Doom 3 (PC Spiel Shooter) Testberichte
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Tests und Erfahrungsberichte
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Der lang ersehnte Traum!
4Pro:
Gute Atmosphäre, Geniale Grafik, Lange Spieldauer, Guter Umgebungssound
Kontra:
Die KI der Gegner, Kaum Story, Kein Außen Arial, Monotones Gameplay, Hohe Hardwareanforderungen
Empfehlung:
Ja
Vorwort
Es ist geschafft. Doom3, eins der meist erwarteten Spiele 2004 ist am 12 August erschienen.
Nach einem 2 Jahren langen Traum kommt das Horrorspecktakel auf die Bildschirme.
Neben Half Life 2 und Stalker war Doom 3 eins der meist erwarteten Spiele dieses Jahres, trotz einer Verspätung von 2 Jahren ist es den Entwicklern endlich gelungen das Spiel auf dem Markt zu bringen doch es schlug nicht so ein wie die meisten Vermuteten. Nun kommt mein Bericht von diesem Spiel welchen ich aus Erfahrung geschrieben habe.
Vorraussetzungen
Schon seit FarCry wissen wir wann zeit ist aufzurüsten und bei Doom 3 sieht es nicht anders aus. Denn um dieses Spiel flüssig und mit voller Detail Stärke Spielen zu können erfordert es ein hohes Maas an Potenzial. Doch die Überraschung ist auch das sich das Spiel auch bei netter Grafik auf einer FX 5200 oder auf der vergleichbaren Radeon 9200 SE spielen lässt.
Minimale Hardwareanforderung
P4 1,5 GHz oder AMD Athlon 1500+
384 MB RAM
8x CD-ROM
2.2 GB of HD
Windows 2000/XP (Bei Win 98 nur mit Patch möglich)
Ab einer GeForce3 oder Radeon 8500
Empfohlene Hardwareanforderung
P4 2 GHz oder ein vergleichbarer AMD 2200+
512 MB RAM
Direct X9 Grafikkarte mit 128MB (z.B. eine FX 5200)
Story
Irgendwo im weiten des Weltraums im Jahre 2145 führt es uns auf den Planeten Mars. Als Marine Soldat bekommen wir einen Auftrag wobei wir ein paar komischen Vorkommnissen auf der Forschungsstation der UAC auf den Grund gehen sollen. Wir sollen einen Wissenschaftler finden der seit einiger Zeit spurlos verschwunden ist. In Ruhe machen wir uns auf dem Auftrag nachzugehen, doch nach einer weile spüren wir das sich nicht als glatt läuft auf der Station. Man bekommt mit wie sich Mitarbeiter über sehr komische Vorkommnisse unterhalten. Doch wir lassen uns davor nicht entmutigen und setzten unsere Reis durch das Labor, auf der suchen nach dem Wissenschaftler, fort und befolgen unseren Auftrag, welche uns am Anfang auch keine Probleme darstellt. Doch als unsere Suche nach dem Professor zu ende ist beginnt erst alles richtig an. Als wir in gefunden hatten versucht er uns etwas hektisch mitzuteilen, doch kaum hat er angefangen verwandelt sich alles um uns herum und laute Sirenen ertönen. Dämonen stürmen aus der Hölle in das Labor, Geister fliegen um her und über Funk hören wir wie Menschen zerfleischt werden. Auf einmal versinkt alles wieder in Totenstille. Um zu sehen was in der Basis los ist versuchen wir den Wissenschaftler mit zu nehmen doch für ich kommt jede Hilfe zu spät. Er ist besessen von einem Dämon. Aus Not heraus sind wir gezwungen ihn zu erschießen. Wir laden unsere Waffe nach und versuchen wieder den Weg zurück zu finden. Natürlich wollen wir die der Sache auf dem Grund gehen doch es erscheint ein wenig schwieriger zu sein als es scheint. Fast jeder Mensch auf der Basis ist bereits ein Zombie. Doch wie man auch über Funk mitbekommt scheint es so das es noch Überlebende auf der Basis gibt. Immer mehr und mehr beginnen wir zu verstehen was auf dieser Basis los ist und wer hinter der ganzen Sache steckt doch das Abenteuer wird nicht leicht den wir stehen im wahrsten sinne des Wortes zwischen Himmel und Hölle. Um zu erfahren wohin uns die ganze Geschichte führ kauft euch das Spiel.
