Pro:
Gegner
Grafik, Sound
Abwechslung
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Einleitung
Schon des öfteren habe ich meist positive Berichte von Borderlands gehört. Im Herbst 2014 habe ich mich dann etwas eingelesen, und mein Interesse ist mehr und mehr gestiegen.
Schließlich habe ich zugeschlagen und möchte dir nun berichten was heraus kommt, wenn man obige 3 Elemente in einen Topf wirft und von 2K mischen lässt!
Borderlands 2 ist, wie der Name schon sagt, der zweite Teil einer mittlerweile schon 3-teiligen Spiele-Serie. Das Game kam im Herbst 2012 in die Spieleläden für zahlreiche Plattformen – PS3, XBOX360, PS Vita, Linux, Windows und Mac.
Ich schreibe hier von der PS3 Version.
Während der erste Teil eine Zensur über sich ergehen lassen musste, und dadurch verschiedenste Versionen verfügbar sind, ist der zweite Teil nur in einer einheitlichen Version (USK+PEGI).
Zwar wurde Borderlands 2 etwas entschärft, aber das tut dem Spielegenuss hier keinen Abbruch meiner Meinung nach.
Der PEGI18 Stempel klebt dennoch am Cover, verdient da doch brutale Shooterelemente verbaut sind. Aber man darf sich hier keinen normalen PEGI18 Shooter erwarten, durch den Comic-Style wirkt Borderlands 2 wesentlich weniger schlimm, als es in Wirklichkeit ist – mehr dazu später.
Mittlerweile gibt es ein Pre-Sequel, welches zeitmässig zwischen Teil1 + Teil2 spielt, sowie wird es (irgendwann) auch einen dritten Teil geben.
Entwickelt wurde das Stück von Gearbox und vertrieben von 2K. 2K dürfte Fans von Bioshock (so wie mir) ein Begriff sein. Bei Borderlands darf man sich auch wieder auf eine durchwegs unkonventionelle Spieleserie freuen.
Es geistern von Borderlands 2 zahlreiche Ausgaben umher. So gibt es neben den Standardausgaben und USK Imports auch die deutsch/österreichischen Versionen. Laut Internetberichten zufolge sind aber alle gleich im Schnitt, man kann also überall zugreifen.
Ich habe mich aber für eine GOTY (Game Of The Year) Edition entschieden und 30 Euro dafür bezahlt. Für das Spiel allein wird man am Gebrauchtmarkt wohl an die 10 Euro berappen müssen.
In der GOTY Version bekommt man so 2 voll gestopfte Spieledisc.
Eine mit dem Hauptspiel, eine weitere mit Zusatzinhalten (Missionen + Charakter) mehr dazu später.
Beide Covers sind sehr bunt gehalten, anders als bei den meisten Shootern die oftmals in düsteren, realistischeren Covers gestaltet sind. Eine fette gelbe Aufschrift Borderlands2 + Zusatzinhalte bei der zweiten Disc. Auf der Rückseite wieder die gängigen Infos zum Spiel.
PEGI18, 1-2 Spieler oder Multiplayer über Netzwerk, Dualshock Kontroller, 720p, nur um die wichtigsten zu nennen.
Beide Teile dann noch in einem Papp-Schieber in gleichem Design, damit das Bundle immer schon zusammen bleibt.
Mehr Infos zum Spiel gibt es auch im Netz unter borderlands2.com und es gibt auch ein eigenes wiki.
Grafik
Die Grafik ist jetzt schwer zu bewerten, weil sie so anders ist. Borderlands 2 ist ein brutales Spiel, aber durch das Comic-Style, welches vorwiegend durch das cel-shading geschafft wird, wirkt das Spiel nicht mehr so schlimm. Borderlands 2 ist scheinbar im Unterschied zu Teil 1 in sehr kräftigen Farben gehalten, die einem Anfangs doch recht ungewöhnlich vorkommen. Ich denke nach ein paar Stunden allerdings hat man sich entweder daran gewohnt und findet es toll, oder man hasst es. In zweitem Falle sollte man das Spiel wohl wieder weg legen.
Bei uns war es glücklicherweise Fall eins und man erkennt schnell die wichtigen Dinge in der riesigen Pandora-Welt. Objekte, wichtige Punkte, Waffen, Munition usw. haben immer einen dünnen Strahl nach oben scheinen. Kommt man näher erfährt man auch gleich alle nötigen Infos (welche Mission, welche Waffe, welche Munition usw.) und kann sie nach Wunsch mit dem Viereck greifen.
Man darf sich keine realistische Grafik erwarten, wie bei Shooter ala Battlefield. Auch finde ich sie für die heutige Zeit eher Mittelmaß. Reflektionen oder ähnliches sind spärlich, der Wüstenstaub wirkt gegen Uncharted3 richtig schlecht. Die Texturen sind oftmals grob.
