eBay Testbericht
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ebay ist die größte Auktionsplattform im deutschsprachigen Internet. Sowohl private als auch gewerbliche Anbieter können Neu- oder Gebrauchtwaren verkaufen. Hier kann man super Schnäppchen machen oder sich von überflüssigen Dingen trennen. Regelmäßig gibt es spezielle Angebote.
Erfahrungsbericht von stressless2
Software bei Ebay - ein Schnäppchen?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wer glaubt, bei Ebay das besondere Schnäppchen zu machen, sollte sich vor der Gebotsabgabe in einigen Bereichen mal auf dem Markt umsehen. Spätestens dann wird ziemlich schnell klar: irgend was läuft da leicht schief. Oder etwa nicht? Beispiel Software, Betriebssysteme für Windows. Die beiden Kandidaten Windows 2000 und Windows XP sind reichlich vertreten. Der Rest interessiert erstmal nicht - oder nur den, der noch unter Windows 3.11 / 95 / 98 werkelt. Die Preisspannen sind immens und reichen von unter 50 Euro bis hin zu 10 Euro unter Ladenpreis. Das ist erstmal ganz OK - aber nur auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick ist für mich der Gang in den Laden die bessere Wahl - und ich sag\' auch warum:
Oder wie ist folgendes Angebot zu verstehen? Windows 2000 Professional OEM deutsch, nicht registriert, kein Recovery oder Schulversion oder Update - mit Lizenzaufkleber, Handbuch, Original CD mit Hologramm. Das abgebildete Foto der Ware zeigt ein anderes Produkt als angeboten, und da es offensichtlich ist, weist der Verkäufer auch darauf hin - Abbildung ist so ähnlich. Das ist doch nett, oder? Startpreis knapp 160 Euro, Sofort Kaufen zum gleichen Preis. Na sowas ... 50 Euro unter Ladenpreis - ein echtes Schnäppsche. Aber ich krieg\' Bauchweh bei dieser Offerte. Denn dazu sollte man folgendes wissen:
Eine OEM Version ... hat soviel mit dem Hersteller der Software zu tun, wie ein Fisch im Hamsterkäfig. OEM heißt zu deutsch: Original Equipment Manufacturer. Was das bedeutet, kann man ziemlich einfach erklären.
Die meisten großen Software-Hersteller vertreiben ihre Programme über zwei Kanäle: Zum einen über den normalen Einzelhandel, wo das Produkt von jedermann gekauft werden kann. Parallel dazu werden häufig spezielle Verträge mit Firmen abgeschlossen, die Hardware zusammenbauen, Software installieren und diese Komplettrechner dann verkaufen. (Aldi, Media-Markt, Compaq, Dell, Fujitsu, Maxdata ... usw.) Solche Firmen sind jene erwähnten \"Original Equipment Manufacturer\" - OEM (etwa: Hersteller von Originalgeräten). Dieser Begriff ist allerdings missverständlich, denn bei dem OEM handelt es sich eben nicht um den Originalhersteller eines Produkts, sondern um ein Unternehmen, dass diese Produkt weiterverarbeitet. Große Computerhändler wie Dell oder Gateway2000 sind zum Beispiel Microsoft-OEM-Partner, da sie die Microsoft-Betriebssysteme auf ihren Rechnern installieren und verkaufen. Die OEM-Firmen zahlen dabei für die Software deutlich weniger als der Endkunde im Fachhandel. Daher werden Programme, die für OEM bestimmt sind, in der Regel mit dem Aufkleber versehen \"Darf nur mit einem neu gekauften Computer vertrieben werden\". Gegenüber den im Handel erhältlichen Versionen unterscheidet sich die Software häufig lediglich dadurch, dass der Original-Hersteller keinen kostengünstigen technischen Kundendienst anbietet. Die Funktionalität ist aber die Gleiche. Die Verbreitung von OEM-Produkten dient den Software-Firmen in erster Linie dazu, eine möglichst hohe Verbreitung ihres Produkts zu erreichen. Aus diesem Grund kann es zum Beispiel vorkommen, dass bei einem PC, für den der Kunde 998 Euro zahlt, Software installiert ist, die im Fachhandel allein ohne den PC über 1500 Euro kosten würde. Bei der installierten Software handelt es sich in einem solchen Fall um die günstigeren OEM-Versionen.
