Pro:
Preis, Mix aus Balladen und rockigen Nummern
Kontra:
Das Besondere fehlt
Empfehlung:
Ja
Lena ist eine Sache für sich. Entweder man mag sie, oder man mag sie eben nicht. Doch irgendwie gibt es auch so einen Mittelweg. Ich bin kein großer Fan, mag aber ihre lockere, durchgeknallte Art und finde auch irgendwie ihren Stil, den sie für sich entdeckt hat irgendwie frisch und angenehm. Nach längerem hin und her habe ich mir ihr neues Album nun also doch zugelegt, obwohl ich die Single "Stardust" schon jetzt nicht mehr hören kann. Aus allen Poren quillt das Lied raus.
Lena ist eine 21-jährige, flippige, durchgedrehte und sich immer treu bleibende Hannoveranerin und konnte 2010 den Eurovision Song Contest für sich gewinnen, nachdem sie bei Stefan Raab entdeckt und gefördert wurde.
Mit insgesamt drei Alben spricht sie eigene Wunden an, und singt über Gott und die Welt. Entweder man mag sie, oder man mag sie nicht ist hier das Motto. Die beiden ersten Alben noch unter der Fuchtel von Stefan Raab persönlich veröffentlicht, nabelte sich Lena nun für das dritte Album von ihm ab und möchte fortan als eigenständige Sängerin und Songwriterin gesehen werden.
1. Stardust *** 3:30
2. Mr. Arrow Key *** 3:33
3. Pink Elephant *** 3:35
4. Neon (Lonely People) *** 3:30
5. Better News *** 3:02
6. Day To Stay *** 3:55
7. To The Moon *** 3:28
8. Bliss Bliss *** 3:11
9. Asap *** 2:47
10. I'm Black *** 3:04
11. Goosebumps *** 3:38
12. Don't Panic *** 2:27
1. Stardust - Dürfte mittlerweile jeder mindestens einmal gehört haben. Nervtötend! Ich mochte es einfach noch nie. Die Drums sind super, das Gedudel einfach grauenhaft. Sorry ;0)
2. Mr. Arrow Key - Man könnte meinen, dass hier Amy McDonald am Werk ist. Das Lied driftet eher in die Country-Pop-Schiene ab und wirkt weniger "besonders", obgleich es gute Laune macht.
3. Pink Elephant - Kontrabass deluxe. Es ist definitiv ein Ohrwurm, auch wenn er anfangs gewöhnungsbedürftig erscheint und ein wenig "Farbe" ins Spiel bringt.
4. Neon - Ehrlich gesagt, brauchte ich meine 3,4 Anläufe um mit dem Song warm zu werden. Mittlerweile finde ich ihn aber sehr "chillig" und irgendwie doch gut zum mitwippen. Eben ein wenig ruhiger und dennoch mit pepp.
5. Better News - Langsam beginnend, schneller im Mittelteil. Reißt mich irgendwie mit, vorallem nach dem langsamen Start. Vom Hocker haut er mich dennoch nicht unbedingt.
6. Day to say - Langsam, langsam, langsam, Ballade eben. Erinnert manchmal an Lieder aus Kindertagen. Das Lied schenke ich mir oft und drücke auf "weiter". Es ist mir einfach zu langsam, zu leise und zu eintönig.
7. To the moon - Dezente Gitarre, dezenter Start von Lena selber, die sich dann aber wieder im Mittelteil steigert. Der Text ist recht persönlich. Angenehmer Titel
8. Bliss Bliss - Nach etwas langsameren Liedern, geht es mit Bliss Bliss direkt wieder zur Sache. Hätte durchaus auch eine Singleauskopplung sein können. Sehr Mainstream und wirkt für mich auf Dauer auch sehr nervig.
9. asap - Lena und Miss Li im Duett, oder doch im gemeinsamen Battle? Wie auch immer, beide sind in Hochform und geben ihr bestes im 60er Stil. Irgendwie passt das Lied zu Lena, auch wenn "asap" eher weniger anspruchsvoll ist.
10. I'm Black - Emotionaler und dennoch rythmischer, schneller Song der irgendwie interessant ist. Selbst nach dem 4. mal anhören. Ich mag ihn.
11. goosebumps - Und wieder eine Ballade! Anders als die vorigen kann man goosebumps sogar auch mal bis zum Ende hören.
12. Don't Panic - Trommelwirbel und zum Schluss kommt wieder etwas rockiges, schnelles - Typisch Lena eben wieder. Nach den 2,27 Minuten noch nicht abschalten,da kommt noch was ;0)
Man muss Lena durchaus mögen, um auch dieses Album zu mögen.
Unschlagbare 7,94 Euro kostet die MP3-Version bei Amazon. Wer lieber etwas festes in der Hand haben möchte, der ist bereits mit 13,99 Euro im Geschäft und kann die Audio-CD bei Amazon erwerben. Angesichts der insgesamt 12 Lieder die durchschnittlich bis zu je 3.20 Minuten dauern ein guter Preis. Kann man nicht meckern. Für Leute, die mit Lena rein gar nichts anfangen können, dürfte hier bereits jeder Cent zu viel sein ;0)
Es stimmt schon, das dritte Album wirkt ohne Stefan Raab ein wenig reifer. Ob es nun wirklich daran liegt, dass sie nun ihren eigenen Weg geht, vermag ich natürlich nicht zu beurteilen. Was mir allerdings fehlt ist irgendwie das "Besondere", auch bin ich der Meinung, dass ihre spezielle Aussprache bei den englischen Liedern sehr nachgelassen hat und schon wie der tägliche Einheitsbrei klingt. Eigentlich war doch gerade ihre betonte Aussprache das, was sie so besonders klingen lies. Schade! Alles in allem aber ein recht passables Album. Ich bin kein riesen Fan von ihr und "Stardust" nervte mich bereits beim 2. mal anhören, aber für zwischendrin ist es mal ganz angenehm. Vorallem dann, wenn man nur etwas für den Hintergrund benötigt.
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