iRobot Roomba 650

A
Irobot-roomba-650
ab 346,48
Bestes Angebot
mit Versand:
Amazon Marketplace
495,33 €
¹
Auf yopi.de gelistet seit 11/2012

Preisvergleich

irobot roomba 650
475,33 €¹
Versand ab 20,00 €
 Zahlungsarten
 
 
 
 
 
Shopbewertung:
  • Warenverfügbarkeit:  immer vorrätig
  • Lieferschnelligkeit:  sehr gut
  • Information & Kundenservice:  gut
  • Preisniveau:  durchschnittlich
  • Verpackung:  gut
iRobot Roomba 650 Saugroboter (33 Watt, autonome, Steckdose Englische Drei Stecker) schwarz
500,00 €¹
Versand ab 20,00 €
 Zahlungsarten
 
 
 
 
 
Shopbewertung:
  • Warenverfügbarkeit:  immer vorrätig
  • Lieferschnelligkeit:  sehr gut
  • Information & Kundenservice:  gut
  • Preisniveau:  durchschnittlich
  • Verpackung:  gut

Produktbeschreibung

iRobot Roomba 650

EAN 4040662109709, 4040662109716, 4040662109723
gelistet seit 11/2012

Allgemeine Informationen

Bauform Roboter-Staubsauger
Maximales Volumen des Staubbehälters 0,5 Liter

Ausstattung

HEPA Filter keine Angabe
Multifunktionaler Sauger nicht vorhanden
Staubbehälter Behälter

Weitere Merkmale

Stromversorgung Akku

Tests und Erfahrungsberichte

  • Die beinahe perfekte, automatische Kehrmaschine für mein Wohnzimmer

    • Qualität & Verarbeitung:  gut
    • Handhabung & Komfort:  sehr gut
    • Saugkraft:  gut
    • Reinigungswirkung:  gut
    • Akkulaufzeit:  lang
    • Lautstärke:  durchschnittlich
    • Design:  sehr gut

    Pro:

    Reinigung selbständig und meist gründlich, programmierbar, pflegeleicht, schönes Design, für Allergiker geeignet

    Kontra:

    Nicht perfekt bei hochflorigen Teppichen, recht laut, Magnet für Staub und Kratzer

    Empfehlung:

    Ja

    Inhalt

    1.) Vorbemerkungen
    2.) Lieferumfang und Preis
    3.) Aufbau und Funktionsprinzip
    4.) Arbeitsweise und „Intelligenz“
    5.) Effektivität der regelmäßigen Reinigung
    6.) Lärm, Pflegeaufwand und Sonstiges
    7.) Vorteile und Kritikpunkte auf einen Blick
    8.) Mein Fazit

    1.) Vorbemerkungen

    Seit etwa zwei Wochen ist mein Haushalt durch einen Staubsaugroboter vom Typ Roomba 650 der Firma iRobot bereichert. In diesen beiden Wochen habe ich das Produkt ausgiebig „auf Herz und Nieren“ testen können, wobei ich sowohl den täglichen Einsatz als auch einige Härtefallszenarien simuliert habe (Verstreuen von Salz als Sandverschmutzung, Platzieren von Reiskörnern an unzugänglichen Stellen zur Untersuchung der Wegfindungseffizienz).

    Die Rahmenbedingungen: Ich wohne auf etwa 85 qm, von denen rund 70qm zu reinigende Fläche darstellen. Der Bodenbelag ist im Wesentlichen Echtholzparkettboden, es gibt jedoch auch einige verflieste Bereiche sowie etwas Linoleumboden, außerdem zwei Hochflorteppiche. Haustiere sind keine vorhanden, aber sowohl ich als auch meine Partnerin haben lange Haare, die vermutlich eine ähnliche Herausforderung für Roomba darstellen. Ich wohne in einer Großstadt mit entsprechender Feinstaubbelastung und habe eine mittelprächtige Hausstaubmilben-Allergie.