Gameplay
Das generelle Gameplay fasziniert einen vom ersten Augenblick an wegen der ungeheuren Dichte der Ereignisse. Es gibt in Doom 3 kaum einen Raum indem nicht böse Monster auf dich lauern oder etwas anderes geschieht. Allerdings darf man nicht verschweigen, dass sich nach einigen Stunden Spielzeit alles monoton vorkommt das fast jeder Raum einem andren Raum gleicht. Nach einer Zeit reagiert man auch auf Schreckmomente nicht mehr so wie früher und man kann schon fast ahnen was gleich kommt und wo sich Monster verstecken. Es wird allmählich zu einer Routine. Da machen die kleinen Abwechslungen im Gameplay umso mehr Freude, wenn man mal einen Kran bedienen oder mit der Monorail fahren darf. Diese Features wurden hervorragend ins Game integriert, kommen aber relativ selten vor. Denn trotz des PDA, auf dem man die Daten sammelt die man im laufe des Spiel findet und erfährt, und trotz der Minigame Features ist Doom 3 ein ast reines Egoshooter Spiel und nur für Egoshooter Spieler zu empfehlen. Und sind wir doch mal ehrlich:Schlieslich ist Doom 3 ein reiner Egoshooter bei dem es nicht um die Story und das Gameplay geht. Meiner Meinung nach hat sich ID Software auch sehr viel Mühe gegeben die sich auch auszahlt und das ist ihnen zweifellos auch gelungen die Herzen der Egoshooter Spieler zu erobern. Man muss auch sagen das sich Doom 3 im Gameplay und auch in der Grafik von ersten Teil sehr gut entwickelt hat. So sind die Level absolut klar und deutlich gehalten und lassen es nicht zu, dass wir uns verlaufen können. Obwohl es zwischendurch mal Geheimgänge gibt die uns vom Weg abbringen, uns aber Später wieder drauf bringen.
Das einzige was sie noch verbessern könnten wäre die KI der Gegner die manchmal sehr schlecht ist. Die einzigen gegner die im Spiel etwas nachdenken sind die Soldaten, die sich hinter Wänden verstecken und sich hinter kisten zum Schutz ducken. Doch bei dem Rest sieht es schlecht aus. Den meistens wählen die Gegner im den ersten Weg zum Spieler was zwar nicht sehr schlau ist aber sehr kräftige Argumente bietet. obwohl man da auch sagen muss das es schließlich Zombies sind die nicht denken können.
Grafik und Sound
Was soll man dazu schon Sagen. Doom 3 ist das wohl beste Spiel in Sachen Grafik und Sound, wobei der Sound min. 40 % der Horroratmosphäre ausmacht. Natürlich ist das Spiel auch mit einem 5.1 Surrsound System kompatibel. Die wunderschöne Grafik ist aber auch gleichzeitig ein Nachteil im Spiel dann nicht jeder hat ein High End System in seinem Zimmer stehen nur um Doom 3 flüssig spielen zu können. Damit ihr euch selber von der ausgezeichneten Grafik überzeugen könnt, könnt ihr hier den Trailer zu Spiel runterladen. Ich hoffe der Download geht.
