eBay Testbericht

ebay

ebay ist die größte Auktionsplattform im deutschsprachigen Internet. Sowohl private als auch gewerbliche Anbieter können Neu- oder Gebrauchtwaren verkaufen. Hier kann man super Schnäppchen machen oder sich von überflüssigen Dingen trennen. Regelmäßig gibt es spezielle Angebote.

Shop-Informationen

Erfahrungsbericht von Hoernchen123

Sparen und verdienen mit Ebay

Pro:

großes Angebot, auch Artikel, die es sonst nicht zu kaufen gibt

Kontra:

es gibt durchaus Betrüger

Empfehlung:

Ja

Seit einigen Jahren bin ich nun schon Mitglied bei Ebay, früher habe ich ja immer noch versucht, es zu umgehen, indem ich mich auf anderen Auktionsplattformen rumtrieb, wo beispielsweise das Verkaufen und Artikel einstellen nichts kostete und wo auch viele Käufer waren und ebenso viele Verkäufer, so dass man zum einen seine Sachen los wurde, aber auf der anderen Seite auch immer alle möglichen Sachen fand, die man so haben wollte. Irgendwann war es bei den anderen Plattformen langweilig, es trieben sich Fakes rum sowohl als Käufer als auch Verkäufer. Sachen wie \"Achtung, bei dieser CD erwerben Sie eine illegale Kopie des Originals\" habe ich einige Mal bei ricardo.de gelesen, unglaublich! In den Angeboten stand es selten, meist kam eine derartige Nachricht per Mail, wenn man geboten hatte.

Also gut, es führte eben kein Weg an Ebay vorbei und so nutze ich irgendwann meinen Account, den ich schon lange hatte.

==== Die Anmeldung ====

Meldet man sich nur als Käufer an, geht es ganz easy und ist auch kostenlos, einfach Usernamen aussuchen, Passwort, Adresse angeben, Bestätigungsmail beantworten (auf Link klicken), schon ist man Ebay-Newby, neuerdings nicht mehr an der Sonnenbrille, sondern an einer Art blinkendem Männchen-Logo erkennbar. Man kann kaufen, also bieten oder sofort kaufen, Artikel beobachten, Bewertungen abgeben und erhalten und sich durch die Kategorien wuseln.
Möchte man auch verkaufen, so möchte Ebay dann auch die Bankverbindung wissen, denn verkaufen bringt nicht nur Geld, sondern man muss auch welches zahlen, nämlich für das Einstellen von Artikeln, für Extras und außerdem zahlt man eine Verkaufsprovision. Darauf komme ich später noch einmal zurück.
Man kann sich bei Ebay jedenfalls erstmal, wenn man möchte, nur als Käufer anmelden und dann erst später sich entschliessen, doch zu verkaufen und dann die Bankverbindung nachtragen.

Der Username, den man sich aussucht, kann übrigens später nach Belieben geändert werden, aber dann muss man damit leben können, dass man die ersten 4 Wochen, nach der Änderung des Usernamens wieder ein Newby-Symbol neben dem Namen erscheint und dass andere sich ehemalige Usernamen anzeigen lassen können.
Das hat folgenden Grund: manch einer ist bei Ebay ja sehr verschrieen und es wird schon in diversen Verbraucherforen vor ihm gewarnt, dann könnte er ja seinen Usernamen ändern und ist dann über Suchmaschinen nicht mehr zu finden. Denn bevor man was teures kauft, ist es oft auch eine sehr gute Idee mal nach dem Usernamen der Verkäufers zu googlen, manchmal findet man ihn ja schon mitsamt Warnungen...Hat er ehemalige Usernamen und nun eben einen neuen, kann man sich die alten Namen in seinem Profil anschauen und auch mal danach suchen...
Aber nicht jeder, der seinen Usernamen ändert, ist ein Betrüger, der was vertuschen will. Ich habe, trotz über 100 positiven Wertungen und keiner negativen auch mal meinen Namen geändet, und zwar weil mir ein Arbeitskollege, der meinen Usernamen kannte, nachspionierte. Was ich so kaufe, was ich vekauft habe, alles interessierte brennend. Obwohl ich nie wirklich spannende Dinge gekauft oder verkauft habe, war mir diese Spionage schnell lästig und ich habe meinen Usernamen geändert.
Inzwischen wäre dies wohl nicht mehr nötig, es kann zar nach wie vor jeder in jeder Userprofil schauen, aber nur lesen, was er für Bewertungen bekommen hat, anklicken, um was es sich handelte, können nur noch die, die in den letzten 4 Wochen mit einem handelten.