    In diesem Bericht beschreibe ich ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen aus etwa zwei Wochen intensiver Nutzung des iRobot Roomba 650 im Umfeld eines Privathaushaltes. Die geschilderten Eindrücke sind rein subjektiv und erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Die durchgeführten Tests wurden nicht in einer standardisierten Umgebung abgehalten, weshalb meine Ergebnisse möglicherweise nicht repräsentativ sind. Ich lehne daher ausdrücklich jede Haftung für Vermögensschäden und sonstige Nachteile welcher Art auch immer ab, die sich durch ein Vertrauen auf die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben in diesem Bericht ergeben könnten. Ich stehe in keinerlei Nahebeziehung zum Hersteller oder zu Vertreibern des gegenständlichen Produktes und ziehe aus dem Verfassen des vorliegenden Produktberichts – abgesehen vom Yopi.de Belohnungssystem – keine Vorteile. Ungeachtet dessen behalte mir vor, diesen Bericht oder Teile davon in der vorliegenden oder auch in abgewandelter Form auch an anderer Stelle - z.B. auf anderen Produktinformationsportalen - zu veröffentlichen.

    Ich beziehe mich in diesem Bericht ganz bewusst nicht auf Werbeversprechen bzw. -aussagen des Herstellers und seiner Vertriebspartner und habe mich bemüht, auch keine in anderen, im Netz verfügbaren Produktberichten zum gegenständlichen Produkt oder zur Roomba-Produktreihe geäußerten Beobachtungen einfließen zu lassen.

    Den interessierten Leser verweise ich für weiter führende Produktinformationen auf die Webseiten des Herstellers, diverser Händler oder einschlägiger Produktvergleichsportale. Für Fragen zu meinen eigenen Erfahrungen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.

    Viel Spaß bei der Lektüre meines Erstlingswerkes auf Yopi.de.

    2.) Lieferumfang und Preis

    Im Lieferumfang sind enthalten:

    * iRobot Roomba 650 mit bereits eingebautem NiMH-Akku, betriebsfertig eingebautem Bürstenmodul und Staubfangbehälter mit eingebautem Staubfilter
    * 2 Ersatzfilter für den Staubfangbehälter
    * Ladestation mit Netzteil und Ladekabel
    * 1 „Virtual Wall“ (Automatisch)
    * 1 Bürstenreinigungswerkzeug
    * Handbuch und Schnellstartanleitung (beide ziemlich leicht verständlich geschrieben)

    Zum Zeitpunkt dieses Berichts war das Produkt in Deutschland und Österreich ab ca. EUR 390,- bis EUR 420,- im Handel erhältlich.

    3.) Aufbau und Funktionsprinzip

    Roomba 650 ist modular aufgebaut und besteht aus einer zentralen Einheit, welche die Elektronik, den Infrarotempfänger auf der Oberseite, den Antrieb sowie Kollisions- und Fallsensoren beherbergt, einem Bürstenmodul mit zwei Bürsten an der Unterseite, einem Staubfangbehälter mit Filter am hinteren Ende sowie einer rotierenden Seitenbürste. Der Antrieb erfolgt über zwei federnd gelagerte, gummierte Antriebsräder links und rechts, ein weiteres Rad an der Spitze sichert die Balance und erlaubt Roomba mittels eines Sensors, die Fortbewegungsgeschwindigkeit zu messen. An der Oberseite des Geräts ist ein stabiler und recht praktischer Tragegriff angebracht.

    Durch farbliche Kennzeichnung (gelbe Markierungen) ist es dem Benutzer leicht erkennbar, welche Teile zur Reinigung selbständig entfernt werden können und sollen (vgl. Foto 2): So können natürlich der Staubfangbehälter zum Entleeren und der darin enthaltene Staubfilter zur Reinigung entfernt werden. Darüber hinaus lassen sich alle Bürsten und das vordere Rad zur Reinigung und Entfernung von Fremdkörpern (z.B. Haare) sehr einfach entnehmen und wieder einbauen.

