Pro:
- siehe Text
Kontra:
- Ich hätte gern gekauft, habe aber auf eine Anfrage nie eine Antwort erhalten
Empfehlung:
Nein
Herr Cornel Hilser hat sich auf die Fertigung von Kuckucksuhren verlegt. Das Geschäft läuft immerhin so erfolgreich, dass Herr Hilser einen weiteren Mitarbeiter beschäftigt. Herrn Hislers Bruder Theo beschäftigt sogar 8 Kräfte, hat sich aber auf das vergleichsweise profane Feld der Industrielackierung spezialisiert.
Auf einschlägige Suchanfrage spuckt das World Wide Web diese Informationen ebenso bereitwillig aus wie den Ort, an dem die Hilsers ihr Geschäft betreiben: Aus eigener Anschauung kann ich sagen, dass das Örtchen Triberg wirklich malerisch gelegen ist und, wenn schon nicht einen Besuch, so doch wenigstens einen Abstecher lohnt. Wer in der nämlichen Region unterwegs ist, kann bei der Gelegenheit vielleicht sogar dem im Web beworbenen Hilser’schen Fabrikverkauf einen Besuch abstatten.
Wir halten fest: Triberg war mir in dem Moment, in dem ich auf die Website von Herrn Hilser stieß, durchaus bereits ein Begriff als ein Örtchen mit großer Kuckucksuhren-Tradition. Wer solche Dinge mag, kann in Triberg gegen ein Eintrittsgeld sogar die angeblich größte Kuckucksuhr der Welt besichtigen. Ich scheue es mich nicht zu sagen: Triberg ist ein wahres Mekka für Kuckucksuhrenfans – wenn es so etwas wie eine Welthauptstadt der Kuckucksuhren gibt, dann zweifle ich nicht daran, dass dieser Titel einzig und allein Triberg gebührt!
Sie merken schon: Ich bin ein echter Fan – oder könnte es doch zumindest werden, wenn, ja wenn nicht ein kleiner Wermutstropfen mir den Freudentaumel vergällen würde, in den ich mich zu schreiben ich gerade auf dem besten Wege war.
Um der Wahrheit die Ehre zu geben, bin ich kein ausgesprochener Fan der klassischen Kuckucksuhr. Zu mutmaßen ob dem so ist, weil oder obwohl ich selbst einmal eine solche besessen habe, überlasse ich Ihnen. Möge es genügen zu sagen, dass das Exemplar, das ich einmal besessen habe, längst den Weg alles Irdischen gegangen sein dürfte.
Vor gar nicht langer Zeit allerdings regte sich in mir erneut der Wunsch danach, eine Kuckucksuhr zu besitzen. Nicht irgendeine, wohlgemerkt, sondern eine ganz spezielle. Eine ganz besondere, nach meinen Wünschen und Vorstellungen gestaltete Kuckucksuhr. Die ich sicher bereits mein eigenen nennen könnte, wenn, ja wenn ich über die Kenntnisse und Fähigkeiten im Uhrenbau verfügte, die Herr Hilser wahrscheinlich hat.
Um trotzdem an meine Kuckucksuhr zu kommen, habe ich mich deshalb für eine Lösung entschieden, die ich für die zweitbeste hielt: Ich habe ein wenig gegoogelt, um einen Hersteller zu finden, der auch Sonderwünsche erfüllt. Dabei bin ich auf Herrn Hilser gestoßen, der auf der Website seines Unternehmens wörtlich schreibt:
Auf Anfrage ist es uns ... auch möglich, Kuckucksuhren nach Ihren Wünschen zu bestücken und zu bemalen.
Ich habe dann über ein Formular, das sich auf der Website unter dem Punkt Kontakt/Impressum findet, eine Anfrage an Herrn Hilser gesandt. Das ist nun schon mehrere Wochen her, und Antwort habe ich leider bisher nicht erhalten; ja nicht einmal eine Eingangsbestätigung habe ich in meinem E-Mail-Fach gefunden.
Tja, das sind sie denn auch schon, meine bisherigen Erfahrungen mit dem Webshop Cuckooclocks24.com. Sehr umfangreich sind sie leider (oder vielleicht zum Glück? Wer weiß!) nicht, denn ein Kauf, über dessen Abwicklung ich berichten könnte, hat nicht stattgefunden, und eine Ware, über deren Qualität ich mich auslassen könnte, habe ich folglich auch nicht erhalten.
Ich könnte also allenfalls das Aussehen des Webshops beschreiben – worin ich insofern nicht viel Sinn sehe, als für die Gestaltung offensichtlich ein Standard-Template verwendet wurde. Das wurde, immerhin, mit qualitativ hochwertigen, aussagekräftigen Abbildungen der im Eigenbau gefertigten Uhren bestückt, enthält alle wichtigen Informationen, ist durchaus übersichtlich und gut zu navigieren. Was mich etwas verwirrt hat, ist die Tatsache, dass Herr Hilsers Betrieb im Impressum als Hilser Uhrengehäuse GbR, auf der Website per Logo dann als Hilser Holzideen firmiert und dem Kunden in der Adresszeile des Browsers dann als cuckooclocks24.com begegnet – das wirkt auf mich etwas wenig durchdacht.
Dass Nutzer des Webshops bei Betreten der Site zwischen einer englischen und einer deutschen Sprachversion wählen können, lässt mich vermuten, dass Herr Hilser und sein Gehilfe ihre Erzeugnisse auch international vertreiben. Lässt ihnen das keine Zeit dazu, auf die Sonderwünsche einzugehen, deren Erfüllung auf der Website versprochen wird? Oder worin liegt der Grund dafür, dass es auf meinen Ruf in den Schwarzwald bisher kein Echo gab? Die E-Mail-Adresse, an die das Formular versandt wird, scheint aktuell zu sein, denn andernfalls hätte ich sicher Bescheid darüber bekommen, dass meine Anfrage möglicherweise gar nicht erst zugestellt werden konnte.
Wer weiß? Vielleicht stößt Herr Hilser oder sein Mitarbeiter irgendwann ja per Zufall auf diesen meinen Text und nimmt doch noch Kontakt mit mir auf. Bis dem so ist, belasse ich es bei einer Bewertung im Mittelfeld und werde meine Suche fortsetzen müssen. Wirklich große Hoffnungen mache ich mir angesichts der Lesefreudigkeit der meisten registrierten Mitglieder in diesem Portal zwar nicht, aber ich versuch’s einfach trotzdem mal:
Kann mir jemand einen Uhrenbauer empfehlen, der mir den Bau einer individuell bestückten Kuckucksuhr anbieten kann?
R e s ü m e e
Übersichtlich gestalteter Webshop, der Besucher wahlweise auf Deutsch oder Englisch in Empfang nimmt und aussagekräftige Bilder der Schwarzwälder Traditionsuhren präsentiert, welche der Betreiber der Site in Handarbeit fertigt und auch über einen Werksverkauf vor Ort vertreibt. Antwort auf meine Anfrage habe ich leider nicht erhalten, ein Kauf ist folglich nicht zustande gekommen. weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben