eBay Testbericht

ebay

ebay ist die größte Auktionsplattform im deutschsprachigen Internet. Sowohl private als auch gewerbliche Anbieter können Neu- oder Gebrauchtwaren verkaufen. Hier kann man super Schnäppchen machen oder sich von überflüssigen Dingen trennen. Regelmäßig gibt es spezielle Angebote.

Shop-Informationen

Erfahrungsbericht von andrea-hh

Das ist der Hammer...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

...der Auktionshammer, genauer gesagt.

Die Internet-Auktion als solches muss ich sicher nicht näher erklären, denke ich. Dann gehe ich jetzt mal ins Detail:

FÜR BIETER:
Ebay zeichnet sich u.a. durch sein riesiges ANGEBOT aus, ein System aus Kategorien und Unterkategorien (dass bei einem Auktionator dieser Größe unerlässlich ist) erleichtert das Finden interessanter Artikel ungemein. Die Funktion "Alle Auktionen des Verkäufers" spart so manche Mark.. äh EURO Versandkosten, z.B. bei Büchern (A-HHs "Lieblingsartikel"), die häufiger in größeren Mengen angeboten werden, wenn eine Leseratte mal wieder aufräumt.

Ebay hat auch ein gutes SUCHSYSTEM. Man kann sowohl "einfach" nach Stichworten suchen, aber auch die Kategorien, in denen gesucht werden soll, einschränken, oder gar per "Power-Suche" die Preisskala eingrenzen oder Suchbegriffe ausschließen. Hat man mit einem Verkäufer gute Erfahrungen gemacht, kann man auch gezielt nach dessen Auktionen suchen.

NÜTZLICHES: Wer die Gebote nicht hochtreiben möchte, "seinen" Artikel aber nicht aus den Augen verlieren möchte, kann dies per "Artikel beobachten" und später zuschlagen. Eine Liste aller Auktionen, für die man bietet oder die man beobachtet, findet sich auf der "eigenen" Seite "Mein Ebay". Dort findet man auch die Bewertungen, die man vom Vertragspartner bekam und die ersteigerten Artikel der letzten 2-30 Tage. Das AGENTENGEBOT nimmt es einem ab, ständig bis zum Ende der Auktion auf der Lauer zu liegen, überboten zu werden. Man gibt einfach den Maximalbetrag an, den man bereit ist auszugeben (das schützt u.a. auch davor, undiszipliniert weiter und weiter zu bieten. Und ist man doch überboten worden, bekommt man eine E-Mail. ("vielleicht biete ich ja DOCH noch einen EURO mehr...?)

Noch relativ neu ist die Möglichkeit, sich die Suche nach bestimmten Artikeln einer Kategorie oder eines Verkäufers, mit dem man schon gute Erfahrungen gesammelt hat, als FAVORITEN einzustellen. Die Persönliche Favoritenliste in „Mein Ebay“ kann bestimmte Unterkategorien enthalten (z.B. nur Science Fiction-Bücher), oder Verkäufer, bei denen man regelmäßig stöbern möchte. So bekommt man dann mit einem Mausklick schnell einen Überblick, was gerade interessantes angeboten wird.

Ebenfalls relativ neu ist der erweiterte Service „NACH AUKTIONSENDE“. Bekam man bisher nur eine E-Mail, ob man den Zuschlag erhielt oder nicht, bekommt man jetzt als Trostpflaster dafür, dass man überboten wurde, Alternativen aufgezeigt, die man gleich als Link anklicken kann. Dies können entweder ähnliche Artikel sein wie der, der einem durch die Lappen ging, oder auch andere Auktionen des Verkäufers, bei dem man nicht erfolgreich mitgesteigert hatte.

Das ebenfalls neuere EBAY ÜBERALL nutzt die WAP-Technologie des Handys. Hier findet man Informationen aus „Mein Ebay“, und man kann in Kategorien stöbern und Gebote abgeben.

Ein BEWERTUNGSSYSTEM ist bei seriösen Auktionsseiten (wie Ebay) mittlerweile Standard, daher gehe ich nicht näher darauf ein.

Die SICHERHEIT ist u.a. dadurch gewährleistet, dass Ebay Auktionen bis zu einem Betrag von 200,- EURO versichert (bei 25 EURO Selbstbeteiligung).

FÜR VERKÄUFER:
Die vielen Kategorien und der bekannte Name locken viele Bietwillige auf die Seite, so dass man eine gute Aussicht hat, seine Ware zu einem guten Preis loszuwerden. Das Einstellen von Artikeln ist kostenpflichtig. Mit dem EURO wurde eine neue, gestaffelte Startgebühr, die vom Startpreis (=Mindestgebot) abhängig ist, eingeführt:
Diese reicht von einer Startgebühr von 0,25 EURO (0,49 DM) bei 1 EURO Startpreis bis hin zu 2,40 EURO bei einem Startpreis von mindestens 100 EURO. Für erfolgreiche Auktionen ist eine PROVISION zu zahlen, die sich nach dem Endgebot richtet und ebenfalls gestaffelt ist. Man zahlt für die ersten 50 EURO 4% des Verkaufspreises, 3% auf den Verkaufspreis zwischen 51 und 500 EURO, ab dem 501. EURO sind 1,5% fällig. Klingt vielleicht verwirrend, daher mal ein Beispiel:
Artikel verkauft für 60 EURO.
Gebühr: 4% auf 50 EURO = 2 EURO
plus 3% auf den Betrag, der 50 Euro übersteigt, (hier: 10 EURO) = 0,30 EURO. Gesamtgebühr: 2,30 EUR.

