Pro:
ganz nett, smypathische Darsteller
Kontra:
flache Story, wenig beeindruckende Effekte
Empfehlung:
Nein
Mit einem Kinobesuch wollte ich mich bei meinen Eltern für ihre Unterstützung in der letzten Zeit bedanken. Auf die Filmwahl wollte ich keinen Einfluss nehmen und so entschieden meine Eltern sich für einen Film, der nicht unbedingt auf meiner Wunschliste gestanden hätte, aber mit dem ich mich durchaus arrangieren konnte: „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“.
Trotz Angst vor Kopfschmerzen haben wir uns dabei das erste Mal getraut, einen Film in 3D anzusehen.
==_Darum geht´s==
Sean hat Probleme mit seinem Stiefvater Hank, obwohl der es mit dem Jungen nur gut meint und ihn sogar vor der Polizei in Schutz nimmt. Vor der ist Sean nämlich geflohen, als er in ein Gebäude einbrach, um dort eine verschlüsselt gesendete Nachricht von seinem Großvater zu empfangen.
Um seinem Stiefsohn etwas näher zu kommen, hilft Hank Sean schließlich beim Entschlüsseln der Nachricht.
Großvater Alexander hat seinem Sohn die Koordinaten und eine Art Wegbeschreibung zur geheimnisvollen Insel geschickt, auf der er seinen Enkelsohn erwartet.
Nach einigem Betteln darf Sean schließlich gemeinsam mit Hank in die Südsee reisen, wo die den chaotischen Piloten Gaboto und dessen hübsche Tochter Kailani anheuern, um sie durch einen Tornado auf die geheimnisvolle Insel zu fliegen.
Durch den stürmischen Flug landen sie zwar alle gemeinsam auf der Insel, aber das Flugzeug ist defekt und die Insel droht in ein paar Tagen im Meer zu versinken.
Von Alexander erfahren sie, dass die Nautilus noch irgendwo auf der Insel bzw. im Meer liegt und das U-Boot ihre einzige Chance ist, von der Insel zu kommen.
Also macht sich die kleine Expedition auf, die Insel zu überqueren und das Schiff zu finden und natürlich geht es auf der geheimnisvollen Insel nicht nur friedlich zu…
==_Meine Meinung==
Dass „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ eine Fortsetzung von „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ ist, wusste ich nicht, aber es hat mein Verständnis für den Film nicht gestört, weil die Geschichte schon sehr eigenständig und auch sehr dünn ist.
Die Entschlüsselung des Codes geht am Anfang sehr schnell und die Insel ist auch schnell entdeckt und ab da geht es auch nur noch darum, von dieser geheimnisvollen Insel runterzukommen.
Dabei werden sämtliche Literaturklassiker und Mythen von Captain Nemo bis zu Atlantis verwurstet, ohne, dass einem dazu großes Hintergrundwissen vermittelt wird und richtige Lust bekommt man durch den Film auch nichts aufs Lesen.
Im Grunde ist „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ ja auch ein Film, der eher das jüngere Publikum anspricht und natürlich auch nicht an einer kleinen Lovestory spart und ein paar Konfliktsituationen bereithält. Neues bekommt man hierbei einfach nicht zu sehen. Die Charaktere sind einfach gestrickt (besorgter Stiefvater, rebellischer Jugendlicher, lustiger Angsthase, kühle Schönheit) aber wenigstens sind die Hauptdarsteller sympathisch und auch die weibliche Hauptrolle nervt nicht so wie es sie es sonst in solchen Filmen gerne tut.
Unterhaltsam ist der Film ja, aber das war´s dann auch schon. Mich hat die Ausstattung der geheimnisvollen Insel nicht sehr beeindruckt. Teilweise fand ich die Effekte sogar zum Schämen. Zum Beispiel der ewiglange Flug auf riesigen Bienen hat mich schon nach ein paar Sekunden gelangweilt und wirkte auf mich sehr dilettantisch.
Aber gerade die Effekte und die Ausstattung sollten den Zuschauer bei einem Film, dessen Story flach und nicht besonders logisch ist, doch wenigstens ansprechen. Ob „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ das eventuell beim jungen Publikum schafft, kann ich leider nicht beurteilen. Als wir im Kino waren, waren mit uns noch 6 andere Menschen im Saal, zwei davon Kinder, von denen ich die ganze Zeit nur das Popcorn-Gemampfe wahrgenommen habe. Ein begeisterndes Staunen oder Lachen konnte ich nicht vernehmen.
Möglicherweise sind die Kinder von heute von Unterhaltung auch schon Besseres gewöhnt.
Innovativ sind bei „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ nur die 3D-Effekte, aber die, die ich als bemerkenswert bezeichnen würde, kann man an einer Hand abzählen. Sicher, Waldbeeren, die von The Rocks Brustmuskeln in den Kinosaal gefeuert werden, sind ganz nett gemacht, aber in vielen Momenten hat der Film einfach das Potential der Effekte verschenkt.
In einigen guten Szenen, in denen man 3D-Effekte hätte unterbringen können, fehlten sie ganz einfach und deshalb bin ich von diesem Standpunkt aus gesehen, sehr enttäuscht.
Was mich an der Darstellung in 3D aber überzeugt hat, ist die Qualität des Films, wenn gerade mal keine besonderen Effekte eingebaut wurden. Ich habe im Kino vorher noch nie ein so klares und scharfes Bild gesehen.
Von daher war „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ doch ein Erlebnis für mich.
==_Allgemeines==
"Die Reise zur geheimnisvollen Insel". USA 2012
Regie: Brad Peyton
Drehbuch: Brian & Mark Gunn
Darsteller: Sir Michael Caine, Dwayne Johnson, Josh Hutcherson, Vanessa Hudgens, Luiz Guzmán, Kristin Davis
Länge: 94 Minuten
FSK: ab 6 Jahre
==_Mein Fazit==
„Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ ist mir von der Geschichte her zu seicht und wirklich eher fürs jüngere Publikum gedacht. Der Film ist zwar ganz nett und unterhaltsam, aber da reicht es auch, sich ihn irgendwann auf DVD auszuleihen oder auf die TV-Ausstrahlung zu warten.
Die 3D-Effekte haben mich ebenfalls nicht sonderlich beeindruckt, da habe ich einfach mehr erwartet. weiterlesen schließen
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