Harrys Fliesenmarkt

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Produktbeschreibung

Harrys Fliesenmarkt

EAN 4040662109709, 4040662109716, 4040662109723
gelistet seit 08/2006

Tests und Erfahrungsberichte

  • "Harry" up...

    • Sortiment:  sehr klein
    • Fachliche Beratung:  schlecht
    • Übersichtlichkeit:  durchschnittlich
    • Warenverfügbarkeit:  meistens vorrätig
    • Kundenfreundlichkeit:  unfreundlich
    • Wartezeit an der Kasse:  lang
    • Häufigkeit des Besuches:  mehrfach

    Pro:

    Große Auswahl an Fliesen

    Kontra:

    Veraltete, verkrustete, verfilzte und verstaubte Geschäfts - und Personalführung . Unmodernes Sortiment . Unfreundliches, unaufmerksames und unflexibles Personal

    Empfehlung:

    Nein

    Bei einem Besuch in einem der 11 Fliesenmärkte von "Fliesen Harry" oder "Harry's Fliesenmarkt" in Norddeutschland fühlt man sich wie bei einer Zeitreise in die Vergangenheit…

    Mit meinem heutigen Bericht möchte ich über einen der größten Fliesenmärkte Norddeutschlands berichten, der einmal als der "Fielmann" oder "Aldi" unter den Fliesenmärkten in dieser Region galt und in aller Munde war, wenn es um gute und günstige Fliesen ging.
    Man glaubt es kaum, aber heutzutage ist es eher umgekehrt. Harry hat seine glanzvollen Tage eher hinter sich, ist in dieselben gekommen und hat statt edler Patina doch eher vulgären Rost angesetzt. Die günstigen Preise sind Legende.

    …Aber der Reihe nach…


    Eine neue Renovierung steht ins Haus oder ein Umzug in eine andere Wohnung.
    Wer braucht da nicht mal ein paar neue Fliesen für's Bad oder die Küche?
    Keramik, Naturstein, Granit oder Marmor etc., eine breite Palette - auch Sanitäreinrichtungen, Teppichboden und PVC-Beläge - bietet "Fliesen Harry" (wie der Markt auch genannt wird) schon seit Jahrzehnten an. Allerdings hat "Harry" auch seit genau der gleichen Zeit wohl sein Sortiment kaum verändert. Für einen der größten und bekanntesten Fliesenmärkte Norddeutschlands ist meine Meinung über dieses Unternehmen "Harry's Fliesenmarkt, GmbH & Co. KG" vernichtend.
    Die Hamburger-Ausstellungsräume in der
    Schützenstrasse 102
    Ecke Leunastrasse
    22761 Hamburg
    kenne ich bereits seit den 80er Jahren und meine Verblüffung war groß als ich sie in der vergangenen Woche fast unverändert wieder erlebte.
    Abgesehen von der Anfahrt in ein Altonaer Gewerbegebiet, fährt man an der Einfahrt eher vorbei, weil sie einer Lieferanteneinfahrt für Lkws ähnelt und das Gelände einem unattraktiven Lagerhaus. Auch das Gebäude selbst bestätigt den miserablen Eindruck :(

    Nicht nur die Ausstellungsstücke, wie Bäder, Fußböden, Sanitärbereiche und Wandfliesen wurden kaum modernisiert, sind altbacken, zeitlos und mit recht stolzen Preisen versehen, auch das Personal hat sich nicht verändert. Es ist muffelig, unflexibel, langsam, einschläfernd, uninteressiert, unprofessionell und unfreundlich bis hin zu (dumm-)frech.

    Ich möchte mein Erlebtes und die daraus resultierende Meinung und Urteil hier auch gerne mit ein paar Beispielen beschreiben und untermauern:

    Wir betraten die oben genannten Örtlichkeiten und suchten zunächst die Information. Dort angekommen erkundigten wir uns nach kurzer Wartezeit - weil der im roten "Harry's-Fliesenmarkt-Einheits-Overall gekleidete Herr etwas Zeit für handschriftliche Listenergänzungen brauchte - nach der Granitfliese "Rosa Beta". In einem sehr genervten nuscheligen Ton ("Ja, da rüber") und einem undefinierbaren Fingerdeut, ohne uns eines kurzen Blickes zu würdigen, fertigte uns der "wichtige" Herr ab.

