Pro:
+ hoher Spielspaß + tolle Grafik & Sound
Kontra:
- ganz am Anfang eine ,ein wenig gewöhnungsbedürftige, Steuerung
Empfehlung:
Ja
Im Club geht´s recht heiß her - zumindest im "Midnight Club - Los Angeles". "Heiß" natürlich nur im übertragenen Sinne, denn die Rede ist von einem waschechten Rennspiel im Stile des Spielklassikers "Outrun", welches - als erstes Outrun-Rennspiel überhaupt - bereits in den 80´er Jahren für den C64 und später auch dem Amiga 500 erschien.
So kam ich zu dem Spiel
Doch kommen wir mal zurück ins Jahr 2010 - schließlich sind diese Zeiten längst vorbei und Spiele erscheinen heutzutage entweder für den PC oder für Spielekonsolen wie die Wii, die XBox 360 oder - im Falle des hier im Bericht im Focus stehenden Spiels - für die Playstation 3. Auf der Suche nach einem neuen Spiel für meine PS3 (nach längerer, Wii-bedingter Abstinenz, die ich ja auch noch habe kam ich vor mehr als einem Monat bei meiner lokalen real-Filiale an einem Stand mit im Preis heruntergesetzten PS3-Spielen vorbei. Dabei stach mir sofort das Spiel "Midnight Club-Los Angeles" ins Auge, dabei besonders die Tatsache, dass ich es mit einem "Outrun"-Rennspiel und nicht mit einem (für mich doch eher etwas langweilen) puristischen rundenbasierten Autorennspiel zu tun habe. Die Packung versprach in dem, auf dem Rückcover der Box aufgedruckten, folgenden Text schon einiges:
"Rase mit halsbrecherischem Tempo über die detailliert nachgebildeten Straßen von Los Angeles. Fahre aufgemotzte Tuner, Muscle-Cars, Luxusfahrzeuge, Exoten und Superbikes.Optimiere dein Fahrzeug mit den besten derzeit erhältlichen Tuning-Teilen und Upgrade-Kits.Straßenrennen ohne Strecken, Ladezeiten oder Regeln: Willkommen im Midnight Club! "
Also griff ich für den Angebotspreis von gerade einmal 20 € glatt zu - für ein PS3-Spiel ist dieser Preis schon "billig" zu nennen - normalerweise kosten PS3-Spiele zwischen 50€ bis 70 € - allerdings ist anzumerken: das Spiel war zum Zeitpunkt des Kaufes auch schon knapp 2 Jahre alt. Aktuell (September 2010) ist es glatt 2 Jahre alt !
Lieferumfang: Anleitungen,Poster, Spiele-Bluray
In der Bluray-Hülle des Spiels findet sich neben der eigentlichen Spiele-Bluray auch ein komplett deutschsprachiges, 28-seitiges Anleitungsheftchen, welches davon auf insgesamt 19 Seiten die grundlegenden Fragen der Steuerung im Spiel klärt sowie einige Kniffe und Drehs verrät, mit denen man im eigentlichen Spiel später ganz gute Erfolge erzielen kann. So werden sämtliche Bildeinblendungen recht detailliert erläutert und auch die grundlegenden Spielregeln erklärt. Spezialmanöver wie z.B. das Handbremsen-Burnout, das Fahren auf 2 Rädern und der Nitro-Turbo werden als "Racer Tipps" nähergebracht und vermitteln so schon ein bischen Insiderkenntnisse, die es auch mir ermöglichten, besser ins Spiel hinein zu kommen.
Zusätzlich liegt ein zusammengeklapptes und auf DinA3-Größe auffaltbares Mini-Poster dem Programm bei, auf dessen Vorderseite sich der komplette im Spiel vorhandene Straßenplan von Los Angeles befindet. Auf der Rückseite dieses Posters sind sämtliche im Spiel verfügbaren Fahrzeugmodelle aufgeführt, inclusive sämtlicher verfügbarer Motorräder. Die Dokumentation ist für ein PS3-Spiel , wie ich finde, doch recht umfassend ausgefallen, was dem Programm schonmal einen dicken Pluspunkt von mir einbringt.