    Was das Funktionsprinzip anbelangt, so ist Roomba meines Erachtens eigentlich kein Staubsauger, sondern genau genommen eher eine automatische Kehrmaschine: Das Gerät fährt die zu reinigende Fläche mehr oder weniger unsystematisch (siehe unten: Arbeitsweise und „Intelligenz“) ab, während die zwei rotierenden Bürsten (eine mit Gummilippen und eine mit Borsten, vgl. Foto 2) an der Unterseite von Roomba den Schmutz und Staub vom Boden aufnehmen. Diese werden in weiterer Folge durch Unterdruck im Inneren des Geräts von der größeren Bürste abgesaugt und im Staubbehälter aufgefangen. Der Unterdruck entsteht durch einen kleinen Staubsaugermotor am hinteren Ende des Staubfangbehälters und wirkt nach meinem Verständnis nur direkt auf die Bürsten, nicht jedoch auf den Boden selbst. Der Begriff „Staubsaugroboter“ ist also nicht ganz zutreffend.

    Unterstützt werden die Hauptbürsten an der Unterseite noch durch eine kleine, rotierende Seitenbürste an der rechten Vorderseite, die Staub und Schmutz zur Aufnahme durch die Hauptbürsten vor den Roomba kehrt, was die Reinigungsleistung insbesondere in Kanten und Ecken wesentlich verbessert (vgl. Foto 3).

    4.) Arbeitsweise und „Intelligenz“

    Roomba hat zwei wählbare Reinigungsmodi: „Spot“ und „Clean“

    „Spot“-Modus: Roomba wird in die Mitte einer intensiv zu reinigenden Stelle gesetzt und der Spot-Reinigungsmodus durch Druck auf die „Spot“-Taste gestartet. Dadurch reinigt Roomba vom Ausgangspunkt einen Kreis von etwa einem Meter Radius nach außen, kehrt dann um und reinigt am selben Weg zurück, um sich letztlich annähernd am Startpunkt auszuschalten. Die Reinigungsintensität entspricht dabei dem nachfolgend beschriebenen, normalen „Clean“-Modus, durch die Konzentration auf eine bestimmte Stelle ergibt sich jedoch – vor allem bei mehrfacher Anwendung – eine schnellere Reinigung besonders verschmutzter Bereiche.

    „Clean“-Modus: Dies ist der „klassische“ Reinigungsmodus, der entweder durch drücken auf die „Clean“-Taste oder durch Programmierung (siehe unten: Weitere Funktionen) ausgelöst wird. Roomba bewegt sich dabei so lange gerade vorwärts und reinigt dabei, bis es auf ein Hindernis stößt, welches das Gerät durch die gefederte „Stoßstange“ an der Vorderseite erkennt. Nach mehr oder minder sanfter Kollision dreht sich Roomba auf der Stelle nach links oder rechts und setzt seinen Weg fort. Es bewegt sich also zumeist quasi wie ein Ping-Pong Ball in zufälligen Winkeln durch den Raum, folgt manchmal aber auch sorgfältig vorgefundenen Hindernissen oder Wänden und reinigt die Kanten mit der seitlichen Bürste. Zwischen Räumen wird scheinbar zufällig gewechselt, meinem subjektiven Empfinden nach verbringt Roomba jedoch (relativ zur Raumgröße) trotzdem annähernd gleich viel Reinigungszeit in den unterschiedlichen Räumen.

    Der Roboter bewegt sich normalerweise mit einer Geschwindigkeit von etwa 30cm / Sekunde (etwa 1 km/h) vorwärts, bremst jedoch vor den meisten größeren Hindernissen deutlich ab und berührt sie nur leicht. Lediglich sehr dunkle oder kleine Hindernisse erkennt Roomba nicht rechtzeitig und touchiert sie etwas heftiger, allerdings aus meiner Sicht wohl nicht stark genug, um dabei echte Schäden zu verursachen. Ich sehe z.B. meine teure Akustikgitarre am Gitarrenständer jedenfalls als nicht sonderlich gefährdet an.

