Pro:
günstig in der Anschaffung
Kontra:
erzielte nicht die erhoffte Wirkung, unangenehmer Geschmack, Kinder könnten Drops verwechseln
Empfehlung:
Nein
Winterzeit ist Grippezeit und wen einmal so ein richtig fieser Infekt gepackt hat, der wird wissen, dass auch trockener Husten zu den negativen Begleitumständen gehören kann. In meinem letzten Grippe-Fall führte der zum Teil recht nervige Hustenreiz dazu, dass auch ich den Weg in die nächste Apotheke einschlug, obwohl dies normalerweise nicht die von mir bevorzugte Lösung ist. Für knapp sechs Euro nahm ich neben einem Nasenspray gegen die verstopfte Nase beim Einschlafen auch die Silomat DMP Lutschpastillen mit nach Hause und hoffte, auf eine baldige Linderung der Beschwerden.
*** Wirkung ***
Zugegeben: ich war schon etwas erstaunt, dass ich statt eines klassisches Husten-Saft oder -Sirup eine Packung mit 20 Lutschpastillen erhielt, aber das Vertrauen in die mich beratende Apothekerin war größer als die anfänglichen Zweifel. Doch letztlich war es ein Fehler. Denn die Wirkung der Pastillen lies stark zu wüsnchen übrig. Zweifelsohne verschwand der Husten während des Lutschens, doch ist die Pastille nach circa fünf Minuten aufgelöst, dauert es nicht lange, bis sich der Husten wieder zurückmeldete. Von einer lang anhaltenden Wirkung war in meinem Fall nichts zu spüren - ärgerlich.
*** Geschmack ***
Hinzu kommt, dass der Geschmack der Pastillen nicht gerade angenehm ist. Ich hatte den Eindruck, den typischen Geruch aus einer Arztpraxis über die Zunge auf meine Geschmacksnerven zu leiten. Hier ist für meinen Geschmack die Boehringer Ingelheim Pharma GmbH aus Ingelheim am Rhein gefragt, bei zukünftigen Weiterentwicklungen vielleicht etwas mehr Süße zu spendieren und den teilweise bitteren Beigeschmack einzuschränken.
*** Wichtig für die Anwendung ***
Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Pastillen nur dann eingenommen werden sollten, wenn trockener und vielleicht sogar schmerzhafter Reizhusten auftritt. Wer unter schleimbildenden Husten leidet, ist gut beraten auf die Einnahme zu verzichten, da der Husten den Schleim aus dem Rachenraum befördern soll. Die Einnahme der Pastillen würde in diesem Fall das Gegenteil bewirken und den Heilungsprozess verhindern.
Außerdem ist zu beachten, dass die Drops-ähnlichen Pastillen nicht offen in der Wohnung liegen sollten wenn Kleinkinder unter dem gleichen Dach wohnen. Die Pastillen sind kein Weingummi, auch wenn sie fast so riechen und sich gut kneten lassen.
Laut Beipackzettel ist das Medikament für Kinder unter sechs Jahren gar nicht geeignet. Auch bei etwaigem Asthma, einer Lungenentzündung oder eingeschränkter Atemtätigkeit ist auf eine Einnahme zu verzichten. Ebenso während der Stillzeit.
Meine Apothekerin empfohl mir alle vier bis sechs Stunden eine Pastille einzunehmen, in Ausnahmefällen auch zwei direkt hintereinander. Persönlich konnte ich keine Nebenwirkungen bei beziehungsweise nach der Einnahme feststellen.
*** Fazit ***
Wenn ich das nächste Mal vor der Entscheidung stehen würde, was ich gegen Husten kaufen würde, fiele meine Wahl sicher nicht noch einmal auf Silomat. Ich würde wieder auf klassischen Hustensaft zurückgreifen, der mir in der Vergangenheit eine Linderung meiner Beschwerden garantiert hatte. Mich hat die Wirkung der Arznei enttäuscht, auch wenn sie "nur" sechs Euro kostete. Wichtig bleibt anzumerken, dass mein Fazit nur auf mich und meinen Fall zutrifft und das Medikament bei ähnlichen Fällen bei einem anderen Körper ganz anders wirkt. weiterlesen schließen
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