Kochen ist Chefsache (DVD) Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 06/2012
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Pro & Kontra
Vorteile
- Jean reno
- Jean Reno
- fluffiges Filmvergnügen, welches man sich gut und gerne einmal ansehen kann
Nachteile / Kritik
- das ganze ist langweilig
- Manchmal künstlich
- absolut vorhersehbar, keine Überraschungen, möglicher Tiefgang wird immerfort ausgebremst
Tests und Erfahrungsberichte
-
„Ich hätte gehört, wie die Aubergine schreit.“
Pro:
fluffiges Filmvergnügen, welches man sich gut und gerne einmal ansehen kann
Kontra:
absolut vorhersehbar, keine Überraschungen, möglicher Tiefgang wird immerfort ausgebremst
Empfehlung:
Ja
Jean Reno assoziiere ich persönlich nach wie vor spontan stetig mit „Die purpurnen Flüsse“, kann ihn jedoch in eher komödienhaften Rollen ebenfalls als authentisch empfinden. Generell stellt dieser Akteur einen Schauspieler dar, der hin und wieder den letzten ausschlaggebenden Punkt dazu beiträgt, dass ich mich für einen Film entscheide ~ bei der knapp 81minütigen Komödieldquo;Kochen ist Chefsache&ldquo verhielt sich dies nicht viel anders. Bereits an dieser Stelle muss ich sagen, dass ich mir die DVD zum aktuellen Preis von rund 13 Euro vermutlich nicht gekauft hätte, stattdessen über Tauschticket ein entsprechendes
Die '''Handlung''' an sich ist gewissermaßen wie so oft von A bis Z vorhersehbar, konzentriert sich auf zwei Protagonistin, die Dank schicksalhafter Wendungen zusammenfinden. Immerhin geht es hier einmal nicht um ein Liebespaar, sondern stattdessen um zwei Herren, die ihre Leidenschaft in der gehobenen Lebensmittelzubereitung gefunden haben.
Während Jacky Bonnot (Michaël Youn) sich trotz hochschwangerer Freundin Beatrice (Raphaelle Acogue) Dank seiner gewissen überheblichen Art, was die Kochkust angeht, aus mehreren Jobs hinauskomplementieren lässt, bangt der Pariser Sternekoch Alexandre Lagarde (Jean Reno) um seinen dritten Stern.
Sollte er diesen verlieren, droht ihm der Rausschmiss seitens des neuen Finanzgruppenoberhaupts Stanislas (Julien Boisselier) ~ ein Umstand, der Alexandre schmerzlich daran erinnert, ein gewisses Maß an Kreativität verloren zu haben.Natürlich kommt es so, wie es kommen muss: während Jacky in einem Altenheim als Fenstermaler eingestellt wurde, kann er sich mit seinen Tipps und Tricks nicht von der Küche fernhalten. Zufällig haust Alexandres Vater in eben jenem Altenheim und verzehrt ausgerechnet dann eine Kürbissuppe, als Alexandre zum Besuch aufläuft. Jener erkennt sein eigenes Rezept wieder, erkundigt sich nach dem Koch und bietet Jacky schließlich ein Praktikum an....
===Die Umsetzung=== „darf“ meines Erachtens nach bei diesen seichten Gute-Laune-Filmen durchaus prognostizierbar sein. Was mich dennoch ein wenig „störte“ ist der Aspekt, dass sogar die vermeintlichen Wendungen keinerlei Überraschungen boten, während weiterhin der versuchte Tiefsinn Richtung des Unterthemas „Vernachlässigung der Damen, die an der Seite des Kochs stehen“ allzu lieblos wieder verworfen wurde.
Etwas unglücklich ebenfalls der Umstand, dass Szenen, in denen Jacky in einer Pommesbude arbeitete und Bikern ihre Bestellung abschlägt nicht wirklich komisch sind, sondern vielmehr die Hauptfigur ansatzweise unsympathisch, wenn nicht gar herablassend erscheinen lassen. Vereinzelt fällt es schwer, überhaupt auf seiner Seite mitzufiebern statt innerlich seiner Freundin Recht zu geben, die über kurz oder lang die Faxen dicke hat.