    Passt Roomba unter ein Hindernis, was ab einer lichten Höhe von exakt 9,1 cm der Fall ist (vgl. Fotos 4 und 5), so wird konsequent auch der Boden darunter gereinigt. Sehr kleine Hindernisse wie Kabel, etc. überrollt Roomba kurzerhand, bislang hat sich das Gerät noch an keinem Kabel verfangen und überfährt den Kabelsalat unter meinem Computertisch ungerührt). Dennoch ist es aus meiner Sicht empfehlenswert, lose herumliegende Kabel zu verstauen.

    Sehr leichte Hindernisse, die den Kollisionssensor nicht sofort auslösen (z.B. leichte Schachteln), werden gerne auch mal verschoben. Türschwellen (vgl. Foto 6) und Abschrägungen (z.B. zwischen Parkett und Linoleum) bis etwa 1,7cm Höhe lassen Roomba kalt, sie werden – mit etwas Gepolter – überfahren. Schon mehr Probleme machen die Sesselbeine meiner Freischwinger mit etwa 2,3cm Höhe, die Roomba nur in etwa 75% der Fälle problemlos passiert, ohne sich festzufahren (vgl. Foto 7).

    Roomba geht mit Hindernissen grundsätzlich sehr gut um. Allerdings verringern viele Hindernisse doch die Reinigungseffizienz, da Roomba diese umfahren muss. Es empfiehlt sich daher, die Wohnung vorab Roomba-tauglich zu machen und Hindernisse möglichst gut zu verstauen.

    Obwohl die Arbeitsweise von Roomba im „Clean“-Modus auf den ersten Blick völlig zufällig erscheint und keinerlei Systematik erkennen lässt, lassen sich bei genauerer Beobachtung des Verhaltens des Roboters bei Kollisionen mit Hindernissen gewisse Regelmäßigkeiten bei der Entscheidung über die Wegfindung beobachten. So scheinen z.B. abhängig von Kollisionshäufigkeit und Auftreffwinkel mehrere Verhaltensprogramme zur Auswahl zu stehen, die Roomba entweder einen Weg vom Hindernis weg finden lassen oder das Gerät am Hindernis entlang führen. Roomba entscheidet nach meiner Ansicht in vergleichbaren Situationen auch gleich oder ähnlich, was auf ein systematisches Regelwerk für die Wegfindung hindeutet.

    Wenn sich Roomba an einem Hindernis festfährt, werden hintereinander mehrere, unterschiedliche Bewegungsprogramme zur Befreiung versucht und erst nach deren Scheitern (nach ca. 20-30 Sekunden angestrengten Vor- und Zurückmanövrierens) wird der Benutzer mittels gesprochener Fehlermeldung zu Hilfe gerufen.

    Ich hatte zunächst meine Zweifel, ob Roomba mit dieser Wegfindungslogik tatsächlich alle Stellen erreichen kann, die theoretisch möglich sind (z.B. neben meinem WC: Raum verfügbar: 35cm - Breite Roomba: knapp 34cm). Nach mehreren Putzdurchgängen – inklusive einem Härtetest mit bewusst an schwierigen Stellen verstreuten Reiskörnern – hat sich aber Folgendes herausgestellt: Dort, wo es Roomba angesichts der Raumsituation faktisch möglich ist, wird es aufgrund seiner „intelligenten“ Wegfindung früher oder später auch reinigen.

