eBay Testbericht
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ebay ist die größte Auktionsplattform im deutschsprachigen Internet. Sowohl private als auch gewerbliche Anbieter können Neu- oder Gebrauchtwaren verkaufen. Hier kann man super Schnäppchen machen oder sich von überflüssigen Dingen trennen. Regelmäßig gibt es spezielle Angebote.
Erfahrungsbericht von Y-not
EBAY - ein Fall für den Staatsanwalt?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ich gehöre selber zur Riesengemeinde der EBAY\'er + ich möchte in diesem Bericht v.a. die \"Philosophie\" des Hauses EBAY näher \"würdigen\". Jeder, der mit EBAY zu tun hat, wird das, was ich im Folgenden beschreibe, kennen.
Zuerst einmal die Erwartungen: EBAY ist ein typisch amerikanischer Konzern, dynamisch, erfolgreich, marktbeherrschend und weltweit operierend, das Ganze mit permanent + traditionell euphorischen Geschäftsberichten. Die \"Krake\" EBAY breitet sich immer weiter aus und ist allgegenwärtig - bis hin in die Frames von Suchmaschinen usw.,usw.
Mit eigenen Grundsätzen,der \"Unternehmensphilosophie\" + professioneller PR weckt das Unternehmen ganz bestimmte Erwartungen z.B. in Sachen \"Problemhandling\": Amerikaner gelten als perfekte Marketing-Strategen, knallhart + konsequent in der Sache, geradlinig + unbequem, wenn\'s denn sein muss. Mit so etwas kann jeder User sich gut identifizieren.
Was aber, wenn die hochtrabenden Ziele der Unternehmensphilosophie mit der trivialen Realität unvereinbar sind? Beispiel gefällig?
Da wäre zuerst mal das Credo von EBAY: Wir glauben, dass alle Menschen gut sind. Klingt gut, ist aber leider unvereinbar mit der alltägliche Realität bei EBAY: Diese Gutmenschen hauen sich gegenseitig über\'s Ohr, das es nur so kracht! Die Möglichkeiten sind ja auch so unheimlich verlockend: über Zweit- und Dritt-Accounts lässt sich der Preis von Auktionen in absurde Höhen treiben, oder \"man\" bietet mal eben dem Freund durch ein Gebot den Auktionspreis hoch, oder man sichert durch ein gegenseitiges + frühzeitiges Agentengebot den Verkauf der Ware praktisch zum vorbestimmten Preis. Klappt\'s ist\'s gut, klappt\'s nicht, macht\'s auch nichts, da der Freund dann den Artikel \"gekauft\" hat und man diese Auktion einfach wiederholt. Auf Verkäuferseite hat man praktisch unendlich viele, von EBAY institutionalisierte Möglichkeiten, den Verkaufspreis zu \"gestalten\". Es entstehen ganze Bieterkartelle, alle nur mit dem Ziel, möglichst teuer seine Ware an den Käufer zu bringen. Miesmacher könnten dieses Treiben vereinfachend als Auktionsbetrug disqualifizieren - und EBAY dazu passend als eine Organisation, die quasi mitverantwortlich dafür ist, dass Auktionsmanipulation zum weitverbreiteten Volkssport wird - aber wie gesagt, das ist die Perspektive von Misanthropen!
Aber was unternimmt nun das konsequente, amerikanische, knallharte Unternehmen gegen ein derart übles Treiben auf seiner Plattform und unter Verwendung seines Namens? Nach meiner Erfahrung: praktisch nichts!!
Natürlich, es werden gelegentlich Mitglieder ausgeschlossen, die sich dummerweise haben erwischen lassen, aber wen juckt so ein Ausschluss schon - angesichts mehrerer Identitäten, die sich viele dieser phantasievollen Auktionsgestalter vorsorglich bei EBAY zugelegt haben. Dabei werden diese schwarzen Schafe scheinbar zusätzlich noch durch diverse Schutzmechanismen besonders \"behütet\". z.B. mit der Möglichkeit des Artikelrückzugs kurz vor Auktionsende mit unkontrollierbaren, fadenscheinigen Begründungen(wie z.B. der Artikel ist gerade kaputt gegangen). Pech für den Käufer, der sich voreilig über sein \"Schnäppchen\" gefreut hatte. Oder das Schlupfloch der sog. \"Privatauktion\": Dabei kann man als Käufer überhaupt nicht mehr feststellen, was in einer Auktion hinter den Kulissen passiert - alle Daten werden verschlüsselt. Eine Möglichkeit, die von einem Verkäufer praktisch als Aufforderung zum Auktionsbetrug missverstanden werden könnte. Ja aber - so wird einem jedoch versichert - EBAY kontrolliert genauestens, was in diesen Auktionen so abläuft, man muss es nur glauben - schließlich glaubt man bei EBAY v.a. an das Gute im Menschen.