    Um uns einen Überblick über das gesamte Sortiment dieses Fachhandels zu verschaffen, schlenderten wir durch die Hallen, in denen Bäder, Fußböden, Sanitäranlagen mit Fliesenbeispielen, aber auch Teppiche und PVC zu betrachten waren. Es überkam uns eine leichte Gänsehaut bei dieser "zeitlosen" bis hin zu "rückschrittlichen Ausstellung". Der "Höhepunkt" sollte jedoch noch kommen, als wir die hauseigenen sanitären Anlagen aufsuchten, sprich: Die Kundentoiletten!
    Nach ellenlangen Gängen durch die hohen Lagerhaushallen kamen wir weit abgelegen endlich im hintersten Winkel bei dem Einzel-WC an und waren abermals entsetzt über das, was uns erwartete: Ein völlig veraltetes, dringend renovierungsbedürftiges Toilettenkämmerchen, in dem die billigsten weißen Fliesen bereits teilweise abgeplatzt und beschädigt, die offene Wand entblößten und dazu passend ein dünner Plastik-WC-Sitz, der aus der Verankerung gerissen vom Becken hing. In jedem osteuropäischen Land habe ich gerade im sanitären Bereich bessere Gegebenheiten angetroffen. Mit welcher Kundenverachtung der Baumarkt sich auch hier präsentiert war verblüffend. In fast jedem neu eröffneten Restaurant findet man besser ausgestattete WCs mit moderneren Fliesen an den Wänden … Doch zurück zu meinem Rundgang durch den Fliesenmarkt …

    In der entsprechenden Abteilung angekommen, trafen wir auf ein weiteres "rotes Harry-Männchen" ;) Etwas kleinlaut erdreistete ich mich, die Ruhephase dieses älteren "Uniformierten" mit der Frage nach "Rosa Beta in 30x30 cm oder 60x30 cm" zu stören. Unwirsch und wortkarg deutete auch dieser Mitarbeiter nur auf den vermeintlichen Platz des Natursteinchens meiner Begierde, allerdings nicht ohne mich auf "30,5x30,5 cm" zu verbessern und dem lapidaren Nachsatz, dass die "60,5'er" erst bestellt werden müssten.

    Nach einer Informationsrunde durch die Abteilung wählten wir als Fußbodenbelag für die Diele einen hellen portugiesischen Marmor zum Preis von € 169 pro m², da uns der Preis für die Rosa Beta mit € 34,95 nicht angemessen erschien und bei "Max Bahr" für nur € 29,95 bereits zu haben ist.
    Ich erkundigte mich, ob wir die Fliesen, getreu dem Firmenmotto, das sowohl an der Information als auch an der Kasse aushängt, bei Nichtgefallen zurückgeben dürfen und erhielt eine klare Zusage. Nun kauften wir beruhigt diesen Naturstein, um ihn zu Hause besser anschauen und beurteilen zu können. Anderenfalls hätten wir ihn gar nicht erst genommen.

    An der Kasse angekommen trauten wir unseren Augen nicht, als ein weiteres "rotes Männchen" nun im Zeitalter des Computers per Hand in einer 1-Mann-"Schlange" umständlich, langsam und mit unbewegtem Gesicht die ca. 10-Teile-Rechnung minutenlang für unseren Vordermann ausstellte. Als wir endlich an der Reihe waren fragten wir, ob wir womöglich nur "bar" zahlen können. Gott sei Dank war EC-Karten-Zahlung möglich.
    Auch bei uns die gleiche zeitraubende "Zeremonie", die auf Grund der EC-Kartenzahlung noch ein wenig länger dauerte.
    Der "Einkaufswagen" wurde uns zugeteilt … das heißt, niemand fand sich und so warteten wir erneut überflüssige 5 Minuten bis sich einer der bürokratischen Herren "unser" erbarmte und die Ware - nach erneuter Prüfung - aushändigte.

    Doch das Elend nahm kein Ende, denn wir mussten die Fliesen tatsächlich zurückgeben.
    Ich machte mich also erneut auf den "langen, steinigen Weg" *gg*.