Zweites Beispiel:
Artikel verkauft für 600 EURO.
Gebühr: 4% auf 50 EURO = 2 EURO
plus 3% auf den Betrag, der 50 Euro übersteigt, aber unterhalb 501 EURO liegt (hier 450 EUR) = 13,50 EUR
plus 1,5% auf den Rest (ab 501 EURO, hier 100 EURO) = 1,50 EUR
Gesamtgebühr: 17 EURO

Die gesamte Preistabelle für Ebay-Auktionen ist unter http://pages.ebay.de/help/myinfo/billing-fees.html zu finden.

Hier findet man auch die Kosten, die eine aufmerksamkeitsstarke Platzierung des eigenen Artikels verursachen. Ein Bild als Eyecatcher kann man kostenlos einstellen, sogar animiert. Noch mehr hervorheben kann man seinen Artikel durch Text in Fettschrift, eine farbliche Hinterlegung, ein zweites Bild oder eine Anzeige in der Galerie (wo man sofort gesehen wird, auch in gut gefüllten Kategorien, in denen man u.U. erst auf Seite 5 steht). Letztendlich hängt es vom Artikel und der Kategorie ab, ob sich diese Optionen lohnen oder ob der Käufer u.U. bereit ist, diese Kosten mit zu tragen

Die VERKAUFSOPTIONEN bestimmt ja der Verkäufer, und einige Auktionatoren lassen nicht nur die Versandkosten, sondern auch die EBAY-Gebühren vom Bieter übernehmen.

Wer sehen will, wieviele potentielle Bieter das Angebot aufgerufen haben, kann sogar einen Counter einbauen – kostenlos.

Unterwegs kann man sich den Stand der Dinge seiner angebotenen Artikel sogar per (WAP-)Handy abrufen – mit EBAY ÜBERALL.

Für besonders aktive Ebay-Verkäufer gibt es inzwischen die Möglichkeit, mehrere (oder alle) nicht versteigerte Artikel der letzten 30 Tage per Mausklick auszuwählen und dann in einem Schritt neu einzustellen. Ein zweiter Durchlauf eines schon einmal eingestellten Artikels kostet nur dann zusätzliche Gebühren, wenn er auch im zweiten Anlauf keinen Abnehmer findet.

Für GEWERBLICHE ANBIETER, aber auch private Vielanbieter ist das Tool „Mister Lister, mit dem man offline viele Artikel zum Einstellen vorbereiten kann, das Einbinden von Auktionen in die eigene Homepage oder das Einrichten eines eigenen „Ebay-Shops“ eine Arbeitserleichterung und eine zusätzliche Chance auf einen Verkaufserfolg.

Interessant FÜR EILIGE ist die Option "sofort kaufen". Dies ist eine "kann-Option" für Verkäufer. Ich halte (als Verkäufer) nicht viel davon, denn ich war schon so manches mal positiv überrascht, wie hoch das Endgebot ausfiel. Gerade an den letzten 3 Tagen überschlagen sich häufig die Ereignisse, weil Biet-Profis gern warten, um den begehrten Artikel zu bekommen, ohne den Preis unnötig hochzutreiben. Als Käufer finde ich das natürlich gut, denn: wer hat, der hat, und wer hat sich noch nicht darüber geärgert, den begehrten Artikel noch in der letzten Minute weggeschnappt zu bekommen?

Fazit@A-HH: eine bequeme Art, Sachen loszuwerden, eine gute Möglichkeit, ein Schnäppchen zu machen, Ebay ist ein Anbieter mit einer schnellen, komfortablen und übersichtlichen Seite.

Leider wurde mit dem EURO der niedrigst mögliche Startpreis von 1 DM auf 1 EURO erhöht, da Ebay keine „krummen“ Pfennig- bzw. Cent-Beträge als Startpreis zulässt. Da stellt sich gerade bei Nischenartikeln von geringem Wert die Frage, ob sich ein Einstellen noch lohnt. Obwohl man bei den wenigsten Artikeln eine realistische Chance hatte, diese tatsächlich für 1 DM zu bekommen.

Die Gefahr bei Auktionen im Allgemeinen sind m.M.: Auktionatoren, die zu hohe Erwartungen haben und Artikel zu unrealistischen Preisen einstellen, sowie Bieter ohne Disziplin und ein Gespür für den Neupreis, die deswegen auch schon mal zu viel zahlen.

Bei Büchern schlage ich den Neupreis gern bei Amazon nach, berücksichtige die Versandkosten, und erst dann schlage ich zu. Auch nutze ich hier gern die Funktion „Alle Auktionen des Verkäufers“, denn ein großes Bücherpaket kostet weniger Porto als mehrere kleinere von verschiedenen Anbietern.

Apropos Bücher: Hier ist Ebay für mich erste Wahl, Ricardo ist mir zu langsam und Justbooks ist häufig teurer, wenn man nach einem bestimmten Titel stöbert.

© A-HH

17 Bewertungen, 3 Kommentare

  • TimoSchwinn

    18.04.2002, 21:10 Uhr von TimoSchwinn
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht über ebay.de Kannst ja mal bei mir vorbeílesen

  • Michael-S

    11.03.2002, 21:30 Uhr von Michael-S
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe bei ebay auch schon einiges verkauft, aber das Geld meist gleich wieder bei ebay ausgegeben. Liebe Grüße, Michael.

  • MOFFt

    11.03.2002, 21:19 Uhr von MOFFt
    Bewertung: sehr hilfreich

    war bisher immer bei onetwosold.at