eBay Testbericht
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ebay ist die größte Auktionsplattform im deutschsprachigen Internet. Sowohl private als auch gewerbliche Anbieter können Neu- oder Gebrauchtwaren verkaufen. Hier kann man super Schnäppchen machen oder sich von überflüssigen Dingen trennen. Regelmäßig gibt es spezielle Angebote.
Erfahrungsbericht von Nopeone
Früher hat man sein Müll weggeschmissen, Heute gibts Ebay ! ! !
Pro:
- Riesenangebot - Gebühren halten sich niedrig - Bewertungssystem
Kontra:
- viele Betrüger
Empfehlung:
Ja
eBay ist wohl das bekannteste Internet-Auktionshaus. Meiner Meinung nach ist es auch das am besten sortierte und das mit dem besten Kundenstamm.
Benutzungsoberfläche und Technik
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Ich werde hier nur die wichtigsten eBay-Seiten beschreiben. Für eine datillierte Übersicht fehlt hier einfach der Platz. Über die Startseite http://www.ebay.de/ (oder aber http://www.ebay.com für Handel mit Amerika bzw. http://www.ebay.co.uk/ mit England) kann man in verschiedene Kategorien verzweigen. Wie auch die Kategorien bei dooyoo verzweigt dieses System immer weiter und verfeinert dabei die Auswahl der Artikel. Die Kategorien bei eBay sind maximal vierstufig.
Ist man noch nicht bei eBay registriert - das ist Voraussetzung zum Mitsteigern - so kann man dies von der Startseite aus machen (über "Neu bei eBay?"). Bei der Registrierung sind die üblichen Angaben zu machen: Name und Adresse. Hier ist auch die Angabe einer Telefonnummer erforderlich (das war bei meiner Anmeldung vor einem Jahr noch nicht der Fall). Es gibt einige Angaben (wie z.B. Interessen), die optional sind. Nach Ausfüllen des Formulars sendet eBay eine eMail an die angegebene Adresse. In dieser ist ein Link enthalten, mit dem dann die Registrierung vervollständigt wird. Danach kann man bei Auktionen mitbieten.
Dazu wählt man entweder ein Kategorie vom linken Rand der Startseite aus oder man klickt auf "Stöbern" (letzteres führt einen in die Ketgorie der Top-Angebote; s. dazu auch weiter unten). Man kann sich dann durch die Kategorien an das Gebiet des Interesses herantasten. Bereits ab der zweiten Kategorieebene zeigt eBay eine Liste mit allen Artikeln, die unterhalb dieser Ebene angeboten werden. Diese Liste verfeinert sich natürlich auch weiter, wenn man die Kategorie weiter einschränkt. Das empfinde ich als äußerst praktisch, denn so kann ich z.B. alle Amiga-relevanten Artikel durchsehen, ohne daß ich mich durch alle Unterkategorien arbeiten muß.
Diese Listen in den Kategorien enthalten immer 50 Artikel. Existieren in einer Kategorie mehr als 50 Artikel, so finden sich unter dieser Liste weiterführende Links, mit denen man schließlich alle aktuell angebotenen Artikel durchsehen kann. In jeder außer den untersten Kategorien kann man auch sehen wieviele Artikel sich insgesamt in den zur Verfügung stehenden Unterkategorien befinden.
Hat ein Artikel das Interesse geweckt, so kann man durch Anklicken des Titels eine detaillierte Beschreibung erhalten und auf diesen Artikel letzlich auch bieten. Die Beschreibung liegt natürlich in der Verantwortung des Anbieters; hier kann nicht generell gesagt werden, was sich dort findet. Oberhalb der Artikelbeschreibung finden sich beschreibende Daten der Auktion selbst, also Anfangs- und Endzeit, Verkäufer, Anzahl bisher abgegebener Gebote, Höchstgebot (i. Ggs. zur Listenübersicht in den Kategorien ist das Höchstgebot hier auch aktuell - in den Kategorien wird dieses nämlich nicht laufend aktualisiert) etc.
Unterhalb der Beschreibung findet sich ein Eingabefeld. Hier kann man sein Gebot abgeben. Bei der Abgabe des Gebotes muß man sich nicht sklavisch an das momentane Höchstgebot halten und dieses nur minimal überbieten. eBay bietet die Möglichkeit von Agentengeboten, d.h. man gibt ein Höchstgebot an, welches den höchsten Preis widerspiegelt, den man bereit ist zu zahlen. Der Agent bietet nun immer genau so viel, wie nötig ist, um Höchstbieter zu sein oder zu bleiben, geht jedoch nicht über die angegebene Höchstgrenze hinaus. Das erspart es einem, immer wieder ein neues Gebot abzugeben. Vor der endgültigen Abgabe des Gebotes muß man noch seinen Mitgliedsnamen und sein Passwort eingeben und dann kann das Zittern beginnen.
Über den Link "Mein eBay" auf der Startseite (oder von jeder beliebigen anderen Seite) kommt man auf die eigene eBay-Seite. Hier kann man sich anzeigen lassen, bei welchen Auktionen man mitbietet, welche Auktionen man beobachtet (in diesen beitet man nicht mit, sonder schaut nur zu), welche eigenen Auktionen laufen und wie dort die Gebote stehen, wie man selbst von den anderen eBay-Mitgliedern bewertet wird, etc. Die Seite "Mein eBay" bildet für mich das eigentlich Portal zu eBay. Man kann sich einfach ein Lesezeichen auf diese Seite legen (wenn der browser es unterstützt, Cookies abhängig vom sendenden Server anzulegen, dann sollte man dieses dafür erlauben) und hat dann immer sofort alle Auktionen im Blick.
eBay scheint eine wirklich ausgefeilte Technik im Hintergrund zu haben. Die angeforderten Seiten werden sehr schnell gesendet. Es gibt auf den eBay-Seiten keine störenden Werbeeinblendungen und der Server ist nur selten mal nicht verfügbar. Es gibt aber eine regelmäßige Zeit der Nichtverfügbarkeit, nämlich freitags morgens von 10:00 - 12:00 (Ortszeit in Deutschland). Zu dieser Zeit führt eBay Wartungsarbeiten aus und in dieser Zeit ist keine Auktion möglich. Leider gibt es von Zeit zu Zeit Auktionen, die genau in dieser Zeit enden, was natürlich unschön ist, wenn man es zu spät merkt.
