Pro:
schöne Szenen, Super Sound, Interessant und vielseitig
Kontra:
etwas holprig
Empfehlung:
Nein
Zu ihrem 10. Geburtstag haben wir unserer Tochter, die gerade dabei ist ein Harry Potter-Fan zu werden, das Spiel Harry Potter und der Orden des Phönix für die Wii geschenkt.
Verpackung und Preis:
*******************
Das Wii-Spiel befindet sich beim Kauf in einer üblichen CD-Hülle, eingeschweißt in Folie. Auf der Vorderseite ist Harry im Kreise seiner Mitschüler zu sehen. Auf der Rückseite noch z Spielszenen und Harrys ärgster Feind Voldemort.
In der Hülle befinden sich die CD, ein Heftchen mit Gesundheits- und Sicherheitshinweisen zum Spiel, ein Videospiel-Handbuch und ein Plan von Hogwarts.
Ich habe bei Medi-Maxx 26 Euro für das Spiel bezahlt.
Technische Info:
**************
Das Spiel ist ausschließlich für einen Spieler ausgelegt. Für die Steuerung benötigt man die Wii-Fernbedienung und den Nunchuk-Controler. Das Spiel ist im 50 Hz. und 60 Hz. Modus spielbar sowie im EDTV/HDTV Modus.
Harry Potter and the order of the Phoenix software c 2007 Electronic Arts Inc. Elektronic Arts, EA and the EA logo are trademarks or registered trademarks of Electronic Arts Inc. in the U.S. and/or other countries. All rights reserved.
Nintendo D-63760 Großostheim
Man kann sich auch ein EA-Mitgliedskonto erstellen und das Spiel registrieren um kostenlose Cheat-Codes und Spieletipps und –tricks von EA zu erhalten unter www.gamereg.ea.com.
Vor Spielbeginn kann man einen beliebigen Schwierigkeitsgrad wählen. Man kann wählen ob eine automatische Speicherung stattfinden soll oder nicht. Auch ist es möglich Untertitel einblenden zu lassen.
Steuerung:
*********
Bewegen Control-Stick
Laufen Conrol-Stick + Z-Knopf
Zauberstab ziehen B-Knopf
Ziel wechseln B-Knopf
Zauber wirken Fernbedienung und Nunchuk
Weitere Infos zum jeweiligen Zauber
Sprechen A-Knopf
Kamera zentrieren c-Knopf
Entdeckeransicht c-Knopf
Pausenmenue Plus-Knopf
Charakter anviesieren 1-Knopf
Karte öffnen Minus-Knopf
Zielorte ansehen Steuerkreuz
Aufgaben ansehen Steuerkreuz
Blättern Steuerkreuz
Orte wählen A-Knopf
Kurz zur Storry:
*************
Es ist Harrys 5. Schuljahr in Hoarts. Er wird in Little Whinging von den Dementoren angegriffen und merkt schnell das Voldemort zurück ist. Doch die Gemeinschaft der Zauberer will das nicht wahrhaben. Deshalb rekrutiert Harry eine kleine Gruppe von Mitschülern. Sie nennen sich Dumbledores Armee (DA). Harry unterrichtet sie heimlich in defensiver Zauberei, da Umbrigde nicht dazu bereit ist.
Das Spiel:
********
Das Spiel beginnt damit, dass Harry von den Dementoren angegriffen wird. Nach erfolgreicher Abwehr gelangt er mit seinen Freunden Hermine und Ron zu Sirius Black. Dort bekommt man die Möglichkeit die verschiedenen Zauber zu üben indem man z. B. Rons Mutter beim Aufräumen hilft, Koffer packt oder Gegenstände repariert. Hat man diese Grundzauber erst einmal geübt geht es weiter nach Hogwarts.
Man findet sich mit Harry in einer Unterrichtsstunde mit Professor Umbrige wieder und erfährt, dass diese es den Schülern nicht gestattet Verteidigung gegen die dunklen Künste-Zauber zu üben. Daraufhin beschließen Ron, Hermine und Harry sich und einer ausgewählten Anzahl von Mitschülern die Zauber selbst beizubringen.
Damit ist der Startschuss zum Erkunden Hogwarts gefallen. Harry, immer gefolgt von seinen Freunden Ron und Hermine muss nun die ausgewählten Schüler davon unterrichten wo die heimlichen Treffen stattfinden.
Hermine hat diese Schüler fein säuberlich aufgelistet. Als große Hilfe dazu hat harry die Karte des Rumtreibers. Anhand der Liste oder der Karte kann man nun ein Ziel auswählen und bekommt den Weg dort hin mit Fußspuren auf dem Boden angezeigt. Man kann die Orte natürlich auch auf eigene Faust erkunden, was aber nicht so ganz einfach ist in dem umfangreichen Gebäude.
Im kompletten Schloss sind Objekte verstreut die Harry „entdecken“ kann, er erhalt dafür Entdeckerpunkte. So sind zum Beispiel die Figuren des Zauberschach an verschiedenen Stellen hinter Vorhängen versteckt. Es gibt auch sprechende Wasserspeier, die es zu finden gilt. Mit den verschiedenen Altagszaubern wie Accio, Dpulso, Wingardium Liviosa, Reparo, Reduktio oder Incendio bzw. den später erlernten Duellzaubern wie Rictusempra, Stupor, Leicorpus, Protego, Expelliarmus oder Petrificus Totalus kann Gegenstände schweben lassen, reparieren, entzünden oder gegen Gegner zu kämpfen.