Einlegen und installieren
Wie es bei der PS3-Konsole üblich ist, startet auch direkt nach dem Einlegen der Spiele-Bluray "Midnight Club - Los Angeles" die Installation per Autostart. Dabei werden knapp 54 MB an Daten auf die in der Konsole eingebaute Festplatte abgespeichert. Hierbei handelt es sich um Programmdateien, die des öfteren vom Spielprogramm nachgeladen werden müssen - da Festplatten immer noch deutlich schneller sind als Bluray-Leselaufwerke, ergibt sich so ein flüssigerer, nachladärmerer Spielablauf. Die ganze Prozedur dauerte in meinem Fall knappe 5 Minuten, dann war das Programm soweit installiert. und ich konnte das Spiel zum ersten Mal starten. Allerdings wurde ich beim 2.ten Startversuch überraschenderweise erneut von der Installationsprozedur überrascht: der Grund: bei der Erstinstallation hatte ich bereits den Router ausgeschaltet (das mache ich aus Stromspargründen vor dem Schlafengehen immer so), sodass die "Playsi" keinen Kontakt zum Internet hatte, als ich das Programm zum ersten Mal installierte. Beim 2.ten Start war das Internet dagegen "on" und so wurde die Autoupdatefunktion aktiv, die eine neuere Programmversion zum Download im "WWW" gefunden hatte. Also ließ ich sofort die Routine arbeiten und so wurde gleich eine Datei von 128 MB heruntergeladen und anschließend installiert - die ganze Prozedur dauerte dieses Mal eine halbe Stunde, dann war das Programm auf dem neuesten Stand und konnte gestartet werden. Ob und welche Bugs beseitigt wurden, kann ich nicht sagen, aber ich denke mal, dass es im Zweifel immer besser ist, mit der aktuellst verfügbaren Programmversion zu zocken...
Speicherfresser ?
Man braucht aber für das Update auf jeden Fall mehr als die vom Hersteller angegebenen 54 MB als Mindestspeicherplatzgröße, da , wie geschrieben, die Update-Datei allein schon 128 MB auf der Platte braucht. Allerdings dürfte auch für Nutzer der PS3-Version mit nur 40 GB großen Festplattenspeicher auch dieser Umstand nicht von großem Belang sein - ich habe auch eine 40 GB platte und habe immer noch trotz gespeicherten MP3 und einigen Fotodateien auf der "Playsi-Platte" sowie mehrerer Spiele und Spielstände immer noch mehr als 10 GB an freiem Speicherplatz zur Verfügung. Besitzer der neuesten 120GB-Version werden hier nur leise lächeln...
Der erste Start
Während des Ladevorganges tut sich nicht viel. Zunächst erscheint das Logo des Spiels, der Schriftzug "Midnight Club - Los Angeles", auf den Bildschirm. Danach werden einige Hintergrundaufnahmen einiger Schauplätze in Los Angeles gezeigt, allesamt mit animierter "Lifeaction". Nach Druck auf die "START"-Taste des Wireless Controllers erscheint ein Auswahlmenu auf dem Bildschirm. Hier startet im Einzelspielermodus quasi schon der Karrieremodus. Alternativ kann ich den Online-Modus starten, bei denen zwischen 2 bis 16 Spieler teilnehmen können.
Eine weitere Spieloption wird später der "Arcademodus" bzw. der "Goal Attack" sein, der aber erst aktiviert werden kann, wenn ich schon ein paar Einzelrennen durchgeführt habe - daher wird diese Option auch nicht in dem zunächst anwählbaren Auswahlmenu aufgeführt. Auf die einzelnen Spielmodi gehe ich im Folgenden noch ein wenig näher ein.
Einzelspielermodus
Ein Rennen im Allgemeinen ...
Sämtliche Rennen im Karrieremodus finden - wie es sich für illegale Straßenrennen gehört, mitten in der City von Los Angeles bei normalem Straßenverkehr statt. Dabei sind natürlich neben den Gegnern, die man zu schlagen hat, auch die Fahrzeuge "normaler" Verkehrsteilnehmer im Weg, dies können also neben normalen PKWs auch Busse, Motorräder oder Lieferwagen sein, eben alles, was man im normalen Straßenverkehr so vorfindet. Zudem schalten die Ampeln gerne auf Rot (was wir als "Racer" natürlich ignorieren) und der eine oder andere Hydrant und Laternenpfahl sowie Brunnen oder Baum sind auch Hindernisse, die es - bei rasendem Tempo zu umkurven gilt. Ein wenig erinnert dieses Spiel an "Need for Speed" , allerdings hat man als Spieler hier die Freiheit, sämtliche Straßen - auch abseits der Strecke - zu nutzen und wird nicht, wie dies bei Need for Speed der Fall ist, durch irgendwelche virtuellen Kraftfelder auf die zu fahrende Strecke gezwungen. Dieses Mehr an Freiheit hat andererseits natürlich den Nachteil, dass man sich in einigen Rennen regelrecht "verfahren" kann. Einmal falsch beim Renntyp "Geordnetes Rennen" falsch abgebogen und das Rennen ist so gut wie verloren (s.u.). Die Polizei lässt sich übrigens solange nicht blicken, wie die persönliche Reputation (s.u.) noch recht weit unten ist. Erst mit Fortschritt des Spieles kann man auch häufiger die dann doch eher ungeliebte Bekanntschaft mit den Herren in Dunkelblau machen.