==== Kaufen====

Bei Ebay ist jeder auf der Suche nach Schnäppchen, leider wird immer wieder berichtet, dass Leutesich dabei mächtig in die Nesseln gesetzt haben...Wie kann man sowas verhindern? Also ich für meinen Teil, kaufe nichts wirklich teures bei Ebay, als alles was mehr als 100 € kostet würde ich allerhöchstens bei jemanen kaufen, der aus derselben Gegend wie ich kommt (ich also bar zahlen und die Ware abholen kann) oder aber mehrere tausend positive Wertungen hat undseit Ewigkeiten Powerseller ist. Das mag hart klingen, ich bin eben vorsichtig, aber dafür habe ich auch noch nie etwas schlimmes erlebt. Aber eben auch noch nie eine megagünstige Digitalkamera oder einen billigen PC erstanden, was bei Ebay ja viele machen, weil es billiger als im Laden ist und außerdem bekommt man manchmal Sachen, die es auf dem Markt nicht mehr zu kaufen gibt.
Die besten Preise sind am frühen Morgen, vor allem in der Woche zu erzielen, denn da ist kaum jemand online, denn da gehen viele arbeiten, zur Schule oder in die Uni, dort überall hat man zwar oft auch Internet-Anschluss, aber oft weder Zeit und manchmal auch nicht die Möglichkeit bei Ebay reinzuschauen. Natürlich wissen die Verkäufer, grad die die hochwertige Dinge verkaufen und vor allem dies öfter bei Ebay tun auch um diesen Umstand und so gibt es zu den unlukrativen Zeiten oft keine bei Ebay beliebten Dinge wie Notebooks, Digitalkameras und aktuelle Handys . Aber reinschauen lohnt sich, manchmal gibt es doch Verkäufer, die wohl aus Versehen, die Artikel so reinstellen, dass sie morgens oder gar nachts um 3 Uhr zu Ende ist...Preisunterschiede von mehr als 60% gegenüber beliebten Tageszeiten (beispielsweise Sonntag abend...) sind wirklich möglich. Und vor allem anderes Zeug, von Klamotten (da aber auch nicht die Markenware) bis hin zu Haushaltsgeräten und Büchern kann man alles zu vorgeschrittener Nachtstunde oder aber am frühen Morgen günstig erstehen.

Gibt es den Artikel zum Sofort-Kaufen und ist man mit dem Preis eiverstanden, kauft man einfach, die Auktion ist zu Ende, man selbst ist der Käufer.
Schwieriger, aber auch spannender sind die normalen Auktionen. Oft fangen sie bei 1 € an, zum einen um die Verkaufsprovision, die sich nach dem Startpreis richtet, gering zu halten zum anderen zum Ködern, denn für einen Euro nehmen viele noch alles mögliche und bieten sich oft innerhalb der Zeit, die die Auktion läuft in mitunter schwindelerregende Höhen hoch. Manchmal sind die Preis höher als im normalen Laden oder in Onlineshops.
Viele von uns kennen das Problem: man bietet, genau soviel, wie für den nächsten Bietschritt notwenig wäre, meist sind es 50 Cent, und schon kommt die Meldung, man wären überboten worden. Früher war ich immer sehr erstaunt, dachte immer \"das is ja echt ein Wahnsinn, da steht ein Artikel tagelang bei einem Preis, nun biete ich und rubbeldiekatz im selben Moment bietet ein anderer exakt Millisekunden vor mir und ist nun Höchstbietender mit genau dem Bietschritt, den ich eingegeben habe. Versucht man es immer wieder, wieder in schönen Einzelschritten, bekommt man meist immer und immer wieder die Meldung, dass man überboten worden sei. Wie gesagt, erst kam es mir wie ein unglaublicher Zufall, der immer und immer wieder geschah, vor, bis ein Bekannter mal was vom Bietagenten erzählte. Bietagent? Ich suchte gleich die Webseite von Ebay ab und wurde auch gleich fündig: ah, man gibt bei dem gewünschten Artikel in etwa den Preis ein, den man schlußendlich bereit wäre zu zahlen, das kann auch viel mehr als der derzeitige Preis sein, dann geht der Preis zunächst nur um einen Bietschritt hoch und nicht gleich auch den den hohen Preis,den man einstellte. Später, wenn andere auch bieten, geht der Preis in die Höhe, aber man bleibt Höchstbieter, bis einer mehr bietet, als man selbst als Höchstpreis eingegeben hat. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich recht praktisch.
Ist man überboten worden, bekommt man sofort eine Nachricht per Email, so dass man schnell eingreifen und eventuell noch ein wenig höher bieten kann.

Hat man einen Artikel ersteigert, erhält man eine Email und dann setzt man sich eben mit den Verkäufer in Verbindung, oder der Verkäufer schreibt einem dann eine Mail. Fast immer zahlt man per Vorkase, also überweist das Geld im Vorraus. Man sollte das wirklich nur tun, wenn man dem Verkäufer vertrauen kann und es ein Betrag ist, denn man schlimmstenfalls verkraften kann, wenn er weg ist. Denn Überweisungen kann man nicht rückgängig machen!
Man sollte auch, falls es sich um teure Ware handelt, bitten,dass das ganze per Paket, nicht als Päckchen, Maxibrief o.ä. geschickt wird. Denn Pakete sind versichert (im Normalfall bis 500 €) Päckchen und Briefe nicht, also kann der Verkäufer behaupten, er habe es losgeschickt, es sei aber nie angekommen, das Gegenteil beweisen kann man nicht und auch die Post stellte sich in solchen Fällen als unkooperativ heraus...Pakete sind zwar teurer, aber teure Ware sollte einem schon den erhöhten Portopreis, den bei Ebay ja i.d.R. immer der Käufer trägt, wert sein.
Bei manchen Händlern kann man auch per PayPal oder Kreditkarte zahlen, vor allem bei welchen, die mittlerweile profimässig bei Ebay handeln und Verkäufern aus dem Ausland, die ihre Ware auch ins Ausland schicken.
Per Nachnahme kann man sich die Ware natürlich auch schicken lassen, eine recht zuverlässige Möglichkeit, wenn auch teuer, da Nachnahme bei der Post nicht wenig Porto kostet.
Das persönliche Abholen erspart sämtliche Kosten für Verpackung und Porto, aber ist selten möglich, da selten jemand nun aus derselben Stadt wie man selbst kommt (ich als Berlinerin habe bisher wenig mit Berlinern bei Ebay zu tun gehabt und es gibt von denen ja eigentlich recht viele ;-)) und auch nicht jeder mag persönliche Treffen, sei es, weil es doch zu weit zu fahren wäre oder aber weil sie einfach keine Menschen aus dem Internet persönlich sehen wollen (als seien das alles Monster * gg *)

Ach ja, man kann Gebote auch zurückziehen, aber nur in Ausnahmefällen. Ein solcher ist es, wenn man eigentlich 100,00 Euro eintippen wollte, aber das Komma vergessen hatte und so mal eben 10 000 € geboten hat. Alle zurückgezogenen Gebote landen übrigens im Bewertungsprofil.
Es ist kein Ausnahmefall, wenn man es sich nach dem Bieten einfach anders überlegt, wer bietet und am Ende Höchstbietender ist, hat einen Kaufvertrag abgeschlossen. Theoretisch mit allen Kosequenzen. Praktisch passiert wenig, wenn man sich nach Kauf der Ware nicht meldet. Vor allem Newbies machen das hin und wieder, wenn es ein paar Mal vorkam (und Ebay das mitbekommt, weil sie dem geprellten Verkäufer die Verkaufsprovision zurückzahlen musste), wird der unzuverlässige User mitsamt Email-und Postadresse gesperrt (eine neue Emailadresse kann man sich ja problemlos beschaffen, eine neue Postadresse bekommt man schon schwieriger...)


==== Verkaufen ====

Grundsätzlich kann man fast alles bei Ebay an den Mann bzw. die Frau bringen, bis auf wenige Ausnahmen. So dürfen weder Personen noch Tiere verkauft werden, auch eigentlich keine Lebensmittel (haltbare Dinge, vor allem Delikatessen findet man schon, aber eben kein Brot und auch kein Steak ;-)), auch Herzschrittmacher, benutzte Taschentücher oder aber unverkäufliches wie die Weltherrschaft dürfen nicht bei Ebay angeboten werden. Eine recht witzige Seite, mit skurilen Dingen, die es wirklich schon bei Ebay gab (die Auktionen wurden aber schon vor ihrem Ende gestoppt) gibt es unter www.beam.to/ebaycrap

Will man aber nur ein wenig altes Zeug loswerden, sei es weil man sich was neues gekauft hat, die Klamotten einem nicht mehr gefallen oder zu klein/zu groß geworden sind, das Kind seine Spielsachen nun nicht mehr will, weil man Bücher nun schon seit Jahren im Regal beim Verstauben zusieht oder weil man einfach mal wieder Platz in der Wohnung, dafür aber mehr Geld auf dem Konto gebrauchen könnte, isz ebay optimal.

Manch einer macht das Handeln bei Ebay auch professionell und mit Gewerbeschein.
Andere, wie auch ich, haben von irgendwas soviel, dass sie es verkaufen müssen ;-). Bei mir sind das oft Pflanzen, die ich hobbymässig im Zimmegewächshaus und im Garten züchte (das Verpacken ist oft nicht leicht, aber es funktioniert und bisher ist immer alles prima angekommen).

Was für die Schnäppchenjagd in Sachen Tageszeit gilt, verhält sich für Verkäufer genau umgekehrt. Man sollte schauen, dass die Auktionen zu Zeiten auslaufen, zu denen die meisten Leute online sind. Das sind die Abendstunden, vor allem am Wochenende.
Auktionen enden normalerweise um dieselbe Uhrzeit, zu der sie auch eingestellt wurden. Stellt man einen Artikel also um 3 Uhr morgens ein und die Dauer der Auktion auf drei Tage, läuft die Auktion in drei Tagen morgens um 3 Uhr aus. Sehr kontraproduktiv, denn da schlafen die allermeisten Leute. Man kann eine Auktion zu einer späteren Zeit, als der zu der man sie einstellt, starten lassen, aber das kostet extra Gebühren.
Eine Auktion kann man drei, fünf, sieben oder zehn Tage laufen lassen, was sinnvoll ist, hängt meist vom Artikel ab. Will man ein Handy loswerden, reichen 3 Tage völlig. Es gibt bei Ebay unendlich viele Handys. Angezeigt werden, wenn der User es nicht umstellt, zuerst die Auktionen die als nächstes enden werden. Es sind immer so viele, dass man oft kaum alle von einem Tag gleich durchsieht, ein Handy, dass erst nach 10 Tagen unter den Auktionshammer kommt, beachtet man typischerweise erst kurz vor Ende der Auktion. Also sind die ersten 10 Tage einfach nur Tage des ungeduldigen Wartens auf Gebote, die sich eh meist erst Stunden vor Auktionsende so richtig einstellen.
Anders ist es bei Dingen, die eher selten bei Ebay gehandelt werden und nach denen Leute nur von Zeit zu Zeit mal suchen, da lohnt es sich schon, das ganze für 10 Tage reinzusetzen, damit es möglichst viele über die Suchfunktion finden.

Gebote kommen meist erst zum Ende einer Auktion, also wenn am Tag vor Ende der Auktion der Artikel noch einen erschreckend niedrigen Preis hat, muss das nichts schlimmes heissen. Hat man bereits Gebote, macht sich das äusserst gut, denn wenn die Leute sehen, da wird viel geboten, folgern sie, es sei ein gutes Angebot und bieten auch. Echt ein lustiges Phänomen, dem so mancher nachhilft indem er Freunde erstmal bieten lässt, eben damit da Gebote stehen oder aber damit der Preis hochgeht...Klarer Fall von Betrug, der jeden Tag x Mal verübt wird bei Ebay.

Auch die Übeschrift ist wichtig. Sachen wie \"unbedingt ansehen\" locken kaum mehr jemand hinterm Ofen vor, man sollte die wichtigen Dinge in der Überschrift haben, wie Marke, exakte Produktbezeichnung und bei Klamotten auch die Größe. Denn das sind die Sachen, die in die Suchmaschine von Ebay eingegeben wird, keiner sucht nach Begriffen wie \"unbedingt\" oder \"ansehen\".

Übrigens, auch die Jahreszeit ist nicht unwichtig, vor Weihnachten verkaufen sich Computerspiele, Bücher und alles was sonst als typisches Geschenk taugt, besonders gut, vor dem Sommer gehen Reiseführer und Rücksäcke gut, im Hochsommer Badesachen und zum Winter hin Snowboards, beispielsweise.

