Pro:
Kreaturen-Editor, Grafik, Niedlichkeitsfaktor, einige Ideen, vieles schön simpel
Kontra:
kein Langzeitspiel, kein Tiefgang, mehr Ausbau an Missionen wäre wünschenswert in den ersten Phasen, zu kurze Anfangsphasen, Preis, manches zu einfach
Empfehlung:
Ja
Hallo,
Heute schreibe ich über mein neu erworbenes Spiel, dass ich mir gleich geleistet habe, als es veröffentlicht wurde. Dabei handelt es sich um das neue Werk von Will Wrights, bekannt durch “Die Sims-Reihe”.
Spore
Ich wünsche jedem viel Spaß beim Berichte durchlesen.
Eure Sushini
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Seit dem 04.09.2008 haben die Konsumenten über das Aufbaustrategie Spiel gewartet. Besonders viele die bereits vom Simswahn beherrscht wurden, dürften sich gefreut haben. So habe auch ich mich über das Spiel gefreut und es mir für 44€ gekauft. Ob der Preis wirklich berechtigt ist und das Spiel soviel Erfolg feiern wird wie “Die Sims-Reihe” muss jeder persönlich entscheiden, aber meine ist bereits nach wenigen Tagen gefallen.
Spielprinzip
Das Ziel ist ganz simpel. Ihr müsst eurer Wesen durch 5 Phasen begleiten vom Einzeller bis hin zum intelligenten Weltallforscher. Sehr interessant hierbei ist der Mix aus Aufbau-, Strategie- und Simulationsspiel. Dabei versucht ihr anfangs genügend DNA zu sammeln um euer Bewusstsein zu erlangen. Später ist es wichtig mit anderen Völkern zusammen leben zu können, ob ihr Bündnisse schließt oder es in Kriege entscheiden lasst, ist euch überlassen.
Klingt doch irgendwie interessant? Dann geht’s mal weiter zum nächsten Abschnitt.
Die ersten Schritte
Bevor ihr Euch das Spiel leisten wollt, solltet ihr überprüfen, ob euer Betriebssystem das Spiel zum Laufen bringen kann.
Hardware-Anforderungen
Minimum
Pentium 4 mit 3,4Ghz, 1 GB RAM, Geforce 7600 GT/Radeon X1800 XT
Optimal
Core 2 Duo E6320, 2GB RAM, Geforce 8800 GT/ Radeon HD 4850
Erst dann solltet ihr es euch kaufen, sowie zu folgenden Punkt kommen:
Installation
Eigentlich nichts großartiges, wie bei jedem Spiel müssen bestimmte Daten auf deinen Computer kopiert werden, damit das Spiel auch funktionieren kann. Ihr braucht dafür nur euren Code, der sich in der Verpackung befindet. Nach einigen Minuten darf der Spieler auch schon loslegen.
Neues Spiel
Nach der Installation kann das Spiel gestartet werden. Ihr müsst dann natürlich erst einmal ganz von vorne beginnen. Ihr entscheidet euch zunächst für einen Planeten in eurem Universum. Dann wählt ihr euren Namen sowie ob euer Wesen ein Pflanzenfresser oder ein Fleischfresser wird. Danach beginnt die erste Phase in eurer Einstufung: leicht, normal oder schwer.
Wenn man bereits einige Phasen freigeschaltet hat, sich aber für ein Neues Spiel entscheiden möchte, kann er zwischen den freigeschalteten Phasen freiwählen.
Die 5. Phasen
1. Zellphase
In der leider sehr kurzen und zu leichten Phase trefft ihr zum ersten Mal auf eure Kreatur. Ihr schwimmt mit ihm durch ein großes buntes Meer. Dabei gilt der Grundgedanke: Fressen oder Gefressen werden.
Seit ihr ein Fleischfresser müsst ihr um zu wachsen rote kleine Steine fressen. Die Pflanzenfresser hingegen die grünen Steine.