Crashes
Auch sonst ist das Spielprinzip in "Midnight Club" eigentlich ziemlich an der Realität orientiert. Ein "Crash" kann so auch in diesem Spiel zum Totalschaden und damit zur vorzeitigen Rennniederlage führen oder schadet zumindest der Motorleistung und damit der Geschwindigkeit. Zusammenstöße mit Konkurrenten oder unbeteiligten Verkehrsteilnehmern sind dabei natürlich nicht bis ins letzte Detail realistisch, allerdings sind 180 ° Drehungen und Dachlandungen bei Frontalzusammenstößen durchaus häufiger zu sehen - extrem wird das hier aber nicht. Auch die eventuell denkbare Kollision mit Fußgängern ist kein visueller oder gar spielerischer Bestandteil von "Midnight Club". Crashes werden übriges in Zeitlupe visualisiert...
Schwierigkeitsgrade & Fahrzeugtypen
Zu Beginn sind die Gegner noch relativ einfach mit einem 80´er Jahre VW zu besiegen. Im späteren Spielverlauf steigt natürlich auch die Güte der Gegner immer weiter an. Daher lohnt sich auch das gelegentliche "Upgrade" seines fahrbaren Untersatzes auf ein schnelleres Modell. Neben ausgemachten "Muscle-Cars", die neben den "Tuner"-Fahrzeugen den größten Anteil an verfügbaren Fahrzeugen in diesem Spiel ausmachen, gibt es noch die sog. "Luxusfahrzeuge" wie die Modelle von Mercedes oder Chrysler sowie insgesamt 3 verschiedene Motorräder und einige Exoten wie Lamborghinis z.B. zur Auswahl, an deren Ausstattung man in Werkstätten noch ein wenig feilen kann.
Karrieremodus
REP - Punkte
Gleich zu Beginn des Spieles starte ich im Einzelspielermodus direkt den Karrieremodus. Dieser Spielmodus sieht als Grundregel vor, sich von einem Fahrer mit Null Reputation (REP) ganz nach oben zu fahren, um quasi der unumstrittene Held im "Midnight Club" von Los Angeles zu werden. Pro Rennen gibt es je nach Ausgang mehr oder weniger "REP"-Punkte zu verdienen, dabei sind einzelne Rangstufen je nach Punktzahl unterteilt. Außerdem gibt es natürlich Geld zu gewinnen, welches dazu dient, sein Fahrzeug irgendwann einmal gegen ein schnelleres Geschoss "upzugraden".
Missionsliste
Parallel zu der Einteilung in "REP"-Punkte gibt es Im Karrieremodus zudem eine Missionsliste zu erledigen, die z.B. den Gewinn einer bestimmten Anzahl von Rennen oder im Erreichen einer gewissen Anzahl von REP-Punkten beinhaltet. Außerdem gibt es zahlreiche Herausforderer, die mich im Karrieremodus per Handy quasi spontan zu einem Duell herausfordern - diese Herausforderungen zu gewinnen wird dann ggf. auch in die genannte Missionsliste mit aufgenommen und sind somit auch ein wesentlicher Bestandteil im Karrieremodus. Später gibt es zudem einige "Liefermissionen" zu bestehen, in denen der Spieler in einer gewissen Zeitspanne einen Gegenstand von Punkt A nach B befördern muss, um in seiner Karriere weiter zu kommen.
Renntypen
Zu Beginn des Spieles gibt es fünf verschiedene Arten von Rennen, die man entweder per Herausforderungsmodus oder über die genannte Missionsliste absolvieren muss. Dabei ist man nicht an eine Reihenfolge gebunden, man kann sich aussuchen, welches Rennen man wann fahren möchte. Hat man ein Rennen absolviert, kann man es, wenn man möchte, über den Arcademodus jederzeit neu fahren und so ggf. auch außerhalb des Karrieremodus trainieren.
