Sony DT 50mm f1.8 SAM

Sony-sal-50f18
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Sony »SAL-50F18« Festbrennweiteobjektiv
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Sony SAL-50F18 Porträt-Objektiv (A-Mount, APS-C)
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SONY SAL50F18 für Sony A-Mount - 50 mm, f/1.8
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Sony SAL-50F18 Porträt-Objektiv (A-Mount, APS-C)
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4905524535570 sony sal50f18 - objektiv - 50 mm - f/1.8 dt sam - sony a-type - für a dslr-a100, a200, a230, a300, a330, a350, a380, a500, a550, a700, slt-a57, a58, a65, a58
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Produktbeschreibung

Sony DT 50mm f1.8 SAM

EAN 4905524535570
gelistet seit 08/2011
Hersteller Sony, http://www.sony.de
sony-deutschland-gmbh
weitere Sony Kameraobjektive

Allgemeine Informationen

Anwendung digitale Kamera
Gewicht 170 Gramm
Kameraanschluss Sony / Minolta
Objektivart Normal-Objektiv (35 - 70 mm)

Ausstattung

Autofokus vorhanden
Bildstabilisator nicht vorhanden
Höchste Brennweite 50 Millimeter
Niedrigste Brennweite 50 Millimeter

Tests und Erfahrungsberichte

  • Schönes Porträtobjektiv mit gewagter Bauweise

    • Qualität & Verarbeitung:  durchschnittlich
    • Handhabung & Komfort:  gut
    • Gewicht:  sehr leicht
    • Robustheit:  durchschnittlich
    • Qualität des Endproduktes:  gut
    • Besitzen Sie das Produkt?:  ja

    Pro:

    Preis - /Leistung, Bildqualität, Offenblende

    Kontra:

    wackleige Bauweise

    Empfehlung:

    Ja

    Etwas ambitionierter zu Fotografieren kann durchaus ein teures Hobby werden. Nicht nur der Kamerabody einer DSLR bzw. DSLT steht gezwungenermaßen auf der nötigen Equipmentliste, auch einige Objektive müssen angeschafft werden. Hier ist die Auswahl meist groß und als Nutzer einer Systemkamera, bei der man Kamerakörper und Objektiv trennen kann, bringt es meist am Wenigsten, ein ein-für-alles-Objektiv mit einer Brennweite von 18-200mm, schlechter Abbildungsleistung und Lichtschwäche zu kaufen. Diese "Alleskönner" sind lediglich Kompromisslösungen, die zwar alles einigermaßen hinbekommen, jedoch nichts besonders gut. Da wäre es stattdessen besser, im Sektor der Bridgekameras zu verweilen. Kauft man hingegen für jede Einsatzmöglichkeit ein eigenes Objektiv, fliegen bald die Motten aus dem Geldbeutel, schließlich benötigt man dann ein Weitwinkel, ein Standard- und Porträt-Objektiv, ein Tele und ein Makro. Und am besten alles in einer erstklassigen Qualität, schließlich will man den tollen Sensor der neuen Kamera nicht durch Milchglas fotografieren lassen. Zum Glück gibt es allerdings auch einige gute und kostengünstige Ausnahmen wie beispielsweise das im Folgenden vorgestellte Sony SAL50F18, eine 50mm-Festbrennweite mit einer Offenblende von f/1,8, die neu für etwa 150 Euro zu erstehen ist.


    Warum eine 50mm-Festbrennweite?

    Meist kauft man eine neue Spiegelreflexkamera mit einem Standardzoom, das etwa 18 bis 55 mm Brennweite abdeckt, und vielleicht noch mit einem Teleobjektiv als Kit. Irgendwann stößt man damit an jedoch technische Grenzen - sei es nun durch die obligatorische Lichtschwäche, die praktisch jedes Kit-Standardzoom aufweist und die gute Aufnahmen im Dämmerlicht verhindert, oder aber durch die mäßige Einsetzbarkeit als Porträtobjektiv, weil die schwache Offenblende ein vernünftiges Freistellen der Person verhindert.
    Eine 50mm-Festbrennweite ist sicherlich nicht die schlechteste Wahl für ein zweites oder drittes Objektiv. Man wird durch die Festbrennweite gezwungen, sich mehr auf seine Füße zu verlassen, um den richtigen Ausschnitt für das Motiv einzufangen, schließlich entfällt die Möglichkeit des Zoomens. Das bringt den Fotografen wiederum dazu, mehr über die Bildgestaltung nachzudenken und neue Perspektiven zu entdecken. Gerade Umsteiger von Bridge- und Kompaktkameras sind es gewohnt, dass ihre Kameras im Weitwinkel starten und fotografieren daher auch viel in diesem Bereich, wodurch zwar immer alles im Bild eingefangen wird, was man fotografieren möchte, aber das eigentlich interessante Motiv oft nicht richtig betont wird. 50 mm Brennweite sind nicht so viel, dass man nur weit entfernte Objekte einfangen könnte, aber auch nicht so wenig, dass man sich in diesen bequemen Weitwinkel retten kann, bei dem man quasi alles auf dem Bild einfangen kann, um es letztlich zu überladen. Gerade für Hobbyfotografen, die aus dem Sektor der Kompakt- und Bridgekameras kommen, bietet sich diese Festbrennweite also an, um sich fotografisch weiterzuentwickeln.