Die eigenen Daten kann man entweder über eine SSL-verschlüsselte Verbindung ändern oder man kann sich für die nichtverschlüsselte Variante entscheiden. Diese Wahlmöglichkeit finde ich sehr vorteilhaft. Die eBay-Server legen Cookies auf dem eigenen Rechner ab, diese werden allerdings nur innerhalb der eBay-Domain verwendet und sind relativ kryptisch. Das läßt mich vermuten, daß man mit dem Akzeptieren dieser Cookies kein allzu großes Risiko eingeht.
Versteigern
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Der Erfolg einer Versteigerung hängt von einer Menge Faktoren ab. Einige davon lassen sich durch den Verkäufer beeinflussen.
Eminent wichtig ist z.B. eine ausführliche und detaillierte Artikelbeschreibung. Dazu gehört nicht nur das Herausstellen der Vorzüge, sondern ebenfalls das Erwähnen von Beschädigungen oder fehlenden, aber zum Gebrauch unabdingbaren Teilen (z.B. Spielfiguren bei Brettspielen, Disketten mit Treibern bei Hardware (es sei denn, diese sind im Internet verfügbar). Wenig verkaufsfördernd sind Beschreibungen wie "wer's kennt, weiß was das ist" - zwar kannte ich die Grafikkarte für den Amiga und auch das TV-Modul dazu, aber solch eine Beschreibung fördert nicht mein Vertrauen in den Verkäufer.
Verkaufsfördernd ist es, wenn man ein Bild zur Verfügung stellt - wohl dem, der eine Digitalkamera besitzt. Auch ein aussagekräftiger Titel ist sehr hilfreich. Mit aussagekräftig meine ich hier nicht den verschwenderischen Gebrauch von Ausrufe- oder anderen Sonderzeichen oder Titel wie "Megacooles Teil". Eine Hervorhebung in Fettschrift (kostet € 1,- an Extra-Gebühren) kann sich manchmal lohnen. Das hängt allerdings davon ab, wie ansonsten in der Kategorie verfahren wird. Ist dort der Großteil in Fettschrift aufgeführt, dann lohnt sich das nicht. Sind es nur wenige Artikel, dann ist der Effekt wesentlich auffälliger. Ein Einstellen in die Galerie (Extra-Gebühr von 50 Pfennig) lohnt sich meines Erachtens nicht, weil viele Leute nicht nur in der Galerie nachschauen. Ein Einstellen als Top-Angebot (mindestens € 7,50,- als Extra-Gebühr) lohnt sich meines Erachtens nach nur bei wirklich teuren und seltenen Dingen. Tope-Angebote werden entweder in der entsprechenden Kategorie und/oder auf der Startseite von eBay angezeigt.
Das man Artikel in die richtige Kategorie einstellt versteht sich eigentlich von selbst - oder es sollte sich von selbst verstehen. Nur dort wird ein solcher Artikel auch von der Zielgruppe gefunden. Kategoriefremde Gegenstände sind nicht nur nervig, sondern werden auch von vielen Leuten einfach ignoriert - bei krassen Verstößen kann man sich auch an eBay wenden (die üblichen Handyschalen oder witzigen Geldschein-Imitate, die von - in meinen Augen halbseidenen - Händlern angeboten werden, sind hier genauso gemeint wie Dinge, die verboten sind - also Organ- und Menschenhandel, etc.).
Das Versteigern ist mit einer Gebühr verbunden. Diese richtet sich in erster Linie nach dem Start- und dem Endpreis des versteigerten Artikels. Hinzu kommen noch Gebühren für besondere Hervorhebungen. Bis Anfang 2000 war das Versteigern von Artikeln bei eBay kostenlos. Zu der Zeit, wurde allerdings auch sehr viel "Schrott" angeboten. Seit Einführung der Versteigerungsgebühren, hat dieser Mißbrauch (in meinen Augen ist es das), allerdings zum Glück abgenommen.
Die an eBay zu zahlenden Gebühren werden auf einem eigenen Konto bei eBay verwaltet. Man muß nicht direkt nach jeder Auktion irgendwelche Pfennigbeträge überweisen, sondern man bekommt von eBay eine Zahlungsaufforderung per eMail sobald die angesammelten Gebühren sich auf mehr als DM 5,- belaufen. Diese wird allerdings auch nur einmal pro Monat verschickt. Man kann dann entweder eine Überweisung tätigen oder aber man erteilt eBay eine Einzugsermächtigung. Ich bevorzuge letzteres, denn hier lassen sich zu Unrecht in Rechnung gestellte und eingezogene Beträge leichter zurückfordern als bei einer Überweisung.
Neu bei eBay ist die Möglichkeit, einen Preis anzugeben, zu dem man den Artikel sofort verkaufen möchte. Findet sich jemand, der bereit ist, diesen Preis zu zahlen, so wird die Auktion sofort beendet (allerdings mit den üblichen Gebührensätzen). Wird jedoch ein normales Gebot auf einen solchermaßen angebotenen Artikel abgegeben, so verschwindet die "Sofort Kaufen"-Option und die Versteigerung geht normal weiter.
Ersteigern
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Beim Kaufen gilt es erst einmal zu entscheiden, wie wichtig mir das Objekt ist, um das hier gesteigert wird. Will ich es um jeden Preis haben oder ist es eher ein durchschnittlich interessanter Artikel. Bei ersterem (also etwas, das man auf alle Fälle haben möchte), bietet sich ein sehr hohes Gebot an, eines, das mit Sicherheit nicht überboten wird. Natürlich besteht hier die Gefahr, daß man viel Geld für den Artikel ausgibt - deshalb ja die Vorüberlegung. Bei letzterem (also Artikeln, die zwar interessant sind, die man aber nicht wirklich dringend braucht oder haben möchte), sollte man immer wieder flexibel auf das jeweilige Höchstgebot reagieren. "Will ich diesen Preis plus etwaige Versandkosten wirklich noch bezahlen?", ist die Frage, die Thorsten sich dann immer stellt.
