Pro:
Dezenter, wirklich neuartiger Duft
Kontra:
Der Flacon dürfte nicht Jedermanns Sache sein
Empfehlung:
Ja
Douglas schrieb mir. Das freute mich, denn ich bekomme gern Post. Bei Douglas allerdings handelt es sich keineswegs um einen Bekannten aus England, sondern um die auch in Deutschland bestes bekannte Parfümerie-Kette. Die also schrieb mir. Natürlich wollte Douglas mir etwas verkaufen, denn der Brief beinhaltete neue und aktuelle Angebote - die mich zugegebenermaßen alle nicht so recht interessierten. Im Brief aber war auch ein Gutschein enthalten - für eine Duftprobe. Der wurde dem Schreiben heraus getrennt und der besten Ehefrau von allen überreicht. "Kannst du mir ja mitbringen, wenn du mal wieder da bist", erklärte ich ihr. Genau das tat die Gattin. Und die Probe kam nicht nur bei mir an, sondern wurde inzwischen auch genutzt. Deswegen kann darüber hier nun berichtet werden.
Der Kauf
Wie oben schon dargestellt, musste nichts gekauft werden - die Probe war selbstverständlich kostenlos. Das Eau de Toilette wird bei Douglas aber natürlich auch zum Kauf angeboten. Für 50 Milliliter des Wässerchens in einem Flacon in Form eines menschlichen Kopfes sind dort 49,95 Euro fällig, für 100 Milliliter 74,90 Euro. Meine Probe dagegen enthielt nur genau einen Milliliter, was - den kleineren Flacon als Maßstab angelegt - eine Ersparnis von rund einem Euro für mich bedeutete. Allerdings war es damit noch nicht abgetan, denn die Papp-Schachtel, in der der Duft zu finden war, enthielt außerdem noch zwei Manschenknöpfe in Form des Kokorico-Flacons. Das ist ein nettes Geschenk - aber ob ich es auch nutzen werde, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Der Hersteller
Parfums Jean Paul Gaultier, 28/32 Avenue Victor Hugo, 75116 Paris, Frankreich, Internet: www.jeanpaulgaultier.com. - Hergestellt in Frankreich.
Die Inhaltsstoffe
Alcohol, Parfum (Fragrance), Aqua (Water), Linalool, Butyl Methoxydibenzoylmethane, Limonene, Ethylhexyl, Methoxycinnamate, BHT, Citral, Coumarin, Citronellol, Geraniol.
Das Versprechen (Douglas-Homepage)
Ein maskuliner und aphrodisierender Duft voller Energie. Kakaobohne trifft auf die spritzige Frische des Feigenblatts und verbindet sich mit dem charismatischen Aroma edler Hölzer. Ein Flakon aus elegantem, schwarzem Glas - von vorn gesehen ein markantes Gesicht, das im Profil zu einem männlichen Oberkörper wird.
Meine Meinung
Mit so einer Probe muss Mann ja vorsichtig umgehen. Einmal falsch auf den Sprühknopf gedrückt und das Ganze löst sich im wahrsten Sinne des Wortes in Luft auf. Ich war also vorsichtig und versuchte, den einen Milliliter Eau de Toilette halbwegs vernünftig in meinem Gesicht zu verteilen, was so weit auch recht gut gelang.
Beim ersten Selbst-Geruchstest war ich ausgesprochen angetan von diesem neu auf dem Markt befindlichen Duft. Natürlich hatte er ein wenig Zitrus in sich, aber ich glaubte auch Kakao erschnuppern zu können. Insgesamt wirkte das sehr aromatisch - aber doch dezent dabei. Das war ja ganz anders als ich das von Gaultier-Düften bislang kannte, denn die waren mir zumeist zu schwer. Das aber gilt für dieses Produkt nun gar nicht, zumal das später eher hölzern-maskulin wirkte, aber nach wie vor eher dezent. Dieser Duft sorgt wirklich für Abwechslung, hat nur wenig mit den meisten Kreationen für Herren gemein - und das, obwohl die Liste der Inhaltsstoffe erfreulich kurz ist. Da ist den JPG-Nasen mal etwas gelungen, das wirklich als neuartig bezeichnet werden darf. Und da auch die beste Ehefrau von allen mit der Duftnote mehr als einverstanden war, habe ich in dem Zusammenhang durchblicken lassen, dass ich ja bald auch wieder Geburtstag habe. Vielleicht erleichtert dieser dezente Hinweis der Gattin ja die Suche nach einem passenden Geschenk.
Auch mehrere Stunden nach dem Aufsprühen des Duftes ist der immer noch deutlich spürbar, er verfliegt also nicht zu schnell. Geeignet erscheint mir dieses Wässerchen vor allem für die Abendstunden, denn für den Gang ins Büro wäre es mir in seiner Komposition doch zu aufwändig - und zu teuer obendrein (Stichwort: Perlen vor die Säue . . .). Auf jeden Fall freue ich mich inzwischen, dass ich den Brief von Douglas wirklich geöffnet und mir angeschaut habe. Es hat sich gelohnt. weiterlesen schließen
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