Doch was viele nicht wissen, bei Microsoft Windows 2000 Professional als OEM-Version ist auf folgendes zu achten:
Vorinstallierte Originalproduktsoftware von Microsoft® Windows 2000 Professional in der OEM-Version, die von OEMs (Original Equipment Manufacturer), Hardware Herstellern mit direktem Lizenzvertrag mit Microsoft mit ihren PC Systemen vertrieben werden, werden mit der Einführung von Windows 2000 Professional an einem neuen Feature zum Beweis der Echtheit einem neuartigen COA-Label (Certificate of Authenticity, Echtheitszertifikat) erkennbar sein. Das neue COA-Label ist mit einem kupferfarbenen eingearbeiteten Hologrammfaden ausgestattet, der die Worte Microsoft und Genuine anzeigt. In der Mitte des Labels befinden sich der Produktname und eine eindeutige Product ID. Wenn das Label ins Licht gehalten wird, wechselt das Microsoft-Logo zwischen gold- und silberfarben. Das neue COA-Label muss an einer Stelle auf dem Gehäuse des Systems befestigt sein. OEM Hersteller mit Ihrem direkten Lizenzvertrag mit Microsoft liefern mit Einführung von Windows 2000 Professional ihre Systeme nicht mehr mit einer Original Microsoft CD-ROM aus. Microsoft bietet dem OEM Lizenzkunden im Zuge der neuen Medium-Strategie die Auswahl aus folgenden Optionen:
BIOS locked Recovery Medium das vom OEM mitgelieferte externe Medium ist an das BIOS des Rechners gebunden.
Festplatten-basierte Recovery (Harddrive based Recovery) - hier wird das Betriebssystem zusätzlich für Setup- und Wartungszwecke auf der lokalen Festplatte gespeichert.
Microsoft trägt mit der neuen Medium Strategie den Bedürfnissen seiner OEM Partner und deren Zielgruppen Rechnung:
Erhebliche Kostenersparnis für Großkunden, die ihr eigenes IT Center für die Wartung und Installation ihrer Software haben und keine Vielzahl an CD ROMs und Handbücher aufbewahren wollen und Reduzierung der Supportkosten durch die Anpassung des Setups auf OEM spezifische Hardwarekonfigurationen.
So. Alles verstanden? Unter den genannten Aspekten drängen sich nämlich Fragen auf, wie zum Beispiel: warum verkauft jemand seine OEM-Version (ohne den COA-Label)? Hat sich derjenige eine richtige Vollversion gekauft? Und wenn ja - warum? Oder hat er sich von seiner OEM-Verion eine Sicherungskopie angefertigt und benutzt nun genau dieses Windows weiter? Damit hat der Käufer zwar Handbuch und Original-CD, aber wer sagt mir, wieviele Kopien es davon gibt? Im Grunde genommen könnte mir das alles egal sein, wäre da nicht die Registrierung bei Microsoft, verbunden mit der heimtückischen Angewohnheit dieser neuen Betriebssysteme, nach Hause zu telefonieren. Denn irgendwann kommt der Tag, an dem ein neues Release oder eine neuer Sicherheitspatch erscheint, den ich haben will. Dann kann es nämlich passieren, daß ich mit meiner Originalversion der Vierte oder Fünfte bin, der sich in Redmont vom Server den Patch laden will. Und wie dieses Spiel ausgeht, kann man auf diversen Seiten über die Zwangsregistrierung von Microsoft nachlesen.
Rein rechtlich gesehen stellt der Verkauf oder Kauf von solchen Versionen kein Problem dar - aber ein ungemütliches Gefühl bleibt trotzdem. Und ob das die geringe Preisspanne genenüber der wirklichen Originalversion aus dem Laden rechtfertigt, muß dann am Ende jeder selbst entscheiden. Fakt ist, daß ein Großteil der Hackergemeinde mit registrierter und legal erworbener Software ins Internet geht. Gibt das nicht zu denken?