Aber dennoch, es passt einfach und hat wohl den Vorteil, dass trotz der riesigen Umgebung und den vielen Level das Spiel sehr schnell ist und einfach nur rockt.
Wirkliche Grafikfehler wären mir bisher nicht aufgefallen und die Schärfe/Unschärfeeffekte wurden gut eingebracht bei Waffen mit Zoomfaktoren.
Man hat sich bei den Abgängen der Gegner einiges einfallen lassen. Explodierende Köpfe, in Flammen aufgehende Banditen, von Säure zerfressende Roboter. Hört sich wieder schlimm an, wird jedoch nicht so im Detail dargestellt, wie es wohl noch bei Borderlands 1 war.
Recht spannend zum Beispiel auch die Goliath. Sehr starke, aber langsame Gegner die viel einstecken können. Schießt man aber deren Helm ab, erscheint ihr sehr kleiner Kopf und langer Hals und sie werden zu rasenden Goliaths. Die sind dann super schnell und greifen jeden in der Nähe an (kann man sich in der Ferne gut zu Nutze machen, da sie auch auf Gegner los gehen).
Würde sagen die Grafik ist (guter) Durchschnitt in HD (720p) Qualität, aber sie passt hier optimal, sie ist schnell, sie rockt.
Sound
Beim Sound gibt es nichts zu meckern. Die Waffengeräusche sind sehr unterschiedlich und passend, die Musik dezent im Hintergrund (wenn ich mir auch manchmal etwas mehr Abwechslung oder härtere Musik gewünscht hätte). Vor allem mit Kopfhörer vernimmt man hier eine besonders stimmige akkustische Hintermalung. Meist erkennt man schon an der Musik, dass Gegner in der Nähe sind.
Besonders gelungen finde ich aber die Sprachausgaben der Gegner, Verbündeten die auch ins deutsche perfekt synchronisiert wurden.
Borderlands 2 ist voll von schrägen Sprüchen, von Anspielungen, von durchgeknallten Ansagen oder Tonbändern. Anfangs ist man vielleicht noch etwas überfordert und bekommt nicht alles mit, aber dann sollte man unbedingt auf akkustische Details achten. Man muss aber auch mit zahlreichen Beschimpfungen rechnen, wenn man Gegner erledigt. Klar, Banditen habens nicht so mit der feinen Sprache - hehe.
Jede Gegnergruppe hat ihre eigene Ausprägung, sogar Waffen sprechen teilweise mit einen.
Manche Funksprüche empfand ich als etwas zu leise, aber das kann man sich in den Audioeinstellungen noch etwas anpassen.
Ansonsten macht der Sound und besonders die Dialoge etwas ganz Besonderes in Borderlands 2 aus. Teilweise wird man in Missionen minutenlang mit Dialogen begleitet, man hat sich viel Mühe mit den einzelnen Charakteren gegeben, besonders über den Bösewicht und Pandora erfahren wir einiges. Oftmals wurde ich auch an Bioshock erinnert, wo man ähnliches zu Augen und Ohren bekommt.
Suchtfaktor
Durch die hohe Abwechslung, die vielen Gegner und das riesige Areal besteht hoher Suchtfaktor. Das ganze wird erhöht durch Sammelwahn.
Weitere Erfahrungen & Fazit
Ich bin von Borderlands 2 schwerstens begeistert.
Es ist völlig anders, es ist mit nichts zu vergleichen, ausser dass ich immer wieder an Bioshock erinnert wurde (Gegner / Charaktere / Dialoge)
Borderlands 2 bietet Spielspass für weit über 100 Stunden und will auch gerne mehrmals durch gespielt werden (höhere Level, andere Spielfigur). Die zahlreichen Add-Ons heben so die Anzahl noch ein weiteres mal.
Zwar muss man in einige Areale mehrmals um verschiedene spätere Missionen zu erledigen, und der ein oder andere Abschnitt hätte wohl etwas kürzer ausfallen können, doch in Summe ist mir Borderlands 2 nie wirklich langweilig geworden.
Ein Durchgang im offline-Splitscreen Modus (Axton / Maya), ein meist online-Durchgang mit Zero, ein weiterer angebrochener Start mit Salvador. Und es gibt noch massig zu entdecken.
Auch die Kampfarenen machen Spass, wo man sich Wellen von Gegnern stellen muss.
Borderlands 2 ist umfangreich, riessig, schräg, vollgestopft mit krassen Gegnern und unzähligen Schätzen / Waffen / Objekten.
Das Rollenspielelement in Form von den unterschiedlichen Skillbäumen gibt weiter Motivation alles aus zu probieren.
So muss man Borderlands 2 wohl einige Stunden an spielen, um zu erkennen ob man es mag oder nicht. Im zweiten Falle wird man dann aber garantiert mit Langzeitspielspass belohnt.
Volle Empfehlung von meiner Seite!
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