Pro:
nett
Kontra:
anspruchslos, Anfangs langatmig, nervige Katherine Heigl
Empfehlung:
Nein
Nach einer Shoppingtour, von der ich frustriert war, weil ich nichts zum Anziehen gefunden habe, machte ich an der Videothek halt, um mir zum Frustabbau einen netten Film ansehen zu können. Leider waren die ganzen netten Filme schon verliehen und so nahm ich schließlich „Kiss & Kill“ mit nach Hause – ein Film, bei dem mir wenigstens der Hauptdarsteller gefällt.
Einen Erfahrungsbericht, den ich kürzlich gelesen habe, hat bei mir auch den Eindruck erweckt, dass der Film für solche Frust-Fälle richtig sein könnte.
_Darum geht´s
Nachdem Jen von ihrem Freund sitzengelassen wurde, fliegt sie mit ihren Eltern nach Nizza, wo sie den attraktiven Spencer kennenlernt.
Obwohl sie eigentlich keine neue Beziehung wollte, verliebt sie sich Hals über Kopf in den Mann und heiratet ihn, ohne ihn eigentlich richtig zu kennen.
Was Jen nämlich nicht weiß: Spencer war früher Geheimagent, der für Geld Menschen umgebracht hat. Als er Jen kennengelernt hat, ist er ausgestiegen, doch jetzt holt ihn seine Vergangenheit wieder ein. Sein ehemaliger Boss ist ermordet worden und auf Spencer ist ein hohes Kopfgeld ausgesetzt worden ,das dazu führte, dass Spencer und Jen jetzt von allen möglichen Leuten gejagt werden…
_Meine Meinung
Wie ich es erwartet hatte, ging mir Hollywoods neues Sweetheart Katherine Heigl in „Kiss & Kill“ auf die Nerven. Es war aber nicht das typische Frauenbild in Actionfilmen, das sich in Form von dumm in der Gegend rumstehen und den Mann bei seiner Arbeit behindern, zeigt, sondern ihr permanentes Grinsen und dumme Lachen. In „Kiss & Kill“ macht Frau Heigl praktisch nichts anderes als ihr hübsches Antlitz in die Kamera zu halten und freundlich zu lächeln und genau das hat mich genervt, denn ich hatte wirklich erwartet, dass sie in einer Actionkomödie etwas mehr Action zeigt und eine Waffe auch mal anders als zwischen Daumen und Zeigefinger in die Hand nimmt.
Dummerweise dominiert Heigl aber mit Ashton Kutcher den Film und man sieht von den Nebendarstellern nicht viel. Gerade von Tom Selleck habe ich mir mehr versprochen, aber er hat in der flachen Geschichte einfach nicht den Platz, den er eigentlich haben müsste. Ich kann mir nicht erklären, warum man ihn nicht einfach etwas mehr hat agieren lassen, denn dann wäre der Film wenigstens vielseitiger geworden.
„Kiss & Kill“ beginnt etwas lahm und endet in einer wiederkehrenden Actionszene. Dass hinterher so viel Leute Spencer umbringen wollen, sorgt hier und da für Spannung und hin und wieder auch für ein Schmunzeln, aber im Grunde besteht dabei jede Szene aus einer Schießerei mit anschließender Flucht im Auto. Richtig innovativ choreographierte Kampfszenen bekommt man leider nicht zu sehen.
Obwohl der Film nichts Neues bietet, habe ich mich nicht völlig gelangweilt (ich fand nur den Anfang etwas langatmig) und habe die Unterhaltung an einem Sonntag-Nachmittag schon genossen.
In meinem Freundeskreis nennen wir Filme wie „Kiss & Kill“ schlicht und einfach „Filmchen“, was soviel bedeutet wie „Film mit netten Darstellern, den man sich ansehen kann, aber nicht muss. Es würde reichen, ihn irgendwann mal im TV zu sehen“.
_Allgemeines
"Kiss & Kill” (Killers). USA 2010
Regie: Robert Luketic
Drehbuch: Rob DeRosa, Ted Griffin
Darsteller: Katherine Heigl, Ashton Kutcher, Tom Selleck, Catherine O´Hara, Kevin Sussman
Länge: 100 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
_Die Blu-ray
Sprachen: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2:35:1
Region: B
Das Bild dieser Blu-ray ist wirklich gut. Man erkennt jede von Heigls-Wimpern und bei Explosionen kommen auch die Farben gut zur Geltung. Der Ton ist mir hingegen nicht weiter aufgefallen. Ich habe ihn weder positiv noch negativ wahrgenommen, was heißt, dass die Explosionen im Film z.B. nicht mit besonderen Soundeffekten hinterlegt sind.
Grundsätzlich ist de Qualität der Blu-ray sehr gut.
_Bonusmaterial
• Making-Of
• Geschnittene & alternative Szenen
• Gag Reel
• Trailer
• Fotogalerie
Die Laufzeit des Bonusmaterials ist in Ordnung, besonders die geschnittenen und alternativen Szenen sind sehr umfangreich. Allerdings ist das Bonusmaterials auch nichts Besonderes und vom Making-Of habe ich mir bei einem Film, bei dem es viel Action gibt auch mehr erwartet als ein paar Schauspieler-Interviews.
Grundsätzlich ist das Bonusmaterial bei einem solchen Film aber auch nur nettes Beiwerk und nicht wirklich wichtig.
_Mein Fazit
„Kiss & Kill“ ist anspruchslose Unterhaltung, die für einen Sonntagnachmittag durchaus ok ist. Ich fand nur Katherine Heigl etwas nervig und hätte mir längere Auftritte von den Nebendarstellern gewünscht. weiterlesen schließen
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