Die im Schloss zu findenden Lehrer geben Harry Hausaufgaben auf, was wiederum damit verbunden ist im Schloss Dinge zu finden. Auch mit dem Zauberumhang müssen Gegenstände gesucht werden. Sogar die Schüler die Harry über die Treffen informiert halten kleine Aufgaben bereit wie zum Beispiel Kräuterkundezutaten sammeln, Pokale zurechtrücken, Eulen fangen usw.
In jedem Raum oder Stockwerk gibt es andere Missionen zu erfüllen. Auch die Portraits wollen erkundet sein, denn so manches gibt einen Geheimgang frei, jedoch nur gegen Passwort, das auch wiederum gefunden werden muss. Auch sind im Spiel wiederum kleine Zauberspiele versteckt wie Zauberschach, Koboldstein und Knallpoker. Gewinnt man gegen die jeweiligen Gegner erhält man Entdeckerpunkte. Sobald Harry die ersten Entdeckerpunkte erhält erscheint die Maulende Myrthe und bittet ihn in den Raum der Belohnungen zu kommen, dort erfährt man auch wie man noch weitere Belohnungen freischalten kann.
Als wäre das nicht genug muss Harry auch noch bei Professor Snape Okklumentik-Unterricht nehmen. Der Zauber bewirkt dass andere Zauberer nicht in der Lage sind Harrys Gedanken und Erinnerungen zu lesen. Was natürlich der Vorbereitung auf den großen Kampf mit Voldemort dient.
Grafik, Musik und Design:
***************
Betrachtet man sich die jeweiligen Spielszenen so sind überall wunderschöne Bilder und Filmszenen versteckt. Kein Raum ist tot, überall begegnet man Schülern, Tieren oder Pflanzen fast wie im Film. Es sind viele kleine „Filmszenen“ wie z. B. eine Flug durch Hogwarts in Eulenperspektive, versteckt die wie eine kleine Rundreise durch Hogwarts wirken. Durch die Steuerung mit dem Nunchuk lässt sich mit jeder Drehung eine andere Perspektive des Schlosses sehen. Die Farben sind in magischen Brauntönen gehalten und wirken teilweise etwas gespenstisch.
Die Spielfiguren bewegen sich relativ realistisch. Auch die Reaktionen z. B. der Mitschüler wenn man sie anrempelt sind toll gemacht. Vögel fliegen weg, wenn man in ihre Nähe kommt. Super sind auch die richtungsändernden Treppen mit denen man gelegentlich zu kämpfen hat. Die Musik ist natürlich dem Film nachempfunden und einfach nur toll in die jeweiligen Szenen eingebaut. Sie ändert sich je nachdem wo sich Harry befindet.
Fazit:
****
Ich könnte noch stundenlang weiter schreiben und von mobilen Sümpfen, Hauselfen, sprechenden Gemälden usw. erzählen, aber ein wenig Überraschung will ich euch ja auch noch lassen. Das Spiel ist in eigentlich allen Kriterien wunderschön aufgemacht. Vor allem finde ich toll, dass es auch mal ein Aktion-Spiel ist, das ganz ohne Blutvergießen auskommt. Klar Kämpfe gibt es hier auch aber die machen Spaß und es ist nie ein Gemetzel zu sehen. Damit ist es auch wirklich für Kinder geeignet und auch problemlos spielbar.
Es ist ein sehr vielfältiges und großraümiges Spiel, bei dem man ohne die Karte bzw. Hermines Notizen schnell den Überblick verlieren würde. Immerhin reicht der Spielraum über sieben Stockwerke im Schloss, die Eulerei, Hagrids Hütte, das Botshaus und viele Innenhöfe und Brücken. Gelegentlich braucht man schon etwas Einfallsreichtum um die verschiedenen Entdeckerpunkte zu sammeln.
Zu beginn ist es etwas schwierig die verschiedenen Zauber anzuwenden, auch vergisst man gelegentlich die verschiedenen Handbewegungen die man ausführen muss. Bevor man jedoch nur noch wild in der Luft herumfuchtelt kann man sich jedoch jederzeit die erlernten Zauber im Menü anschauen.
Teilweise ist die Grafik aber ein wenig holprig, wohl auch dadurch dass immer drei Charaktere gemeinsam unterwegs sind. Schlägt z. B. eine Tür zu bevor auch Ron und Hermine durch sind kann es gut sein, dass man sich nicht mehr sieht und verzweifelt versucht vorwärts zu gehen um wieder Sichtkontakt zu bekommen. Etwas verwirrend sind auch die schnellen Szenenwechsel die das Spiel begleiten. Gerade war man noch am kämpfen und schon sitzt man mit den Freunden irgendwo an einem Tisch und bespricht die weitere Vorgehensweise.
Trotz dieser, ja auch eher kleinen „Mängel“ finde ich das Spiel sehr gelungen. Den Kindern gefällt es und sogar die Mama kommt damit zurecht, auch wenn nach wie vor die Wii-Steuerung und der Körpereinsatz gewöhnungsbedürftig sind. Von mir gibt es daher eine Empfehlung.
Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten! weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben