Pro:
Story, Grafik, Spaß, …
Kontra:
Internetanbindung für Registrierung, kein Multiplayer
Empfehlung:
Ja
Nach dem großen Spore-Hype und als die Preise für das Spiel gefallen sind, habe ich beschlossen mir das Spiel auch zuzulegen. Man mag wegen des bunten Covers vielleicht denken, dass das Spiel nur etwas für Kinder ist, aber das stimmt nicht, ich habe großen Spaß an dem Spiel gefunden, jedoch ist negativ zu erwähnen, dass es keinen Multiplayer gibt und das in der „Endlos-Phase“ der Spaßfaktor geringer wird…
Allgemeines
Spore ist ein von Maxis entwickeltes und von EA Games im September 2008 veröffentlichtes Simulations-Computerspiel für PC und Mac. Das Spiel hat den „Outstanding Achievement in Game Play Engineering“ des „12th Annual Interactive Achievement Awards“, sowie den „Technical Achievement“ des „GAME British Academy Video Games Awards 2008“ gewonnen.
Systemvorraussetzungen
Mac OS 10.5/10.6
ein Intel Core Duo Prozessor
1.024 MB Arbeitsspeicher
eine Ati X1600 oder eine Nvidia 7300 GT mit 128 MB VRAM oder eine Intel GMA X3100
> 4,7 GB freier Festplattenspeicher
Windows XP
einen Prozessor in der Stärke eines P4 mit 2,0 GHz
512 MB Arbeitsspeicher
eine Grafikkarte mit 128 MB VRAM die Shader-2.0-fähig ist
> 6 GB freier Festplattenspeicher
Windows Vista
einen Prozessor in der Stärke eines P4 mit 2,0 GHz
768 MB Arbeitsspeicher
eine Grafikkarte mit 128 MB VRAM die Shader-2.0-fähig ist
mindestens 6 GB freien Festplattenspeicher
Installation
Die Installation erweist sich als etwas kompliziert, da eine Internetverbindung für die Online Registrierung notwendig ist. Ansonsten ist die Installation auf Mac OS X problemlos und einfach wie gewohnt. Jedoch habe ich gehört, dass die Registrierung bei einem Hardwarewechsel von "wichtigen“ Hardwarekomponenten hinfällig ist.
Grafik/Sound
Bei ausreichender Hardware lässt die Grafik kaum Wünsche offen, alles wird scharf und unverpixelt dargestellt, über die kurzen Ladezeiten der Planeten lässt sich gut hinweg sehen. Auch der Sound stimmt immer, er ist weder nervig noch schlecht, sondern passt immer zum Spielgeschen.
Spiel
Das Spiel ist in 5 unterschiedlich schwierige und zeitintensive Sphasen geteilt, die aufeinander aufbauen und sich beeinflussen.
Zellphase
Die Zellphase findet in einer zweidimensionalen Umgebung statt und erinnert in Grundzügen an Snake. Man ist anfangs ein Lebewesen aus 2 Augen, einem Mund, einem Körper, und einer Geißel, das entweder Fleisch- oder Pflanzenfresser ist. Frisst man nun die entsprechende Nahrung, sammelt man DNS-Punkte von denen man sich neue Körperteile „kaufen“ kann. Hierzu gibt es den dreidimensionalen Zelleditor. Man kann Körperteile heransetzen, abnehmen, vergrößern, verkleinern, usw., sodass man seine ganz eigene Kreatur erstellen kann. Außerdem bekommt man über die Zeit bessere Waffen zum Angriff bzw. zur Verteidigung. Die Phase ist beendet, wenn genügend DNS-Punkte zusammengekommen sind.
Schon in der Zellphase wird ein wichtiger Grundstein für das weitere Geschehen gelegt, ist man Pflanzenfresser, wird es kaum möglich sein, zu einem Alles- oder Fleischfresser im späteren Spielverlauf zu wechseln und letztlich ist man auch friedlicher und religiöser, nicht auf Krieg oder Handel aus.
Kreaturenphase
Die Kreaturenphase sowie alle darauf folgenden Phasen finden in einer dreidimensionalen Umgebung statt. Im Prinzip ist es ähnlich der Zellphase: Man muss entsprechende Nahrung finden, neue Körperteile entdecken und seinen Körper entsprechend anpassen. Auch hier sammelt man DNS-Punkte, indem man Quests erfüllt, z.B. andere Rassen ausrotten oder sich mit ihnen verbünden. Diese DNS-Punkte kann man in neue Körperteile (Beine, Arme, Flügel, Panzer, …) investieren. Außerdem kann man je größer das Gehirn wird (mehr DNS-Punkte = größeres Gehirn) mehr Verbündete in sein Team aufnehmen, die einen dann beim kämpfen/anfreunden unterstützen. Die Phase ist beendet, wenn genügend DNS-Punkte zusammengekommen sind.
