Rubber (DVD) Testberichte

Rubber-dvd-horrorfilm
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3 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  durchschnittlich

Pro & Kontra

Vorteile

  • Dies ist mal eine ungewöhnliche Geschichte mit entsprechenden Wendungen!
  • humorvoll, irgendwie emotional, satirisch, Willkür (?)

Nachteile / Kritik

  • Nicht dem Reifen aber der Story geht allmählich die Luft aus.
  • irgendwie auch langweilig; Genrezuschreibung fällt schwer

Tests und Erfahrungsberichte

  • Wie ein Vernichtungslager für Reifen*

    3
    • Action:  durchschnittlich
    • Anspruch:  durchschnittlich
    • Romantik:  durchschnittlich
    • Humor:  durchschnittlich
    • Spannung:  durchschnittlich
    • Altersgruppe:  keine Angabe
    • Meinung bezieht sich auf:  DVD-Version

    Pro:

    humorvoll, irgendwie emotional, satirisch, Willkür (?)

    Kontra:

    irgendwie auch langweilig; Genrezuschreibung fällt schwer

    Empfehlung:

    Ja

    *leicht verändertes Zitat meines Mitguckers über eine Szene, in der man einen brennenden Reifenberg sieht.

    StoryRobert hinterlässt eine blutige Spur auf seinem Weg durch die Wüste. Nicht nur Krähen, Kaninchen [Kanine] und Skorpione müssen dran glauben, wenn sie ihm begegnen, sondern auch rücksichtslose Autofahrer, die ihn angefahren haben, Dienstmädchen, die ihn einfach während des Duschens aus dem Motelzimmer werfen und Polizisten, die ihn aufhalten wollen.
    Er scheint nur ein Ziel zu kennen: In Sheilas Nähe zu sein - und wer sich ihm in den Weg stellt, muss eben dran glauben.
    Soweit, so gut.
    Klingt nach

    Dies geschieht nicht nur, indem man schon direkt am Anfang in einer durchaus skurillen Szene erklärt bekommt, dass das, was man (und die Zuschauer im Film) im Folgenden zu sehen bekomme, eine Hommage an die reine Willkür sei, sondern auch, indem man selbst ein wenig die Rolle der im Film befindlichen Zuschauer einnimmt.
    Was ich damit meine? - Nun, die kleine Gruppe ist offenbar gleichzusetzen mit den "normalen" Zuschauern im Film. Dies merkt man spätestens dann, wenn sie aufgefordert werden, ruhig zu sein oder jemand darauf hingewiesen wird, dass das Filmen des Geschehens illegal sei.
    Immer wieder wird deutlich, dass das Medium Film nur dann funktioniert, wenn jemand da ist, der zusieht. Selbst, wenn nur eine Person übrig bleibt - die Fiktion muss aufrecht erhalten werden oder wird von sich aus aufrecht erhalten. Oder so.
    Der Film bietet also durchaus einiges an Interpretationsspielraum, den ich hier nicht ausschöpfen werde, weil ich dabei zu viel spoilern würde.

    Festzuhalten ist jedenfalls, dass der Film nicht bloß stumpfsinnig ist, sondern zum Nachdenken herausfordert.
    Hier nur ein paar Punkte:
    1. Kann man dem Publikum jeden beliebigen Mist vorsetzen? Wird er gesehen werden?
    2. Wenn ja: Warum?
    3. Wieso sind wir, die nicht nach ein paat Minuten abgeschaltet haben, ein Mann im Rollstuhl?
    4. Können wir Einfluss auf das Geschehen nehmen?
    5. Ist das wirklich reine Willkür, die einem da gezeigt wird?
    6. Bedeutet das Ende das, was wir alle denken?


    Natürlich funktioniert ein solches Spiel mit dem Publikum nur dann, wenn man das Ganze ein wenig amüsant darbietet, denn sonst wäre einem schon nach wenigen Minuten furchtbar langweilig.
    Interessanterweise gibt es allerdings mehr als eine Person, die den Film nach einigen Minuten tatsächlich schon extrem langweilig findet und keinen Bezug zu ihm aufbaut.
    Ich persönlich finde die teils sehr schön absurden Situationen aber wirklich amüsant und kann mich über Szenen, in denen beispielsweise die Täterbeschreibung erfolgt und die Nachfrage kommt, ob es sich um einen schwarzen Reifen handelt, durchaus beömmeln.
    Gut, es gibt auch einfach nur dämliche Dinge, die auch mich nicht wirklich bewegen, aber amüsante Momente sind durchaus vorhanden und gar nicht mal so selten, wie man denkt.

    Auch die Gefühlswelt des Reifens kommt nicht zu kurz.
    Tatsächlich kann man beobachten, wie der Reifen Rache verübt - aber sich auch verliebt oder regelrecht geschockt ist, wenn er an einem brennenden Reifenberg vorbeikommt.
    Natürlich hat so ein Reifen nicht die gleichen Möglichkeiten wie ein gewöhnlicher Schauspieler, der beispielsweise mittels Mimik viel ausdrücken kann. Aber hier gibt es dann so etwas wie unsichere Bewegungen, neugierige Bewegungen und eben auch das Stilmittel Musik , mit der man naturgemäß viel Inhalt transportieren kann.
    Außerdem erfährt man, dass der Reifen nicht einfach wahllos vor sich hinmordet, denn es gibt durchaus Leute, die ihm begegnen und diese Begegnung überleben.

