grafisch beinhaltet "Blitzkrieg" auch wesentlich mehr berechnete Effekte, wie Rückstöße beim Abfeuern der Artillerie, Zerstörungsanimationen wie das Hochschleudern von Jeeps, Kettenspuren und Staubaufwirbelungen von Panzern, etc. Des Weiteren wurden zusätzliche dreidimensionale Objekte auf die Landschaften gelegt, um das Gesamtbild zu verbessern. Hierbei handelt es sich um dreidimensional modellierte Fahrzeuge oder Gebäude. Dennoch hat die Welt definitiv schon bessere Grafiken als in "Blitzkrieg" gesehen. Für Besitzer schwächerer Rechner durchaus ein Vorteil, denn die Grafik hält die Systemvoraussetzungen niedrig.
Ganz anders hingegen ist es bei den Zwischenfilmen, die sowohl aus echtem Filmmaterial als auch aus toll animierten Sequenzen bestehen, und gegebenenfalls auch ineinander verschmelzen.
Steuerung
Gesteuert wird Blitzkrieg wie jedes andere Echtzeitstrategiespiel, jedoch kommt es durch die unzähligen Verhaltensbefehle zu vielen verschachteteln Menüs am unteren Rand des Bildschirms, die trotz ihres großen Umfangs sehr übersichtlich gehalten sind. Flott werden Sie jedoch mit den wichtigsten Tastenkürzeln vertraut sein und somit den meisten Teil der Menüs schlichtweg vermeiden.
Zusammenfassung
"Blitzkrieg" repräsentiert die neue Art der Kriegsführung. Taktik wird hier nicht nur sehr groß geschrieben, sondern hat oberste Priorität. Anders als in anderen Echtzeitstrategiespielen, sind ihre Einheiten verloren, wenn sie vernichtet werden. Neue können nicht gebaut werden, da es schlichtweg keine Produktionsstätten gibt.
In "Blitzkrieg" steht nur der kämpferische Teil des Kriegs im Vordergrund, denn auf die wirtschaftlichen Aspekte wie Geldbeschaffungen und Einheitenbeschaffungen wurde verzichtet. Einen großen Pluspunkt erzielt das Spiel wegen seiner tollen historischen Detailtreue und den vielen Hintergrundinformationen zu Vorfällen und Einheiten.
Insgesamt erwarten Sie über 80 Missionen in drei Kampagnen, in denen Sie über 200 Einheiten verwenden dürfen. Grafisch hat "Blitzkrieg" leider nicht sehr viel zu bieten, doch das sollte Anhänger dieses Genres nicht allzu stören. weiterlesen schließen -
Ich zieh mal eben in den Krieg
Pro:
Darstellung, Steuerung
Kontra:
dumme Einheiten
Empfehlung:
Ja
Ich zieh mal eben in den Krieg
Es mag vielleicht etwas die falsche Zeit sein für solch ein Spiel, aber ich versuche mich trotzdem einmal an diesem Stoff. Ich will aber keines Falls politische Bemerkungen verfassen, weil dies zu weit abschweifen würde und dies nicht mit dem Spiel direkt zu tun hat. Ich will mich mit Blitzkrieg dem Spiel befassen und nicht mit der politischen Situation in der Welt.
Also gut
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Eigentlich halt ich nicht viel von Kriegsspielen. Spiele wie Panzergeneral und andere habe ich immer gemieden, das heißt jetzt nicht, dass Blitzkrieg mit Panzergeneral zu vergleichen wäre, dies wäre absolut falsch. Ich habe es nur als Beispiel für ein Kriegspiel angebracht.
Mein Nachbar und ein Freund von mir schwärmten mir aber dann von diesem Spiel vor und so wurde natürlich mein Interesse geweckt. Mein Nachbar hatte schon ewig gespielt und stellt mir seines zur Verfügung. Das Spiel ist auf zwei CDs gepresst, dies erscheint mir heute schon Standard zu sein, so tauchen doch in den meisten Spielepackungen mehr als nur eine CD auf und auch die GB-Installation ist wohl „normal“. Das Spiel ließ sich ohne Problem installieren und starten, das Programm konfigurierte die Einstellungen automatisch, aber diese können natürlich noch manuell geändert werden.