Was aber, wenn z.B. ein Verkäufer dennoch nicht liefern will? Schließlich hat er mit einem Käufer einen rechtsgültigen Vertrag abgeschlossen und eigentlich die Pflicht zu liefern. Aber wie so oft: \"Recht haben + recht bekommen, das ist ein himmelweiter Unterschied\" - auch bei EBAY. Wenn der Käufer in so einem Fall sich an EBAY wendet, dann bekommt er Hilfe der besonderen Art: Automatenmails. Die helfen absolut nichts, ihr Inhalt beschränkt sich meist auf banale Hinweise + Ratschläge, von konkreter Hilfe kann keine Rede sein. Nach 3 - 5 Tagen eine weitere Automatenmail: \"Wir hoffen, dass sich Ihr Problem inzwischen geklärt hat\" + bla,bla,bla. Nach ein paar weiteren Tagen ohne die erhoffte Unterstützung kommt noch \'ne Automatenmail: Diesmal eine \"Zufriedenheitsbefragung\", so als ob EBAY für seine Untätigkeit nun auch noch ein Lob erwartet.
Diese Reaktion ist zwar unamerikanisch, aber dennoch verständlich - wieso soll man sich in Streitigkeiten mischen, das bringt doch bestenfalls Ärger, aber kein Geld! Man verweist in so einem Fall für die Zukunft auf den eigens angebotenen \"Treuhandservice\" und kassiert dadurch nochmal ab.
Nach vielen Auktionen bei EBAY bleibt für mich v.a. ein Fazit:
Eine eigentlich gute Idee scheitert an der profitorientierten Umsetzung durch seine Urheber. (Das ist bei ricardo übrigens auch nicht viel besser!)
Frei nach dem Motto: \"Beiße nie in die Brust die dich nährt\" wird man keinem verkaufswilligen Kunden von sich aus verwehren, sein Geld bei EBAY abzuliefern - ein echt ausgeschlossener Verkäufer bringt kein Geld (Verkaufsgebühren usw.)mehr ins Haus, also verkauft man lieber seinen Unternehmensgrundsatz, bevor man ihm seine Umsatzzahlen opfert. (Auch irgendwie konsequent amerikanisch!)
Eine \"Unternehmensphilosophie\" ist eben nur dann gut, wenn damit ordentlich Geld verdient wird!
Nur durch das Quasi-Monopol und diese einseitige Verkäuferorientierung im System ist m.E. zu erklären, dass - wider jede Logik - happige Verkaufsgebühren in Kauf genommen werden, so dass andere Auktionsplattformen, trotz z.T. kostenloser Auktionsabwicklung, gegen EBAY keine Chancen haben, leider.
Wie gesagt man kann tolle Geschäfte machen, mit dem Glauben an das Gute im Menschen, man muss ihm dazu nur das richtige Instrumentarium anbieten! ;-)
Aber eigentlich ist der rechtsfreie Raum, den EBAY auf diese Weise schafft, in Verbindung mit dem häufigen Missbrauch bei Internetauktionen ein Fall für den Staatsanwalt.
Zuerst einmal die Erwartungen: EBAY ist ein typisch amerikanischer Konzern, dynamisch, erfolgreich, marktbeherrschend und weltweit operierend, das Ganze mit permanent + traditionell euphorischen Geschäftsberichten. Die \"Krake\" EBAY breitet sich immer weiter aus und ist allgegenwärtig - bis hin in die Frames von Suchmaschinen usw.,usw.
Mit eigenen Grundsätzen,der \"Unternehmensphilosophie\" + professioneller PR weckt das Unternehmen ganz bestimmte Erwartungen z.B. in Sachen \"Problemhandling\": Amerikaner gelten als perfekte Marketing-Strategen, knallhart + konsequent in der Sache, geradlinig + unbequem, wenn\'s denn sein muss. Mit so etwas kann jeder User sich gut identifizieren.
Was aber, wenn die hochtrabenden Ziele der Unternehmensphilosophie mit der trivialen Realität unvereinbar sind? Beispiel gefällig?
Da wäre zuerst mal das Credo von EBAY: Wir glauben, dass alle Menschen gut sind. Klingt gut, ist aber leider unvereinbar mit der alltägliche Realität bei EBAY: Diese Gutmenschen hauen sich gegenseitig über\'s Ohr, das es nur so kracht! Die Möglichkeiten sind ja auch so unheimlich verlockend: über Zweit- und Dritt-Accounts lässt sich der Preis von Auktionen in absurde Höhen treiben, oder \"man\" bietet mal eben dem Freund durch ein Gebot den Auktionspreis hoch, oder man sichert durch ein gegenseitiges + frühzeitiges Agentengebot den Verkauf der Ware praktisch zum vorbestimmten Preis. Klappt\'s ist\'s gut, klappt\'s nicht, macht\'s auch nichts, da der Freund dann den Artikel \"gekauft\" hat und man diese Auktion einfach wiederholt. Auf Verkäuferseite hat man praktisch unendlich viele, von EBAY institutionalisierte Möglichkeiten, den Verkaufspreis zu \"gestalten\". Es entstehen ganze Bieterkartelle, alle nur mit dem Ziel, möglichst teuer seine Ware an den Käufer zu bringen. Miesmacher könnten dieses Treiben vereinfachend als Auktionsbetrug disqualifizieren - und EBAY dazu passend als eine Organisation, die quasi mitverantwortlich dafür ist, dass Auktionsmanipulation zum weitverbreiteten Volkssport wird - aber wie gesagt, das ist die Perspektive von Misanthropen!