Während der Phase sammelt ihr Punkte und könnt eure Kreaturen nach eurem Geschmack anpassen. Zunächst stehen dem Spieler 6 Zellenteile zur Verfügung, weitere 6 folgen u.a. Strom- und Giftstachel, schnellere Flossen. Bis hier könnt ihr nur den Mund, die Augen verändern und etwas an der Fortbewegung sowie dem Angriff feilen. Es besteht die Möglichkeit euren Pflanzenfresser während des Spiels zu einem Fleischfresser zu mutieren, indem ihr den Mund ändert. Aber auch eine Entwicklung zum Allesfresser ist möglich, dabei muss die Nahrung zwischen Fleisch und Pflanzen ausgewogen sein.
Schaut man auf die Uhr, wird man nach einer halben Stunde etwas enttäuscht sein, dass die erste Phase bereits abgeschlossen sein soll. Nehmen wir also Abschied von der schönen bunten Welt.
2. Kreaturenphase
Nun geht das Leben auf dem Land los. Der Einzeller reift zum Vierbeiner heran und soll nun die Welt erforschen, dabei kann es mit anderen Wesen Freundschaften schließen oder eben bekämpfen. Der Vorteil als Pflanzenfresser: Es gibt Früchte im Überfluss. Der arme Fleischfresser muss für sein Essen töten und andere Schöpfungen dafür leiden lassen. Können dabei noch Freundschaften geschlossen werden? Das ist wohl jedem Spieler selbst überlassen.
Um genügend DNA zu sammeln, muss man Verbündete suchen oder andere Kreaturen töten. Je mehr desto mehr wächst das Bewusstsein, bis es ganz entwickelt ist. Nach jeder Erweiterung der Intelligenz kann man ein weiteres Mitglied vom Rudel oder einen starken Verbündeten mitnehmen.
Wenn man beschließt Freundschaft mit einem anderen Rudel zu schließen, muss man ganz einfach per Knopfdruck genau das nachahmen, was die andere Kreatur vormacht. Singen, tanzen, posieren oder verzaubern steht einen zu Auswahl. Klingt einfach, so ist es auch. Nur muss die eigene Kreatur diese Eigenschaften auch besitzen, aneignen kann man es im Kreatur-Editor, wo spezielle Teile diese bestimmten Fähigkeiten vorweisen. Im Spiel begegnet man auch bestimmte EPIC (Epische) Kreaturen, die meist eine hohe Anzahl an Lebenspunkten besitzen und nur auf einen selber reagieren. Dadurch kann man schnell mal sein Gesamtes Rudel verlieren.
Nach ca. 2-3 Stunden endet auch die zweite Phase, die vielleicht etwas eintönig, dennoch interessant war. Nun wird dir deine Entwicklung gezeigt: Warst du ein regelrechtes Raubtier, gar Sozial oder Anpassungsfähig? Es wird dir dafür jeweils drei Folgetalente vergeben: für Raubtier Feuerbomben(3), Mächtige Bombe(4), Spitzenprodukt (5); für Sozial Feuerwerk(3), Diplo-Derwisch(4), Galavorstellung oder für Anpassungsfähig Herr der Tiere(3), Schmiergeld(4) und Derwisch(5).
3. Stammesphase
Sind wir nun in der dritten Phase angelangt, ist die Erschaffung der Kreatur vollendet. Nur noch durch Kleidung kann man es schmücken. Anders als vorher lenkt man den gesamten Stamm, die am Anfang aus 6 Mitgliedern bestehen. In der Phase lernen sie Instrumente sowie Waffen herzustellen, aber auch wie man sich schnell Nahrung besorgt z.B. mit einer Angel oder wie man sich am besten heilt.
Des Weiteren bleibt der Grundgedanke von Phase 2 beibehalten. Man kann entweder mit den anderen Stämmen Handeln, Krieg führen oder sie bestehlen. Auch aufpassen sollte man auf seinen Wohnort, daher ist es nicht schlecht sich mehrere Haustiere bzw. dumme Kreaturen zu fangen, die gut als Wachhunde funktionieren.