Krieg leicht gemacht
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Wer noch nicht so oft Krieg geführt hat, dem wird alles nötige in den zahlreichen Tutorials beigebracht. Die Grundsteuerung ist sicherlich jedem bekannt, wer schon einmal ein Echtzeitstrategiespiel á la C&C oder Warcraft gespielt hat. Aber die meisten Fahrzeuge und Soldaten können mehr als nur schießen und sich bewegen. Sich verschanzen, Hinterhalt, Formation, aggressive Bewegung, Versorgung anderer Einheiten, Luftunterstützung, Reparatur und Gruppenbildung um einmal einige Funktionen zu nennen, die einem in den Tutorials beigebracht werden.
Denkt man, man hätte viel gelernt, so kann man in den Krieg ziehen.
Wir ziehen in die Schlacht
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Es gibt die Kampagnen der Deutschen, der Alliierten und der Sowjets. Sie unterscheiden sich in Sound und Optik. Dies erwartet man auch von einem guten Spiel. Nichts ist schlimmer als wenn der einzige Unterschied zwischen den Kampagnen die Farbe eines Symbols auf den Fahrzeugen ist. Die Deutschen rufen „Da wird sich Berlin freuen“ und die Sowjets kommen mit russischen Sätzen daher. Natürlich sind auch die Fahrzeuge verschieden.
Es gibt verschiedene Arten von Missionen, so muss man einmal ein Fahrzeug beschützen, dann ein Dorf verteidigen, dann ein Dorf vom Gegner „säubern“ und manchmal nur die Gegend erkunden und dabei natürlich Feinde vernichten. Dabei sind die Lokalitäten sehr verschieden von Wüste über Wald bis Winterlandschaft ist alles dabei.
Es gibt viele verschiedene Einheiten. Da sind die Soldaten, die zu Fuß durch das Kriegsgebiet stapfen, es gibt verschiedene Panzer, Autos, LKW die mit Soldaten beladen werden können, Reparaturfahrzeuge, Kanonen und Flugzeuge.
Fliegeralarm!!!!
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Die fliegenden Einheiten stehen einem nicht direkt zur Verfügung, man kann sie als Luftunterstützung anfordern. Diese Funktion steht einem alle paar Minuten zur Verfügung. Bei schlechtem Wetter allerdings wird diese Funktion deaktiviert. Es gibt mehrere verschiedene Arten der Unterstützung aus der Luft. So kann man ein Aufklärer rufen, der das Gebiet erkundet. Diese Funktion habe ich weniger benutzt, da ich lieber andere Unterstützungsarten wählen wollte. Dann gibt es die Jäger, welche die gegnerischen Flugzeuge bekämpfen. Diese Funktion habe ich oft genutzt, schließlich sind feindliche Jäger eine Gefahr für jeden Panzer, der kann sich ja nicht verteidigen gegen Angriffe aus der Luft. Es gibt auch Jäger die gegnerischen Bodenfahrzeuge und Häuser angreifen kann. Auch diese Funktion hab ich nicht genutzt, da man ja wissen muss wo diese Einheiten ungefähr sind, denn muss für jede Luftunterstützung einen Ort angeben. Den Bomber hingegen habe ich schon des Öfteren benutzt, so konnte man leicht einen Bunker „ausräuchern“.
Die beste Waffe, wie ich finde, ist die Artillerie. Sie kann weit schießen und wenn man einige hat, kann man das Feindobjekt schnell vernichten. Leider sieht man die feindlichen Einheiten nicht, wenn sie weit weg sind, so muss man oft auf Verdacht schießen, aber nach einigen Missionen hat man Erfahrung, wo sich Gegner befinden könnten. Gebäude sieht man ja (Wachtürme). Aber vorsichtig.
Was ihr habt, hat meistens auch der Gegner. Er kann also auch aus großer Entfernung schießen.
