Pro:
gute Grafik, exzellente Steuerung, toller Karrieremodus, Rückblende-Funktion, variabler Schwierigkeitsgrad
Kontra:
kein 2-Spieler-Splitscrenn-Modus, teilweise schwer verständlicher Rennfunk
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leserinnen und Leser,
ich möchte heute über das Race Driver: GRID für die PlayStation 3 berichten. Bei diesem Titel handelt es sich um ein Rennspiel. Im Folgenden dazu mehr:
°°° Allgemeine Informationen °°°
Titel: Race Driver: GRID
Entwickler: Codemasters
Herausgeber: Codemasters
Genre: Rennspiel
System: PlayStation 3
Netzwerkfunktion: Ja
Sprache: Deutsch
Spieler: 1 Spieler (Online/System Link: 1-24)
Altersfreigabe: 6+
Erscheinungsdatum: 30 Mai 2008
Internet: http://www.codemasters.de/grid/
°°° Grafik °°°
Die Grafik von Race Driver: GRID würde ich auf jeden Fall zum Besten zahlen was die PlayStation 3 momentan zu bieten hat. Die Fahrzeuge sehen wirklich schön aus, wobei man bei der Umgebung im Vergleich zu Gran Turismo 5: Prologue kleinere Abstriche machen muss. Dafür verfügt das Spiel allerdings über einen sehr gutes Schadensmodell, welches jegliche Unfälle an der Karosserie wiederspiegelt. Desweiteren reagieren die Zuschauer auch auf das Renngeschehen und zucken zusammen sofern man in die Leitplanke rast. Zusätzlich dazu sind die Reifenstapel nicht starr und man kann auch sofern man mit einem anderen Fahrzeug kollidiert einiges durch die Luft fliegen sehen. Für mich insgesamt ein wirklich gut gelungen Gesamtpacket.
°°° Steuerung °°°
Die Steuerung von Race Driver: GRID hat auf mich einen exzellenten Eindruck gemacht. Sie ist äußert präzise und auch schnell zu erlernen, trotzdem verlangt sie einiges an Geschick um sie richtig zu beherrschen. So muss man das Beschleunigen aus Kurven heraus genau taxieren um nicht die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren. Desweiteren sollte man die richtigen Bremspunkte vor Kurven finden um schnelle Rundenzeiten zu fahren. Was mir außerdem sehr gut gefallen hat sind die verschiedenen Steuerungseigenschaften der Fahrzeuge. So liegen einige Fahrzeuge ruhiger auf der Strecke als andere und lassen sich somit besser über die Kurse navigieren. Ein weiterer Punkt den ich äußerst erwähnenswert finde ist die Auswirkung von Unfällen auf die Fahreigenschaften. Bei einem Crash können die Schaltung, die Aufhängung, die Lenkung, der Motor und die Räder beschädigt werden. Dieses wirkt sich dann unmittelbar auf die Steuerung des Fahrzeuges aus. So haben z.B. Schäden an der Schaltung zur Folge, dass man die maximale Geschwindigkeit nicht mehr erreichen kann. Ein Schaden an der Aufhängung kann dafür verantwortlich sein, dass der Wagen leicht nach links oder rechts zieht. Das alles macht die Steuerung für mich zu einem echten Highlight und vermittelt einem das Renngeschehen hautnah. Im Folgenden habe ich noch einmal die Standarttastenbelegungen aufgelistet. Diese können jedoch im Menü nach Belieben um konfiguriert werden:
L2-Taste: Bremsen / Rückwärts
L1:Taste: Kamera Wechseln
R2-Taste: Beschleunigen
R1-Taste: -
Richtungstasten
Oben-Taste: -
Unten-Taste: -
Rechts-Taste: Lenken
Links-Taste: Lenken
Dreieck: Blick Zurück
Kreis: Handbremse
Kreuz: Gang Hoch
Kasten: Gang Runter
Linker Stick: Lenken
Rechter Stick: Blick
L3-Taste: -
R3-Taste: -
Select-Taste: Direkte Wiederholung
Start-Taste: Pausemenü
°°° Gameplay °°°