Die Kreaturenphase ist eine meiner Lieblingsphasen, da man seine Kreatur auf so vielfältige Art verändern kann, denn die Kreatur muss nicht immer ähnlich sein, sondern kann aufeinmal ganz anders sein.
Stammesphase
In der Stammesphase verändert sich etwas, nun ist man nicht mehr allein bzw. eine Kreatur, sondern muss einen ganzen Stamm organisieren. Man muss für Nahrung sorgen, Nachwuchs schaffen und ähnliches. Genau wie vorher muss man sich natürlich auch wieder mit anderen anfreunden oder sie besiegen. Für neue Waffen (Krieg) oder neue Instrumente (Frieden) baut man unterschiedliche Gebäude, seine Kreaturen passt man auch noch an, das ist allerdings nicht mehr so vordergründig. Die Phase ist beendet, wenn alle anderen Stämme besiegt oder verbündet sind.
Zivilisationsphase
Diese Phase finde ich eher langweilig und einfach. Man kontrolliert eine Stadt auf einem Planeten und muss versuchen andere Städte zu unterwerfen (religiös, durch Handel oder kriegerisch). Dazu zapft man Ölgeysire zu Lande und zu mehr mit entsprechenden Fahrzeugen an. Das sind auch gleichzeitig die Kriegsfahrzeuge (Panzer, Schiff, Flugzeug). Außerdem muss man seine eigene Bevölkerung bei Laune halten: durch Theater und Wohngebäude, da Fabriken (steigern Gewürzproduktion) die Laune massiv verschlechtern. Diese Gebäude, sowie auch die Fahrzeuge lassen sich im Editor bearbeiten.
Weltraumphase
Die Weltraumphase ist die letzte und endlose Phase. Die Zivilisation baut ein Raumschiff (man entwirft es im Editor). Mit dem Raumschiff reist man durch die endlose Galaxie (mehrere Millionen Planeten). Man startet von seinem Heimatplaneten. Von diesem sucht man neue Planeten, die durch Gewürzproduktion die eigenen Taschen mit Geld füllen, jedoch reicht die Produktion allein nicht aus, man muss es verkaufen, am besten an andere Völker. Mit diesen Völkern kann man unterschiedlich agieren: man kann sie angreifen, man kann Handelsrouten einrichten, man kann sich mit ihnen verbünden, man kann handeln (ohne Route), gemeinsam mit ihnen Krieg führen oder aber Aufträge für sie erfüllen, um in ihrer Gunst zu steigen (erleichtert ein Bündnis).
Beim Bereisen anderer Planeten findet man hin und wieder Artefakte oder Werkzeuge. Artefakte kann man teuer verkaufen. Die Werkzeuge verwendet man um Planeten zu gestalten (Farbe, Gebirge, Flüsse, usw.). Zusätzlich zu den gefunden Werkzeugen kann man auch Werkzeuge/Waffen kaufen, allerdings nicht die die man auf Planeten findet.
Die kaufbaren Werkzeuge setzt man zum Terraforming ein, das heißt man verbessert den Planeten, also sorgt für ein ausgeglichenes Ökosystem, eine angenehme Temperatur und ein angemessenen Sauerstoffgehalt. Das hat den Vorteil, dass man mehr Menschen auf dem Planeten unterbringen kann und mehr Menschen sind mehr Gewürze die produziert werden. Auf diesen terraformten Planeten stehen natürlich noch keine fertigen Häuser oder Menschen. Diese bringt man dort hin und das geht richtig ins Geld, jedoch holt sich das mit der Gewürzproduktion auch wieder heraus (es ist billiger besiedelte Planeten zu erobern und zu besetzen).
Fazit
Spore ist ein sehr spannendes mitreißendes Spiel, welches nicht allzu schnell langweilig wird, jedoch kann man auch nicht endlos im All durch die Gegend kreisen, da sich irgendwann alles irgendwie wiederholt. Das Schöne ist jedoch, dass sich die Phasen beeinflussen, sodass man bei einem zweiten Durchlauf ein ganz anderes Spiel erleben kann. Spore ist jedem zu empfehlen, der gerne ein bisschen Gott spielt. weiterlesen schließen
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