Ebay selbst ist integer und absolut korrekt. Aber ob ein Angebot ein Schnäppchen ist oder man sich damit ein Problem kauft, sollte jeder prüfen und selbst entscheiden. Jede Rubrik hat dort seine Eigenheiten. Mein Beitrag hat nur einen Bruchteil aufzeigen können, welche Dinge man beachten sollte - aber man weiß nie so richtig, ob man geleimt wird oder einen völlig reellen Deal abschließt.
Nachtrag: Auf Anregung lieber Zeitgenossen möchte ich noch einige Worte zu Ebay selbst dazu stellen; für all jene, die mit diesem Thema nicht so gut vertraut sind.
Ebay ist ein Online-Auktionshaus. Man kann sich in diversen Produktrubriken umsehen und nach Anmeldung und Registrierung (kostenlos) als aktiver Käufer oder Verkäufer auftreten. Das Prinzip des Handels ist wie bei allen Auktionen gleich: Für das Bieten auf ein Mindestgebot (das der Anbieter festlegt) kann man sein Kaufinteresse an den angebotenenen Artikeln rechtsverbindlich anmelden. Die Dauer der Auktion wird auch vom Anbieter festgelegt und beträgt 3, 5, 7 oder 10 Tage. Während dieser Zeit kann jeder angemeldete Besucher ebenfalls auf diesen Artikel mitbieten. Die Höhe der Gebotsschritte richtet sich nach dem anfangs eingestellten Betrag und wird pro abgegebenen Gebot um diesen Betrag erhöht. Zum Zeitpunkt des Auktionsendes (wird als Countdown bis Null angezeigt) erhält das höchste Gebot den Zuschlag zum Kauf. Wie schon erwähnt, ein abgegebenes Gebot sollte ernst gemeint sein, denn die Abgabe ist rechtsverbindlich und verpflichtet zum Kauf.
Es gibt neben der regulären Auktion auch die Möglichkeit des Sofort-Kaufens, wenn der Verkäufer diese Option anbietet. Solange noch kein Gebot abgegeben wurde, kann zum fixen Preis (den der Verkäufer festgelegt hat) direkt gekauft werden. Damit ist die Auktion beendet.
Man sollte Fragen zu Artikeln vorher mit dem Anbieter per Mail abklären. Dafür ist eine Option vorhanden: Fragen an den Verkäufer. Auch kann man sich alle zur Zeit laufenden Auktionen eines Verküfers anzeigen lassen. Darüber hinaus bietet Ebay eine ziemlich gute Möglichkeit der Suche und Recherche, Tools zur Verwaltung der eigenen Daten (Verkäufe, Käufe, Artikel beobachten usw.)
Die Vielfalt kann man hier nicht komplett wiedergeben, deswegen beschränke ich mich auf die hauptsächlichen Funktionen.
Kosten: Ebay stellt diese Plattform nicht aus lauter Menschenfreundlichkeit zur Verfügung, der Dienst kostet Geld. Pro eingestelltem Artikel werden je nach Höhe des Startpreises Gebühren fällig, die am Monatsende vom Konto abgebucht werden. Allerdings hält sich das in Grenzen. Diese Kosten nennen sich Ebaygebühren und sind normalerweise vom Anbieter zu bezahlen. Es gibt allerding immer mehr Verkäufer, die diese Kosten pauschal auf den Käufer umlegen.
Weitere Kosten entstehen durch den Kauf beim späteren Versand. Die Versankosten (Porto, Verpackung) werden meist auf den Käufer umgelegt. Sendungen mit einem bestimmten Wert sollten prinzipiell versichert verschickt werden. Man erspart sich damit eine Menge Ärger, hat gleichzeitig einen Lieferbeleg und bei Verlust oder Beschädigung der Sendung steht man als Verkäufer nicht im Verdacht des Betruges.