Entscheidet man sich früh gegen andere Völker Kriege zu führen, braucht man keine Instrumenten-Häuser zu erbauen, sondern nur Waffen-Gebäude. Anders wenn man sich für die Bündnisse mit den jeweiligen Völkern entscheidet, sollte man zwei Instrumente sowie ein Werkzeug zum Gegenangriff besitzen, wenn ein Volk es nicht zu gut mit einem meint. Man kann nur 6 von 9 Gebäuden bauen, daher sollte man seine Entscheidung weise fällen.
Je mehr Völker vernichtet oder mit einem verbündet sind, desto höher steigen das Ansehen des Stammes sowie die Stammesanzahl bis zu 12 Mitgliedern.
Wer nur Krieg führt, wird schnell nach 2-3 Stunden mit der Phase seinen Spaß gehabt haben und zu nächsten Phase rücken können.
Auch hier sahnt man wieder Folgetalente ab: für Aggressiv Dingsbums-Bombe(4), Waffenhändler(5);
Für Freundlich Schwarzwolke (4), Grandioser Gruß(5) oder für Arbeitsam Werbekampagne(4) und Koloniekoller(5).
4. Zivilisationsphase
Kommen wir zu einer Phase, die ich am liebsten ausgelassen hätte. Ich habe mich wirklich durch gequält, aber mehr dazu in “Meine Meinung”. Diese Phase dauert bis zu 5 Stunden an.
Gleich am Anfang muss man sein Rathaus designen. Die Kreatur steht nun nicht mehr im Vordergrund, sondern eher die Stadt. Man kann nun verschiedene Häuser sowie Fahrzeuge für militärische oder wirtschaftliche Zwecke gestalten. Ein Auge sollte man auf seine Einnahmen sowie die Glücklichkeit der Bürger werfen.
Das Hauptziel ist es seine Technologie soweit voranzuschreiten, dass man ein Raumschiff bauen kann. Des Weiteren sollte man die Macht über den ganzen Planeten bekommen, ob man es militärisch, kulturell oder ökonomisch entscheidet, ist dem Spieler überlassen.
Schreitet ihr dann zu Endphase, könnt ihr vorher noch einsehen, welches letzte Folgetalent auf euch wartet: für Militärisch Piraten-Ex; für Wirtschaftlich Gewürzexperte oder für Religiös Grüner Daumen.
5. Weltraumphase
Kommen wir zu letzten und wohl aller besten Phase des Spiels. Nun dreht es sich nicht mehr allein um euren Planeten, wo ihr die Vorherrschaft besitzt, sondern um zunächst euer Sonnensystem sowie dann um die unendliche Weite des Universums. Ihr sollt zu allererst in eurem Sonnensystem die anderen Planeten erforschen, Kontakt aufnehmen oder sofort zerstören.
Wenn die Technologie sich soweit entwickelt hat, dass man einen neuen Antrieb erhält, dann kann man weitere Sonnensysteme bereisen. Nach Recherchen zu urteilen, soll es mehr als 500.000 Sonnensysteme mit jeweils 4 Planeten geben. Die Übersicht über so eine gewaltige Spielfläche fällt zu nehmend schwer, ist aber überbrückbar. Auch neue Herausforderungen erwarten dem Spieler, so muss man Missionen für einen neuen Partner erfüllen um mit ihnen einen Bund schließen zu können. Man kann andere Raumschiffe ganz leicht mit der Maus attackieren und zerstören. Ihr sammelt während eurer Reise auf verschiedenen Planeten Artefakte um z.B. euer Raumschiff zu verbessern. Eine weitere sehr interessante Funktion ist das Terraformung, womit man leblose Planeten wieder Leben einhauchen kann oder eben man besiedelt sie selbst. Es gibt nun auch viele unintelligente Planeten sowie andere mit denen man Diplomatie treiben kann.
Das Spiel läuft im Prinzip mit den genannten Funktionen so weiter, bis man alle Missionen erfolgreich geschafft hat. Ich hab bis jetzt, dass Ziel nicht erreicht, weiß auch nur, dass man danach wie vorher weiterspielen kann.
Der Tod
Was passiert, wenn man stirbt? Muss ich wirklich von vorne anfangen?