Ein paar wunderbare Dialoge Marke
_~ „Sie müssen komplett verrückt sein!“_
_~ „Nein, monsieur Lagarde. Ich liebe meine Frau.“_
_~ „Langsam geht mir wirklich die ganze Welt auf die Nerven.“_sind es, die mir persönlich den Filmgenuss erhöhten, während weiterhin das ungleiche Kochtrio Titi (Serge Larivière), Moussa (Issa Doumbia) und Chang (Bun-hay Mean) aus dem Altenheim für die meisten gelungenen Szenen sorgt. Es mag für Kochfans eine helle Freude sein, den Kreationen wie auch den Szenen in der Küche beiwohnen zu dürfen, während meines Erachtens nach die Weigerung gegen die molekulare Küche sich im Laufe des Films selbst ein Beinchen stellt.
Soll heißen: Alexandre hält ~ für mich vollends verständlich ~ nichts von diesem molekularen Zaubereien, entschließt sich zu guter Letzt dann doch, sich eben diesem Tun anzupassen.In eben jenem Kontext erscheint es rückwirkend betrachtet klug, dass weitere ähnliche Kritik-Szenen aus dem Film entfernt wurden. Wie die
===DVD selbst=== zeigt, gab es eine ganze handvoll weiterer Szenen, mitunter jene, in der Alexander im Fernsehen von gewissen Qualzuchten hundegroßer Hühner erfährt. Hier wirft er lediglich verächtlich die Fernbedienung auf die Couch ~ warum die Szene entfernt wurde, mag viele Gründe haben. Zum einem passt diese meines Empfindens nach nicht zu der vorherrschenden Lockerheit des Ganzen, zum anderen würde die Wandlung des Koches somit (noch) unnachvollziehbarer erscheinen.
Generell liefert das Bonusmaterial diverse sehenswerte '''Deleted Scenes hält weiterhin '''Interviews''' wie auch ein '''Making of''' parat.
Über '''Bild und Ton''' (Deutsch, Französisch; ein [deutscher] Untertitel anwählbar) lässt sich hier keinesfalls meckern, während der Vorspann an sich äußerst liebevoll designet wurde. Wer hingegen gerne den Abspann liest, wird sich über die weiße Schrift mokieren können... wirklich deutlich sind die Namen dortig nicht zu lesen.
Die Begleitmusik des Menüs begann mich für meinen Teil in seiner Heiterkeit nach einiger Zeit zu nerven ~ da man normalerweise jedoch nicht allzu lange jenen Klängen lauscht, stellt dies mitnichten ein Problem dar.===Summa summarum=== habe ich gewissenhaft recht wenig über die Handlungsdetails offenbart, eben weil eine jede noch so kleine weitere Erwähnung sämtliche (versuchte) Überraschungen vorweg nehmen würde.
Insgesamt betrachtet empfinde ich _„Kochen ist Chefsache“_ als wunderbar-locker-fluffiges Werk, von dem man sich so richtig schön berieseln lassen kann. Weder wird man sich hier vor Anspannung an die Couch krallen, noch vor innewohnender Dramaturgie den Tränen nahe sein. Für meinen Geschmack hätte es zwar ruhig ein wenig mehr Dramaturgie sein dürfen, doch wie mir scheint, lag den Machern ein anderer Schwerpunkt am Herzen.
Einen anderen Hauptdarsteller als Jean Reno wird man sich meiner Meinung nach hier nicht wünschen können, passt dieser vorzüglich in die Rolle des oftmals entnervten Chefkochs, der seiner Tochter fürwahr mehr Aufmerksamkeit entgegenbringen möchte, als es ihm von ihm selbst vergönnt ist.
Wenn man mich fragt, muss niemand diese DVD unbedingt in seinen Habitus aufnehmen. Einmal anschauen reicht hier völlig aus, wenngleich ich mir ebenfalls vorstellen kann, dem Szenario nochmal im Free-TV Folge zu leisten. Dass ich die meinige DVD jedoch bereits wieder bei Tauschticket angeboten habe, dürfte de facto für sich selbst sprechen.
Ergo des Ergos: nichtsdestotrotz 4 Sterne nebst einer „perfektes Berieselungs-Material“ Neutralitätsempfehlung.