Was ganz wichtig ist, um hohe Preise zu erzielen, ist, dass die Auktion schön aufgemacht ist.
Manch einer vergisst das völlig oder erachtet es als unwichtig und wundert sich dann, warum er seinen eigentlich relativ wertvollen Oldtimer nicht mal für ein Achtel des Wertes verkauft bekommt, nur weil das Bild fehlt und er nur eine Beschreibung, bestehend aus 4 Stichworten eingegeben hat. Ein unmöglicher Extremfall? Nein, ein Fall eines Kumpels von mir...Kommentar auf meinen Hinweis, die Auktion mal zu verschönern \"so´n Schnickschnack, ich will die Kiste verkaufen, ich brauch Kohle und die Leute wollen so ein Auto\". Naja, wollen vielleicht, aber keiner kauft die Katze im Sack, schon gar nicht etwas im Bereich über 1000 Euro...
Ganz wichtig bei dem Angebot ist mindestens ein aussagekräftiges Foto. Bilder, die man mit normalem Fotoapparat oder gar mit der Webcam gemacht hat, taugen meist wenig, meist erkennt man Details nicht, dafür weiß man oft, welche Farbe der Teppich des Verkäufers hat, weil dort alles hübsch aufgebaut ist fürs Foto ;-). Wenn es keine flache Ware (Bücher, Zeitschriften, aber auch Schmuck) ist, die man auf den Scanner packen kann (werden erstaunlich gute Detailaufnahmen) und man auch keine Digitalkamera hat, der kann . ein Bild vom Produkt aus dem Web nehmen, die google-Bildersuche eignet sich hervorragend dafür. Und auch auf Hersteller-Webseiten findet man gute Bilder. Ob das ganz legal ist, weiß ich nicht, zur Not gibt man eben die richtige Quelle an. Fakt ist, ich seh ständig bei Ebay Bilder, die vor allem von Herstellerseiten stammen.

Neben einem Foto sollte man auch eine gute Produktbeschreibung haben. Ein paar Stichworte reichen eben nicht. Es sollte alles genau beschrieben sein, am besten gibt man auch den Grund an, warum man den Artikel verkaufen möchte. Was den Zustand des Produktes angeht sollte man ehrlich sein, lieber verdient man ein paar Euro weniger an dem Artikel, weil in der Beschreibung wahrheitsgetreu \"hat ein paar Kratzer\" steht als eine negative Bewertung zu kassieren für \"Artikel verkratzt, stand nicht in Beschreibung\", denn mit sowas schreckt man künftige Käufer ab.
Auch Infos, wie hoch die Versandkosten sind sollten in der Beschreibung dabei sein, falls man es nicht in dem von Ebay vorgesehenen Formular eingetragen hat.

Was sich sehr verkaufsfördernd macht, sind schöne Produktbeschreibungen, die man mit html-Befehlen gestalten kann. Ein paar Beispiele, wie man Überschriften, Absätze und ähnliches macht, findet man auch bei Ebay. Aber vorsicht, was da zu den Farben, mit denen man den Text farbig machen kann, steht, stimmt nicht. Es wird geschrieben, man könnte die Farben in deutscher Sprache angeben (also \"blau\" für einen einen blauen Text), das versteht aber kein Browser, bzw. zumindest der IE, Netscape und Mozilla verstehen es erfahrungsgemäss falsch und ein blauer Text wird sehr eklig gelb...Also entweder die Farbbezeichnungen in Englisch oder gleich mit Hexadezimalzahlen angeben, sucht man bei google nach \"html+color\" findet man unzählige Tabellen mit Farben und dem dazugehörigen Farbcode.
Man kann alle möglichen html-Befehle nutzen, nicht nur die in der Ebay-Liste. Und Dinge wie unsichtbare Tabellen (also Tabellen ohne sichtbaren Rahmen) sehen bei Aufzählungen wirklich klasse aus, denn zählt man sonst irgendwas auf und zentriert alles, wird alles ein wenig veschoben und sieht nicht so wirklich schön aus.
Auf diese Art und Weise kann man auch Bilder aus fremden Quellen (z.B. eigene Homepage, Herstellerseiten etc) einbinden, was einem unbegrenzt viele Bilder ins Angebot bringt, das spart auch Geld, denn bei Ebay kann man nur 1 Foto pro Artikel kostenfrei einsetzen, aber dem 2. Foto kostet es Geld.
Eine sehr gute Seite, auf der man alle möglichen html-Befehle findet ist: http://selfhtml.teamone.de/

Mit einem schön gestalteten Angebot verdient man tatsächlich erheblich mehr Geld, so habe ich kürzlich einen kleinen Fernseher verkauft, habe mir große Mühe bei der Beschreibung gemacht und 77 Euro bekommen, obwohl der Fernseher im Laden 75 € kostet und auch bei Ebay mit weniger schöner Beschreibung für 49€ zum Sofort-Kauf angeboten wurde!