ftp://ftp1.hg-computer.de/ingame/doom3/movies/doom3_trailer_low.zip
Die Licht und Schatten Effekte verleihen dem Spiel die gewünschte Atmosphäre die auch etwas Horror mit sich bringt. Hier ist noch eine kleine Liste mit den Unterstützten Grafikkarten und anderen technische Sachen
Unterstützte Grafikkarten:
- ATI: Radeon 8500, 9000, 9200, 9500, 9600, 9700, 9800
- NVIDIA: GeForce 3, GeForce 4MX, GeForce 4 Titanium, GeForce FX, GeForce 6
- Dynamisches Licht und Schatten (sogar auf Models)
- Entfernungsabhängige Qualität der Models (LOD)
- Bumpmapped specular highlighting
- Dot-3 bump-mapping
- Skelettbasierte Animationen
- ein Ingame Scriptingsystem
- 6 verschiedene Renderingbackends
Multiplayer
Der Multiplayer Modus fällt für Doom 3 sehr mager aus. Gerade mal 4 Modis (Deathmatch, Team Deathmatch, Last Man Standing und Tournament) und nur 5 Maps gibt es für den Multiplayer Modus. Doch allein die haben es faustdick hinter den Ohren. Doch was „ID Software“ nicht geschafft hat können die Fans des Horrorshooters alles mit neuen Maps und Mods ausbügeln.
Deathmatch: Ein einfacher Modi bei dem es das Ziel ist einfach deine Gegner zu töten und Frags zu sammeln um dann auf der Highscore Liste ganz oben zu stehen.
Team Deathmatch: Es ist da gleiche wie Deathmatch nur das man in 2 verschiedenen Teams gegen einander Spielt.
Last Man Standing: Bei diesem Modi ist es das Ziel als letzter auf ein Map zu überleben. Das heißt jeder kämpft gegen jeden doch der jenige der am Ende noch lebt hat gewonnen.
Tournament: bei diesem Spielmodi weiß ich noch nix bescheid aber vermutlich funktioniert es wie bei einem Turnier das heißt es Kämpft einer gegen einen bis zum Finale wo die 2 Besten gegen ein anderen Spielen um zu prüfen wer der bessere ist.
* Falls ich irgend etwas falsch defeniert habe, sagt mir bescheid.
Fazit
Das Spiel ist Grafisch vielleicht das beste was es auf dem Markt gibt, doch das Spiel verliert nach einiger Zeit ihren Still und wird ein bisschen Monoton in Sachen Grafik. Nach einer Zeit gewöhnt man sich an die Umgebung und es wird langweilig. Durch die Qualvolle Hintergrund Musik und die Gruselgeräusche wird die Atmosphäre jedoch sehr gut gesteigert. Schlaflose Nächte sind bei diesem Spiel also sicher. Wenn die Leute ein packende Story und ein abwechselungsreiches Gameplay haben wollen dann liegen sie mit diesem Spiel weit daneben, aber wenn es für euch nur darum geht Monster zu jagen,zu töten und ein Massaker zu veranstalten dann ist das Spiel Gold richtig für euch. Nach 2 Jahren warten finde ich Persönlich das das Spiel mich nicht enttäuscht hat in Sachen Grafik, nur bei der Story hätte ich mir wie viel andere Leute etwas mehr gewünscht.
Dieser Bericht wurde Verfasst von eXence alias Lian04 weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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BlueDione, 05.09.2004, 00:26 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Also ich persönlich halte nichts von Spielen wie doom oder wolf etc. Aber trotzdem sehr guter Bericht.