Für Auktionen mit hohem Wert steht ein Treuhandservice zur Verfügung. Dieser vermittelt Kaufpreis und Ware zwischen den Parteien. Das heißt, die Ware wird erst von der Treuhandstelle an den Käufer geschickt, wenn dieser den Kaufbetrag dort eingezahlt hat. Im Gegenzug erhält der Verkäufer erst sein Geld, wenn die Ware ordnungsgemäß dort hinterlegt wurde. So kann man Mißbrauch und Betrug bei höherwertigen Deals ganz gut absichern. Dieser Service kostet auch einen gewissen Prozentsatz des Kaufpreises. (Nachzulesen unter www.ebay.de)
Für alle hier nicht genannten Optionen und Funktionen sowie Preise besucht bitte bei Interesse die Seiten von Ebay und informiert Euch ausführlich. Gleichzeitig bekommt man einen ziemlich guten und umfassenden Überblick mit dem Hilfesystem - ein Tutor erklärt alle Vorgänge zu einer Auktion.
Oder wie ist folgendes Angebot zu verstehen? Windows 2000 Professional OEM deutsch, nicht registriert, kein Recovery oder Schulversion oder Update - mit Lizenzaufkleber, Handbuch, Original CD mit Hologramm. Das abgebildete Foto der Ware zeigt ein anderes Produkt als angeboten, und da es offensichtlich ist, weist der Verkäufer auch darauf hin - Abbildung ist so ähnlich. Das ist doch nett, oder? Startpreis knapp 160 Euro, Sofort Kaufen zum gleichen Preis. Na sowas ... 50 Euro unter Ladenpreis - ein echtes Schnäppsche. Aber ich krieg\' Bauchweh bei dieser Offerte. Denn dazu sollte man folgendes wissen:
Eine OEM Version ... hat soviel mit dem Hersteller der Software zu tun, wie ein Fisch im Hamsterkäfig. OEM heißt zu deutsch: Original Equipment Manufacturer. Was das bedeutet, kann man ziemlich einfach erklären.
Die meisten großen Software-Hersteller vertreiben ihre Programme über zwei Kanäle: Zum einen über den normalen Einzelhandel, wo das Produkt von jedermann gekauft werden kann. Parallel dazu werden häufig spezielle Verträge mit Firmen abgeschlossen, die Hardware zusammenbauen, Software installieren und diese Komplettrechner dann verkaufen. (Aldi, Media-Markt, Compaq, Dell, Fujitsu, Maxdata ... usw.) Solche Firmen sind jene erwähnten \"Original Equipment Manufacturer\" - OEM (etwa: Hersteller von Originalgeräten). Dieser Begriff ist allerdings missverständlich, denn bei dem OEM handelt es sich eben nicht um den Originalhersteller eines Produkts, sondern um ein Unternehmen, dass diese Produkt weiterverarbeitet. Große Computerhändler wie Dell oder Gateway2000 sind zum Beispiel Microsoft-OEM-Partner, da sie die Microsoft-Betriebssysteme auf ihren Rechnern installieren und verkaufen. Die OEM-Firmen zahlen dabei für die Software deutlich weniger als der Endkunde im Fachhandel. Daher werden Programme, die für OEM bestimmt sind, in der Regel mit dem Aufkleber versehen \"Darf nur mit einem neu gekauften Computer vertrieben werden\". Gegenüber den im Handel erhältlichen Versionen unterscheidet sich die Software häufig lediglich dadurch, dass der Original-Hersteller keinen kostengünstigen technischen Kundendienst anbietet. Die Funktionalität ist aber die Gleiche. Die Verbreitung von OEM-Produkten dient den Software-Firmen in erster Linie dazu, eine möglichst hohe Verbreitung ihres Produkts zu erreichen. Aus diesem Grund kann es zum Beispiel vorkommen, dass bei einem PC, für den der Kunde 998 Euro zahlt, Software installiert ist, die im Fachhandel allein ohne den PC über 1500 Euro kosten würde. Bei der installierten Software handelt es sich in einem solchen Fall um die günstigeren OEM-Versionen.