Nach dem ersten Start des Spiels wird man zunächst auf dem Titelbildschirm aufgefordert ein Fahrerprofil anzulegen. Dazu soll man einen Fahrernamen eingeben und eine Nationalität wählen. Anschließend muss man einen Audionamen aussuchen, mit dem man während des Spiels von den anderen Spielfiguren angesprochen wird. Sobald dieses Prozedere abgeschlossen ist wird man ins Hauptmenü weitergeleitet. Hier kann man aus den Spielmodi Grid-Welt, Renntag und Multiplayer auswählen. Im Folgenden werde ich mich der Grid-Welt widmen, die den Karrieremodus des Spiels darstellt. Nach dem man diesen gestartet hat, wird man prompt ins kalte Wasser geworfen, und bestreitet sein erstes Rennen. Dieses wird allerdings nur über die Distanz von einer Runde ausgetragen. Sofern man das Rennen besteht erwirbt man die Lizenz als Anfänger, und erhält somit die Starterlaubnis für Rennen in allen Regionen. Die Rennszene ist dabei in die Regionen Europa, Japan und USA unterteilt. Im nächsten Schritt geht es darum mit dem Aufbau eines eigenen Teams zu beginnen. Da dieses allerdings relativ kostspielig ist muss man zuerst für andere Teams fahren um das nötige Geld zu verdienen. Man erhält Fahrerangebote in den unterschiedlichen Regionen, durch die man verschiedene Wagen und Rennarten kennenlernt. Für jedes bestandene Rennen erhält man eine festgelegte Summe sowie Bonuszahlungen, sofern man die Rennziele des Teams erreicht. Außerdem steigert man sein Ansehen in der jeweiligen Region durch gute Rennergebnisse. Vor dem Beginn einer jeden Veranstaltung kann man den Schwierigkeitsgrad separat einstellen. Dadurch verändert sich die Höhe des Ansehens welches man durch die entsprechende Veranstaltung erlangen kann sowie die Anzahl der Rückblenden. Die Funktion der Rückblende kommt nach einem Unfall zum Einsatz. Man kann in der Wiederholung des Rennens zurückspulen und einen genauen Moment aussuchen, von dem aus man das Rennen wieder aufnehmen möchte. Dieses ist allerdings auf eine gewisse Zeitspanne begrenzt. Dennoch kann man sich damit aus schwierigen Situationen befreien ohne das Rennen noch einmal von vorne beginnen zu müssen. Nach dem man durch die Fahrerangebote ein Kapital von 60.000€ eingefahren hat kann man sein eigenes Team gründen. Zum Start steht einem ein klassischer 1970 Ford Mustang zur Verfügung. Mit diesem kann man allerdings nur an einer begrenzten Anzahl von Rennen teilnehmen, so dass man im Laufe des Spiels weitere Fahrzeuge erwerben muss, um auch bei anderen Wettkämpfen mitfahren zu können. Mit der Gründung eines eigenen Rennstalls gehen auch Sponsorenangebote einher, mit denen man zusätzlich Geld verdienen kann. Desweiteren ist es nun zum ersten Mal möglich selbständig aus Veranstaltungen in den unterschiedlichen Regionen auszuwählen. Das Ziel des Karrieremodus ist es der Weltbeste Fahrer zu werden und das erfolgreichste Rennteam zu formen. Hierzu muss man zuerst einmal in jeder Region die höchste Lizenz erwerben, um sich anschließend als der beste Fahrer durchzusetzen. In jeder Region stehen drei Lizenzen zur Verfügung, die mit einer gewissen Anzahl von Ansehenspunkten freigeschaltet werden. In der höchsten Lizenzgruppe stehen jeweils drei Rennen zur Auswahl, in den beiden unteren Lizenzgruppen jeweils sechs Veranstaltungen. So kommt das Spiel insgesamt auf 45 verschiedene Events. Die Renndisziplinen sind dabei sehr unterschiedlich. Es gibt die Veranstaltungen Grip-Rennen, Drift-Rennen, Drift GP, Drift-Schlacht, Freestyle-Drift, Downhill Drift, Touge-Rennen, Endurance-Rennen und Crashderdy, die jeweils regionsabhängig sind. Diese Disziplinen stehen natürlich auch in den Spielmodi Renntag und Multiplayer zur Auswahl. Wenn das eigene Team ein gewisses Niveau erreicht hat besteht die Möglichkeit einen Teamkollegen mitfahren zu lassen. Dieser muss natürlich bezahlt werden und wird einen Teil des Gewinns einbehalten, allerdings verdoppelt er auch bei jedem Wettkampf den potentiellen Verdienst. Hiermit möchte ich meine Beschreibung des Gamplays abschließen und mit meiner persönlichen Meinung fortfahren:
Mich persönlich könnte der Karrieremodus des Spiels wirklich begeistern. Als herausragenden Punkt würde ich die abwechslungsreichen Rennen nennen, die keine Langeweile aufkommen lassen. Ob man Drift-Rennen in Japan fährt oder ein Muscle-Car-Rennen in den USA hier sollte für jeden etwas passendes dabei sein. Desweiteren finde ich es sehr lobenswert, dass die Rennziele um Bonuszahlungen zu erreichen in einem machbaren Bereich liegen, und der Spieler selbst über die Einstellung des Schwierigkeitsgrades die Stärke der Gegner anpassen kann. Außerdem finde ich es sehr Intelligent gelöst, dass mit dem Schwierigkeitsgrad auch die zu erwerbenden Ansehenspunkte variieren. So kann man in Renndisziplinen die man besser beherrscht einen höheren Schwierigkeitsgrad wählen und in anderen einen niedrigeren. Dieses System beugt auch aufkommender Frustration, falls man eine Herausforderung nach mehrmaligen Spielen nicht bestanden hat. Ein weiterer Punkt der dieses noch bestärkt ist die Rückblende, mit der man fahrerische Fehler im Nachhinein ausbügeln kann, und somit nicht aufgrund eines Fehlers das komplette Rennen noch einmal von vorne fahren muss. Desweiteren wird einem während des Spielens ein rasantes Renngefühl vermittelt, welches den Spaßfaktor deutlich steigert. Außerdem hat mich das sehr ausgeprägte Schadensmodell begeistert welches dafür sorgt, dass man mit fahrerischem Können überzeugen muss, da man sonst schnell seinen Wagen ramponiert hat. Für mich insgesamt eine absolut gelungene Kombination aus Abwechslungsreichtum, Schwierigkeitsgrad und schnellem Renngeschehen.
°°° Multiplayer °°°
Da ich mir das Spiel lediglich von einem Freund ausgeliehen hatte bin ich leider nicht zum Testen des Multiplayer-Modus gekommen. Deshalb kann ich leider auch keine Aussagen über diesen machen.
°°° Sound °°°
Den Sound des Spiels würde ich als ziemlich gelungen Bezeichnen. Die Motorengeräusche klingen sehr überzeugend und die Umgebungsgeräusche wie jubelnde Zuschauer wirken realitätsnah. Auch der Sound von quietschenden Reifen und bei Unfällen macht einen guten Eindruck. Das einzige etwas kleinere Manko ist der teilweise schwer verständliche Funkverkehr während des Rennens.
°°° Fazit °°°
Race Driver: GRID hat meiner Meinung nach alles was ein gutes Rennspiel benötigt. Es ist für mich eine nahezu perfekte Mischung aus Arcadespiel und Simulation. Die Rennen sind Abwechslungsreich und der Schwierigkeitsgrad passend. Desweiteren sorgt die exzellente Steuerung für eine gute Bedienbarkeit. Der einzige Kritikpunkt den ich feststellen könnte ist der fehlende Zwei-Spieler-Modus im Spiltscreen, der gerade bei dem Aufbau eines eigenen Teams Sinn gemacht hätte. Mir hätte dieser allerdings schon bei Einzelrennen genügt, so dass man sich wenigstens mit einem anderen Mitspieler messen kann. Dieses ist allerdings nur Online oder über eine Netzwerkverbindung möglich. Ansonsten gibt es an diesem Spiel wirklich nichts auszusetzen und ich kann es nur weiterempfehlen. weiterlesen schließen
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