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Vom Mars in die Hölle
Pro:
Grafik, Sound
Kontra:
Story
Empfehlung:
Ja
Welcome to Mars Facility
Nach zahlreichen Verschiebungen, lautem Getöse aus der Ecke der Fanboys und der gewohnt kühlen Vorgehensweise von John Carmack persönlich, ist es nun endlich in den Läden erhältlich und wir können uns in den klaustrophobischen Albtraum voller enger Räume stürzen die nur einen Zweck zu haben scheinen, nämlich die Urängste in uns zu schüren bis wir tatsächlich meinen mit der Pumpgun in der Hand um unser nacktes Überleben zu kämpfen. Denn die Inszenierung der einzelnen Szenen ist eines der Highlights von Doom 3, die zwar recht routiniert umgesetzt wurden, einem aber trotzdem immer wieder erwischen, was auch an der herrlichen Kombination aller zur Verfügung stehenden Möglichkeiten liegt. Denn die bekannte Mechanik aus lautem Geräusch und ausgehendem Licht, woraufhin meist auch noch ein Grunzen oder Schaben vernehmbar ist, zwingt einem immer wieder sich schnell umzudrehen und jede Ecke zu kontrollieren, während die letzte verbliebene Lampe die Umgebung in flackerndes Licht taucht. Doch oft sind dies nicht die einzigen Effekte die uns den Schauer über den Rücken jagen, denn es kommt schon mal vor, dass für einen kurzen Augenblick ein Funke den Raum erhellt und wir genau sehen wie sich im Schatten etwas bewegte, woraufhin wir panisch die Lampe in die Höhe halten um zu sehen was uns bedroht, und nichts sehen. Auch ist es plötzlich verdächtig ruhig geworden, weswegen wir uns langsam umdrehen und dem Grauen direkt ins Gesicht schauen, welches sich mit unmenschlichem Gegrunze seinen Weg durch die Verkleidung der Wand sucht und nur noch eine Armlänge von uns entfernt ist. Nur gut, dass ein Tastendruck genügt um von der Taschenlampe zur zuletzt benutzten Waffe zu wechseln, deren Abzug wir nur noch mechanisch durchdrücken bis sich der Fleischberg nicht mehr bewegt. Je nachdem welche Waffe wir benutzen und wie wir die Monster getroffen haben, bleiben die Körper entweder liegen oder lösen sich in bester Buffy-Manier in Wohlgefallen auf. Das bevorzugte Ziel freilich stellt nach wie vor der Kopf dar, auf den man mit einem gezielten Schuss die meisten Gegner auf einen Schlag ausschalten kann, woraufhin diese kopflos umfallen und liegen bleiben. Zielen wir hingegen direkt auf die Körpermitte lösen sich die Gegner direkt nach dem tödlichem Schuss auf, was meistens der Fall ist wenn man einfach in die vermutete Richtung in die Finsternis feuert.
Der Schwierigkeitsgrad von Doom 3 aber wird allen Vermutungen zum Trotz nicht von der Aggressivität der Gegner getragen, sondern von der spärlich vorhandenen Munition. Denn die allesamt bekannten Waffen besitzt man bereits nach der Hälfte des Spiels, und ab diesem Zeitpunkt wählt man seine Waffe nicht nach Gutdünken, sondern schlicht nach vorhandener Munition. Da besitzt die Motorsäge endlich einmal eine Existenzberechtigung, denn wenn einem die Munition ausgeht ist sie wesentlich wirkungsvoller als die blanken Fäuste, mit denen man kaum Schaden anrichtet. Sehr wirkungsvoll, aber erst wenn man den Umgang mit ihnen erlernt hat, sind auch die Granaten, die sich ideal eignen mehrere Gegner auf einmal zu zerlegen. Besonders gegen die Trites, umgedrehte Köpfe mit Spinnenbeinen, lassen sie sich gut einsetzen und sparen viele Projektile.
Nur gut, dass die Heilungsmöglichkeiten relativ oft vorhanden sind, denn neben den bekannten Health-Packs in verschiedenen Stärken gibt es auch noch fest installierte Geräte denen man eine bestimmte Anzahl an Lebensenergiepunkten entnehmen kann. Zusätzlich besitzen wir natürlich auch noch ein Schild, welches uns vor Verletzungen schützt und ebenfalls aufgeladen werden kann.
Neben der Inszenierung der Schreckmomente, stellt natürlich die präsentierte Grafik den Hauptdiskussionspunkt von Doom 3 dar. Denn zweifellos gab es eine derart detaillierte und bombastische Grafik bis heute nur ganz selten zu sehen. Besonders die unglaubliche Qualität der Texturen und das Design jedes einzelnen Objektes sind atemberaubend. Gäbe es einen Oskar für bewegliche Objekte in einem Videospiel, müsste man ihn Doom 3 wegen der beeindruckenden Maschinen und Mechaniken überreichen, die einen mitunter nur noch staunend zurücklassen. Denn manche Maschinen sind derart kompliziert und arbeiten doch absolut fehlerfrei, dass man nicht umhinkommt sie sich ganz genau anzusehen, auch wenn sich einem der Sinn hinter deren Tätigkeit nur selten erschließt.
