Pro:
Darsteller, Komik, Effekte
Kontra:
nichts wirklich Gewichtiges
Empfehlung:
Ja
Da das Wetter am letzten Sonntag ja doch ein wenig trist war, hab ich mich dazu entschieden, den Abend im Kino zu verbringen. Meine Entscheidung fiel auf den zweiten Teil von Sherlock Holmes, eigentlich nicht unbedingt zu erwarten, da mich der erste Film doch nicht so begeistern konnte.
== ALLGEMEINE DATEN ==
Originaltitel: Sherlock Holmes: A Game of Shadows
Action / Kriminalfilm
USA 2011
Laufzeit: 128 Min.
Freigabe ab 12 Jahre
Regie: Guy Ritchie
== HANDLUNG ==
Europa wird mit Attentaten überzogen, insbesondere Deutschland und Frankreich. Beide Länder geben sich hierbei gegenseitig die Schuld und so kommt es, dass man geradewegs auf einen Krieg zusteuert.
Während Watson sich auf seine bevorstehende Hochzeit vorbereitet, ist Holmes damit beschäftigt die Hintergründe der Attentate zu erforschen. Hierbei führen alle Spuren zu einem Mann namens Moriarty, einem angesehenen Professor und anerkannten Berater der britischen Regierung. In einem persönlichen Aufeinandertreffen erklären sich beide offen, was sie von einander halten. Hierbei offenbart Moriarty auch, dass er Watson und seine Angetraute nicht verschonen wird. Nachdem Holmes das angedrohte Attentat auf der Fahrt in die Flitterwochen verhindert, begeben sie sich nach Frankreich, um hier das nächste Attentat Moriarty‘s zu vermeiden. Unterstützt werden sie hierbei von einer Bande Zigeuner. Doch sie schaffen es nicht, das Attentat zu verhindern, so dass die internationalen Spannungen in Europa weiter zunehmen.
== DARSTELLER ==
Hierbei reicht es eigentlich, sich auf die beiden Hauptdarsteller, nämlich Robert Downey jr als Sherlock Holmes und Jude Law in der Rolle des Dr. Watson zu konzentrieren. Beide finde ich einfach gut. Sicherlich ist die Interpretation der Rollen vorgegeben – dazu komme ich später – aber in diesem Rahmen sind beide einfach hervorragend. Der Humor kommt trocken rüber und reißt einfach mit. Insbesondere Jude Law finde ich brillant, da er es einfach perfekt schafft, den britischen Gentleman zu spielen, sprich höflich und zugleich steif, und dann aber auch immer wieder ulkige Situationen herauf beschwört.
== EFFEKTE ==
Schon im ersten Teil wurde sehr viel damit gearbeitet, Superzeitlupen in bestimmten Situationen einzusetzen. Diese Technik wird auch im zweiten umfangreich eingesetzt. Dies ist insbesondere immer dann der Fall, wenn Holmes in Gedanken einen bevorstehenden bzw. drohenden Kampf durchgeht. Dann werden die verschiedenen Attacken und Gegenattacken gaanz langsam dargestellt, während der eigentliche Kamp dann nachher ratz fatz vorbei ist. Diese Technik finde ich nach wie vor klasse. Besonderes eine Szene finde ich absolut beeindruckend, nämlich die, als Watson und Holmes auf der Flucht aus einer Munitionsfabrik sind. Hierbei werden sie seitens der Verteidigung der Rüstungsfabrik mit starkem Geschützeinsatz „verfolgt“. Diese Flucht ins der Superzeitlupe mit den einschlagenden Geschossen, dem aufspritzenden Dreck und den berstenden Bäumen wirkt einfach total eindrucksvoll und geht echt unter die Haut. Die Bedrohung durch die Waffen wirkt so viel realer und hat mir eine echte Gänsehaut bereitet.
== MEINE EINDRÜCKE ==
Bereits zu Anfang habe ich dargelegt, dass es im Grunde überraschend war, dass ich mir diesen Film angeschaut habe, wo mich der erste Teil doch nicht so begeistert hatte. Entscheidend ist aus meiner Sicht hierbei die Erwartungshaltung. Den ersten Film bin ich mit der Erwartung angegangen, eine seriöse Neuverfilmung von Sherlock Holmes zu sehen. Und genau diese Erwartung wurde voll enttäuscht.
In den zweiten Teil bin ich mit einer ganz anderen Erwartung hinein gegangen. Denn letzten Endes handelt es sich nicht um eine ernsthafte Verfilmung des Originalstoffes. Alles ist viel mehr auf Effekte und auf Komik ausgelegt. Und wenn man sich hierauf einlässt, kann man sich wirklich von dem Film begeistern lassen. Die Dialoge sind spritzig und witzig und haben mich ein ums andere Mal herzhaft lachen lassen. Die Kampfszenen sind wirklich klasse gemacht, nicht übermäßig brutal und aufgrund der oben beschriebenen Technik sehr unterhaltsam inszeniert. Die Darsteller brillieren in ihren Rollen und die Inszenierung der Schauplätze, sprich des alten Londons, der zum Einsatz kommenden Züge etc. ist durchaus liebevoll und authentisch, weiß somit durchaus zu gefallen. weiterlesen schließen
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