eBay Testbericht
ebay ist die größte Auktionsplattform im deutschsprachigen Internet. Sowohl private als auch gewerbliche Anbieter können Neu- oder Gebrauchtwaren verkaufen. Hier kann man super Schnäppchen machen oder sich von überflüssigen Dingen trennen. Regelmäßig gibt es spezielle Angebote.
Erfahrungsbericht von GentleGreg
Der Online-Flohmarkt!
Pro:
große Auswahl, bis auf das Verkaufen kostenlos, übersichtlich
Kontra:
manchmal überhöhte Versandkosten, Java-Sicherheitslücke, Porto-Abzocke
Empfehlung:
Ja
eBay ist ein Internetauktionshaus, bei dem man Artikel versteigern kann und ersteigern. Das Prinzip ist eigentlich ähnlich wie auf dem Flohmarkt - jedes noch so unbrauchbares Teil steht hier zum Verkauf. Die Liste der Auktionen reicht vom Auto über das Handy und den Fernseher bis hin zur Zylinderkopfdichtung. Es gibt hier eigentlich alles (ausgenommen sind natürlich pornografische und rassistische Artikel).
Die Seite ist unter \"www.ebay.de\" zu finden. Hier erhält man zunächst einen Überblick über die wichtigsten Kategorien. Außerdem ist eine Navigationsleiste vorhanden, wo man zum Beispiel die Anmeldung vornehmen kann. Dies sollte man auch als erstes tun, zumal diese kostenlos ist. Hier muss man nun seine Daten (Adresse, eMail, etc.) eingeben. Diese Daten werden später bei der Kaufabwicklung gleich benutzt, so spart man sich das schreiben seiner Lieferadresse, da diese gleich nach Auktionsende automatisch zugesandt wird. Eine gute Idee wie ich finde. Sollte sich die Adresse mal ändern, kann man sie natürlich aktualisieren. Außerdem muss man einen Mitgliedsnamen wählen, das ist ein Name wie im Chat. Dazu ein sicheres Passwort, also am besten mit Ziffern und Buchstaben! Neuerdings bietet eBay auch ein Sicherheitsmeter an - hier wird angezeigt wie sicher das gewählte Passwort ist.
Das Bieten und Kaufen bei eBay ist kostenlos. Will man einen Artikel ersteigern, so kann man in der Suche erstmal danach suchen. Man sollte dabei die genaue Bezeichnung des Artikels angeben. Dadraufhin erscheint eine Liste mit den gefundenen Artikeln, die man sich jetzt alle anschauen kann. Die Liste ist nach Auktionszeit geordnet, d.h. Artikel die eher enden erscheinen an oberster Stelle. Hinter dem Artikel steht dann jeweils das Auktionsende und die verbleibende Zeit. Man kann die Liste aber auch anders ordnen lassen, so dass zum Beispiel die teuersten Produkte zuerst erscheinen sollen.
In der Artikelbeschreibung wird gesagt um was es sich handelt. Dann sind meistens Fotos dabei, die das Produkt noch genauer zeigen sollen. Man sollte hier auch auf die Angabe der Versandkosten achten, die in 99% der Fälle der Käufer trägt!
Desweiteren kann man sich den Namen des Verkäufers anschauen und sein Bewertungsprofil, zu dessen Funktion ich später komme.
Hat man nun seinen gewünschtes Produkt gefunden, so sieht man erstmal bei welchem Gebot der Preis gerade liegt und wieviel Gebote es schon gibt. Es kann auch sein, dass noch nicht geboten wurde.
Wenn man möchte kann man nun sein Gebot eingeben. Dazu gibt es ein Feld, in den man seinen Betrag eingibt. Dann muss man noch mal bestätigen und jetzt hat man ein rechtsgültiges Gebot abgegeben. Wenn vor Gebotsende noch ein anderer Käufer bietet, wird automatisch bis zu dem Höchstgebot, das man selbst eingegeben hat, mitgeboten. Sollte das andere Gebot jedoch höher sein, als das Maximalgebot, so wird man überboten. Natürlich kann man jetzt weiter mitbieten, aber meistens wird dadurch nur der Preis in die Höhe getrieben. Mein Tipp deshalb: Möglichst erst kurz vor Gebotsende bieten um sozusagen den Überraschungseffekt auszunutzen.
Sollte man dann den Artikel tatsächlich ersteigert haben, so bekommt man automatisch eine eMail von eBay zugeschickt, in der die Adresse des Verkäufers und der Gesamtbetrag steht, denn man nun meistens Überweisen muss. Natürlich gibt es auch Fälle, wo der Artikel selbst abgeholt werden muss und dann bezahlt man bar. Eine neue Funktion ist das Paypal. Dieses Bezahlsystem ist eine Art Zwischenkonto, ähnlich einer Guthabenkarte beim Handy. Wenn man es mit Geld aufgeladen hat, kann man per Mausklick gleich den Betrag an den Verkäufer schicken, damit der den Artikel so schneller abschickt,. Ich nutze dieses System jedoch nicht, da es nicht kostenlos ist.
Es gibt auch den Fall, dass ein Artikel zum Sofort-Kauf angeboten wird, hierbei gibt es keine Gebote, sondern man kann den Artikel gleich zum angegebenen Preis kaufen. Danach läuft alles so ab wie bereits oben beschrieben.
Wenn man per Überweisung bezahlt, so hat der Verkäufer entweder seine Bankdaten bei eBay hinterlegt und man kann sie mit einem Klick abrufen - oder der Verkäufer schickt sie manuell zu. Nachdem man das Geld überwiesen hat, sollte nun der Verkäufer das Produkt abschicken. Dies dauert meist einige Tage (2-3). Dann hat man das Produkt - hoffentlich! Ich hatte bis jetzt noch keinerlei Probleme mit unseriösen Anbiertern und habe meine Ware immer pünktlich bekommen.