    An der Information schickte mich der gleiche unfreundliche Herr in die Abteilung, in der wir die Fliesen aussuchten. Dort angekommen, konnte sich der Mitarbeiter nun an seine Zusage nicht mehr erinnern und fragte "Wer hat Ihnen das denn gesagt?". Als ich ihn mit seiner eigenen Person "konfrontierte", bestritt er, das zugesagt zu haben, denn "er dürfe das gar nicht und könne für eine solche Aussage fristlos entlassen werden". Ausnahmsweise wollte er die Fliesen aber zurücknehmen. Warum auch immer?
    Ich hatte nämlich schon die Nackenhaare hochgestellt, mein Ton fiel "runter" und ich war zum "Kampf" bereit. So "sanft" aufgelaufen, schaltete ich runter, glättete meine Nackenhaare, schloss den Mund und bedankte mich artig *gg*. Denn bei aller Kulanz, abgemacht ist schließlich abgemacht, oder?
    Ich durfte nun an die Kasse. Wo mich ein immerhin jüngeres "rotes Harry-Männchen" in Empfang nahm und beschloss witzig sein zu wollen. Er meinte: "Sind Sie sicher, dass Sie Ihr Geld wieder haben möchten?" Ich nickte eifrig. "Dann füllen Sie mal den Bogen hier aus!". Gleichmütig, weil nichts anderes gewohnt von diesem "Etablissement", beantwortete ich sämtliche Fragen, die nun dazu beitragen sollten, mein gezahltes Geld zurückzuerhalten. Es entging nichts seiner bürokratischen, schon behördlich anmutenden Aufmerksamkeit, dass meine soeben eingetragene Adresse von der auf der Rechnung eingetragenen abwich. Meine plausible Erklärung, dass sich diese umzugsbedingt geändert hat, besänftigte ihn ;-)).
    Er nahm mir den Fragebogen mit meinen persönlichen Daten ab und wollte mich mit einem "Das War's!" weg schicken. Ich fragte ihn, ob ich gar nichts mitbekomme, denn schließlich wurde mir die Rechnung nebst Quittung samt der zurückgegebenen Fliesen abgenommen und ich sollte mit leeren Händen und der Option gehen, dass mir das Geld aufs Konto zurückgezahlt wird.
    Ich begann an meiner Hörfähigkeit zu zweifeln als ich ihn antworten hörte: "Haben Sie kein Vertrauen zu Fliesen Harry?" Mit einem süffisanten Lächeln auf meinen fröhlichen Lippen hörte ich mich plötzlich sagen: "Aber ja! Wenn nicht zu Harry, zu wem denn dann noch?" ;o)
    Er händigte mir nun endlich die Kopie des Beleges aus und ich machte mich auf den Heimweg.
    Auf dem Weg über den hauseigenen Parkplatz zum Auto hielt ich noch kurz an der Würstchenbude inne, in der einsam und verlassen zwei völlig verbrannte sowie zwei "jungfräuliche" "Thüringer" auf was auch immer warteten…auf mich jedenfalls nicht *schauder* … dachte ich noch, als plötzlich die Imbiss-Inhaberin ums Eck bog und mich mit den Worten "Iiiich komme schooon" locken wollte … schnell weg hier, beschleunigte ich meinen Schritt zum Auto.