Aber alle Einheiten sind auf ihre eigene Art nützlich. Ich habe noch keine Einheit gefunden, die ich nicht für meinen Krieg gebraucht habe.
Die Steuerung ist sehr einfach. Die Funktionen der Einheiten lassen sich auch über die Tastatur steuern, was ich sehr praktisch finde, da man dann nicht unten nach der Funktion suchen muss. Auch die Gruppierungsfunktion, wie sie sich in vielen Spielen finden lässt, ist sehr praktisch. Da man so Einheiten nachholen kann, ohne auf der Karte hinscrollen zu müssen, oder man kann der Artillerie ein neues Ziel geben.
Die Grafik ist gut, sowohl im Spiel als auch im Menü. Die Effekte sind ansehnlich. Wer nicht genug Ressourcen (GraKa) hat, kann die Einstellungen natürlich noch so anpassen, dass es gut aussieht und trotzdem noch flüssig läuft. Auch vom Sound her, hat man nichts falsch gemacht. So dass das Spiel zu mindestens auf diesen beiden Sektoren sehr gelungen ist.
Dumme Armee
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Mir ist aufgefallen, dass die Einheiten sehr dumm sind. Damit meine ich nicht den Gegner sondern die eigenen Leute. So reagieren sie nur wenn sich etwas in ihrer Reichweite befindet, werden sie aus größerer Entfernung beschossen, so reagieren sie gar nicht erst. Wenn sich Panzer einmal bewegen, kann es auch zu Schwierigkeiten kommen, so fahren manche Panzer mit der Kanone nach hinten und muss den Geschützturm erst drehen wenn ein Gegner kommt. In engen Straßen Strassen haben Panzer auch Probleme, wenn zwei aufeinander zufahren, will keiner der beiden ausweichen oder zurückfahren. Diese Sache ist etwas unschön und führt zum gnadenlosen Punktabzug.
Wenn dein System in den Krieg will
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Minimum: MS-Windows 98/2000/ME/XP, Direct X8.1 oder höher, Internet Explorer 5.0 oder höher, 64 MB RAM, Pentium II 366 MHz, Direct Sound compatible Soundcard, 4-fach CD-Rom, 2.400 MB freier Speicher, DirectX8.1-kompatible Grafikkarte mit 8 MB
Empfohlen: MS-Windows 98/2000/ME/XP, Direct X8.1 oder höher, Internet Explorer 5.0 oder höher, 128 MB RAM, Pentium III 800 MHz, Direct Sound compatible Soundcard, 16-fach CD-Rom, 2.400 MB freier Speicher, DirectX8.1-kompatible, T&L-fähige Grafikkarte mit 32 MB
Mein Fazit
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Es hat mir schon viel Spaß gemacht, dieses Spiel zu spielen. Ich fand es gut, dass keine Zivilisten im Spiel zu sehen sind. Die Grafik und der Sound sind gut. Die Anforderungen sind nicht sehr hoch, so dass viele in den Genuss des Spieles kommen können. Die Dummheit der Einheiten ist schon sehr ärgerlich und führt zum Punktabzug. Die GB-Installation finde ich etwas übertrieben, das merkt man dem Spiel nicht an. Die Ladezeiten gehen in Ordnung (hab 1,2 GHz). Über die Schnellspeicherung und Schnellladefunktion kann man Fehler beheben, ist vielleicht nicht so realitätsnah, finde ich aber persönlich eine immer gerngesehene Funktion.
Das Spiel ist für jeden empfehlenswert, wer auch schon Spiele wie C&C oder Warcraft gespielt hat. Der einzige wirkliche Unterschied ist, dass es keine wirklichen Rohstoffe gibt. Nur die Munition muss vom Versorgerfahrzeug aufgeladen werden. Auch dies finde ich gut, erhöht die Realitätsnähe.
Also schon ein gelungenes Spiel.
Ich wünsche euch viel Spaß beim spielen.
RengerT 30.04.2003 weiterlesen schließen
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