Aus obigen Überlegungen heraus ergibt sich dann für mich auch die Art, wie ich biete. Wenn ich etwas unbedingt haben möchte, dann benutze ich den Assistenten, d.h. ich lasse eBay für mich bieten. Bei zweiterem benutze ich diesen zwar auch (anders lassen sich ja sowieso keine Gebote eingeben), allerdings mit einer wesentlich kleineren Differenz zum vorherigen Gebot, wenn nicht gar nur gerade soviel darüber, wie notwendig.
Generell fange ich erst an zu bieten, wenn sich die Auktion dem Ende nähert. Beginnt man nämlich sofort mit dem Abgeben von Geboten, sobald die Auktion angezeigt wird (also evtl. lange vor dem Auslaufen der Auktion), so zieht dies nur weitere Gebote nach sich. So ist zumindest meine Erfahrung. Artikel, auf die noch nicht geboten wurde bzw. bei denen erst wenige Minuten vor Ende mit dem Bieten begonnen wird, kann man hingegen für einen geringeren Preis erwerben - oftmals zumindest. Immer klappt das natürlich auch nicht. Außerdem nehme ich, wenn ich Gebote erst kurz vor Ende der Auktion abgebe, meinen Konkurrenten um den Artikel die Chance, in Ruhe auf mein Gebot zu reagieren. Vielleicht sind sie gerade nicht in der Lage, die Auktion zu verfolgen und schon fällt der Hammer zu meinen Gunsten.
Ausnahmen von der Regel, erst kurz vor Auslaufen der Auktion einzusteigen, gibt es natürlich auch bei mir. Logischerweise dann, wenn ich selbst bei Ende der Auktion nicht online sein kann. Aber auch, wenn es eine Auktion ist, bei der der Verkäufer sich die Option freigehalten hat, den Artikel gegen einen Mindestpreis an den ersten Interessenten sofort zu verkaufen (das gibt es meines Wissens nicht auf den deutschen, sondern nur auf den amerikanischen eBay-Seiten).
Gebote müssen immer um eine gewissen Mindestbetrag steigen. Befindet sich das aktuell führende Gebot im Bereich von € 1,- bis € 99,-, so muß ein abgegebenes Gebot dieses um mindestens € 1,- übersteigen. Bei momentan aktuellen Geboten im Bereich von € 100,- bis € 999,- beträgt der Mindestabstand wenigstens € 5,-, darüber muß man wenigstens € 10,- mehr bieten als das führende Gebot. Genau wie viele andere auch mache ich mir das bei der Abgabe von Geboten zunutze. Viele Leute geben nämlich Maximalgebote ein, die "geraden" Summen entsprechen, also z.B. € 50,- (neuerdings scheint sich hier die Taktik zu wandeln und man stellt häufiger Gebote fest, die um € 1,- über solch einer "geraden" Summe liegen). Ich biete hingegen immer eine € mehr. Damit schlägt man häufig den Leuten ein Schnippchen. Im Bereich unter € 100,- ist das noch nicht so interessant, aber wenn die Erhöhungsschritte bei € 5,- oder mehr liegen, dann lohnt dieses Spielchen schon eher.
Nach der Auktion
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Ist die Auktion abgeschloßen, stellt sich die Frage, wie man jetzt vorgeht. eBay versendet nach dem Auslaufen einer Auktion eine entsprechende eMail an den Verkäufer und an den Bieter. Diese eMail sollte man in jedem Fall abwarten. Danach kann man den Auktionspartner per eMail kontaktieren (bei "Reply" aufpassen, daß man die eMail auch an den Auktionspartner und nicht an eBay sendet!) und die Details klären.
Der Bieter benötigt vom Verkäufer in der Regel die Kontoverbindung. Ausnahmen hiervon sind Versand per Nachnahme, Versand ins Ausland oder persönliche Übergabe. Ich rate davon ab, Geld per Post zu verschicken - gebranntes Kind scheut das Feuer. Mittlerweile gibt es auch beim Versand ins Ausland wesentlich bessere methoden (BidPay bzw. PayPal bieten sich in diesem Zusammenhang an - ich gehe einmal davon aus, daß diejenigen, die international handeln, auch eine Kreditkarte besitzen). Innerhalb Deutschlands ist es sowieso besser, das Geld zu überweisen (ich lasse jetzt mal so exotische Fälle wie Leute ohne Kontoverbindung außen vor - da muß man sowieso eine Einzelfallentscheidung vornehmen, wie sich der Handel durchführen läßt).
Der Verkäufer benötigt eigentlich nur die Angabe der Lieferadresse - diese kann sich nämlich schon mal von der Adresse des Bieters unterscheiden. Der Versand per Nachnahme ist für den Verkäufer etwas aufwendiger und es dauert in der Regel ca. 2 Wochen, bis das Geld auf dem Konto des Verkäufers eintrifft. Hinzu kommt, daß Nachnahme auch teurer ist (insgesamt um DM 6,-). Nachnahme ist für den Käufer auch nicht sicherer (wenn der Verkäufer betrügen will, dann kann er genausogut irgendetwas Schweres aber Wertloses in das Paket packen) und bietet gegenüber der Vorauszahlung auch für den Verkäufer keine Vorteile.
Üblicherweise wird bei Online-Auktionen nicht nach dem Motto "Erst die Ware, dann das Geld" verfahren, sondern es gilt meistens "Erst das Geld, dann die Ware". Meistens lernt man dieses auf die harte Tour und auch ich bin schon guten Glaubens auf Leute hereingefallen, die einfach die ihnen zugesandten nicht bezahlen. Tja, darunter leidet dann die Mehrheit und ich versende nun nur noch selten (sprich bei Bewertungen im positiven Bereich über 100 oder wenn ich mit der Person bereits gute Erfahrungen gemacht habe) im voraus. Ausnahmen von der Regel "Erst das Geld, dann die Ware" mache ich selbst z.B. aber auch, wenn der Verkäufer noch keine Bewertung hat (und evtl. auch noch ein Sonnenbrillensymbol trägt) (s. weiter unten zur Bedeutung von Bewertungen)). Eine Sonnenbrille hinter dem Namen eines eBay-Mitglieds zeigt an, daß derjenige seine Identität entweder in den letzten 30 Tagen geändert hat oder aber daß er noch keine 30 Tage Mitglied bei ebay ist.