Insgesamt bietet "Midnight Club" fünf verschiedene Arten von Rennen an:
1.) Geordnete Rennen
Hier gilt es verschiedene, jeweils vorgegebene Checkpoints zu passieren. Die Checkpoints sind dabei in der kleinen Karte, die links unten auf dem Bildschirm eingeblendet wird, als gelb leuchtende Punkte markiert. Diese Punkte sind jeweils anzusteuern. Biegt man in diesem Rennen falsch ab, muss man ggf. wenden und versuchen, schnellstmöglich zum nächsten, blinkenden gelben Punkt auf der Karte zu gelangen. Dabei hilft auch ein blauer Orientierungspfeil, der rund um die in der linken unteren Ecke eingeblendete, kreisrunde Ausschnittsstraßenkarte einem Kompass ähnlich die Richtung des nächsten anzusteuernden Ziels zeigt.
Diese geordneten Rennen bestreitet man immer gegen vier Gegner, die einen während des Rennens per Funk (auf englisch natürlich) ein wenig foppen, wenn man sich so als Letzter über den Parcours bewegt... Insgesamt macht den Reiz dieses Renntypuses für mich die Tatsache aus, dass schon ein kleiner,falscher Abbieger reicht, um fast hoffnungslos ins Hintertreffen zu gelangen. Das kann manchmal ganz schön frustrierend sein, muss man ggf. das Rennen doch bis zum bitteren Ende fortsetzen - im Karrieremodus gibt es während des laufenden Rennens nämlich nicht wie etwa bei "Motorstorm" jederzeit die Möglichkeit, das Rennen neu zu starten.
2.) Streckenrennen
Im Prinzip fast das Gleiche wie beim "geordneten Rennen", allerdings geht es hier in Runden um jeweils die gleiche Strecke. Dabei scheidet in einer Runde der jeweils aktuell an letzter Stelle liegende Teilnehmer aus. Dieses Rennen hat damit einen noch höheren Reiz, da man . wie schon erwähnt, jederzeit falsch abbiegen und damit stark zurückfallen kann.
3.) Zeitrennen
Hier geht es gegen Gegner und die Uhr darum, in einer vorgegebenen Zeit den nächsten eingezeichneten Punkt auf der Karte zu erreichen.
4.) Rotlicht-Rennen
Diese Rennen starten bei einer roten Ampel und führen zu einem bestimmten Ziel, welches man über den beschriebenen blauen Pfeil annavigieren muss. Dabei gibt es während des Rennens nur einen Checkpoint, der auf jeden Fall auf der Strecke zu durchfahren ist. Ansonsten kann man relativ eigenständig den - aus eigener Sicht - kürzesten Weg zum vorgegebenen Ziel fahren. Dabei findet das Rennen gegen einen Gegner statt. der zu schlagen ist. Mit machen diese, fast schon "freien Rennen" fast noch mit am meisten Spaß - falsches Abbiegen gibt es hier (fast) so gut wie nicht...
5.) Freeway - Rennen
Diese Rennen entstehen spontan. Durch das "Aufblenden" meiner Frontscheinwerfer (Druck auf die "X"-Taste des Controllers) kann ich einen Rennkollegen zu einem Duell auf den Freeway herausfordern. Nachdem er die Herausforderung angenommen hat, werden die in 1,) beschriebenen Checkpoint.-Markierungen in die Karte eingeblendet und das Rennen verläuft analog zu den Regeln des "geordneten" Rennens.
Spezialfunktionen des Autos
Während des Karrieremodus kann man durch fehlerfreie, d.h. kollisionsfreie und natürlich als Sieger beendete, Rennen bestimmte Spezialfunktionen freischalten.
Dazu gehört z.B. das EMP, welches man einsetzen kann, um die Fahrzeugelektronik seiner Konkurrenten während eines Rennens zumindest vorübergehend lahm zu legen. Das kann besonders hilfreich sein, wenn man gegen vergleichsweise überlegen motorisierte Gegner zu kämpfen hat. Dazu gibt es den "Agro" , mit dem man seine Gegner einfach durch Tastendruck von der Straße rammen kann ebenso wie der "Roar", der durch lautes Motorengeräusch den Gegnern auf der Strecke das Fürchten lernen kann (und deren Fahrtempo dadurch verlangsamt). Immer zuschaltbar ist dagegen der sog. "Focus", der sich besonders rentiert, wenn präzises Fahren verlangt wird. Der "Focus" stellt die Rennaktion in Zeitlupe verlangsamt dar, sodass man bessere Chancen hat, z.B. bei Engstellen bei hohem Tempo noch zuverlässig "durchzuschlüpfen".