Kommentare & Bewertungen
-
anonym, 11.01.2013, 05:38 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
SH :-)
-
-
-
monagirl, 10.01.2013, 12:45 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Klasse berichtet Lg Mona, Freue mich über jede Gegenlesung
-
-
-
Chaos in der Küche
Pro:
Jean Reno
Kontra:
Manchmal künstlich
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leserinnen und Leser,
heute möchte ich Euch mal zur Abwechslung eine DVD vorstellen, die ich wahrscheinlich nicht geschaut hätte, wenn mein Sohn nicht so hartnäckig gewesen wäre. Er ist normaler Weise nämlich leider ein Fan von völlig unrealistischen, blutrünstigen und mit Zombies bespickten Filmen, die mir absolut zu wider sind. Doch erstaunlicher Weise ist er auch ein Fan von Jean Reno und dies ist einer der wenigen französische Schauspieler, dessen Werke ich mir mal gelegentlich ganz gerne anschaue. Entgegen meiner Erwartungen handelt es sich bei dem folgenden Film um eine Komödie und nicht um einen Thriller oder
INFO'S ZUR DVD:
Titel: Kochen ist Chefsache
Studio: Universum Film GmbH
Genre: Komödie
Drehbuch & Regie: Daniel Cohen
Darsteller: Jean Reno (Alexandre), Michael Youn (Jacky), Julien Boisselier (Stanislas), Raphaelle Agogue, Salome Stevenin
EAN: 0886919951493
Kinostart: 07.06.2012
Erscheinungstermin: 30. November 2012
FSK: ab 6 Jahren
Laufzeit: 85 Minuten
Tonformat: DD 5.1: Deutsch, Französisch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 16:9
Features: Making Of, Deleted Scenes Preis: ca. 12,- Euro
FILMBESCHREIBUNG:
Alexandre Lagarde (Jean Reno) ist Frankreichs berühmtester Sternekoch - bewundert, erfolgreich, eine lebende Legende. Seit kurzem muss er sich aber mit Stanislas (Julien Boisselier) herumschlagen, dem neuen Boss der Finanzgruppe, der sein Gourmetrestaurant angehört. Der will Alexandre durch einen jüngeren Koch ersetzen, dem allerdings die klassische Novelle Cuisine weniger am Herzen liegt als die Molekularküche aus dem Reagenzglas. Dass Alexandre zudem noch die kulinarischen Ideen ausgehen ist jedoch fast noch schlimmer. Schließlich muss er ein sagenhaftes neues Menü kreieren, um den Gastro-Kritiker vom "Guide" zu überzeugen. Da läuft ihm Jacky Bonnot (Michael Youn) über den Weg - jung und hitzköpfig, aber ein echter Könner am Kochtopf, der sein Talent bisher in lausigen Bistrojobs vergeudet hat. Es scheint, als hätte der Meisterkoch mit Jacky den idealen Komplizen gefunden, um Stanislas die Suppe kräftig zu versalzen...
FILMINHALT:
Wie der Titel es schon unschwer erkennen lässt, handelt es sich bei dieser Komödie um das zweitliebste Thema der Franzosen (neben d'amour), nämlich dem raffiniertem Kochen: man nehme zwei Männer, die nicht nur vom Alter und der Statur her weit auseinander liegen, sondern deren Meinungen in punkto kochen unterschiedlicher nicht sein könnten:
Alexandre ist ein reifer, autoritärer Perfektionist und ein bekannter Sternekoch, der mit Kritik leider nicht besonders gut umgehen kann. Er besitzt ein gut gehendes Restaurant und führt dieses im klassischen und traditionellen Still. Jacky ist jung und dynamisch, manchmal auch sehr aufbrausend und ein leidenschaftlicher Hobby-Koch, der nicht nur die Rezepte von Alexandre im Kopf hat sondern auch öfters mal den Job verliert weil er sich mit Gästen anlegt, die seinen Kreationen nicht den gebührenden Respekt zollen. Um sich und seine schwangere Frau über die Runden zu bringen muss er dann auch schon mal andere Jobs annehmen...
