Pro:
war mal ne nette Idee
Kontra:
viel zu viel Verpackungsmüll
Kaffee viel zu teuer
Empfehlung:
Nein
Qualität & Verarbeitung
'''Im Gebrauch''' kann man wie gesagt keine wirklichen Fehler machen, ist der Ein-/ Ausschalter mit rot / grüner LED Anzeige deutlich erkennbar. Dank der höhenverstellbare Abstellfläche aus Kunststoff, die man überdies abnehmen und somit reinigen kann, ist die Maschine selbst für meine größte Tasse geeignet. Ob und inwieweit die Maschine selbst im ausgeschalteten Zustand noch Strom verbraucht, ist mir persönlich nicht bekannt ~ dessen ungeachtet gehöre ich zu der Front, die aus Gewohnheit stetig den Stecker zieht, sobald ich die Maschine nicht benötige.
Der Hersteller verspricht neben der optischen Platzersparnis (obschon Stromkabel meiner Meinung nach unbestreitbar IMMER irgendwie im Wege liegen) eine „innovative Technik“, eine Leistung von '''1500 Watt''' sowie „einem Profidruck von bis zu 15 bar“ ~ eine Aussage, die mich als Laien lediglich zu einem „aha“ verführt. Woher soll ich auch wissen, welchen Druck sonstige Maschinen oder gar die in den Cafés aufbringen?
Immerhin: die Ausführung, dass der Kaffee mit einem Häubchen bzw. einer cremigen „Schicht“ auf den Genießer wartet, verspricht durchaus nicht zu viel. Das, was ich in meinen eigenen Tassen vorfinden kann, gleicht in der Tat dem, für was ich im Restaurant allzu bereitwillig 2-4 Euro zahle. Wenn man es so betrachtet, mag der Preis für eine 8 bzw. 16er Portionen Packung (meist um die 4 Euro) gar nicht mehr so hoch erscheinen ~ '''gleichwohl fasziniert es mich vermutlich bis über den künftigen Sarg hinaus, dass der Mensch den Konsum von Biokaffee''' '''aus angeblichen Preisgründen ablehnt, sich dann aber ohne mit der Wimper zu zucken Kapselkaffee kauft, für den''' '''er umgerechnet 60 Euro pro Pfund hinblättert.'''
Getreu dem Motto „man muss sich mal was gönnen können“ probierte ich mich munter durch die verschiedenen Sorten der Kapsellandschaft, glücklicherweise profitierend davon, dass nicht nur im Paket selbst, sondern überdies von meinen Eltern ebenfalls eine bunte Mischung zum testen bereits gestellt wurde.
So albern es klingt, so sehr beruhigt es mich, dass mir die meisten Sorten absolut nicht schmecken. All das, was mir hier als „Cafe Crema“, „Caffe Lungo“ oder „Espresso“ untergejubelt wurde, hat für mich einen touch von Schubladendreck. Die Gefahr, dass ich somit regelmäßiger Nutznießer dieser Kapselmaschine werde, ist somit im definitiv unteren Bereich angesiedelt.
Über die Aspekte der '''Reinigung''' wie auch '''Entkalkung''' lasse ich mich hier und heute nicht aus ~ ein jeder wird (im Idealfall) bereits einmal eine technische Gerätschaft entkalkt haben und dafür sein eigenes spezielles Mittelchen verwenden. Erwartungsgemäß bietet der Hersteller seine eigenen Kreationen an, mit denen ich mich aller Wahrscheinlichkeit nach nie und nimmer auseinandersetzen, sondern an dessen statt auf umweltschonendere und zugleich kostengünstigere Hausmittelchen zurückgreifen werde.