Eine wichtige Unterstützung ist das Bewertungssystem. Für jeden Kauf bzw. Verkauf wird man vom Verkäufer/Käufer bewertet. Dies kann in drei Stufen erfolgen: Positiv, Neutral, Negativ.
Zu jeder Bewertung schreib man dann noch einen kurzen Kommentar, der begründet, wieso man so bewertet hat. Für jede positive Bewertung bekommt man 1 Punkt, für jede negative -1 Punkt, neutrale Bewertung entspricht 0 Punkten. Die Gesamtpunktzahl wird dann hinter dem Mitgliedsnamen angezeigt, sodass jeder darauf Zugriff hat und sich über die Qualitäten informieren kann. So sollte man also bei jedem Kauf darauf achten, dass der Verkäufer genügend positive Bewertungen gesammelt hat.
Wenn man nun selbst etwas bei eBay versteigern möchte, so kann man das einfach tun, indem man entweder online das Angebot erstellt oder offline mit einem Programm (z.B. Turbo Lister) alles vorbereitet und dann hochlädt. Hier sei darauf hingewiesen, dass das Versteigern kostenpflichtig ist. Allein das Einstellen eines Angebotes kostet so ab 0,15EUR, je nachdem wie hoch das Startgebot (meistens 1,00EUR) liegt. Dabei kann man ein Foto kostenlos miteinstellen. Jedes weitere kostet 0,10EUR.
Natürlich kann man auch die Gebotsdauer festlegen (3, 5, 7, 10 Tage) und die Versandpreise (jPaket, Päckchen, Brief, Warensendung, etc.) angeben. Hierbei sollte man darauf achten, dass man die Kosten der Verpackung miteinberechnen sollte.
Dann kann man sein Angebot einstellen und von nun an kann darauf geboten werden.
Weitere Gebühren werden für den Endpreis fällig, eBay kassiert hier eine Provision die von der Höhe des Betrages abhängig ist. Das kann manchmal ganz schön nerven, hält sich aber eigentlich noch im Rahmen!
Ansonsten kann man auf der Seite noch seine aktuellen Gebote, Angebote, Verkäufe und beobachtete Artiikel auflisten lassen. So hat man immer einen Überblick über seine laufenden Transaktionen. Dies ist alles sehr übersichtlich angeordnet meiner Meinung nach.
Außerdem gibt es eine eBay-Communiy, eine Art Forum, wo man über alles was eBay betrifft diskutieren kann. Hier erfährt man auch, was nicht o empfehlenswert ist und wie man sich vor Betrügern schützt.
Ich weiß nicht, ob jemand mal die \"Stern TV\"-Sendung gesehen hat, wo über die Sicherheitslücke bei eBay berichtet wurde. Dabei kann ein Verkäufer mithilfe eines Java-Skriptes (Programmiersprache), ein scheinbar harmloses Produkt einstellen, sollte man darauf bieten, so erhält der Verkäufer mit Leichtigkeit den Namen und das Passwort des Bieters und kann diesen missbrauchen! Der eBay-Sicherheitschef hat sich immer wieder rausgeredet und keine klare Antwort gegeben - ich war richtig wütend auf ihn, so hat mich das genervt. Bis jetzt gibt es dabei noch keinen 100%igen Schutz, also Achtung!
Was mich auch immer wieder nervt, sind Angebote von Käufern, die scheinbar günstig sind, schaut man sich jedoch das Angebot genauer an, so stellt man fest, dass für einen kleinen Gegenstand, der im Endeffekt mit einem Brieg verschickt werden kann, überdimensionierte Versandkosten berechnet werden. Auch im eBay-Forum wird darüber berichtet, dass es häufiger vorkommt, dass ein Artikel für 1,-EUR ersteigert wurde und dann 9,70 Versand drauf kam. Nun kam der Artikel jedoch nicht als versichertes Paket, sondern als einfacher Brief für 0,66EUR - eine Frechheit. Und wenn man dann noch den Verkäufer schlecht bewertet, so gibt es gleich eine \"Rachebewertung\" zurück - also Achtung vor solchen Abzocken beim Porto! (natürlich ist es ok, wenn die Kosten über dem reinen Portopreis liegen, Verpackung und Weg zur Post sollte man schon akzeptieren!)
Schnäppchen kann man z.B. bei Kabeln aller Art machen. Ein 20m-LAN-Kabel kriegt man hier schon für 5,-EUR, ich hab mal bei MediaMarkt geschaut, dort kostet es bis zu 50,-EUR bei gleicher Qualität!
FAZIT: Die große Produktvielfalt bietet fast alles, was es irgendwie gibt. Ich kaufe fast regelmäßig bei eBay, denn viele Sachen gibt es wirklich günstig zu haben, man sollte sich jedoch vorher informieren, was ein Artikel wirklich Wert ist, nicht dass man im Nachhinein mehr bezahlt als im Laden. Achtung heißt es bei überhöhten Portokosten!
Für Verkäufer, die mit der Provison leben können, ist eBay eigentlich ein gutes Portal, da es sehr gut besucht ist und man fast alles los wird.
21 Bewertungen, 2 Kommentare
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11.04.2005, 10:57 Uhr von redwomen
Bewertung: sehr hilfreichschon seit Jahren dabei und habe bis jetzt -Gott sei Dank- noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Bin selbst ein mehr als ehrlicher Mensch und finde diese Portokosten manchmal auch einfach nur unverschämt, aber da biete ich halt einfach nicht mit.
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06.01.2005, 08:45 Uhr von samtpfote
Bewertung: sehr hilfreichAus eigener Erfahrung kann ich dir in allen Punkten beipflichten
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