Was seinen nicht unbeträchtlichen Teil zu der gruseligen Atmosphäre beiträgt, sind die absolut einmaligen Räumlichkeiten, die sich nie wiederholen und jeden Ort einmalig machen. Denn es gibt keine gleichen Räume in Doom 3, jeder Gang, jede Kammer und jedes Zimmer besitzt eine absolut einmalige Ausstattung, ist individuell designt und macht es uns so recht leicht zu erkennen ob wir Neuland oder bekanntes Terrain betreten.
Da Doom 3 recht viel mit starken Kontrasten und beweglichen Lichtquellen spielt, wird jede dunkle Ecke zur Gefahr in der sich etwas versteckt halten könnte. Aus diesem Grund ist die Taschenlampe neben den Waffen unser wichtigstes Werkzeug, die uns nicht nur vor hinterrücks angreifenden Monstern schützt, sondern auch die im Level verteilte Munition und Healthpacks sichtbar macht, die gerne unter irgendwelchen Vorsprüngen, Treppen oder in Geheimgängen verborgen sind. Und davon gibt es nicht wenige, so dass es sich durchaus lohnt sich immer etwas genauer umzusehen.
Denn so mancher Raum den wir betreten, sieht im ersten Augenblick noch richtig schön aufgeräumt aus, haben wir unsere Arbeit aber erledigt, ist der Boden übersät mit den Überresten diverser Körper, von den Wänden trifft das Blut und die Einrichtung ist zerstört.
Was ebenfalls ziemlich einmalig sein dürfte ist die Qualität der gezeigten Monitore im Spiel. Zurecht werdet ihr fragen, was uns das bringt? Nun, viele der gezeigten Monitore, und auf so einer Station gibt es wirklich viele davon, besitzen richtige Funktionen und zeigen entweder irgendwelche realen Werte oder Überwachungskameras an, oder besitzen gleich einen Touchscreen um irgendwelche Funktionen auszulösen. Wie gesagt, was auf den Bildschirmen gezeigt wird ist pixelscharf und oft werden uns komplette Menüs geboten, die wir einfach direkt anklicken können. Denn richten wir das Fadenkreuz auf einen Monitor, verwandelt es sich in eine Hand mit der wir den Computer bedienen können. Gleiches passiert wenn wir es auf eine befreundete Person richten, woraufhin wir mit dem Abzug nicht mehr den Schuss auslösen, sondern das Gespräch beginnen.
Zwar keine neue Idee, trotzdem etwas ungewöhnlich in einem Egoshooter ist die Funktion des mitgeführten PDA, mit dem wir nicht nur den Missionsablauf kontrollieren können, sondern auch Zugriff auf alle persönlichen Files haben die wir im Laufe des Spiels finden. So kommen wir an diverse Codes um verschlossene Türen oder versperrte Schränke zu öffnen. Diese Infos verstecken sich entweder in den schriftlichen eMails, die man relativ schnell nach den wichtigen Informationen durchsuchen kann, sowie den Sprachaufzeichnungen, die schon etwas mehr Zeit zum Auswerten schlucken. Denn geschickter Weise hat man die wichtige Information immer ganz ans Ende des Message gepackt, so dass man relativ viel Zeit mit dem Anhören dieser Aufzeichnungen verbringt. Um die Sache noch zu verkomplizieren schwirren auch Spam-Mails und falsche Informationen in den Files herum, was man spätestens dann bemerkt wenn man einen Türcode eingeben möchte der eine Null enthält, das Tastenfeld der Türe aber überhaupt keine Null besitzt. Wie man dieses Rätsel löst verraten wir an dieser Stelle natürlich nicht, weswegen ihr die Mails schon selber durchforsten müsst.
Ich persönlich fand diese Lösung etwas ungeschickt, weil sie einem von der schnellen Action immer wieder in eine Lesephase versetzt, die jede zuvor aufgebaute Aufregung wieder zunichte macht. Denn in der Praxis liest man nicht jedes File direkt nachdem man es gefunden hat, sondern beschäftigt sich erst dann mit dem PDA wenn man einen bestimmten Code benötigt. Dann fängt man an alle angesammelten Mails und Nachrichten zu studieren, was schon mal etwas dauern kann.