Beide treffen das erste Mal bei einem Besuch von Alexandre im Altersheim seines Vaters aufeinander, wo Jacky sich als Maler durchschlägt und mit einem Trick Alexandre auf sein Kochtalent aufmerksam macht. Da Stanislas, der neue Besitzer/Finanzchef von Alexandres Restaurant am liebsten nur noch das s.g. Molekular-Verfahren anbieten möchte und als erstes die Kochhilfen abwerben lässt, beginnt hier der gemeinsame und etwas chaotische Lebensabschnitt von Alexandre und Jacky.
Einerseits ergänzen sie sich ganz gut, aber andererseits geraten sie auch (z.B. bei einer Live-Show im Fernsehen) immer wieder aneinander, doch wenn es drauf ankommt raufen sich die beiden auch zusammen. Stanislas gibt nämlich nicht auf und versucht durch die Einladung eines berüchtigten Restaurant-Kritikers Alexandre zumindest einen Stern aberkennen zu lassen, damit er seinen Vertrag auflösen kann.
Die beiden Hitzköpfe durchschauen den Plan und um näheres über die "Molekulare-Kochkunst" zu erfahren verkleiden sie sich als chinesisches Paar (eine Form von Sumo-Ringer und Geisha) und versuchen einen Molekular Koch auszuspionieren... Ob diese Aktionen ausreichen um die Pläne Stanislavs zu durchkreuzen und ob Alexandre und Jacky eine gemeinsame Koch-Zukunft haben, möchte ich hier aber nicht verraten...
MEINE MEINUNG:
Da ich kein Freund von französischen Filmen bin, sind mir alle Schauspieler, bis auf Jean Reno leider völlig unbekannt. Trotzdem gibt es an dem schauspielerischen Talent der restlichen Mitwirkenden absolut nichts zu meckern und ich habe jedem einzelnen seine Rolle abgekauft. Jean Reno beweist in diesem Streifen nicht das erste Mal seine komische Seite und man kann sich gar nicht entscheiden welche seiner bereits gespielten Figuren ihm nun besser steht!
Der Filminhalt selber ist nicht gerade der Kracher oder Oscar verdächtig, denn dafür ist die Handlung einfach zu oberflächlich. Manchmal hatte ich das Gefühl das der Film unnötig in die Länge gezogen wird, dann wiederum wurde er mir ein wenig zu unruhig, doch glücklicher Weise ist er im Verlauf der Handlung nie so richtig zu einen Slapstick Streifen ausgeartet. Es sind die kleinen Spitzen, spontan wirkende Bemerkungen, witzige Schlagfertigkeit, komisch wirkende Gesichtsausdrücke und andere Kleinigkeiten, die mich teilweise zum Schmunzeln und andererseits auch zum laut loslachen gebracht haben.
Alles in allem fühlte ich mich am Ende wirklich gut unterhalten und von den Alltagssorgen abgelenkt, was für mich einen guten Film ausmacht. Die Qualität der DVD ist ebenfalls in Ton und Bild sehr gut gewesen, die Menüführung einfach. Wobei ich mich ehrlich gesagt doch ein bisschen darüber geärgert habe, dass ich mir die Zusatzinformationen leider nicht näher angeschaut habe, um hier darüber berichten zu können. Von mir gibt es abschließend 4 zufriedene Sterne, da ich einen Stern wegen der teils aufkommenden Hektik und auch manchmal künstlich, aufgesetzten Komik abziehen muss. Ist natürlich reine Geschmackssache und deshalb gibt es auch eine klare Empfehlung zum Anschauen :-)
Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten! Der Bericht erscheint auch auf anderen Plattformen...
DIES SIND MEINE PERSÖNLICHEN, WAHRHEITSGEMÄSSEN ERFAHRUNGEN UND MEINUNGEN ZU DEM AUFGEFÜHRTEN ARTIKEL! ICH BIN EINE PRIVATPERSON, DIE KEIN INTERESSE DARAN HAT WERBUNG FÜR EINEN ARTIKEL ZU BETREIBEN, NOCH WERDE ICH DAFÜR BEZAHLT MIT MEINEN BERICHTEN JEMANDEN ODER ETWAS ZU KRITISIEREN!
Kommentare & Bewertungen
-
Bewerten / Kommentar schreiben