    Ein Reinigungsvorgang für ca. 70 qm dauert im Schnitt etwa 70-80 Minuten. Sobald Roomba zur Entscheidung gelangt, dass die zu reinigende Fläche ausreichend abgefahren wurde (ich vermute, das Gerät entscheidet dies basierend auf der Gesamtanzahl und Häufigkeit der Kollisionen mit Wänden und Hindernissen) oder wenn der Akku leer zu werden droht, beginnt es, die Ladestation zu suchen, ohne dabei jedoch mit der Reinigung aufzuhören. In dieser Phase blinkt die Anzeige „Dock“. Sobald Roomba in Sichtweite der Ladestation und etwa 1,5m von dieser entfernt ist, parkt es sich zum Nachladen des Akkus ein. Der NiMH-Akku ist nach etwa drei bis vier Stunden wieder vollständig geladen, Roomba kann jedoch auch vor Abschluss des Ladevorganges neu gestartet werden. Bei Start von der Ladestation mit vollgeladenem Akku hat Roomba in meinen Tests stets auch wieder zur Station zurück gefunden – ausgenommen jene wenigen Fälle, wo es sich festgefahren hatte und „befreit“ werden musste. Es ist jedoch ratsam, die Station möglichst zentral in der Wohnung aufzustellen.

    Falls Roomba nicht von der Ladestation startet, sondern manuell in einen Raum verbracht und dort mittels „Clean“-Knopf gestartet wird, sucht es am Ende des Reinigungsvorganges auch keine Ladestation. In diesem Falle stellt es nach einiger Zeit (vermutlich ebenfalls basierend auf der Anzahl der Kollisionen) die Arbeit ein und geht in den Standby-Modus. Roomba 650 reinigt – zumindest in abgeschlossenen Räumen von „normaler“ Größe – diesfalls nicht bis zur völligen Erschöpfung und (evtl. schädlichen) Tiefentladung des Akkus. Eine volle Akkuladung reicht übrigens für etwa 2,5 Stunden Dauerbetrieb, bis Roomba stehen und bleibt sympathisch darauf hinweist ("Please charge Roomba dass nichts mehr geht.

    Die laufende Reinigung lässt sich durch den zentralen „Clean“-Knopf jederzeit unterbrechen und fortsetzen. Durch Druck auf den „Dock“-Knopf signalisiert man Roomba, dass ausreichend gereinigt wurde und schickt das Gerät manuell auf die Suche nach der Ladestation.

    Weitere Funktionen:

    „Programmierungb> Roomba hat eine integrierte Uhr und es kann für jeden Wochentag eine Startzeit vorgegeben werden, zu der ein Durchgang im Reinigungsmodus „Clean“ gestartet wird. Roomba startet zur vorgegebenen Zeit von der Ladestation und parkt sich am Ende des Reinigungsdurchganges wieder dort ein – sofern es sich nicht irgendwo festfährt und sich abschaltet. Diese Funktion ist sehr praktisch, um Roomba nur zu jenen Zeiten reinigen zu lassen, wenn niemand vom Lärm belästigt werden kann (siehe unten: Lärm, Pflegeaufwand und Sonstiges). Bei bislang 12 programmierten Reinigungsvorgängen ohne Aufsicht hat sich das Gerät nur ein einziges Mal an einem Hindernis verfangen, in den übrigen Fällen fand es zur Ladestation zurück. Allerdings setzt dies voraus, dass typische Fallen vorab beseitigt werden und die Wohnung so „Roomba-tauglich“ gemacht wird.

    „Dirt Detectb> Das Bürstenmodul enthält einen akustischen Sensor unterhalb der beiden rotierenden Hauptbürsten, der bei starker Verschmutzung (z.B. durch Sand oder andere harte Partikel) anhand der leichten Veränderung des Arbeitsgeräusches Roomba veranlasst, die betroffene Stelle verstärkt zu reinigen. Wenn Roomba auf diese Weise harten Schmutz beim Darüberfahren erkennt, leuchtet ein blaues Symbol am Display. Diesen Modus konnte ich zwar nicht im normalen Betrieb beobachten, aber durch Verstreuen von Salz provozieren: Roomba hat sich tatsächlich in der Folge auf die betroffene Stelle kurz konzentriert und kreiste für einige Sekunden, um dann seinen Weg unbeeindruckt fortzusetzen. Dadurch wurde zunächst nicht der gesamte Schmutz entfernt, sondern Roomba musste im normalen Arbeitsablauf noch einige Male an die Stelle zurückkehren, bis alle Salzkörner entfernt waren.

