Pro:
großartiger Darsteller, gute Story
Kontra:
vorhersehbar, nicht spannend, etwas langweilig
Empfehlung:
Nein
Ich dachte ja immer, dass ich nicht viel um Filmempfehlungen von „Experten“ aus Radio und TV geben würde, aber mittlerweile häufen sich doch die Filme, die ich mir aufgrund von guten Beiträgen und Kritiken angesehen habe – also kann ich wohl nicht mehr sagen, dass ich auf Empfehlungen nichts geben würde.
Wegen eines mich neugierig machenden Beitrag im Radio habe ich mir jetzt nämlich auch den Film „Moon“ angesehen.
_Darum geht´s
Der Astronaut Sam Bell befindet sich seit fast drei Jahren alleine auf dem Mond, wo er den Abbau eines Gases überwacht, das der Energiegewinnung auf der Erde dient.
In wenigen Tagen soll seine Ablöse kommen und Sam freut sich schon darauf, endlich seine Ehefrau wiederzusehen, von der er in den letzten nur ein paar Videoaufzeichnungen gesehen hat.
Die einzige „Bezugsperson“ für Sam ist der Roboter Gerty, der Sam bei seiner Arbeit unterstützt.
Kurz vor Ende seiner Tätigkeit spielt Sams Psyche verrückt und er fängt an, Menschen zu sehen und an eine Verschwörung seines Arbeitgebers zu glauben.
Bei einem Ausflug zu einer Abbaustation, hat Sam mit seinem Raummobil einen Unfall, doch als er auf der Krankenstation erwacht, steht er schließlich sich selbst gegenüber.
Glaubt er Anfangs noch an Halluzinationen, muss er sich schließlich doch mit seinem Zwilling auseinandersetzen und schon bald finden die zwei heraus, dass nichts so ist wie es scheint…
_Meine Meinung
Eigentlich ist „Science Fiction“ gar nicht mein Genre, aber in letzter Zeit habe ich einige Filme gesehen, die über Raumschiffe und Aliens hinausgehen. Allerdings waren die Filme wie z.B. „Pandorum“ alle doch irgendwie ähnlich, da sie das Innere des Menschen und die Einsamkeit im All thematisieren.
So richtig innovativ fand ich „Moon“ deshalb auch nicht.
Es scheint ja Anfangs so als würde Sam in seinen letzten Tagen im All unter psychischen Störungen leiden und Leute sehen, wo gar keine sind. Auch von Verschwörungstheorien wird er nicht verschont und so wartet man als Zuschauer auch die ganze Zeit auf den großen Knall, einen Ausraster Sams oder ähnliches, aber das passiert nicht.
Zu Beginn des Films ist man fast so gelangweilt wie Sam Bell alleine in seiner Raumstation, aber auch als der Film dann endlich seine eigene Geschichte erzählt, passiert einfach gar nichts. Als Sam sich selbst gegenübersteht, ist man kurz verwirrt, aber dieses Gefühl hält auch nicht lange an, weil Sam Bell sein Gegenüber einfach so hinnimmt und nur wenig hinterfragt.
Obwohl die beiden Sams sich nicht viel erzählen, hat man schnell raus, worum es in „Moon“ eigentlich geht und warum es den Astronauten plötzlich zweimal gibt.
Mich hat der Film einfach nicht gepackt. Ich habe nichts gegen Filme, die nicht mit Effekten überladen sind und stattdessen eine gute Geschichte erzählen, aber der eigentlich guten Story von „Moon“ fehlt einfach der Kick, den ein paar Schreckmomente hätten bringen können. Die Umsetzung spricht mich einfach nicht an, weil mir neben ein paar Effekten auch etwas Kritik am System fehlt. Es ist etwas schwer meine Kritikpunkte anzubringen, weil ich nichts von der Auflösung und dem Ende verraten möchte. Wie gesagt, fand ich alles sehr vorhersehbar und lediglich zu Beginn halbwegs spannend, was allerdings durch die Verwirrung der zwei Sams zustande kommt und keineswegs an einer spannungsgeladenen Erzählweise liegt.
Ich sehe allerdings in der Vorhersehbarkeit auch einen kleinen Pluspunkt des Films, denn am Ende kann man zwar über den Film diskutieren, aber es bleiben nur wenige Fragen offen, weil die Story in sich schlüssig ist, was bei einem Science Fiction Film ja leider nicht immer der Fall ist.
Ein weiterer Pluspunkt ist ganz klar die schauspielerische Leistung von Sam Rockwell, der den Film wirklich alleine tragen kann und einen trotz fehlender Spannung fesseln kann.
_Allgemeines
"Moon”. GB 2009
Regie: Duncan Jones
Drehbuch: Nathan Parker, Duncan Jones
Darsteller: Sam Rockwell, Kevin Spacey (Stimme), Benedict Wong, Dominique McElligott, Robin Chalk
Länge: 96 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
_Die Blu-ray
Sprachen: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 2:35:1
Region: B
Ich kann zwar keinen Vergleich zur DVD stellen, aber ich finde, dass sich der Kauf der Blu-ray nicht lohnt, weil der Film weder an Effekten noch an tollen Kulissen, bei denen man eine Farbbrillanz oder Schärfe besonders merken würde, reich ist. Bild- und Tonqualität der Blu-ray sind sehr gut, was man besonders in den hellen Szenen in der Raumstation sieht, aber ich finde, dass es darauf bei dem Film nicht ankommt und man durchaus auch mit DVD-Qualität leben kann.
_Bonusmaterial
• Audiokommentare
_Mein Fazit
Mich hat „Moon“ trotz guter Ansätze in der Story und einem großartigen Sam Rockwell nicht begeistern können, denn der Film ist vorhersehbar und nicht spannend. Man kann sich den Film ansehen, verpasst aber auch nichts, wenn man es nicht tut. weiterlesen schließen
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