Ich kann jedem Spieler beruhigen, dass das nicht der Fall sein wird. In der ersten Phase wird der Tod kaum berücksichtigt, man beginnt einfach wieder irgendwo im bunten Wasser. In der zweiten Phase wird man im Nest geheilt bzw. wiedergeboren. Jedoch in den nächsten Phasen sollte man abspeichern, denn das Spiel beginnt genau da, wo man zuletzt gespeichert hatte
Editor
Es gibt im Spiel verschiedene Editoren, der wohl Beste ist der ‘’’Kreaturen-Editor‘’’, der in der ersten sowie zweiten Phase Verwendung findet. In der Ersten kann man den Editor nur beschränkt nutzen. Gerade Mal 12 Einzelteile sind vorhanden sowie kann man die Körperform des Einzeller nicht verändern. Nur die Farben sind wählbar. Doch braucht man nicht ewig auf die Vielfalt vom Kreaturen-Editor warten, nach einer guten halben Stunde kann man seiner Figur für die Erkundung auf dem Land bestücken. Also ran mit den Beinen sowie Füßen und los geht das Laufen!
Am Aussehen könnt ihr folgendes bearbeiten: Gliedmaßen, Hände, Füße, Sinne, Waffen sowie Zubehör. Die Wirbelsäule ist zu dem sehr biegbar, so könnt ihr den Körper klein, groß, breit, lang ziehen, auch ein langer Schwanz ist machbar.(Siehe Bilder) Im Spiel sammeln die Figuren Skelette, die bestimmte neue Teile für das Aussehen beinhalten, aber auch die Fähigkeiten verbessern.
Abschließend kann man die Farbe sowie die Beschaffenheit aussuchen. Für bestimmt jeden Geschmack ist etwas dabei. In den beiden Anfangsphasen kann man den Editor durch das Paaren hervorrufen.
In der dritten Phase bekleidet man nur noch sein Endgeschöpf.
Ab der vierten Phase wandelt sich der Editor zum ‘’’Gebäude-Editor’’’. Nun kann man jegliche Gebäude gestalten, jedoch muss man auf sein Budget achten. Zwar kann man dadurch seine Stadt sehr individuell gestalten, dennoch wird es nicht jedermanns Sache sein. Hinzu kommt aber noch, dass man auch seine Waffen sowie Autos selbst bauen kann. Daraus entwickelt sich dann ein ‘’’Raumschiff-Editor’’’. Man soll damit ein Raumschiff konstruieren können.
Community-Features
Wer kein Internetanschluss hat, wird leider auf folgendes nicht zurückgreifen können. Denn zwar ist es ein Einzelspielerspiel, trotzdem kann man sich mit anderen Gamern austauschen.
Das Spiel lädt z.B. andere Kreaturen von anderen Spielern herunter und so kann es vorkommen, dass andere gestaltete Figuren bei einen selber auftauchen, dadurch entsteht eine Vielfalt an Kreaturen. Denn alle gestalteten Geschöpfe landen in der Sporepedia (Datenbank).
Aber auch ohne Internet kann man Fotos schießen, Filme drehen, ansonsten werden sie hochgeladen. Zusätzlich kann ein User andere Kreaturen von den anderen Spielern beobachten, indem er die Sporecast abonniert. Insgesamt ein sehr umfassender Bereich.
Menüaufbau
Ganz kurz und knapp: simpel. Da bedarf es wirklich keiner Erklärungen, da das Spiel selbst bei jedem neuen Anfang einer Phase sein Menü, bzw. was neu dazugekommen ist, erklärt.
Grafik
Ich könnte die Grafik mit einem Wort umschreiben: niedlich. Es wirkt alles sehr fantasievoll und schön. Man kann die Schöpfungen total kitschig, aber auch total grauenhaft kreieren. Die Umgebung in jeder Phase ist sehr niedlich, besonders gewaltig wirkt die fünfte Phase mit den Sonnensystemen. Aber auch das Design der ersten Phase, wo man gewaltig große Einzeller unter einem schwimmen sieht, ist einfach schön.
Jedoch technisch gesehen, ist heutzutage mehr möglich. Die fehlenden Grafikspielereien ermöglichen auch ältere Rechner den Zugang zum Spiel.