Das generelle Gameplay fasziniert einen vom ersten Augenblick an wegen der ungeheuren Dichte der gescripteten Ereignisse. Kaum ein Meter in Doom 3 existiert an dem nicht irgendetwas geschieht, so dass man nie zur Ruhe kommt und mitunter tatsächlich wie ein gehetztes Vieh durch die Level rennt während einem die Ausgeburten der Hölle den Hintern grillen. Allerdings darf man nicht verschweigen, dass sich nach einigen Stunden Spielzeit eine Sättigung einstellt, besonders wenn man versucht Doom 3 am Stück durchzuspielen. Denn irgendwann sind die ganzen Schreckmomente einfach bekannt und man reagiert routiniert darauf. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist es zuende mit der Gruselei und man agiert mehr mechanisch als intuitiv. Da machen die kleinen Abwechslungen im Gameplay umso mehr Freude, wenn man mal einen Kran bedienen oder mit der Monorail fahren darf. Diese Minigames wurden hervorragend ins Game integriert, kommen aber relativ selten vor. Denn trotz des PDA und trotz der Minigames, Doom 3 ist ein astreiner Egoshooter der ganz genau weiß wo seine Stärken liegen. Denn kritisch betrachtet bietet uns das Gameplay nichts neues, aber alles in bisher ungesehener Qualität. Und sind wir doch mal ehrlich: Mehr hat uns ID-Software doch nie versprochen, außer den besten aller Egoshooter. Und das ist ihnen zweifellos auch gelungen, auch wenn man so manche Anleihe aus anderen Games kaum übersehen kann, wie die Monorail die man schnell aus Half-Life importierte, wohl als Hommage an vergangene Zeiten, so wie der generell klaustrophobische Eindruck, den zuletzt nur System Shock so gemein auf den Punkt brachte. Denn auch das muss gesagt werden: Doom 3 hat sich kräftig weiterentwickelt und viel von dem staubigem Erbe zurückgelassen, was uns ein angenehm frisches Gameplay beschert welches trotzdem typisch Doom geblieben ist. So sind die Level absolut linear gehalten und lassen es nicht zu, dass wir uns verlaufen können, einzig die versteckten Geheimgänge weichen kurz vom Kurs ab, nur um uns Augenblicke später wieder auf die Einbahnstrasse zu führen die den Spielfortschritt bestimmt. Ich persönlich habe nichts gegen diese Art der Levelgestaltung, genügt es doch schon sich mit den diversen Türkodes auseinandersetzen zu müssen oder entsprechende Keycards zu suchen. Denn nur in wenigen Fällen können wir zwischen zwei möglichen Wegen wählen, die aber auch wieder nur zu einem Ziel führen.
Erwartungsgemäß fiel die Soundkulisse ebenso bombastisch aus wie die Grafik, die uns ständig mit den Hintergrundgeräuschen der Marsstation beschallt und vom leisen Schaben an der Wand bis hin zum infernalischen Gegröle der großen Monster das gesamte Spektrum unmenschlicher Laute beherrscht. So wie die Lichteffekte wurden auch die Sounds sehr vielschichtig und effektvoll eingesetzt. Denn man kann sich nie sicher sein, ob das eben gehörte Röcheln von einem Monster um die Ecke stammt, oder ob das Geräusch durch die Lüftungsschachte zu uns kam. Denn mitunter werden schon mal absichtlich falsche Fährten gelegt um uns in die Irre zu führen, genauso wie so mancher Gegner so lange ruhig hält, bis wir unmittelbar vor im stehen. Selbstverständlich kann man sich mit entsprechender Ausstattung die Sounds auch in 3D um die Ohren hauen, was für einen noch authentischeren Spieleindruck sorgt.