Bei wertvollen Dingen bietet sich evtl. die Verwendung des Treuhandservices an. Hier schaltet man einen Dritten ein, der einerseits das Geld, andererseits die Ware (oder zumindest ein Paket) einsammelt und den Austausch garantiert. Aber auch hier gilt das zur Nachnahme gesagte: Wer betrügen will, der kann das auch tun.
Wenn man sich unsicher ist, dann ist die persönliche Übergabe IMHO die beste Option. Im Bereich bis zu 100 Kilometer um den Wohnort des Bieters sollte das auch kein allzu großes Problem sein (wobei das natürlich auch vom Verkaufspreis abhängt). Hier kann man wirklich sicher gehen, daß man für sein Geld auch das erhält, was man erwartet bzw. was versprochen wurde.
Das klingt jetzt alles eher negativ, darum hier noch eine entsprechende Anmerkung. Ich persönlich habe erst eine richtig schlechte Erfahrung gemacht. Zwei Handel kamen zwar im Endeffekt nicht zustande, aber das kann ja schon mal passieren und ist nicht wirklich ein Verlust. Mir ist es auch noch nicht passiert, daß mir jemand Steine im Paket zugesandt hat - aber theoretisch wäre das möglich.
Ist der Handel komplett abgewickelt worden, hat also der Verkäufer sein Geld und der Käufer die Ware erhalten, so sollte man auch den anderen Partner bewerten. Naja, man bewertet nicht wirklich den Handelspartner, sondern die Art und Weise, in der der Handel abgewickelt worden ist. Das gesamte System bei eBay beruht im Prinzip auf dem Vertrauen, daß beide Parteien sich an ihr Versprechen, die Ware zu liefern bzw. das Geld zu überweisen, halten. Dieses Vertrauen, daß mein Gegenüber seinen Teil der Abmachung einhält, muß ein jeder erst einmal mehr oder minder blind aufbringen. Um nun nicht immer im "Blindflug" zu handeln, kann man zumindest anderen einen Hinweis auf die Vertrauenswürdigkeit des Handelspartners hinterlassen. Wenn alle das machen, so ergibt sich ein halbwegs zuverlässiges Bild darüber wie jemand eine Auktion abwickelt. Also, beteiligt Euch daran, denn diese Bewertungen helfen auch Euch.
Eine Bewertung kann man ganz einfach abgeben. In der Ansicht "Mein eBay" wird eine Übersicht gezeigt über die momentan laufenden Auktionen, an denen man beteiligt ist. Standardmäßig werden hier auch die Auktionen der letzten zwei Tage, an denen man beteiligt war, angezeigt. Diese Historie kann man auf bis zu 30 Tage in die Vergangenheit ausdehnen. Zur Bewertung einer solchen Auktion klickt man dann einfach den Artikel und in der daraufhin angezeigten Artikelübersicht findet man einen Absatz "Nach der Auktion". Dieser Absatz enthält zwei Links: "Bewertung über den Verkäufer hinterlassen" sowie "Bewertung über den Bieter hinterlassen". Nachdem man auf den entsprechenden Link geklickt hat, kann man auf der Folgeseite dann eine positive, neutrale oder negative Bewertung hinterlassen. Zusätzlich kann man noch einen Kommentar ausfüllen.
Es hat sich auch hier - genau wie bei ciao, dooyoo, etc. - eingebürgert, daß fast nur positive Bewertungen hinterlassen werden, ja, das ein neutraler Kommentar schon fast negativ besetzt ist. Eigentlich sollte ein positiver Kommentar nur bei wirklich außergewöhnlich guten Handelspartnern abgegeben werden, aber die Realität hat dieses leider außer gefecht gesetzt. Ich kann darum hier nur sagen, wie ich einen Handel bewerte:
- Wenn mein Auktionspartner außergewöhnlich schnell seinen Teil der Abmachung erfüllt hat (z.B. Überweisungsgutschrift zwei Tage nach Beendigung der Auktion oder Absenden der Ware vor Erhalt des Geldes oder besonders hervorzuhebender Service etc.), dann gibt es eine positive Bewertung mit einem entsprechend positive Kommentar.
- Bei normaler Erfüllung der Abmachungen (also z.B. Überweisung des Geldes innerhalb einer Woche, normale Zusendung der Ware, nichts besonders Erwähnenswertes) gibt es eine positive Bewertung, aber keinen oder einen Standardkommentar.
- Kommt der Handel aus irgendwelchen Gründen nicht zustande (z.B. weil die Ware vor Absenden kaputt ging oder sich als fehlerhaft herausstellte oder weil sie der Bieter nicht mehr gebrauchen konnte oder weil persönliche Gründe dazwischen kamen) und sind diese Gründe nachvollziehbar, so gebe ich eine neutrale Bewertung. Der Kommentar, den ich in diesen Fällen abgebe, hängt von den Umständen ab. Ich gebe jedoch immer einen Kommentar in solchen Fällen.
- Kommt mein Handelspartner seinen Verpflichtungen schuldhaft nicht nach oder versucht mich zu betrügen (z.B. Übersendung eines leeren Paketes oder eines Paketes mit nutzlosem Inhalt oder bezahlt er die von mir übersendete Ware nicht), so gebe ich eine negative Bewertung ab. Der in diesem Fall obligatorische Kommentar gibt die Hintergründe wieder). Bisher habe ich dies erst dreimal getan (einmal wegen Nichtbezahlung der Ware, einmal wegen Nichtabnahme der Ware und einmal, weil sich der Bieter überhaupt nicht gemeldet hat).
Vor Abgabe einer negativen oder neutralen Bewertung sollte man in jedem Fall versuchen, die Hintergründe per eMail zu klären. Erst wenn auch das nach 3-4 Wochen keinen Erfolg bringt, sollte man eine solche Bewertung vornehmen.