Sound
Zwar kann man nicht ständig das Gequietschte seiner eigenen Kreatur hören. Trotzdem wirken die Hintergrundmusik und die Laute von Kreaturen stimmig. Es ist insgesamt zum Aushalten und hörbar. Nur nicht an Migräne ähnlichen Tagen.
Steuerung
Die Steuerung ändert sich zu meist nicht, man kann mit der Maus sich umher bewegen oder die Kamera schwenken. Durch wenige Buttons kann man alles mit der Maus regeln. Zwar im Kampf etwas umständlich, wenn man die Kreatur nicht wirklich erwischt, trotzdem kommt man damit zurecht.
Nur in der zweiten Phase kann man WASD steuern. Die Shortcuts sind ebenfalls verfügbar.
Meine Meinung
Was hat mein Freund gemeint? Ein Spiel für Mädchen. Ich würde dem nicht unbedingt zusprechen, da man in späteren Phasen mit dem Editor selbst Häuser, Autos und sogar ein Raumschiff basteln kann. Mehr für Jungs oder auch nicht? Ich würde meinen, dass das Spiel zwecks Niedlichkeitsfaktors viele Frauen anspricht, aber auch bei Männern Anspruch findet. Jedenfalls spielt mein Freund das Spiel auch, wenn nicht ständig, aber wenn man beginnt, dann entsteht doch ein gewisser Suchtfaktor. Unglaublich, sagen vielleicht welche, aber erst mal möchte ich meine Meinung dazu besser belegen.
Nach dem ersten Spielen
Ich war so enttäuscht. Meine Erwartungen waren sehr hoch und ich fiel ins Bodenlose. Hab ich wirklich 44€ in den Sand gesetzt? Ich spielte am 4. September bis zum Anfang der dritten Phase. Ich fand es sehr schade, dass alles irgendwie so schnell verlief. Ich hatte so eine Vorfreude und das Spiel stoppte dies sehr schnell.
Jedoch nach einem zweiten Versuch am Folgetag, kam wieder etwas Vorfreude auf. War vielleicht doch nicht alle Hoffnung verloren?
Zu den Phasen
Es gibt genau vier Phasen von fünf, die ich favorisiere. Gerade Mal eine, genau genannt die vierte Phase wollte nicht zum Vergnügen werden. Wieso? Mich langweilte schnell die monotone Handlung, wenn man das so bezeichnen mag. Schon wieder sollte ich mich mit anderen Völkern anfreunden oder eben bekämpfen. Ich baue Häuser, Panzer, Schiffe, U-Boote etc. und sammle nebenbei Rohstoffe. Ich fühlte mich sehr unterfordert, denn mit schwerer Strategie hat das nichts zu tun. Man merkt schnell, dass Krieg zu führen der einfachste Weg ist und so beschießt man mit seiner Mannschaft die andere Festung, besiegt sie und wandert umher um anderen Städte mit auszurotten. Schwups, war ich der Alleinherrscher. Das alles musste ich dann noch über Stunden andauern. Für viele mag die Evolutionsphase spannend wirken, denn man kann ja die ganze Stadt individuell konstruieren. Natürlich wäre der Editor nicht, hätte ich die Phase nicht überwunden.