Die Steuerung
Gesteuert wird mit dem Wireless-Controller. Nutzt man einen Dualshock 3-Controller, werden bei Crashes z,B, die entsprechenden "Shock", d.h. die Vibrationsfunktionen des Controllers ausgelöst. Tatsächlich "schüttelt" es so bei einer Kollision ganz ordentlich auch in meinem Handgelenk.
Ein wenig ungewohnt ist die Steuerbelegung des Wireless-Controllers. Anstatt, wie ich es z.B. von "Motorstorm" gewohnt war, per Tastendruck plus Analogstick wird die ganze grundlegende Steuerung des KFZ wie das Lenken und Gas geben/bremsen über die beiden analogen Steuerknüppel des Controllers gesteuert. Der linke der beiden Knüppel steuert dabei die Lenkfunktion, der rechte gibt durch Druck nach oben Gas, und bei Zug nach unten wird abgebremst. Die Tasten dienen zum einen der Steuerung von Kamerafunktionen (d.h. der Blickwinkel auf das Auto während des Rennens) sowie des Zuschaltens von eventuellen Spezialfunktionen (s.o.) oder der Herausforderung von Gegnern durch das Aufblenden der Scheinwerfer.
Arcademodus
Dieser Modus wird erst im Pausenmenu zuschaltbar, wenn ich schon einige Rennen bestritten habe. Er dient somit ein wenig als Trainingsmodus für besonders schwierige Strecken - ich nutze ihn gerne, wenn ich nur mal wieder ein Rennen spontan machen möchte, ohne gleich wieder in den Karrieremodus mit seinem doch eher festgelegten und vorgegebenen Rennzyklen zu gehen.
Online - Modus
Zwischen 2 bis zu 16 Spieler können sich via Internet in einer Partie "Midnight Club" messen. Leider habe ich bislang nur recht wenig Gegner gefunden und deshalb auch nur wenig Rennen bestritten.
Dabei habe ich als erster in der "Lounge" ein sog. Standardspiel "gehostet", d.h. ein Standardrennen aus dem Einzelspielmodus mit den daraus bekannten Regeln "angeboten". Im Prinzip spielt es sich gegen einen menschlichen Gegner kaum anders, als gegen einen computergesteuerten Gegner, was entweder für die IQ der Computergegner oder gegen den IQ meiner menschlichen Gegner spricht. Jedenfalls gibt es , genauso wie im Einzelspieler-Spiel, hier stärkere und schwächere menschliche Gegner zu finden, die in etwa den im Einzelspiel vom Computer gesteuerten Gegnern in etwa entsprechen.
Spaß hat es aber genauso gemacht.
Weitere Spieloptionen
Online bietet das Spiel allerdings darüber hinaus eine ganze Palette an Spielvariationen an, die man im Einzelspieler-/Karrieremodus nicht geboten bekommt. Hier ist der Spielreiz ungleich größer als bei den Standardrennen. Da gibte s z.B. die sog. "Flaggenjagd". Hier gilt es, eine Flagge einzusammeln und die an einen vom Computer vorgegebenen Zielpunkt zu bringen. Dieses Spiel macht mir online immer noch am meisten Spaß. Es entsteht immer eine gewissen Art von Hetzjagd - zunächst auf die Flagge, die natürlich jeder Teilnehmer als erster erreichen möchte oder - sobald jemand die Flagge als erster erreicht hat, auf diesen Gegner. Hat man genug menschliche Onlinespieler zusammen, kann man diese Flaggenjagd auch teambasiert gegeneinander spielen. Hier gibt es noch die Varianten "Flaggenstreit" sowie "Flaggenfront".
Flaggenschlussverkauf
Auch der "Flaggenschlussverkauf" bietet eine sehr spaßige Variante des "Online-Midnight Clubs". Hier erscheint ein Flaggenbündel auf der Karte , die Flaggen sind in ihrer Anzahl genau eine weniger als die Zahl der Mitspieler. Nun muss man soviel Flaggen wie möglich sammeln, bis eine bestimmte Punktzahl erreicht wird. Das Stehlen von Flaggen von seinen Gegnern ist ebenso möglich. Pikant dabei: eine Flagge des Bündels ist eine getarnte Bombe !