    „Virtual Wallb> Mit der mitgelieferten virtuellen Wand lässt sich eine unsichtbare Infrarotbarriere von ca. 3m Länge errichten, die Roomba in meinem Test verlässlich eingehalten hat. Diese virtuelle Wand sperrt bestimmte Areale oder Räume ab, die Roomba nicht besuchen soll. Bei meiner Wohnung (etwa 70qm in 4 Räumen zu reinigen), habe ich hierfür jedoch keine Notwendigkeit gesehen, sodass hierzu nur einen kurzen Test stattfand. Die virtuelle Wand benötigt 2 große Batterien (C- oder Baby-Klasse), die nicht mitgeliefert werden.

    „Fallsensorenb> Roomba hat an der Unterseite im vorderen Bereich vier Fallsensoren angebracht, die ein Abstürzen an Treppen, etc. und damit verbundene Schäden am Gerät verhindern sollen. Nun habe ich zwar keine solchen Abgründe in meiner Wohnung, aber ein Versuch auf der Oberplatte meiner Kochinsel machte deutlich, dass Roomba verlässlich vor jeder Kante halt macht. Allerdings befinden sich die Fallsensoren nur an der Vorderseite, sodass das theoretische Risiko besteht, dass Roomba beim Rückwärtsfahren abstürzen könnte. Dieser mögliche Schwachpunkt relativiert sich jedoch insofern, als ich Roomba außer im Befreiungsmodus an Hindernissen (und auch da nur wenige cm) sowie beim Verlassen der Ladestation nie beim Rückwärtsfahren beobachten konnte. Da optische Funktionsweise der Fallsensoren behindert Roomba im Übrigen nicht beim Betrieb auf (fast völlig schwarzen) Granitfliesen oder dunkelbraunem Parkettboden.

    Insgesamt gesehen kann zwar von echter „Intelligenz“ natürlich keine Rede sein, die Arbeitsweise und Ausstattung des Roomba 650 sind jedoch meines Erachtens sehr durchdacht und effizient.

    5.) Effektivität der regelmäßigen Reinigung

    Bei regelmäßigem Einsatz jeden zweiten Tag ist meine Wohnung bis auf wenige Stellen, die Roomba eben nicht erreichen kann, so sauber, dass ich keinerlei Bedürfnis habe, zusätzlich einen Handstaubsauger zum Einsatz zu bringen (obwohl ich mich doch als eher recht reinlich einschätzen möchte). Und an diesen schwierigen Stellen reichen vermutlich eine oder Reinigungen pro Monat aus, da sich durch den regelmäßigen Einsatz von Roomba auch insgesamt viel weniger Staub ansammeln kann.

    Eine Ausnahme stellen allerdings meine beiden Hochflorteppiche (Florhöhe ca. 1 - 1,5cm) dar, die zwar insgesamt schon deutlich sauberer werden (Schmutz, Krümel und Haare werden gründlich entfernt), auf denen Roomba jedoch regelmäßig ca. 1-2mm große Staubknubbel hinterlässt, die dann händisch oder mit dem herkömmlichen Staubsauger entfernt werden müssen (vgl. Foto 8). Mehrere Einsätze oder die Verwendung der „Spot“-Funktion, auch mit frisch geleertem Staubfangbehälter und gereinigten Bürsten, helfen gegen die Knubbel leider nicht.

    Wichtig: Man darf sich aufgrund des Funktionsprinzips von Roomba nicht erwarten, dass es nach einem Durchgang bereits jeden Punkt der Wohnung blitzsauber wie nach einer gründlichen Reinigung mit dem Handstaubsauger hinterlässt. Das Roomba-Prinzip beruht ganz offensichtlich auf regelmäßigen Wiederholungen und meiner Erfahrung nach ist nach spätestens zwei bis drei Durchgängen jeder erreichbare Punkt auch tatsächlich erreicht und recht gründlich von Staub und Schmutz gesäubert.