Aber was unternimmt nun das konsequente, amerikanische, knallharte Unternehmen gegen ein derart übles Treiben auf seiner Plattform und unter Verwendung seines Namens? Nach meiner Erfahrung: praktisch nichts!!
Natürlich, es werden gelegentlich Mitglieder ausgeschlossen, die sich dummerweise haben erwischen lassen, aber wen juckt so ein Ausschluss schon - angesichts mehrerer Identitäten, die sich viele dieser phantasievollen Auktionsgestalter vorsorglich bei EBAY zugelegt haben. Dabei werden diese schwarzen Schafe scheinbar zusätzlich noch durch diverse Schutzmechanismen besonders \"behütet\". z.B. mit der Möglichkeit des Artikelrückzugs kurz vor Auktionsende mit unkontrollierbaren, fadenscheinigen Begründungen(wie z.B. der Artikel ist gerade kaputt gegangen). Pech für den Käufer, der sich voreilig über sein \"Schnäppchen\" gefreut hatte. Oder das Schlupfloch der sog. \"Privatauktion\": Dabei kann man als Käufer überhaupt nicht mehr feststellen, was in einer Auktion hinter den Kulissen passiert - alle Daten werden verschlüsselt. Eine Möglichkeit, die von einem Verkäufer praktisch als Aufforderung zum Auktionsbetrug missverstanden werden könnte. Ja aber - so wird einem jedoch versichert - EBAY kontrolliert genauestens, was in diesen Auktionen so abläuft, man muss es nur glauben - schließlich glaubt man bei EBAY v.a. an das Gute im Menschen.
Was aber, wenn z.B. ein Verkäufer dennoch nicht liefern will? Schließlich hat er mit einem Käufer einen rechtsgültigen Vertrag abgeschlossen und eigentlich die Pflicht zu liefern. Aber wie so oft: \"Recht haben + recht bekommen, das ist ein himmelweiter Unterschied\" - auch bei EBAY. Wenn der Käufer in so einem Fall sich an EBAY wendet, dann bekommt er Hilfe der besonderen Art: Automatenmails. Die helfen absolut nichts, ihr Inhalt beschränkt sich meist auf banale Hinweise + Ratschläge, von konkreter Hilfe kann keine Rede sein. Nach 3 - 5 Tagen eine weitere Automatenmail: \"Wir hoffen, dass sich Ihr Problem inzwischen geklärt hat\" + bla,bla,bla. Nach ein paar weiteren Tagen ohne die erhoffte Unterstützung kommt noch \'ne Automatenmail: Diesmal eine \"Zufriedenheitsbefragung\", so als ob EBAY für seine Untätigkeit nun auch noch ein Lob erwartet.
Diese Reaktion ist zwar unamerikanisch, aber dennoch verständlich - wieso soll man sich in Streitigkeiten mischen, das bringt doch bestenfalls Ärger, aber kein Geld! Man verweist in so einem Fall für die Zukunft auf den eigens angebotenen \"Treuhandservice\" und kassiert dadurch nochmal ab.
Nach vielen Auktionen bei EBAY bleibt für mich v.a. ein Fazit:
Eine eigentlich gute Idee scheitert an der profitorientierten Umsetzung durch seine Urheber. (Das ist bei ricardo übrigens auch nicht viel besser!)
Frei nach dem Motto: \"Beiße nie in die Brust die dich nährt\" wird man keinem verkaufswilligen Kunden von sich aus verwehren, sein Geld bei EBAY abzuliefern - ein echt ausgeschlossener Verkäufer bringt kein Geld (Verkaufsgebühren usw.)mehr ins Haus, also verkauft man lieber seinen Unternehmensgrundsatz, bevor man ihm seine Umsatzzahlen opfert. (Auch irgendwie konsequent amerikanisch!)
Eine \"Unternehmensphilosophie\" ist eben nur dann gut, wenn damit ordentlich Geld verdient wird!
Nur durch das Quasi-Monopol und diese einseitige Verkäuferorientierung im System ist m.E. zu erklären, dass - wider jede Logik - happige Verkaufsgebühren in Kauf genommen werden, so dass andere Auktionsplattformen, trotz z.T. kostenloser Auktionsabwicklung, gegen EBAY keine Chancen haben, leider.
Wie gesagt man kann tolle Geschäfte machen, mit dem Glauben an das Gute im Menschen, man muss ihm dazu nur das richtige Instrumentarium anbieten! ;-)
Aber eigentlich ist der rechtsfreie Raum, den EBAY auf diese Weise schafft, in Verbindung mit dem häufigen Missbrauch bei Internetauktionen ein Fall für den Staatsanwalt.
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