Fazit
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Ich bin sehr gerne auf eBay. Hier findet man eigentlich alles, was sich irgendwie vorstellen läßt - notfalls auf den internationalen Seiten. Ich hoffe, ich habe euch einen guten und umfassenden Überblick darüber gegeben. Naja, zumindest umfangreich ist er ja geworden *g*
Benutzungsoberfläche und Technik
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Ich werde hier nur die wichtigsten eBay-Seiten beschreiben. Für eine datillierte Übersicht fehlt hier einfach der Platz. Über die Startseite http://www.ebay.de/ (oder aber http://www.ebay.com für Handel mit Amerika bzw. http://www.ebay.co.uk/ mit England) kann man in verschiedene Kategorien verzweigen. Wie auch die Kategorien bei dooyoo verzweigt dieses System immer weiter und verfeinert dabei die Auswahl der Artikel. Die Kategorien bei eBay sind maximal vierstufig.
Ist man noch nicht bei eBay registriert - das ist Voraussetzung zum Mitsteigern - so kann man dies von der Startseite aus machen (über "Neu bei eBay?"). Bei der Registrierung sind die üblichen Angaben zu machen: Name und Adresse. Hier ist auch die Angabe einer Telefonnummer erforderlich (das war bei meiner Anmeldung vor einem Jahr noch nicht der Fall). Es gibt einige Angaben (wie z.B. Interessen), die optional sind. Nach Ausfüllen des Formulars sendet eBay eine eMail an die angegebene Adresse. In dieser ist ein Link enthalten, mit dem dann die Registrierung vervollständigt wird. Danach kann man bei Auktionen mitbieten.
Dazu wählt man entweder ein Kategorie vom linken Rand der Startseite aus oder man klickt auf "Stöbern" (letzteres führt einen in die Ketgorie der Top-Angebote; s. dazu auch weiter unten). Man kann sich dann durch die Kategorien an das Gebiet des Interesses herantasten. Bereits ab der zweiten Kategorieebene zeigt eBay eine Liste mit allen Artikeln, die unterhalb dieser Ebene angeboten werden. Diese Liste verfeinert sich natürlich auch weiter, wenn man die Kategorie weiter einschränkt. Das empfinde ich als äußerst praktisch, denn so kann ich z.B. alle Amiga-relevanten Artikel durchsehen, ohne daß ich mich durch alle Unterkategorien arbeiten muß.
Diese Listen in den Kategorien enthalten immer 50 Artikel. Existieren in einer Kategorie mehr als 50 Artikel, so finden sich unter dieser Liste weiterführende Links, mit denen man schließlich alle aktuell angebotenen Artikel durchsehen kann. In jeder außer den untersten Kategorien kann man auch sehen wieviele Artikel sich insgesamt in den zur Verfügung stehenden Unterkategorien befinden.
Hat ein Artikel das Interesse geweckt, so kann man durch Anklicken des Titels eine detaillierte Beschreibung erhalten und auf diesen Artikel letzlich auch bieten. Die Beschreibung liegt natürlich in der Verantwortung des Anbieters; hier kann nicht generell gesagt werden, was sich dort findet. Oberhalb der Artikelbeschreibung finden sich beschreibende Daten der Auktion selbst, also Anfangs- und Endzeit, Verkäufer, Anzahl bisher abgegebener Gebote, Höchstgebot (i. Ggs. zur Listenübersicht in den Kategorien ist das Höchstgebot hier auch aktuell - in den Kategorien wird dieses nämlich nicht laufend aktualisiert) etc.
Unterhalb der Beschreibung findet sich ein Eingabefeld. Hier kann man sein Gebot abgeben. Bei der Abgabe des Gebotes muß man sich nicht sklavisch an das momentane Höchstgebot halten und dieses nur minimal überbieten. eBay bietet die Möglichkeit von Agentengeboten, d.h. man gibt ein Höchstgebot an, welches den höchsten Preis widerspiegelt, den man bereit ist zu zahlen. Der Agent bietet nun immer genau so viel, wie nötig ist, um Höchstbieter zu sein oder zu bleiben, geht jedoch nicht über die angegebene Höchstgrenze hinaus. Das erspart es einem, immer wieder ein neues Gebot abzugeben. Vor der endgültigen Abgabe des Gebotes muß man noch seinen Mitgliedsnamen und sein Passwort eingeben und dann kann das Zittern beginnen.
Über den Link "Mein eBay" auf der Startseite (oder von jeder beliebigen anderen Seite) kommt man auf die eigene eBay-Seite. Hier kann man sich anzeigen lassen, bei welchen Auktionen man mitbietet, welche Auktionen man beobachtet (in diesen beitet man nicht mit, sonder schaut nur zu), welche eigenen Auktionen laufen und wie dort die Gebote stehen, wie man selbst von den anderen eBay-Mitgliedern bewertet wird, etc. Die Seite "Mein eBay" bildet für mich das eigentlich Portal zu eBay. Man kann sich einfach ein Lesezeichen auf diese Seite legen (wenn der browser es unterstützt, Cookies abhängig vom sendenden Server anzulegen, dann sollte man dieses dafür erlauben) und hat dann immer sofort alle Auktionen im Blick.
eBay scheint eine wirklich ausgefeilte Technik im Hintergrund zu haben. Die angeforderten Seiten werden sehr schnell gesendet. Es gibt auf den eBay-Seiten keine störenden Werbeeinblendungen und der Server ist nur selten mal nicht verfügbar. Es gibt aber eine regelmäßige Zeit der Nichtverfügbarkeit, nämlich freitags morgens von 10:00 - 12:00 (Ortszeit in Deutschland). Zu dieser Zeit führt eBay Wartungsarbeiten aus und in dieser Zeit ist keine Auktion möglich. Leider gibt es von Zeit zu Zeit Auktionen, die genau in dieser Zeit enden, was natürlich unschön ist, wenn man es zu spät merkt.