Diese Variante macht mir online ebenso sehr viel Spaß - es hat nicht mehr sehr viel mit einem Rennspiel zu tun, aber es ist einfach eine lustige und spannende Art von "Rennbattle", die so entsteht.
Generell
Bei den "normalen" Onlinerennen werden eventuell fehlende menschliche Gegner online durch Computergegner ersetzt - wie gesagt, es reicht im Prinzip ein menschlicher Gegner aus, um ein Onlinespiel zu starten. Leider warte ich immer eine recht lange Zeit, bis sich genügend Gegner für den beschriebenen "Flaggenschlussverkauf" finden, denn hier ist eine Mindestanzahl von menschlichen Spielern ganz einfach "Pflicht".
Grafik & Sound
Die Grafik von "Midnight Club - Los Angeles" ist einfach hervorragend. Je nach Bildschirm erfolgt die Darstellung im 720p bzw. 1080i/1080p Modus. Die Grafikengine des Spiels lässt optisch sofort auf den Hersteller dieses Spiels schließen: Rockstar Games. Sie ist im Prinzip genau auf dem Level der Grafiken aus dem Spiel "GTA IV" - sowohl von der Gestaltung der Fahrzeuge als auch der gelegentlich im "Karrieremodus" auftretenden Personen. Fahrzeuge und Personen werden sehr detailreich und optisch wirklich sehenswert dargestellt, die Fahrmanöver werden vom physikalischen Aspekt her ebenso recht detailliert und realistisch wiedergegeben - allein: die Schäden einiger Crashes dürften in realiter doch um einiges deutlicher ausfallen als in diesem Spiel. Während eines Rennens werden die Szenen von recht fetziger Musik untermalt, die sich vom Hip-Hop über Rock bis hin zu Techno (Alex Gopher) in ihrer Range darstellt. "Rockstar-like" ist dieses Spiel nicht auf deutsch syncronisiert. Gelegentliche Anrufe von Herausforderern oder neckische Kommentar von Gegnerinnen und Gegnern während des Rennens erfolgen also folglich ausschließlich in englischer Sprache. Insgesamt wirkt "Midnight Club-Los Angeles" sowohl grafisch als auch soundtechnisch wie der rasante, auf Straßenrennen getrimmte "Bruder" von GTA IV. Wer GTA IV mochte, wird also auch "Midnight Club-Los Angeles" mögen.
Fakten kurz gefasst
* Genre: Rennspiel
* Hersteller: Studio: Take 2, ak tronic
* Freigegeben ab (USK): 12 Jahren
* Spielmodi: Solospieler / im PS3-Network für 2-16 Spieler 1 Spieler
* Systemvoraussetzungen PS3: HDD mind. 54MB
* Bildauflösungsmodi: HD 720p/1080i/1080p
* unterstützte Controllersonderfunktionen: SIXAXIS Bewegunssensitiv , Dualshock 3 kompatibel
FAZIT
"Midnight Club - Los Angeles" ist meiner Meinung nach ein wirklich rundum gelungenes "Outrun"-Rennspiel und stellt eine mehr als gängige Alternative zu dem m.E. immer schwächer werdenden "Need For Speed"-Spielen dar. Durch die vergleichsweise strengeren Regeln ist der "Midnight Club" um einiges realistischer als "Need for Speed" und macht nicht zuletzt dank einiger spektakulärer Fahrmanöver, Crashes oder Spezialfeatures ganz einfach eine gehörige Menge Spaß. Der Reiz des Spiels hält bei mir auch jetzt, nach mehr als einem Monat, immer noch an, auch wenn ich nur noch gelegentlich zum "Zocken" komme - wenn ich im Moment etwas auf einer Konsole spiele, dann ist es im Augenblick jedenfalls ganz klar "Midnight Club -Los Angeles". Zwar ist die Steuerung am Anfang für mich etwas ungewohnt gewesen, aber mit ein wenig "Einspielen" kam ich nach 2-3 Rennen schon ganz gut klar. Daher eine Empfehlung und ganze fünf Sternchen für ein tolles und viel Spaß machendes Rennspiel im Stile von "Need for Speed" bzw.dem Klassiker "Outrun". weiterlesen schließen
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