Doch gibt es noch die anderen vier Phasen die mich aufatmen lassen und mir viel Freude bereiten. Der erste Teil von Phase 1-3 spielt man leider relativ fix durch. Je nachdem was für eine Strategie man verwendet. Die kurze Urzellenphase war sehr niedlich gemacht, zwar unkompliziert, trotzdem etwas Entzückendes für die Augen. (Anmerk: Ich bin eben typisch Mädchen). Die Entfaltung des Kreaturen-Editors in der darauf folgenden Phase ist wohl das Beste überhaupt am Spiel. Ich könnte wirklich lange daran sitzen um meine Figur zu bearbeiten. Aber auch das Spielverfahren von Freundschaften schließen oder andere zu töten, ist zunächst sehr witzig und interessant. Als Fleischfresser hat man es zunehmend einfacher, aber als Pflanzenfresser bin ich so schnell wie nie zuvor gestorben. Auch die Idee, dass man mehrere mitnehmen kann, find ich gelungen. Schnell ist aber auch diese Phase um, doch reicht die Zeit aus bis man sich vielleicht wieder langweilen könnte. Die Stammesphase behält zwar die Freundschaftschließung mit bzw. das Zerstören von anderen Völkern bei. Reift es aber in dem Punkt aus, dass man Bündnisse mit Instrumente schließen kann und somit mit ihnen verhandelt. Man kann von Nachbar klauen oder wieder Kriege führen. Leider ist das Vernichten von anderen Stämmen einfacher, als alle anderen Wege. Es fehlen jedoch eindeutig Quest, denn das mit den Stammaufgaben reicht nicht aus. Trotzdem sehr schön anzusehen und ich hab die Phase zu gerne gespielt. Die letzte meiner Favorisierten Phasen ist die Fünfte, wo eine große Vielfalt an Aufgaben einen erwartet. Mehr möchte ich aber dazu nicht verraten, nur das man echt unendlich lang spielen möchte. Bisher finde ich es nicht einschläfernd, jedoch kann es passieren, dass es irgendwann ein ermüdet.
Ich war zwar enttäuscht am ersten Spieltag, doch nach einem zweiten und gar dritten Anlauf entstand eine gewisse Sucht. Zwar fehlt wirklich in mancher Hinsicht die Spieltiefe. Dennoch wenn man noch etwas feilen, in manchen Phasen schwierige Quest einbauen würde, dann könnte aus “Spore” ein Meisterwerk werden. Jetzt jedoch könnte ich mir vorstellen, dass viele Spieler mehr oder minder enttäuscht waren. Ich spiele es persönlich gerne, aber es fordert mich nicht im Geringsten. Ich habe bis jetzt nicht die Stufe “schwer” getestet. Vielleicht fordert mich das mehr, aber bei leicht sowie normal habe ich geringfügig einen Nervenzusammenbruch bekommen. Hinzukommt das ich die fünfte Phase noch nie bis ganz zum Ende spielen konnte, aber das Spiel ist unendlich wie eben “Die Sims”.
Es ist irgendwie schwer ein Urteil zu finden, da es einerseits schon irgendwie süß anzusehen ist, die Ideen nicht schlecht sind und mich der Kreaturen-Editor entzückt hat. Aber auch in vielerlei Hinsicht nicht das Geld wert ist. Der Mix von Aufbau-, Strategie- und Simulationsspiel ist nicht gelungen. Zu viel und doch zu wenig. Was soll “Spore” retten? Ich bin mir sicher, dass “Spore” nicht den Erfolg wie “Die Sims” oder “Die Sims 2” haben wird, aber es wird einige Liebhaber haben. Nur wird es in langer Hinsicht motivierend sein? Vielleicht werden durch die Addons die Geschichte zu Spore spannender, aber mag ich noch mehr Geld ausgeben?
Ganz klar rate ich Shooter- und RPG Freunde von Spore ab. Jedoch darf man nicht alle über einen Kamm scheren, irgendwen gefällt es vielleicht doch. Daher jeder sollte seine Meinung bilden und nicht von anderen bilden lassen.
Ich kann daher mich nur schwer für drei Sterne entschließen, da ich es nur bedingt Empfehlen kann. Niemand soll enttäuscht werden. Vielleicht kennt ihr jemanden, der es sich geleistet hat oder wo man es sich ausleihen kann für kleine Gebühr.
Ich find das Spiel gut, nur ist es keine Meisterleistung und es gibt weit aus besseres.
Allgemeine Fakten
Entwickler: Maxis
Genre: Aufbaustrategie
Publisher: Electronic Arts
Sprache: Deutsch
Alter: ab 12 Jahren
Fazit
Um euch vor Enttäuschung zu wahren, empfehle ich das Spiel nur für Vortester und Bastler. Denn wer gerne bei „Die Sims“ Möbel, Häuser gebaut hat, der wird auch an den Editoren sein Spaß haben. Ich vergebe noch 3 Sterne für die Editoren, Grafik und für die vier favorisierten Phasen. weiterlesen schließen
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