Pro:
Atmosphäre, Story, Schauplätze
Kontra:
etwas zu actionreich
Empfehlung:
Ja
Higanjima – Insel der Vampire
Originaltitel: Higanjima
EAN: 7613059901377
Land: Japan, Südkorea
Jahr: 2009
Freigegeben ab 16 Jahren
Label: Ascot Elite
Deutsch DTS 5.1,Japanisch Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Format: 16:9, 2.35:1
Länge 128 Minuten
Regisseur: Tae-gyun Kim
Drehbuch: Köyi Matsumoto / Tetsuya Öishi
Kamera: Shinji Kugimiya
Musik: Hiroyuki Sawano
Darstellerliste:
Dai Watanabe
Asami Mizukawa
Köji Yamamoto
Hideo Ishiguro
Miori Takamoto
Tomohisa Yuge
Takahiro Tsutsumi
Akira lernt eine geheimnisvolle Frau kennen und erfährt, dass diese seinen verschollenen Bruder kennt, der auf einer Insel lebt und in Gefahr sein soll.
Akira macht sich natürlich sofort auf den Weg, um seinen Bruder zu suchen. Seine fünf besten Freunde begleiten ihn auf dem Weg zu der Insel Higanjima.
Sie ahnen nicht, dass diese Insel von Vampiren bevölkert ist, welche einstmals die friedlichen Inselbewohner waren. Diese haben sich nun in blutsaugende Höllenkreaturen verwandelt.
Diese Vampire werden vom mächtigen Vampirfürst Miyaki angeführt, welcher von Grausamkeit kaum zu übertreffen ist.
Es dauert nicht lange und der erste der sechs Freunde wird grausam von den Blutsaugern erledigt.
Glücklicherweise findet Akira seinen Bruder, welcher den 5 verbleibenden Freunden im Kampf gegen die Vampire zur Seite steht und dafür sorgt, dass nicht alle als Vampirfutter enden.
Es beginnt ein verzweifelter Kampf gegen die Untoten.
Bei Higanjima handelt es sich um eine japanisch-südkoreanische Manga-Verfilmung.
Die Story an sich finde ich schon mal sehr gut. Eine Insel voller Vampire und das noch in der exotischen Umgebung Asiens finde ich sehr ansprechend.
Die Verfilmung wurde temporeich und recht kurzweilig gestaltet, wenn man bedenkt, dass er eine Laufzeit von knapp 2 Stunden hat. Trotzdem finde ich, dass es ein paar Längen gibt und 20 Minuten kürzer dem Film keinen Abbruch getan hätten. Im Gegenteil! Ich finde auch, dass der Film etwas zu actionreich gestaltet wurde. Aber das ist Geschmackssache….
Die Dialoge sind ok, wenn auch manchmal etwas übertrieben und schwulstig. Dies kenne ich aber auch von anderen asiatischen Produktionen und es macht mir nichts aus. Leider ist die Synchronisation nicht ganz so gut, wie man es sich erhofft.
Die Effekte sind ganz nett. Es wurde größtenteils mit Handmade-Effekten gearbeitet, was ich sehr erfrischend finde, da man heutzutage sehr viel mit CGI arbeitet. Aber leider gibt es auch hier ein Computer Monster gegen Ende. Diese Szene finde ich zu übertrieben und auch leider etwas zu lang, so dass ich mich gerade in diesen Minuten extrem gelangweilt habe.
An Splatter gibt es hier einiges zu sehen, so dass man sich doch fragt, wie der Film mit einer FSK 16 durchgehen konnte! Wenn ich bedenke, dass manche KJ Filme wesentlich seichter sind als dieser Film hier, dann frage ich mich mal wieder, nach welchen Kriterien die FSK beurteilt! Na ja, diese Problematik kennt man ja bereits!
Der Film hat auch einige Fantasy Elemente. Die Atmosphäre ist düster, bedrohlich, aber auch irgendwie märchenhaft exotisch, allerdings im dunkleren Sinn. Die Schauplätze tragen viel zu dieser Atmosphäre bei! Besonders die Szenen auf der Insel finde ich schaurig gut! Der Nebel, der Regen und auch diese Hitze, die man spüren kann, haben für mich schon irgendwie etwas Besonderes!
Die schauspielerischen Leistungen würde ich als solide einstufen. Ich könnte jetzt niemanden besonders hervorheben, da alle keine Meisterleistung bieten, aber auch nicht negativ auffallen. Die Synchronisation macht wie gesagt ja auch einiges zunichte.
Bild und Ton auf der DVD finde ich extrem gut! Das Bild ist sehr scharf und mit einer Dolby Anlage kommt Higanjima richtig super!
Als Bonusmaterial gibt es eine Trailershow, ein Making-of und Interviews (beides mit deutschen Untertiteln).
Insgesamt sollte man nicht zuviel von Higanjima erwarten. Aber wer moderne Vampirfilme und auch die asiatischen Horrorfilme mag, sollte ruhig einen Blick riskieren.
6,5 von 10 Punkten weiterlesen schließen
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