Also, mit einer ausführlichen Beschreibung, die gut auch aussieht und mit Foto, auf dem man alle Details erkennen kann man tatsächlich einiges verdienen, vor allem wenn man es um die richtige Zeit mit treffender Überschrift einstellt und das ganze am besten noch am Sonntag enden läßt.


=== Gebühren ====

Wie eingangs schon gesagt, bei Ebay muss man als Verkäufer für einiges Gebühren zahlen:
– Artikel einstellen: kostet zwischen 0,25 Cent (Strartpreis unter 2 € und 4,80€ (Startpreis über 250€ / bei Autos, Flugzeugen und Booten immer: 20€ ; falls sich der Artikel nicht verkauft, hat man noch einen Versuch, verkauft er sich dann, muss man nur einmal Gebühren zahlen
- Fettschrift 1,00
- Sofort-Kaufen-Option 0,05
- Top-Angebot in Kategorie 14,95
- Top-Angebot auf der Startseite 59,95,
- Galerie 0,75
- Top-Angebot in Galerie 9,95
- Highlight 2,50
- XXL-Foto 1,00
- Foto (erstes Foto kostenlos) 0,15
- Bilderpaket 1,50
- Startzeitplanung 0,10
- Dia-Show 1,00

Also, alles was Käufer anlocken kann und was ein Angebot verlockender macht, kostet extra. Man muss eben abwägen, ob es einem das Wert ist. Mitunter, grad bei beliebten, sehr oft angebotenen Artikeln, kann es sich lohnen, auf sein Angebot so auf sich aufmerksam zu machen.


=== Tools===

Es gibt viele kleine Helfer, die einem das Kaufen erleichtern, für einen automatisch kurz vor Auktionsende bieten (das sieht Ebay gar nicht gern) oder Artikelpreise bei Ebay mit Preisen in Onlineshops (über www.günstiger.de) vergleichen und auch viele Programme für Verkäufer, die beispielsweise beim Angebote erstellen helfen.
Eine Liste mit vielen solcher Tools gibt es auf diesen Seiten:
http://www.chip.de/artikel/c_artikel_8935178.html
http://www.mich-tipps.de/ebaytools.html


=== Bewertung ====

Wenn das Geld gezahlt und die Ware beim Käufer angekommen ist, ist es für beide Zeit, eine Bewertung abzugeben. Falls Probleme auftreten, sollte man nicht unbedingt, gleich negativ bewerten, sondern erstmal per Mail das Problem versuchen zu klären, kommt in 2 Stunden noch keine Mail, auch nich gleich ausrasten, nicht jeder hat eine Flatrate, nicht jeder checkt ständig seine Mails und vieles läßt sich ja im Guten kläten.Tut sich auch nach ein paar Tagen nix, dann sollte man aber auf jeden Fall dann auch negativ werten, als Warnung für andere.
Aber die meisten Wertungen sind ja postiv und wenn man 10 positive Wertungen von unterschiedlichen Leuten hat, bekommt man seinen ersten Stern, einen gelben. Hat man 100 positive Wertungen wird der Stern türkis usw., so braucht man gar nicht mehr großartig in die Wertungen schauen, sondern nur auf die Farbe des Sterns.
Dass die Wertungen von unterschiedlichen Usern sein müssen, hat seinen Sinn,sonst könnte man ja einem Freund sagen, sie sollen einem mal eben 10 Sachen abkaufen, 10x bewerten, schon hat man erstmal einen gelben Stern, was ja immerhin schonmal was ist...

Bewerten sollte man meiner Meinung nach immer, jeder freut sich über positive Wertungen, für neutrale oder negative (mit Begründung) sind widerum andere User dankbar.