Doch was viele nicht wissen, bei Microsoft Windows 2000 Professional als OEM-Version ist auf folgendes zu achten:
Vorinstallierte Originalproduktsoftware von Microsoft® Windows 2000 Professional in der OEM-Version, die von OEMs (Original Equipment Manufacturer), Hardware Herstellern mit direktem Lizenzvertrag mit Microsoft mit ihren PC Systemen vertrieben werden, werden mit der Einführung von Windows 2000 Professional an einem neuen Feature zum Beweis der Echtheit einem neuartigen COA-Label (Certificate of Authenticity, Echtheitszertifikat) erkennbar sein. Das neue COA-Label ist mit einem kupferfarbenen eingearbeiteten Hologrammfaden ausgestattet, der die Worte Microsoft und Genuine anzeigt. In der Mitte des Labels befinden sich der Produktname und eine eindeutige Product ID. Wenn das Label ins Licht gehalten wird, wechselt das Microsoft-Logo zwischen gold- und silberfarben. Das neue COA-Label muss an einer Stelle auf dem Gehäuse des Systems befestigt sein. OEM Hersteller mit Ihrem direkten Lizenzvertrag mit Microsoft liefern mit Einführung von Windows 2000 Professional ihre Systeme nicht mehr mit einer Original Microsoft CD-ROM aus. Microsoft bietet dem OEM Lizenzkunden im Zuge der neuen Medium-Strategie die Auswahl aus folgenden Optionen:
BIOS locked Recovery Medium das vom OEM mitgelieferte externe Medium ist an das BIOS des Rechners gebunden.
Festplatten-basierte Recovery (Harddrive based Recovery) - hier wird das Betriebssystem zusätzlich für Setup- und Wartungszwecke auf der lokalen Festplatte gespeichert.
Microsoft trägt mit der neuen Medium Strategie den Bedürfnissen seiner OEM Partner und deren Zielgruppen Rechnung:
Erhebliche Kostenersparnis für Großkunden, die ihr eigenes IT Center für die Wartung und Installation ihrer Software haben und keine Vielzahl an CD ROMs und Handbücher aufbewahren wollen und Reduzierung der Supportkosten durch die Anpassung des Setups auf OEM spezifische Hardwarekonfigurationen.
So. Alles verstanden? Unter den genannten Aspekten drängen sich nämlich Fragen auf, wie zum Beispiel: warum verkauft jemand seine OEM-Version (ohne den COA-Label)? Hat sich derjenige eine richtige Vollversion gekauft? Und wenn ja - warum? Oder hat er sich von seiner OEM-Verion eine Sicherungskopie angefertigt und benutzt nun genau dieses Windows weiter? Damit hat der Käufer zwar Handbuch und Original-CD, aber wer sagt mir, wieviele Kopien es davon gibt? Im Grunde genommen könnte mir das alles egal sein, wäre da nicht die Registrierung bei Microsoft, verbunden mit der heimtückischen Angewohnheit dieser neuen Betriebssysteme, nach Hause zu telefonieren. Denn irgendwann kommt der Tag, an dem ein neues Release oder eine neuer Sicherheitspatch erscheint, den ich haben will. Dann kann es nämlich passieren, daß ich mit meiner Originalversion der Vierte oder Fünfte bin, der sich in Redmont vom Server den Patch laden will. Und wie dieses Spiel ausgeht, kann man auf diversen Seiten über die Zwangsregistrierung von Microsoft nachlesen.
Rein rechtlich gesehen stellt der Verkauf oder Kauf von solchen Versionen kein Problem dar - aber ein ungemütliches Gefühl bleibt trotzdem. Und ob das die geringe Preisspanne genenüber der wirklichen Originalversion aus dem Laden rechtfertigt, muß dann am Ende jeder selbst entscheiden. Fakt ist, daß ein Großteil der Hackergemeinde mit registrierter und legal erworbener Software ins Internet geht. Gibt das nicht zu denken?
Ebay selbst ist integer und absolut korrekt. Aber ob ein Angebot ein Schnäppchen ist oder man sich damit ein Problem kauft, sollte jeder prüfen und selbst entscheiden. Jede Rubrik hat dort seine Eigenheiten. Mein Beitrag hat nur einen Bruchteil aufzeigen können, welche Dinge man beachten sollte - aber man weiß nie so richtig, ob man geleimt wird oder einen völlig reellen Deal abschließt.
Nachtrag: Auf Anregung lieber Zeitgenossen möchte ich noch einige Worte zu Ebay selbst dazu stellen; für all jene, die mit diesem Thema nicht so gut vertraut sind.