    Nach einer Woche kontrollierte ich gestern meine Kontoauszüge und stellte fest, dass noch immer kein Geldeingang von "Harry" zu verzeichnen war. Ich suchte nach dem Beleg - glücklich darüber einen verlangt zu haben. Doch Telefonnummernangabe - Fehlanzeige!
    So suchte ich mir die Nummer aus dem Internet und rief an, um mein Problem zu schildern … wie konnte es anders sein, ich wurde ins Büro verbunden und traf auf eine sehr einfache, der Hamburger Mundart zugewandten und mangels besserer Bildung Slang anwendenden "Dame", namens Kräft (Name leicht abgewandelt), die sich anschickte, mich zum "Harry zu machen".
    "Wann war dat dehenn?" fragte sie breit. Ich antwortete ihr brav in fließendem Hochdeutsch und bekam zu hören: "Ja, bülden Se sisch dehenn wörklich eihein, dass dat Geld nach einer Woche schon bei Ihn' is?" Mutig und voller Überzeugung antwortete ich: "Wenn Sie mich so fragen, ja, genau das glaube ich. Denn schließlich haben Sie es ja auch geschafft das Geld noch am selben Tag von meinem Konto abzubuchen und die Ware haben Sie ja auch seit einer Woche zurück."
    "Tsö, dann müsse Se ma inne Büro anrufen tun. Die Nummer is 800 …" zischte sie mich an … "Stopp," flehte ich "ich dachte, ich bin bereits mit dem Büro verbunden. Warum muss ich denn nun erneut wählen?" "Na, denne muss ich dat woh ma machen tun. Geben Sie mir ma Naame, Wohonung, Geburtstach, Telefonnummer, Kondo, Betrach un'n Daadum" kanzelte sie mich ab.
    Welch eine Unverschämtheit, dachte ich noch bei mir, als nach ca. 10 Minuten mein Telefon klingelte und Frau Kräft anrief ohne ihren Namen oder Fa. zu nennen. Auf meine höfliche Frage, mit wem ich denn spreche, maßregelte sie mich "dat muss ihich Ihn' nich saagen!" Und "Es ist gestern raus. Beschwär'n Se sisch doch!" forderte sie mich noch, ihrer Sache völlig sicher wirkend, dummfrech und lachend auf.

    Och, dachte ich bei mir. Warum eigentlich nicht? … aber wenn, dann an richtiger Stelle! Da, wo es eventuell hunderte von Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern lesen können und dieser Baumarkt an der empfindlichsten Stelle, nämlich der Kundenzahl, getroffen werden könnte … urteilt bitte selbst … über zahlreiche Kommentare freue ich mich - wie immer -sehr ;o)

    Fazit:
    Auch wenn "Angie" bei ihrer emotionalen und flammenden Wahlkampfrede unterwürfig lamentierte: "Wir wollen Deutschland dienen … ich will Deutschland dienen!" *schmunzel*, ist es im deutschen Dienstleistungsgewerbe völlig konträr. Kaum ein Land "dient" so ungern, wie dieses unser Vaterland und dabei stöhnt und jammert gerade das Dienstleistungsgewerbe über rückläufige Kundschaft und sinkende Verkaufszahlen. "Dienstleistungswüste Deutschland" trifft nicht nur auf "Fliesen Harry", sondern auf fast die gesamte Branche zu. Allerdings hat auch kaum ein anderer Baumarkt so die Zeit verpennt, wie dieser … und wenn, dann war er auch kaum noch vor der Insolvenz zu retten. Was ich dabei nicht verstehe ist, mit welcher Arroganz und Überheblichkeit die Mitarbeiter glauben auf der sicheren Seite zu sein.
    Trotz einer ordentlichen Auswahl an verschiedenen Wand- und Bodenbelägen keinen Fortschritt erkennen zu lassen. Durch veraltete, verkrustete, verfilzte und verstaubte Geschäfts- und Personalführung aufzufallen. An einem unmodernen Sortiment festzuhalten. Unfreundliches, unaufmerksames und unflexibles Personal zu beschäftigen, ohne feststellbare Schulungen und das alles bei beachtlichen Preisen, spricht für sich. Ich kann von diesem Unternehmen nur abraten und würde alternativ sogar eher "Max Bahr" oder ähnliche Heimwerkermärkte empfehlen.

    Zum Schluss noch ein paar Daten für die Statistiker unter uns:
    Harry's Fliesenmarkt
    GmbH & Co KG
    Schützenstrasse 102
    Ecke Leunastrasse
    22761 Hamburg

    Fliesen:
    Telefon: (040) 851 12 13
    Telefax: (040) 85 66 14

    Sanitär:
    Telefon: (040) 851 12 12
    Telefax: (040) 851 37 85

    Harry's Fliesenmärkte
    Norddeutschland
    Hamburg, Braunschweig, Bremen, Itzehoe,
    Kiel, Lübeck, Lüneburg Rostock
    Pampow bei Schwerin
    Schleswig, Solingen

    Öffnungszeiten:
    Montag bis Freitag von 8 - 20 Uhr
    Jeden Samstag von 8 - 16 Uhr
    Sonntags ist Schau-Tag von 14 - 18 Uhr

    Homepage: www.harrys-fliesenmarkt.de

    E-Mail: harry.info@harrys-fliesenmarkt.de


    © diana.white.eagle für yopi und ciao

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