==== Negatives====

Wo Licht ist, ist auch Schatten und so kann man bei Ebay nicht nur Geld verdienen oder billig etwas erstehen. Überall wo Geld zu verdienen ist, treiben sich Betrüger herum und dass das auch bei Ebay der Fall ist, war schon oft genug in den Medien. Da waren ja imme wieder Leute, die wahnsinnig viel Geld in den Sand setzen, weil sie an Leute mit falschem Namen und Adresse (und mit Bankkonto auf gefälschten Namen) tausende von Euros überwiesen hatten.
Aus diesem Grund kaufe ich, wie eingangs schon gesagt, eigentlich nichts teures bei Ebay, es sei denn ich kann es persönlich abholen und nach genauem Betrachten der Ware zahlen.
Was ich aber bei Ebay sehr nervig finde, sind die vielen kleinen Betrügereien, die viele innerhalb ihres Freundeskreises abwickeln...Da werden Preise hochgetrieben, indem die Freunde mitbieten, mal um den Verkaufspreis höher zu treiben, mal um einen sonst unter der eigenen Preisvorstellung weggehenden Artikel zu \"retten\" indem den erstmal ein Freund ersteigert. Dann muss man zwar die Verkaufsprovision zahlen, kann aber den Artikel später wieder einstellen, vielleicht mit mehr Erfolg. Klarer Fall von Betrug, aber schwer nachweisbar, denn oft sind die Freunde selbst aktive Ebayuser, keine Fakeaccounts.
Nervig sind auch User, die Dinge kaufen, sich danach aber nie mehr melden, wie aber schon gesagt, irgendwann, wenn sowas ein paar Mal vorkam, werden diese Accounts gelöscht.


==== Fazit ====

Also ich bin begeistert von Ebay, ich habe so einigen Kram, der bei mir nur nutzlos rumlag, verkaufen können und auch meine in viel zu großer Zahl gezüchteten Pflanzen werde ich immer los. Zudem habe ich bei Ebay schon einige schöne Sachen gekauft, die man so im Laden nur schwer oder gar nicht oder aber zum höheren Preis hätte erstehen können. Man sollte sich vor Betrügern in acht nehmen und beim Bieten drauf achten, ob der Preis überhaupt noch realistisch ist oder ob man die Ware nicht doch woanders günstiger bekommt.

Ach ja, wer was zu lachen haben möchte, sucht mal nach bei Ebay \"Schlafsofa mit Bettkasten\" und schaut, was die Verbesserung der Rechtschreibung vorschlägt ;-) #



Noch ein Nachtrag: Ich wurde eben drauf hingeweisen, dass ich den Turbolister nicht erwähnt habe. Das ist mir bewusst und das war eigentlich auch Absicht, da ich den A) gar nicht habe, da ich den nicht brauche und mir nicht jeden Schnickschnack auf den Rechner tue und B) weil mir zuviel negatives untergekommen ist...Der Turbolister hilft einem beim Erstellen von Angeboten, ohne html-Kenntnisse kann man tolle Angebote basteln und zudem gleich Dinge wie Fettschrift, Listung unter Top-Artikeln etc. anklicken. Soviel ich weiß, werden dem User dabei auch die Kosten für solche Späße genannt, aber wohl eher unterschwelling. So kenne ich Ebay-Neulige, die damit gleich 200 Angebote erstellte, alles an Highlights auswählten, die es gibt, mehrere tausend (!!) Euro Angebotsgebühr zusammen kamen, sie aber fast nix verkauft haben und wenn, dann zum miesen Preis... Da html nun wirklich nicht schwer ist und man Anleitungen ohne Ende im Web finden und man für ein Ebay-Angebot nur wahrnlich nicht viele Kenntnisse braucht, würde ich raten, den Lister nicht zu nutzen und wenn doch, genau zu schauen, was man sich da zusammengebastelt hat und vor allem, was es kostet.

20 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Doris_

    26.05.2004, 17:07 Uhr von Doris_
    Bewertung: sehr hilfreich

    Da bleiben keine Fragen mehr offen.

  • chaosdiva

    26.05.2004, 16:32 Uhr von chaosdiva
    Bewertung: sehr hilfreich

    ... hervorragend informativer bericht ... danke! ... ich bin zwar erst seit ein paar monaten bei ebay aktiv habe aber schnell gelernt, die artikelbeschreibungen ganz genau durchzulesen ebenso wie das bewertungsprofil ... so hab ich bisher zum glück im

  • Baerlin

    26.05.2004, 16:28 Uhr von Baerlin
    Bewertung: sehr hilfreich

    alles drin...alles dran .. *g* -LG Bärlin