Die eigenen Daten kann man entweder über eine SSL-verschlüsselte Verbindung ändern oder man kann sich für die nichtverschlüsselte Variante entscheiden. Diese Wahlmöglichkeit finde ich sehr vorteilhaft. Die eBay-Server legen Cookies auf dem eigenen Rechner ab, diese werden allerdings nur innerhalb der eBay-Domain verwendet und sind relativ kryptisch. Das läßt mich vermuten, daß man mit dem Akzeptieren dieser Cookies kein allzu großes Risiko eingeht.
Versteigern
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Der Erfolg einer Versteigerung hängt von einer Menge Faktoren ab. Einige davon lassen sich durch den Verkäufer beeinflussen.
Eminent wichtig ist z.B. eine ausführliche und detaillierte Artikelbeschreibung. Dazu gehört nicht nur das Herausstellen der Vorzüge, sondern ebenfalls das Erwähnen von Beschädigungen oder fehlenden, aber zum Gebrauch unabdingbaren Teilen (z.B. Spielfiguren bei Brettspielen, Disketten mit Treibern bei Hardware (es sei denn, diese sind im Internet verfügbar). Wenig verkaufsfördernd sind Beschreibungen wie "wer's kennt, weiß was das ist" - zwar kannte ich die Grafikkarte für den Amiga und auch das TV-Modul dazu, aber solch eine Beschreibung fördert nicht mein Vertrauen in den Verkäufer.
Verkaufsfördernd ist es, wenn man ein Bild zur Verfügung stellt - wohl dem, der eine Digitalkamera besitzt. Auch ein aussagekräftiger Titel ist sehr hilfreich. Mit aussagekräftig meine ich hier nicht den verschwenderischen Gebrauch von Ausrufe- oder anderen Sonderzeichen oder Titel wie "Megacooles Teil". Eine Hervorhebung in Fettschrift (kostet € 1,- an Extra-Gebühren) kann sich manchmal lohnen. Das hängt allerdings davon ab, wie ansonsten in der Kategorie verfahren wird. Ist dort der Großteil in Fettschrift aufgeführt, dann lohnt sich das nicht. Sind es nur wenige Artikel, dann ist der Effekt wesentlich auffälliger. Ein Einstellen in die Galerie (Extra-Gebühr von 50 Pfennig) lohnt sich meines Erachtens nicht, weil viele Leute nicht nur in der Galerie nachschauen. Ein Einstellen als Top-Angebot (mindestens € 7,50,- als Extra-Gebühr) lohnt sich meines Erachtens nach nur bei wirklich teuren und seltenen Dingen. Tope-Angebote werden entweder in der entsprechenden Kategorie und/oder auf der Startseite von eBay angezeigt.
Das man Artikel in die richtige Kategorie einstellt versteht sich eigentlich von selbst - oder es sollte sich von selbst verstehen. Nur dort wird ein solcher Artikel auch von der Zielgruppe gefunden. Kategoriefremde Gegenstände sind nicht nur nervig, sondern werden auch von vielen Leuten einfach ignoriert - bei krassen Verstößen kann man sich auch an eBay wenden (die üblichen Handyschalen oder witzigen Geldschein-Imitate, die von - in meinen Augen halbseidenen - Händlern angeboten werden, sind hier genauso gemeint wie Dinge, die verboten sind - also Organ- und Menschenhandel, etc.).
Das Versteigern ist mit einer Gebühr verbunden. Diese richtet sich in erster Linie nach dem Start- und dem Endpreis des versteigerten Artikels. Hinzu kommen noch Gebühren für besondere Hervorhebungen. Bis Anfang 2000 war das Versteigern von Artikeln bei eBay kostenlos. Zu der Zeit, wurde allerdings auch sehr viel "Schrott" angeboten. Seit Einführung der Versteigerungsgebühren, hat dieser Mißbrauch (in meinen Augen ist es das), allerdings zum Glück abgenommen.
Die an eBay zu zahlenden Gebühren werden auf einem eigenen Konto bei eBay verwaltet. Man muß nicht direkt nach jeder Auktion irgendwelche Pfennigbeträge überweisen, sondern man bekommt von eBay eine Zahlungsaufforderung per eMail sobald die angesammelten Gebühren sich auf mehr als DM 5,- belaufen. Diese wird allerdings auch nur einmal pro Monat verschickt. Man kann dann entweder eine Überweisung tätigen oder aber man erteilt eBay eine Einzugsermächtigung. Ich bevorzuge letzteres, denn hier lassen sich zu Unrecht in Rechnung gestellte und eingezogene Beträge leichter zurückfordern als bei einer Überweisung.
Neu bei eBay ist die Möglichkeit, einen Preis anzugeben, zu dem man den Artikel sofort verkaufen möchte. Findet sich jemand, der bereit ist, diesen Preis zu zahlen, so wird die Auktion sofort beendet (allerdings mit den üblichen Gebührensätzen). Wird jedoch ein normales Gebot auf einen solchermaßen angebotenen Artikel abgegeben, so verschwindet die "Sofort Kaufen"-Option und die Versteigerung geht normal weiter.
Ersteigern
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Beim Kaufen gilt es erst einmal zu entscheiden, wie wichtig mir das Objekt ist, um das hier gesteigert wird. Will ich es um jeden Preis haben oder ist es eher ein durchschnittlich interessanter Artikel. Bei ersterem (also etwas, das man auf alle Fälle haben möchte), bietet sich ein sehr hohes Gebot an, eines, das mit Sicherheit nicht überboten wird. Natürlich besteht hier die Gefahr, daß man viel Geld für den Artikel ausgibt - deshalb ja die Vorüberlegung. Bei letzterem (also Artikeln, die zwar interessant sind, die man aber nicht wirklich dringend braucht oder haben möchte), sollte man immer wieder flexibel auf das jeweilige Höchstgebot reagieren. "Will ich diesen Preis plus etwaige Versandkosten wirklich noch bezahlen?", ist die Frage, die Thorsten sich dann immer stellt.
Aus obigen Überlegungen heraus ergibt sich dann für mich auch die Art, wie ich biete. Wenn ich etwas unbedingt haben möchte, dann benutze ich den Assistenten, d.h. ich lasse eBay für mich bieten. Bei zweiterem benutze ich diesen zwar auch (anders lassen sich ja sowieso keine Gebote eingeben), allerdings mit einer wesentlich kleineren Differenz zum vorherigen Gebot, wenn nicht gar nur gerade soviel darüber, wie notwendig.