    Billige Massenware mit dem richtigen Fokus

    Das Sony SAL50F18 ist geschätzte 79 Prozent Plastik, 20 Prozent Glas und 1 Prozent Metall. Das hört sich nicht besonders hochwertig an und tatsächlich fühlt es sich ebenso wenig edel an, wenn man es in die Hand nimmt. Die verbauten Plastikbauteile kommen leicht wackelig daher, sind offenbar nicht 100-prozentig aufeinander abgestimmt oder in einer kostengünstigeren Weise verbaut. Schlimm wäre es, wenn dies zu einem Ausfall führen würde oder aber die Bildqualität in irgendeiner Weise beeinträchtigt werden würde. Man liest allerdings praktisch nichts Negatives über das Objektiv und auch ich kann hier Entwarnung geben: es arbeitet bei mir seit knapp einem Jahr fehlerfrei und auch wenn die Bauteile dezent wackelig sein mögen - an der Bildqualität sowie der Funktionsfähigkeit ist rein gar nichts auszusetzen. Für einen sehr günstigen Preis bekommt der Käufer somit eine sehr leichte und kleine Linse, die nicht mehr als 180 Gramm wiegt und die auch bei offener Blende immer noch brauchbare Ergebnisse abliefert. Etwas abgeblendet ist die Bildqualität für diesen Preis nicht zu schlagen und muss sich auch nicht hinter Konkurrenzprodukten anderer Hersteller verstecken.


    Was kann das Objektiv?

    Das SAL50F18 ist dafür gemacht, Menschen aufzunehmen. 50 mm am APSC-Sensor sind dabei perfekt für Portraits, die nur den Kopf oder den Kopf mit Oberkörper abbilden. Für Ganzkörperportraits sind 50 mm schon ein bisschen zu viel. Die etwas größere Brennweite sorgt dafür, dass die Randbereiche und Ecken nur wenig verzerrt sind, was für Aufnahmen von Menschen eben doch sehr wichtig ist. Die erstklassige Offenblende von f/1,8 ermöglicht zudem unverwackelte Aufnahmen bei Dämmerlicht und ein Freistellen der Personen mit schöner Hintergrundunschärfe, wodurch der Blick des Betrachters auf das Wesentliche gelenkt wird. Natürlich sind beispielsweise auch bestimmte Landschaftsaufnahmen, Tierfotografie oder Ähnliches möglich. Der Einsatzbereich einer Festbrennweite ist jedoch naturgemäß begrenzt. Makrofähigkeit sollte man zudem bei einem Abbildungsmaßstab von 1:5 nicht erwarten, auch wenn sich größere Blüten oder Ähnliches schön ablichten lassen. Man muss natürlich wissen, ob dieses Profil sich mit den eigenen Wünschen deckt.


    Fazit

    Das Sony SAL50F18 ist ein Objektiv, das Spaß macht und mit dem man sich in seiner Leidenschaft für Fotografie weiterentwickeln kann. Es war meine erste Festbrennweite und ich merkte selbst recht schnell, wie sich die Sicht auf das Fotografieren ändert. Anstatt am Zoomring zu drehen und ein Motiv im Weitwinkel aufzunehmen, geht man einfach einmal einige Schritte zurück und konzentriert sich viel stärker auf das Wesentliche, nicht wenige Motive werden hierdurch deutlich besser auf den Punkt gebracht und haben eine viel bessere Wirkung.
    Ich vergebe für das Preis-/Leistungsverhältnis letztlich fünf Sterne. Die etwas wackelige Bauweise ist nur als Nachteil aufzufassen, wenn über dem Objektiv tatsächlich das Damoklesschwert schweben würde. Da ich jedoch von einer langen Lebensdauer ausgehe, ziehe ich hierfür keinen Stern ab. So kompakt und günstig wie hier bekommt man selten ein Objektiv mit einer solch guten Leistung. Ambitioniertere Fotografen finden mit dem Sony 50F14Z eine Alternative, die wohl auch bei Offenblende noch einmal deutlich mehr Schärfe bringt, allerdings mit etwa 1500 Euro Neupreis auch zehnmal so teuer ist, wie das hier getestete SAL50F18.

Sony DT 50mm f1.8 SAM im Vergleich