Die verwendete Gegner-KI ist in Ordnung und verrichtet ihre Arbeit klaglos, allerdings gehören die Gegner sicher nicht zu den Intelligentesten und können es beispielsweise nicht mit solchen IQ-Bestien wie die in Far Cry aufnehmen. Ganz im Gegenteil beherrschen sie meist nur eine Angriffstaktik die sie durchstehen bis man ihnen das Licht ausbläst. Selbst wenn sie Schutz hinter einem Objekt suchen, tun sie das nicht weil sie sich schützen wollen, sondern einfach weil sie immer in den gleichen Zeitabständen aus der Deckung hervorkommen, egal was wir machen. Bei Gegnern die in Massen auftreten fällt einem zudem auf, dass sich diese einfach immer schnurstracks auf uns zu bewegen, was dazu führt, dass nach wenigen Sekunden alle Gegner hinter uns hängen und wie am Schnürchen abgeknallt werden können.
Wohl mehr als netten Bonus aber nicht als Kaufgrund hat ID-Software auch einen Multiplayer-Part ins Spiel integriert, der uns aber nur die absolut rudimentären Spielfunktionen bietet. Mit max. vier Spielern gleichzeitig können wir uns per lokalem Lan oder per Internet in den wenigen mitgelieferten Maps austoben, wobei uns die Spielmodi Deathmatch, Team Deathmatch, Last Man Standing sowie ein 1on1 Tournament zur Auswahl steht. Um die grafisch so beeindruckenden Welten auch mal mit Freunden zu erleben taugt der MP-Mode allemal, der Hauptaugenmerk von Doom 3 liegt aber definitiv auf der SP-Kampagne. Trotzdem sollte man erwähnen, dass die mitgelieferten Maps dem erwarteten hohen Qualitätsmaßstab von ID-Software entsprechen, und trotz ihrer relativ kleinen Abmessungen viele Möglichkeiten und Geheimnisse beherbergen.
Positives:
Absolute Spitzengrafik und ebensolche Soundkulisse, herrliche Inszenierung der Schreckmomente, gelungenes Licht- und Schattenspiel, einmalig schöne Texturen, wirklich hässliche Monster, klaglos funktionierende Steuerung.
Negatives:
Gameplay beginnt sich nach der Hälfte des Spiels zu ziehen, MP-Part stellt nur eine gelungene Beigabe dar.
Fazit:
Mit Doom 3 zeigte uns ID-Software wieder einmal wie man eine grafische Referenz auf die Beine stellt, die gepaart mit den sehr gelungenen Schreckmomenten und der mitreißenden Soundkulisse für das erwartet bombastische Spielerlebnis sorgt. In Zeiten eines Riddick aber muss man anmerken, dass das Gameplay nur Standardkost darstellt und sich bereits nach der Hälfte des Spiels eine Sättigung einstellt die uns immer routinierter vorgehen lässt. Denn irgendwann erschreckt man sich einfach nicht mehr wenn das Licht ausgeht, stattdessen reagiert man automatisch mit immer derselben Vorgehensweise. Dafür bekommt man Innenräume geboten die dank ihrer Detailvielfalt echter kaum mehr wirken können, sowie Maschinenkonstruktionen und bewegliche Objekte die einen staunen lassen. Doch auch das Design der Monster selbst ist sehr gelungen, von denen wir uns ruhig mehrere Variationen gewünscht hätten. Der mitgelieferte MP-Part hingegen ist nur eine nette Beigabe, die nicht in diese Wertung mit einfloss.
Damit lässt sich resümieren, dass Doom 3 alle in es gesetzten Erwartungen erfüllt hat und uns ein einmaliges Spielerlebnis liefert, welches aber etwas an Abwechslung mangelt dafür aber mit 15 bis 20 Stunden angenehm umfangreich ausgefallen ist. In Sachen Grafik und Sound verdient der Titel zweifellos eine Bestwertung, die Steuerung hingegen stellt bekannten Standard dar und das Gameplay beginnt sich zum Ende hin etwas zu ziehen, weil es dann beginnt an Abwechslung zu fehlen. Dafür kann das Game komplett auf eine Karte verzichten, da es faktisch immer nur einen Weg gibt, was in einem Egoshooter durchaus eine akzeptable Lösung ist um orientierungsloses hin und her Gelaufe zu verhindern. weiterlesen schließen
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