    Insgesamt bin ich mit der Effektivität der Reinigung sehr zufrieden – allerdings mit kleinen Abstrichen wegen der Staubknubbel auf den Teppichen.

    6.) Lärm, Pflegeaufwand und Sonstiges

    Lärm: Roomba zeigt recht lautstark an, wenn es arbeitet. Das hat zwar den Vorteil, dass man wohl nicht versehentlich über Roomba stolpern kann, erschwert jedoch gleichzeitiges Arbeiten oder Entspannen wesentlich. Das Gerät ist – subjektiv gehört – zwar nicht ganz so laut wie mein herkömmlicher Staubsauger, aber das Betriebsgeräusch (eine Mischung aus hochfrequentem Surren, leisem Rattern und einem leicht pfeifenden Sauggeräusch) zerrt nach einiger Zeit ziemlich an meinen Nerven. Glücklicherweise lässt sich die Einsatzzeit von Roomba für jeden Wochentag separat programmieren und der Roboter reinigt dadurch ausschließlich dann, wenn ich im Büro bin. So laut, dass die Nachbarn evtl. gestört werden könnten, ist Roomba meines Erachtens keinesfalls.

    Pflegeaufwand: Roomba 650 benötigt ein Mindestmaß an regelmäßiger „Zuwendung", damit die gute Reinigungsleistung auch längerfristig erhalten bleibt: Anfangs nach jeder, bei regelmäßiger Nutzung zumindest nach jeder zweiten oder dritten Reinigung muss der Staubbehälter entleert und der darin befindliche Filter gereinigt werden. Die Verwendung eines Handstaubsaugers zum Aussaugen der Komponenten hat sich für mich sehr gut bewährt und die Reinigung geht damit kinderleicht, schnell und ohne große Neu-Verschmutzungen oder Staubbelastung. Ebenfalls nach ca. jeder dritten Reinigung sollte auch das Bürstenmodul mit den gelben Hebeln geöffnet und die darin befindlichen Hauptbürsten von hartnäckigem Staub und von Haaren befreit werden. Das im Lieferumfang enthaltene Reinigungswerkzeug eignet sich dafür sehr gut – unterstützt durch einen Handstaubsauger lässt sich auch dieser Schritt einfach, schnell und sauber erledigen. Bei Bedarf lassen sich das Frontrad und die Seitenbrüste auch ohne besondere handwerkliche Begabung einfach abmontieren, reinigen und wieder einbauen. Insgesamt würde ich den Pflegeaufwand auf durchschnittlich etwa 15-20 Minuten pro Woche einschätzen.

    Glanzlack und Staub/Kratzer: Roomba 650 ist sehr schick in schwarzer Klavierlackoptik mit dezenten Farbelementen gehalten und verwöhnt als Neugerät durchaus auch das geneigte Auge. Leider wirkt der Klavierlack jedoch als echter Staubmagnet und die Oberfläche verkratzt im täglichen Einsatz sehr rasch, sodass das Gerät schon nach zwei Wochen äußerlich wie das Arbeitstier aussieht, das es ja auch ist. Das ist zwar ein kleiner Wermutstropfen, und ein unempfindlicheres Äußeres wäre sicherlich zweckmäßiger gewesen, die Funktion des Roboters ist dadurch aber keineswegs beeinträchtigt.

    Allergie: Ich reagiere mittelmäßig allergisch auf Hausstaub (bzw. die Hinterlassenschaften der Hausstaubmilbe), was beim manuellen Staubsaugen in der Vergangenheit öfters mal zu allergischen Symptomen bis hin zu leichtem, allergischen Asthma führte. In den vergangenen zwei Wochen intensiver Nutzung konnte ich jedoch keinerlei Probleme feststellen (nicht einmal bei der Reinigung des Gerätes), obwohl bei Roomba 650 keine speziellen HEPA-Filter verbaut wurden. Insofern erleichtert mir Roomba das Leben auch in dieser Hinsicht.