Handhabung & Komfort
Die '''Farbgebung''' in rot hätte ich mir selbst nicht ausgesucht, sondern eher auf eine der anderen Varianten (weiß, schwarz, Titanium und Light Blue) zurückgegriffen. Während des Transportes in den öffentlichen Verkehrsmitteln lernt man gewiss das Gewicht in Höhe von '''2,4 Kilo''' zu schätzen, während die Maschine Dank der Maßen '''31 x 16 x 22,5 cm''' meines Erachtens nach nicht so platzsparend ist, wie man es im ersten Moment annehmen dürfte. Naturgemäß kann man die Maschine nicht in die Ecke / an die Wand pröpfen, da man einerseits noch Spielraum für die Stromzufuhr benötigt und andererseits immerfort an den abnehmbaren Wassertank auf der Rückseite des Gerätes zugreifen muss.
Bei der persönlichen Übergabe staunte ich in der Tat nicht schlecht, haben meine Eltern es fertiggebracht, mit Edding auf dem Wassertank diverse Füllhöhen aufzumalen. Was jene Mitmenschen störte, ist der Aspekt, dass die Piccolo zwar über einen durchsichtigen Tank verfügt, man im Grunde aber immer einen Messbecher parat halten muss um die exakt gewünschte Wassermenge eingießen zu können.
Was im Grunde genommen bereits der erste Minuspunkt ist: '''die Maschine zieht sich immerfort den kompletten Inhalt aus dem Wassertank; stoppt mit diesem Vorgang ferner erst '''wenn der dafür vorgesehene Hebel manuell zurückgeschaltet wird.'''
Geschmack des Kaffees
===Summa summarum=== bin ich nicht wirklich glücklich mit dem Gerät, habe dies allerdings von Anfang an kommen sehen, so dass ich nicht vollständig enttäuscht bin. Die Ernüchterung gab es hingegen quasi frei Haus; sorgt das Maschinchen bei mir eher für Frust denn (Kaffee) Lust.
Dass ich bei jeder Sorte eine anderen Wassermenge einfüllen soll, hin und wieder sogar zwei Kapseln benötige und somit zweimal mit dem Messbecher hantieren soll.... ist nicht das, was man sich als immer verwöhnter werdender Mensch unter dem Begriff „einfachste Handhabung“ ausmalt.
Recht schnell habe ich für meinen Teil aufgehört, überhaupt noch die Wassermenge akribisch abzufüllen, ging vielmehr rasch dazu über, einfach nach Gefühl zu verfahren und kann damit doch recht gut Leben.
Der ein oder andere mag darüber lamentieren, dass man „erst warten muss, bis die Lampe grün leuchtet“ ~ mir hingegen ist dies in der Tat absolut egal, würde es mich eher verstören, binnen Millisekunden kochend heißes Wasser erhalten zu können.
Reinigung
Über die Aspekte der '''Reinigung''' wie auch '''Entkalkung''' lasse ich mich hier und heute nicht aus ~ ein jeder wird (im Idealfall) bereits einmal eine technische Gerätschaft entkalkt haben und dafür sein eigenes spezielles Mittelchen verwenden. Erwartungsgemäß bietet der Hersteller seine eigenen Kreationen an, mit denen ich mich aller Wahrscheinlichkeit nach nie und nimmer auseinandersetzen, sondern an dessen statt auf umweltschonendere und zugleich kostengünstigere Hausmittelchen zurückgreifen werde.
Weitere Erfahrungen & Fazit
Zusammengefasst bleibt festzuhalten, dass ich hier alles andere als des Lobes voll bin. Pluspunkte sammelt die Piccolo dadurch, dass sie nicht so klobig ist wie viele ihrer Artgenossen, einfach zu bedienen ist und es wahrhaftig mannigfaltige Sorten gibt, durch die man sich munter hindurchschlürfen kann. Auf abenteuerliche Weise kann ich gewissermaßen den horrenden Preis loben, der immerhin erfolgreich davon abhält, allzu viel von den Kapseln zu erwerben und somit den immensen Müll zumindest ansatzweise überschaubar zu halten.
Für zwischendurch und vorrangig für Einzelpersonen (insbesondere hinsichtlich der eher abgekühlt-heißen statt verbrennungsfähig-heißen Temperatur) irgendwo ganz nett... sollte eines unschönen Tages jedoch meine Wohnung geplündert werden, würde ich de facto mehr um meine „Die reitenden Leichen“ FSK18-Fassung weinen als um diese Maschine.
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