Ebay ist ein Online-Auktionshaus. Man kann sich in diversen Produktrubriken umsehen und nach Anmeldung und Registrierung (kostenlos) als aktiver Käufer oder Verkäufer auftreten. Das Prinzip des Handels ist wie bei allen Auktionen gleich: Für das Bieten auf ein Mindestgebot (das der Anbieter festlegt) kann man sein Kaufinteresse an den angebotenenen Artikeln rechtsverbindlich anmelden. Die Dauer der Auktion wird auch vom Anbieter festgelegt und beträgt 3, 5, 7 oder 10 Tage. Während dieser Zeit kann jeder angemeldete Besucher ebenfalls auf diesen Artikel mitbieten. Die Höhe der Gebotsschritte richtet sich nach dem anfangs eingestellten Betrag und wird pro abgegebenen Gebot um diesen Betrag erhöht. Zum Zeitpunkt des Auktionsendes (wird als Countdown bis Null angezeigt) erhält das höchste Gebot den Zuschlag zum Kauf. Wie schon erwähnt, ein abgegebenes Gebot sollte ernst gemeint sein, denn die Abgabe ist rechtsverbindlich und verpflichtet zum Kauf.
Es gibt neben der regulären Auktion auch die Möglichkeit des Sofort-Kaufens, wenn der Verkäufer diese Option anbietet. Solange noch kein Gebot abgegeben wurde, kann zum fixen Preis (den der Verkäufer festgelegt hat) direkt gekauft werden. Damit ist die Auktion beendet.
Man sollte Fragen zu Artikeln vorher mit dem Anbieter per Mail abklären. Dafür ist eine Option vorhanden: Fragen an den Verkäufer. Auch kann man sich alle zur Zeit laufenden Auktionen eines Verküfers anzeigen lassen. Darüber hinaus bietet Ebay eine ziemlich gute Möglichkeit der Suche und Recherche, Tools zur Verwaltung der eigenen Daten (Verkäufe, Käufe, Artikel beobachten usw.)
Die Vielfalt kann man hier nicht komplett wiedergeben, deswegen beschränke ich mich auf die hauptsächlichen Funktionen.
Kosten: Ebay stellt diese Plattform nicht aus lauter Menschenfreundlichkeit zur Verfügung, der Dienst kostet Geld. Pro eingestelltem Artikel werden je nach Höhe des Startpreises Gebühren fällig, die am Monatsende vom Konto abgebucht werden. Allerdings hält sich das in Grenzen. Diese Kosten nennen sich Ebaygebühren und sind normalerweise vom Anbieter zu bezahlen. Es gibt allerding immer mehr Verkäufer, die diese Kosten pauschal auf den Käufer umlegen.
Weitere Kosten entstehen durch den Kauf beim späteren Versand. Die Versankosten (Porto, Verpackung) werden meist auf den Käufer umgelegt. Sendungen mit einem bestimmten Wert sollten prinzipiell versichert verschickt werden. Man erspart sich damit eine Menge Ärger, hat gleichzeitig einen Lieferbeleg und bei Verlust oder Beschädigung der Sendung steht man als Verkäufer nicht im Verdacht des Betruges.
Für Auktionen mit hohem Wert steht ein Treuhandservice zur Verfügung. Dieser vermittelt Kaufpreis und Ware zwischen den Parteien. Das heißt, die Ware wird erst von der Treuhandstelle an den Käufer geschickt, wenn dieser den Kaufbetrag dort eingezahlt hat. Im Gegenzug erhält der Verkäufer erst sein Geld, wenn die Ware ordnungsgemäß dort hinterlegt wurde. So kann man Mißbrauch und Betrug bei höherwertigen Deals ganz gut absichern. Dieser Service kostet auch einen gewissen Prozentsatz des Kaufpreises. (Nachzulesen unter www.ebay.de)
Für alle hier nicht genannten Optionen und Funktionen sowie Preise besucht bitte bei Interesse die Seiten von Ebay und informiert Euch ausführlich. Gleichzeitig bekommt man einen ziemlich guten und umfassenden Überblick mit dem Hilfesystem - ein Tutor erklärt alle Vorgänge zu einer Auktion.
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