    7.) Vorteile und Kritikpunkte auf einen Blick

    Vorteile

    * Roomba reinigt recht gründlich und selbständig, kehrt fast immer verlässlich zur Ladestation zurück
    * erreicht auch viele schwer zugängliche Stellen z.B. unter Schränken (freie Mindesthöhe 9,1 cm, vgl. Foto 4), unter dem Sofa/Bett, oder in Ecken und Kanten
    * Türschwellen und Übergänge zwischen unterschiedlichen Bodenbelägen bis ca. 1,7 cm Höhe stellen für Roomba kein Problem dar
    * Einsatzzeiten können für jeden Wochentag separat vorprogrammiert werden
    * Entleeren des Staubbehälters und Reinigung des Filters sind kein Problem. Ansonsten relativ pflegeleicht – auch bei vielen langen Haaren reicht eine Reinigung des Bürstenmoduls etwa alle 3-4 Einsätze aus und ist in max. 10 Minuten erledigt
    * modernes, „cooles“ Gerät in ansprechendem Design mit „Hinguck-Effekt“
    * für mich als Hausstaub-Allergiker geeignet

    Kritikpunkte

    * Roomba ist für Teppichböden (v.a. hochflorige) nur eingeschränkt geeignet
    * ist zwar leiser als ein herkömmlicher Staubsauger, Betriebsgeräusch nervt aber dennoch etwas
    * ersetzt den Handstaubsauger nicht vollständig
    * schwarzer Glanzlack zieht Staub magisch an und verkratzt leicht

    8.) Mein Fazit

    Für meine spezifische Situation (etwa 70 qm zu reinigende Fläche, hauptsächlich Fliesen-, Parkett- und Linoleumböden, wenige Teppiche, Staubmenge normal, aber jede Menge lange Menschenhaare) überwiegen die Vorteile ganz klar: Roomba 650 nimmt mir bei 3-4 programmierten Putzdurchgängen pro Woche etwa 90% der Bodenreinigungsarbeit ab und der Einsatz meines herkömmlichen Staubsaugers beschränkt sich auf sehr schwer zugängliche Stellen – und auf die etwa wöchentliche, nicht besonders aufwändige Reinigung des Roboters selbst. Die Lärmbelastung lässt sich durch die Programmierung der Putzzeiten während meiner Abwesenheit umgehen. Darüber hinaus ist Roomba dank seines hübschen, schwarz-glänzenden Designs (zumindest jetzt noch) ein Hingucker mit nicht zu unterschätzendem „Angeber-Faktor“. p>

    Ich kann Roomba 650 daher für Wohnungen mit bis zu 70-80qm und wenig oder ohne hochflorige Teppichböden jedenfalls sehr empfehlen. Der aktuelle Preis von rund EUR 400,- erscheint mir angemessen.



    Bei einem höheren Anteil an Teppichboden (v.a. bei hochflorigen Teppichen), kann Roomba 650 zwar wohl auch eine wertvolle Unterstützung darstellen – vor allem an den besonders „rückenfreundlichen“ Stellen unter dem Sofa oder unter Schränken. Der Roboter wird jedoch meines Erachtens in einem solchen Umfeld nicht zur Gänze überzeugen können, da auch nach mehreren Einsätzen oft noch einzelne kleine Staubknubbel auf hochflorigen Teppichen zurück bleiben.



    Wegen dieser kleinen Schwäche auf Teppichen und der bereits erwähnten Anfälligkeit für Kratzer u. ä. möchte ich eigentlich nur einen halben Stern abziehen – das geht aber leider nicht. Andererseits ist das Produkt nicht völlig perfekt, daher landet Roomba 650 in meiner Endbewertung bei guten 4 von 5 Sternen .

iRobot Roomba 650 im Vergleich

Hersteller iRobot irobot
Weitere interessante Produkte