Pro:
Sehr schöne Venedig-Bilder, ein guter Johnny Depp
Kontra:
Vorhersehbare Story
Empfehlung:
Nein
Im Fernsehen gab es nichts Gescheites, andere Aktivitäten waren nicht geplant. Was wird in einem solchen Fall getan? Richtig: Der Stapel der noch nicht gesehenen DVDs wird verkleinert. Genau so war dies kürzlich bei uns daheim - und die Wahl fiel auf einen 2010 in die Kinos gekommenen Film, der mir im Vorfeld völlig unbekannt vorkam.
Der Kauf
Leider kann ich nicht mehr nachvollziehen, woher diese DVD stammte - sie war einfach da. Aktuell aber ist der 2011 als DVD auf den Markt gekommene Streifen zum Beispiel im Internet bei buecher.de für 12,99 Euro zu erhalten. Ich gehe aber davon aus, dass er andernorts auch noch preisgünstiger zu finden sein wird.
Der Inhalt
Der unauffällige amerikanische Mathematik-Lehrer Frank reist als Tourist durch Europa und trifft im Zug von Paris nach Venedig die atemberaubend schöne Elise. Als sie auch in Venedig seine Nähe sucht, fühlt Frank sich mehr als geschmeichelt. Aber die geheimnisvolle Unbekannte hat seinen Weg nicht zufällig gekreuzt. Nach einer gemeinsamen Nacht verschwindet sie und Frank findet sich plötzlich in einem halsbrecherischen Abenteuer wieder, in dem er gleichzeitig von russischen Killern und einer mit allen Mitteln agierenden Polizei gejagt wird. Frank muss unbedingt herausfinden, in wessen gefährliches Spiel er geraten ist. Und der Schlüssel dazu ist Elise.
Technische Daten
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch
Untertitel: Deutsch, Französisch
Regionalcode: 2
Bildformat: 1:2,35 16:9
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Gesamtlaufzeit: 98 Minuten
FSK-Freigabe: ab 12 Jahre.
Das Bonusmaterial
Interview mit Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck; Audiokommentar von Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck; Wiedergeburt des Glamours; Kanal Chats; Action in Venedig; Auf den Kanälen von Venedig; Die Gala.
Die Mitwirkenden
Regie: Florian Henckel von Donnersmarck
Drehbuch: Florian Henckel von Donnersmarck, Christopher McQuarrie, Julian Fellowes
Produktion: Graham King, Gary Barber, Roger Birnbaum, Ron Halpern, Jonathan Glickman
Musik: James Newton Howard
Kamera: John Seale
Besetzung: Angelina Jolie, Johnny Depp, Paul Bettany, Timothy Dalton, Rufus Sewell, Raoul Bova, Steven Berkoff, Alessio Boni.
Meine Meinung
Ich war gänzlich unvoreingenommen an das Betrachten dieses Films gegangen, weil ich davon zuvor tatsächlich noch nichts gehört hatte, allerdings zählen Angelina Jolie und Johnny Depp nicht unbedingt zu meinen Kino-Lieblingen. Und zum Teil wurde ich in meiner etwas abfälligen Meinung auch bestätigt, denn die weibliche Hauptrolle war bestenfalls durchschnittlich besetzt, hatte wenig Ausstrahlung und Aussagekraft. Dagegen muss ich meine Meinung über Johnny Depp wohl etwas änderen, denn ich fand es beeindruckend, wie sich der Schauspieler den unterschiedlichen Situationen im Filmgeschehen in Gestik, Mimik und Bewegung anpasste - hier wurde deutlich, dass der Mann wirklich etwas kann.
Die Handlung des Streifens allerdings empfand ich als enttäuschend, denn schon sehr früh war für mich des Rätsels Lösung vorhersehbar und es blieb eigentlich nur die Frage offen, wann all die anderen Protagonisten das erkennen würden, was ich schon längst zu wissen glaubte. Und irgendwie fehlte auch der ganz große dramaturgische Effekt, so dass in erster Linie die schönen Venedig-Bilder zu begeistern wussten, wofür dem Kameramann sicher ein besonderes Lob gebührt.
In der Summe bot diese DVD einfache, leichte und mit wenig Action behaftete Unterhaltung, wobei auch beim kurzfristigen Verlassen des Raumes nicht unbedingt die Pausentaste gedrückt werden musste - dem Verständnis der Story schadete es nicht, kurze Sehpausen einzulegen. Ins Bonusmaterial habe ich nur kurz hineingeschaut; da der Film mich nicht begeistert hatte, war dafür nicht wirklich Interesse geweckt worden. Und das Interview mit dem Regisseur mag ganz nett sein, wurde dann aber von mir auch schnell abgebrochen, während die Szenen auf den Kanälen von Venedig die zuvor schon gelobte Optik nur unterstrichen.
Fazit: Die Kritik war sich uneins in der Bewertung dieses Films. Das liegt sicherlich daran, dass von Florian Henckel von Donnersmarck das Maximum erwartet wird. Genau das bietet der Streifen nicht, aber solide Unterhaltung wurde allemal in die Kinos und auf DVD gebracht. Ein zweites Mal allerdings werden sich wohl nur die wenigsten Menschen diesen Film ansehen. weiterlesen schließen
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