Pro:
Darsteller, Idee, Denkanstoß
Kontra:
--
Empfehlung:
Ja
Eher durch Zufall kam ich dazu, diesen Film bei einer Bekannten zu schauen. Hierbei hat er jedoch solchen Eindruck hinterlassen, dass ich an dieser Stelle einfach über ihn schreiben muss.
ALLGEMEINE DATEN
Original: The Adjustment Bureau
USA 2011
109 Min.
Freigegeben ab 12 Jahre
Regie: George Nolfi
HANDLUNG
David Norris ist ein junger Mann und zugleich aussichtreicher Kandidat für den Senatorenposten der Stadt New York. Doch kurz vor der Wahl taucht ein zweifelhaftes Foto von ihm in den Medien auf. Dieses kostet ihn den Wahlsieg. Am Wahlabend, nachdem seine Niederlage feststeht, zieht er sich auf die Herrentoilette zurück, um seine Rede nochmals durch zu gehen. Während er dies tut, tritt Elise aus einer der Kabinen. Die beiden kommen ins Gespräch und verlieben sich ineinander, verlieren sich nach dem Verlassen der Toilette jedoch wieder aus den Augen.
Einige Zeit später treffen sich die beiden auf der Busfahrt zur Arbeit. Dies ist jedoch nicht im Plan Gottes (ohne, dass dieser im Film so genannt wird) vorgesehen, hat doch einer seiner Aufpasser, die über die Lebenspläne der Menschen wachen, gepennt. Gottes Aufpassern gelingt es jedoch, den Plan wieder gerade zu ziehen, so dass sich die beiden wieder aus den Augen verlieren. Durch einen Zufall erfährt Norris von diesen Machenschaften, so dass sich Gottes Aufpasser dazu gezwungen sehen, ihn einzuweihen. Man hat Großes mit ihm vor und dabei ist eine Liebschaft mit Elise nicht vorgesehen. Doch seine Liebe für Elise ist einfach zu groß und somit behält er sie im Herzen und kann sie einfach nicht vergessen. Bis er schließlich beschließt, dass er sich mit dem für ihn vorbestimmten Plan nicht abfinden möchte.
MEINE EINDRÜCKE
Mir sagte der Film gar nichts. Als er im Kino gelaufen sein muss, ist der total an mir vorbei gegangen. Umso überraschter war ich, als ich den Film jetzt gesehen habe. Denn ich fand ihn wirklich gut. Denn zunächst einmal ist die Situation, in der die beiden sich kennen lernen super lustig. Genau in dieser Szene bin ich dazu gekommen und diese fand ich super unterhaltsam. Ok, ich gebe zu, auch, weil ich Emily Blunt in der Rolle der Elise sehr attraktiv fand. Und da der männliche Hauptdarsteller von Matt Damon, den ich auch sehr mag, gespielt wurde, wurde mein Interesse gleich geweckt.
Schön finde ich aber auch einfach die Idee für diesen Film. Können wir unser Leben selbst bestimmen oder folgen wir vorbestimmten Pfaden? Ja klar. Eine Glaubensfrage. Aber dennoch eine interessante Frage. Und die Auseinandersetzung mit dieser Frage ist einfach gut gelungen. Sie enthält eine gute Portion Humor, entbehrt nicht einer gewissen Romantik und regt bei der Auseinandersetzung mit der eigentlichen Thematik durchaus zum Nachdenken an. Denn letzten Endes geht es nicht nur darum, ob man an Vorbestimmung glaubt oder nicht, sondern auch, ob man bereit ist, gewohnte Bahnen und Wege zu verlassen.
Was mir an der Umsetzung gefällt, ist vor allem, dass sie eigentlich gar nicht kitschig ist. Ja, es ist eine Liebesgeschichte. Sie kommt aber ohne überzogene, schon fast peinliche Romantik aus. Alles wird wohl dosiert. Und ganz im Gegenteil, gegen Ende wird die Handlung sogar sehr dynamisch, ja fast spannend, als die beiden auf der Flucht sind. weiterlesen schließen
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