eBay Testbericht

ebay

ebay ist die größte Auktionsplattform im deutschsprachigen Internet. Sowohl private als auch gewerbliche Anbieter können Neu- oder Gebrauchtwaren verkaufen. Hier kann man super Schnäppchen machen oder sich von überflüssigen Dingen trennen. Regelmäßig gibt es spezielle Angebote.

Shop-Informationen

Erfahrungsbericht von mariokoehler

Echte Chancen hat (leider) nur Ebay... und der Käufer ist der Dumme!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Da sicherlich ein Großteil der Surfer, die YOPI nutzen, auch schon einmal bei ebay ge- oder verkauft haben, werde ich NICHT über die Handhabung und die Bedienung von Ebay auslassen. Hier folgt lediglich ein beunruhigender Real-Erfahrungsbericht.

Ich bin wohl schon eines der ältesten Mitglieder bei Ebay Deutschland - damals, im April 1999, war es noch durchaus einfacher, ein positives Profil zu erstellen und damit auf Gaunerschaft zu gehen. Auch hat man öfter taufrische Mitglieder gefunden, die, wie aus dem Nichts, horrende Summen mitbieten, um ein reges Kaufinteresse an einem Produkt vorzutäuschen. Auch hat man zu Anfangszeiten mal schnell eine hübsche Niere oder ein tolles Haus bei ebay gefunden - Gebote für derartige \"Produkte\" schossen natürlich ins Unermessliche. Das ist heute zum Glück Vergangenheit. Und heute ist es wenigstens (dem Trend im Internet angepaßt) sicherer geworden. Es bedarf nämlich einer Validation der Postadresse... somit werden schwarze Schafe daran gehindert, ihr Unwesen zu treiben - und das ist auch gut so.

Das Angebot bei Ebay ist einfach nur gewaltig. Man findet (fast) alles, was das Herz begehrt. Und wenn man in Deutschland nicht fündig wird, dann wird man es in Übersee bei ebay.com (siehe Erfahrungsbericht).

Das liegt weniger an den günstigen Gebühren, als an dem Monopol, das Ebay vorzuweisen hat. Die Gebühren nämlich sind alles andere als kundenfreundlich.

Jetzt betragen sie schon 4%. Und wer ein teures Produkt (über 500EUR) verkauft, muß dafür schon 15,50EUR und ZUSÄTZLICH 1,5% des erzielten Endverkaufspreises berappen. Das ist einfach nur noch Wucher.

Und warum kaufen und verkaufen dann die Menschen wie die Wilden bei ebay? Es ist weder Winter- oder Sommerschlußverkauf, noch gibt es etwas umsonst. Im Gegenteil. Ricardo QXL zum Beispiel, eine Konkurrenz, die Ebay noch am nahesten kommt, hat eine viel kleinere Mitgliedergemeinde und damit auch viel weniger Angebote.

Kleines Beispiel: Wer mal ganz dringend eine D1 Xtra Card benötigt, hat bei Ebay Deutschland die Wahl zwischen 140 Angeboten, die diesen Suchbegriff enthalten. Bei Ricardo sind es gerade einmal zwei. (Stand: 05.06.02, 13:45 Uhr)

Jedes Gute hat aber auch etwas Schlechtes, und davon hat Ebay (ebenso wie an Angeboten) eine Menge zu bieten.

Aufgrund der immer höher steigenden Provisionsgebühren sagen sich viele Verkäufer einfach \"Ebay Gebühren zahlt der Käufer\" - na toll. Da sind diese Geizhälse schnell aus dem Schneider, und der Käufer ist mal wieder der Gelackmeierte. Das ist nicht gerade im Sinne von Ebay.
Man kann natürlich nur bei Anbietern kaufen, die diese Miesepeter-Taktik nicht verfolgen, jedoch haben kurioserweise die Geizhälse die besten Angebote.
Man kann natürlich genauso schlimm sein wie die anderen, und die Gebühren auf die Käufer abwälzen, aber da würde ich mich als grundehrlicher Mensch natürlich schlecht fühlen. (Stimmt nicht, ich würde mich nicht schlecht fühlen, mache es aber trotzdem nicht.)
Oder man ist ganz gerissen und schreibt in seine Angebote die Fußzeile \"Ich verlange nur Ebay Gebühren von denen, die auch von ihren Käufern welche verlangen\" - diese Strategie bekommt von mir auf jedenfall schon einmal die Respekt-Kelle und eine Eins für Schlitzohrigkeit.

Es regt mich auch auf, Randbemerkungen wie \"Es fallen 5,00EUR Pauschalkosten für Porto und Verpackung\" zu lesen. Selbst ein versichertes Postpaket der Gelben und ebenfalls teuren Post kann mit solchen Summen nicht aufwarten. Vor allem, wenn viele Produkte als Päckchen oder sogar Maxibrief verschickt werden könnten.

Und durch die Euro-Umstellung wurden - wie immer - auch die Preise erhöht. Da findet man schon öfter mal Portogebühren von 8,00EUR - pauschal natürlich. Ein solches Päckchen würde für den Preis sogar nach Portugal oder Griechenland transportiert werden können.

Aber was macht man nicht alles, um seine Produkte an den Mann zu bringen. Und so werde ich mich in nicht allzu langer Zeit auch wieder dabei ertappen, die Ebay Homepage aufzurufen, um mein Angebot einzutragen.

Bei allem Negativen: Ebay bietet oft kostenlose Anbieter-Tage an. Da sollte man zuschlagen.

Fazit: Durch Euro-Umstellung und Monopol leider viel zu hohe Gebühren - nicht nur von Ebay, sondern auch von Anbietern. Dort sollte man nicht zögern, ein \"neutral\" in dem Bewertungsprofil zu hinterlassen, denn ein Lob sollte man guten Gewissens nicht bei denen hinterlassen, die einen über den Tisch ziehen (z.B. mit \"pauschalen\" hohen Portogebühren). Trotzdem: Adresse Nummer Eins, wenn es darum geht, Schnäppchen zu ergattern oder seinen alten Plunder loszuwerden.