Generell fange ich erst an zu bieten, wenn sich die Auktion dem Ende nähert. Beginnt man nämlich sofort mit dem Abgeben von Geboten, sobald die Auktion angezeigt wird (also evtl. lange vor dem Auslaufen der Auktion), so zieht dies nur weitere Gebote nach sich. So ist zumindest meine Erfahrung. Artikel, auf die noch nicht geboten wurde bzw. bei denen erst wenige Minuten vor Ende mit dem Bieten begonnen wird, kann man hingegen für einen geringeren Preis erwerben - oftmals zumindest. Immer klappt das natürlich auch nicht. Außerdem nehme ich, wenn ich Gebote erst kurz vor Ende der Auktion abgebe, meinen Konkurrenten um den Artikel die Chance, in Ruhe auf mein Gebot zu reagieren. Vielleicht sind sie gerade nicht in der Lage, die Auktion zu verfolgen und schon fällt der Hammer zu meinen Gunsten.
Ausnahmen von der Regel, erst kurz vor Auslaufen der Auktion einzusteigen, gibt es natürlich auch bei mir. Logischerweise dann, wenn ich selbst bei Ende der Auktion nicht online sein kann. Aber auch, wenn es eine Auktion ist, bei der der Verkäufer sich die Option freigehalten hat, den Artikel gegen einen Mindestpreis an den ersten Interessenten sofort zu verkaufen (das gibt es meines Wissens nicht auf den deutschen, sondern nur auf den amerikanischen eBay-Seiten).
Gebote müssen immer um eine gewissen Mindestbetrag steigen. Befindet sich das aktuell führende Gebot im Bereich von € 1,- bis € 99,-, so muß ein abgegebenes Gebot dieses um mindestens € 1,- übersteigen. Bei momentan aktuellen Geboten im Bereich von € 100,- bis € 999,- beträgt der Mindestabstand wenigstens € 5,-, darüber muß man wenigstens € 10,- mehr bieten als das führende Gebot. Genau wie viele andere auch mache ich mir das bei der Abgabe von Geboten zunutze. Viele Leute geben nämlich Maximalgebote ein, die "geraden" Summen entsprechen, also z.B. € 50,- (neuerdings scheint sich hier die Taktik zu wandeln und man stellt häufiger Gebote fest, die um € 1,- über solch einer "geraden" Summe liegen). Ich biete hingegen immer eine € mehr. Damit schlägt man häufig den Leuten ein Schnippchen. Im Bereich unter € 100,- ist das noch nicht so interessant, aber wenn die Erhöhungsschritte bei € 5,- oder mehr liegen, dann lohnt dieses Spielchen schon eher.
Nach der Auktion
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Ist die Auktion abgeschloßen, stellt sich die Frage, wie man jetzt vorgeht. eBay versendet nach dem Auslaufen einer Auktion eine entsprechende eMail an den Verkäufer und an den Bieter. Diese eMail sollte man in jedem Fall abwarten. Danach kann man den Auktionspartner per eMail kontaktieren (bei "Reply" aufpassen, daß man die eMail auch an den Auktionspartner und nicht an eBay sendet!) und die Details klären.
Der Bieter benötigt vom Verkäufer in der Regel die Kontoverbindung. Ausnahmen hiervon sind Versand per Nachnahme, Versand ins Ausland oder persönliche Übergabe. Ich rate davon ab, Geld per Post zu verschicken - gebranntes Kind scheut das Feuer. Mittlerweile gibt es auch beim Versand ins Ausland wesentlich bessere methoden (BidPay bzw. PayPal bieten sich in diesem Zusammenhang an - ich gehe einmal davon aus, daß diejenigen, die international handeln, auch eine Kreditkarte besitzen). Innerhalb Deutschlands ist es sowieso besser, das Geld zu überweisen (ich lasse jetzt mal so exotische Fälle wie Leute ohne Kontoverbindung außen vor - da muß man sowieso eine Einzelfallentscheidung vornehmen, wie sich der Handel durchführen läßt).
Der Verkäufer benötigt eigentlich nur die Angabe der Lieferadresse - diese kann sich nämlich schon mal von der Adresse des Bieters unterscheiden. Der Versand per Nachnahme ist für den Verkäufer etwas aufwendiger und es dauert in der Regel ca. 2 Wochen, bis das Geld auf dem Konto des Verkäufers eintrifft. Hinzu kommt, daß Nachnahme auch teurer ist (insgesamt um DM 6,-). Nachnahme ist für den Käufer auch nicht sicherer (wenn der Verkäufer betrügen will, dann kann er genausogut irgendetwas Schweres aber Wertloses in das Paket packen) und bietet gegenüber der Vorauszahlung auch für den Verkäufer keine Vorteile.
Üblicherweise wird bei Online-Auktionen nicht nach dem Motto "Erst die Ware, dann das Geld" verfahren, sondern es gilt meistens "Erst das Geld, dann die Ware". Meistens lernt man dieses auf die harte Tour und auch ich bin schon guten Glaubens auf Leute hereingefallen, die einfach die ihnen zugesandten nicht bezahlen. Tja, darunter leidet dann die Mehrheit und ich versende nun nur noch selten (sprich bei Bewertungen im positiven Bereich über 100 oder wenn ich mit der Person bereits gute Erfahrungen gemacht habe) im voraus. Ausnahmen von der Regel "Erst das Geld, dann die Ware" mache ich selbst z.B. aber auch, wenn der Verkäufer noch keine Bewertung hat (und evtl. auch noch ein Sonnenbrillensymbol trägt) (s. weiter unten zur Bedeutung von Bewertungen)). Eine Sonnenbrille hinter dem Namen eines eBay-Mitglieds zeigt an, daß derjenige seine Identität entweder in den letzten 30 Tagen geändert hat oder aber daß er noch keine 30 Tage Mitglied bei ebay ist.