    Die "anderen" Schauspieler sind mir persönlich nicht oder nur vom Namen her bekannt.
    Der Regissseur Quentin Dupieux hat die Rolle der Sheila beispielsweise mit der dunkelhaarigen, jung wirkenden Roxanne Mesquida besetzt. Sie ist eine nette Besetzung für die Rolle, wirkt auf mich persönlich aber ein bisschen blass im schauspielerischen Bereich, so dass sie keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlässt.
    Jack Plotnick in der Rolle des merkwürdigen Buchhalters sagt mir da schon mehr zu, denn er spielt so skurill überzeugend, dass es wahrlich eine Freude ist, ihm zuzusehen. Auch sein Synchronsprecher ist hier lobend hervorzuheben.
    Stephen Spinella spielt den Lieutenant Chad ebenfalls herrlich schön und absolut überzeugend.

    Die DVD
    Hier gibt es nichts zu meckern - oder nicht viel zu meckern.
    Man könnte etwas gegen die Unsitte haben, dass hier Trailer laufen, bevor das Menü sich öffnet, aber mich persönlich stört das nicht, weil man die wegskippen kann. Außerdem ist zumindest der erste von ihnen (für Four Lions) ganz nett. Das Menü ist übersichtlich, die Einstellungen ausreichend, Bild und Ton sind auch in Ordnung.

    Extras sind natürlich auch drauf:
    So kann man sich einen Trailer ansehen, einen Teaser und verschiedene Interviews mit dem Regisseur und den Schauspielern. Ehrlich gesagt habe ich die nicht angesehen, denke aber (das Reinzappen hat mich zu folgender Aussage verleitet), dass sich die Interviews für Interessierte durchaus lohnen dürften.

    Fazit
    Ich persönlich bin froh, den Film gekauft zu haben, denn ich finde ihn auf merkwürdige Weise langweilig und interessant/amüsant zugleich.
    Er zieht sich stellenweise ein wenig, soll das ja aber vielleicht sogar und es ist faszinierend zu sehen, dass man sogar mit einem Reifen als Hauptperson mitleiden kann.
    Was die Sternenvergabe angeht, bin ich aber ratlos, weil ich zwischen drei und vier Sternen schwanke.

    Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=75ZfVG2sggs

    Kommentare & Bewertungen

    • goat

      goat, 05.08.2013, 21:36 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Freue mich sehr über Gegenlesungen. LG Melanie

    • anonym

      anonym, 05.08.2013, 11:28 Uhr

      Bewertung: besonders wertvoll

      Robert ist großartig :)

    • Little-Peach

      Little-Peach, 05.08.2013, 00:23 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      SH :) & liebe Grüße

  • Zu diesem Film habe ich nicht einmal eine Meinung (finden können).

    Pro:

    -

    Kontra:

    -

    Empfehlung:

    Ja

    Man stelle sich folgendes Szenario vor:
    Ein Auto fährt Stühle, die absichtlich slalomartig aufgestellt wurden, rigoros um, stoppt vor einem Buchhalter (Jack Plotnick), der zig Ferngläser in der Hand hält, um schlussendlich einen weiteren Kerl (Stephen Spinella) aus dem Kofferraum steigen zu lassen, der sich vom Fahrer erstmal einen Becher Wasser geben lässt. Sodann startet dieser mit direkten Blick in die Kamera einen Monolog, der sich direkt an den Zuschauer richtet:

    „Jeder große Film enthält das Element reine Willkür. Der Film, den Sie gleich sehen, ist eine Hommage an die reine Willkür.“

    Wer an dieser Stelle noch nicht verdutzt genug ist, der kann sodann

    Kommentare & Bewertungen

    • anonym

      anonym, 30.12.2011, 12:32 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Prima beschrieben. LG und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

  • Amokroll eines wütenden Autoreifens

    Pro:

    Dies ist mal eine ungewöhnliche Geschichte mit entsprechenden Wendungen!

    Kontra:

    Nicht dem Reifen aber der Story geht allmählich die Luft aus.

    Empfehlung:

    Ja

    Kurzinfo für Ungeduldige

    Autoreifen Robert erwacht in der Wüste. Er kann Gegenstände (und Köpfe) zerspringen lassen und findet Lust am Morden. Als er eine Mülldeponie entdeckt, auf der alte Reifen verbrannt werden, dreht Robert durch und läuft mordend Amok … – Seltsame Mischung aus Arthouse-Kino und Trash-Komödie, die am besten dort funktioniert, wo sich die Kamera auf das Treiben des Reifens konzentriert, der durchaus eine Persönlichkeit entwickelt; eher schräg als komisch und vor allem mal etwas Anderes.

    Das geschieht:

    In der Wüste des US-Staates Kalifornien erwacht Robert, der Autoreifen, zum Leben. Kurz nachdem er gelernt hat, selbstständig zu rollen,

    Kommentare & Bewertungen

    • Tut_Ench_Amun

      Tut_Ench_Amun, 03.07.2011, 01:14 Uhr

      Bewertung: besonders wertvoll

      *nach unten schiel* - off topic - wegen fehlender Gegenlesungen? Sachen gibts

    • Luna2010

      Luna2010, 01.07.2011, 11:30 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Ein wirklich guter Bericht. Ich freue mich über Gegenlesungen!

    • mima007

      mima007, 01.07.2011, 11:17 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Viele Gruesse, mima007

    • holenuss

      holenuss, 30.06.2011, 23:19 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      toller Bericht, leider kein besonders wertvoll mehr übrig