Bei wertvollen Dingen bietet sich evtl. die Verwendung des Treuhandservices an. Hier schaltet man einen Dritten ein, der einerseits das Geld, andererseits die Ware (oder zumindest ein Paket) einsammelt und den Austausch garantiert. Aber auch hier gilt das zur Nachnahme gesagte: Wer betrügen will, der kann das auch tun.
Wenn man sich unsicher ist, dann ist die persönliche Übergabe IMHO die beste Option. Im Bereich bis zu 100 Kilometer um den Wohnort des Bieters sollte das auch kein allzu großes Problem sein (wobei das natürlich auch vom Verkaufspreis abhängt). Hier kann man wirklich sicher gehen, daß man für sein Geld auch das erhält, was man erwartet bzw. was versprochen wurde.
Das klingt jetzt alles eher negativ, darum hier noch eine entsprechende Anmerkung. Ich persönlich habe erst eine richtig schlechte Erfahrung gemacht. Zwei Handel kamen zwar im Endeffekt nicht zustande, aber das kann ja schon mal passieren und ist nicht wirklich ein Verlust. Mir ist es auch noch nicht passiert, daß mir jemand Steine im Paket zugesandt hat - aber theoretisch wäre das möglich.
Ist der Handel komplett abgewickelt worden, hat also der Verkäufer sein Geld und der Käufer die Ware erhalten, so sollte man auch den anderen Partner bewerten. Naja, man bewertet nicht wirklich den Handelspartner, sondern die Art und Weise, in der der Handel abgewickelt worden ist. Das gesamte System bei eBay beruht im Prinzip auf dem Vertrauen, daß beide Parteien sich an ihr Versprechen, die Ware zu liefern bzw. das Geld zu überweisen, halten. Dieses Vertrauen, daß mein Gegenüber seinen Teil der Abmachung einhält, muß ein jeder erst einmal mehr oder minder blind aufbringen. Um nun nicht immer im "Blindflug" zu handeln, kann man zumindest anderen einen Hinweis auf die Vertrauenswürdigkeit des Handelspartners hinterlassen. Wenn alle das machen, so ergibt sich ein halbwegs zuverlässiges Bild darüber wie jemand eine Auktion abwickelt. Also, beteiligt Euch daran, denn diese Bewertungen helfen auch Euch.
Eine Bewertung kann man ganz einfach abgeben. In der Ansicht "Mein eBay" wird eine Übersicht gezeigt über die momentan laufenden Auktionen, an denen man beteiligt ist. Standardmäßig werden hier auch die Auktionen der letzten zwei Tage, an denen man beteiligt war, angezeigt. Diese Historie kann man auf bis zu 30 Tage in die Vergangenheit ausdehnen. Zur Bewertung einer solchen Auktion klickt man dann einfach den Artikel und in der daraufhin angezeigten Artikelübersicht findet man einen Absatz "Nach der Auktion". Dieser Absatz enthält zwei Links: "Bewertung über den Verkäufer hinterlassen" sowie "Bewertung über den Bieter hinterlassen". Nachdem man auf den entsprechenden Link geklickt hat, kann man auf der Folgeseite dann eine positive, neutrale oder negative Bewertung hinterlassen. Zusätzlich kann man noch einen Kommentar ausfüllen.
Es hat sich auch hier - genau wie bei ciao, dooyoo, etc. - eingebürgert, daß fast nur positive Bewertungen hinterlassen werden, ja, das ein neutraler Kommentar schon fast negativ besetzt ist. Eigentlich sollte ein positiver Kommentar nur bei wirklich außergewöhnlich guten Handelspartnern abgegeben werden, aber die Realität hat dieses leider außer gefecht gesetzt. Ich kann darum hier nur sagen, wie ich einen Handel bewerte:
- Wenn mein Auktionspartner außergewöhnlich schnell seinen Teil der Abmachung erfüllt hat (z.B. Überweisungsgutschrift zwei Tage nach Beendigung der Auktion oder Absenden der Ware vor Erhalt des Geldes oder besonders hervorzuhebender Service etc.), dann gibt es eine positive Bewertung mit einem entsprechend positive Kommentar.
- Bei normaler Erfüllung der Abmachungen (also z.B. Überweisung des Geldes innerhalb einer Woche, normale Zusendung der Ware, nichts besonders Erwähnenswertes) gibt es eine positive Bewertung, aber keinen oder einen Standardkommentar.
- Kommt der Handel aus irgendwelchen Gründen nicht zustande (z.B. weil die Ware vor Absenden kaputt ging oder sich als fehlerhaft herausstellte oder weil sie der Bieter nicht mehr gebrauchen konnte oder weil persönliche Gründe dazwischen kamen) und sind diese Gründe nachvollziehbar, so gebe ich eine neutrale Bewertung. Der Kommentar, den ich in diesen Fällen abgebe, hängt von den Umständen ab. Ich gebe jedoch immer einen Kommentar in solchen Fällen.
- Kommt mein Handelspartner seinen Verpflichtungen schuldhaft nicht nach oder versucht mich zu betrügen (z.B. Übersendung eines leeren Paketes oder eines Paketes mit nutzlosem Inhalt oder bezahlt er die von mir übersendete Ware nicht), so gebe ich eine negative Bewertung ab. Der in diesem Fall obligatorische Kommentar gibt die Hintergründe wieder). Bisher habe ich dies erst dreimal getan (einmal wegen Nichtbezahlung der Ware, einmal wegen Nichtabnahme der Ware und einmal, weil sich der Bieter überhaupt nicht gemeldet hat).
Vor Abgabe einer negativen oder neutralen Bewertung sollte man in jedem Fall versuchen, die Hintergründe per eMail zu klären. Erst wenn auch das nach 3-4 Wochen keinen Erfolg bringt, sollte man eine solche Bewertung vornehmen.
Fazit
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Ich bin sehr gerne auf eBay. Hier findet man eigentlich alles, was sich irgendwie vorstellen läßt - notfalls auf den internationalen Seiten. Ich hoffe, ich habe euch einen guten und umfassenden Überblick darüber gegeben. Naja, zumindest umfangreich ist er ja geworden *g*
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