eBay Testbericht
ebay ist die größte Auktionsplattform im deutschsprachigen Internet. Sowohl private als auch gewerbliche Anbieter können Neu- oder Gebrauchtwaren verkaufen. Hier kann man super Schnäppchen machen oder sich von überflüssigen Dingen trennen. Regelmäßig gibt es spezielle Angebote.
Erfahrungsbericht von @NetW
schnelles Kaufen / Verkaufen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
1. Übersicht
2. Anmeldung
3. Kaufen
4. Verkaufen
5. Shops
6. Gebühren
7. Extras
8. Tips für Käufer und Verkäufer
9. Erfahrungen
1. Übersicht
Ebay ist eigentlich ein Auktionshaus, in dem jeder Artikel zum Ersteigern anbieten und selbst Artikel ersteigern kann. Zwischenzeitlich ist es jedoch auch möglich Artikel über eigene Webshops bei ebay zu verkaufen ohne über die Versteigerungsschiene zu gehen, also quasi zum Festpreis. Die Auswahl ist riesig, es gibt zahlreiche Kategorien und außer Immobilien ist fast alles zu haben. Das Unternehmen ist als seriös anzusehen, an der Börse notiert und bietet sowohl Käufer als auch Verkäufer ausreichend Sicherheit.
2. Anmeldung
Wer seine e-mail bei einem Provider hat, bei dem eine Registrierung notwendig ist, kann sich mit Angabe der Hausadresse und der Emailadresse anmelden. Bei allen anderen wird ein Registrierungscode per Post zugeschickt, damit hinter den Emailadressen auch echte Adressen stecken und somit die Sicherheit besteht, daß hinter Käufer und Verkäufer auch Personen stecken, die notfalls bei Missbrauch zur Rechenschaft gezogen werden können.
Wie bei Ciao kann sich jeder ein Pseudonym ausdenken unter dem er bei ebay zu sehen ist. Dies bedeutet wiederum, daß jeder solange anonym bleibt, bis er einen Kauf oder Verkauf tätigt. Dann nämlich wird erst die Emailadresse dem jeweiligen Partner preisgegeben.
3. Kaufen
Über die Kategorien auf der Startseite oder die Suchfunktion können die gewünschten Artikel aufgesucht werden. Jedem Artikel sind folgende Informationen zugeordnet:
- Verbleibende Dauer bis Auktionsende (wird von Verkäufer eingestellt und liegt zwischen 3 und 10 Tagen)
- Startpreis (kann bei 1 DM liegen oder vom Verkäufer höher angegeben)
- Beschreibung des Artikels
- Ein oder mehrere Bilder des Artikels (wahlweise vom Verkäufer)
- Lieferungs- und Zahlungsbedingungen
- derzeitiger Höchstpreis
- derzeitiger Höchstbietende
- Anzahl der bereits erfolgten Gebote
- Bewertung des Verkäufers
Jetzt kann der Käufer entscheiden, ob der Artikel interessant für ihn ist oder nicht. Falls ja, kann der Artikel auf „Beobachten“ gesetzt werden. Was bedeutet dies?
Jedes Mitglied hat eine sogenannte „Meine ebay“-Seite. Auf der sieht er Übersichtliche alle notwendigen Informationen zu seinen Auktionen z.B. ersteigerte Artikel, verkaufte Artikel, ebay Einstellungen, Artikel für die geboten wurde und eben auch Artikel die beobachtet werden. Über diese Liste der beobachteten Artikel sieht man wie hoch z.B. der derzeitige Höchstpreis ist, die Restlaufzeit bis Auktionsende und es ist gleichzeitig eine Linkliste mit der leicht auf die Auktionsseite der Artikel gelangt werden kann, falls man sich den Artikel noch mal ansehen will.
Spätestens wenn die Auktion des Artikels langsam dem Ende entgegen geht, ist es Zeit sich zu überlegen ob man mitbieten will.
Es gibt 2 Arten zu bieten.
1. Auf der Auktionsseite des Artikels das nächsthöhere Gebot eingeben. Dies erfolgt in vorgegebenen Gebotsschritten zu 1 DM oder 5 DM
2. Da maximal Gebot eingeben das man bereit ist zu zahlen, dann erfolgt das Bieten ebenfalls in den vorgegebenen Gebots-Schritten, wir der Höchstbetrag von einem anderen Mitglied überboten erfolgt jedoch hier automatisch der nächste Gebots-Schritt bis zum eingegebenen Maximalgebot. Vorteil hier, es muß nicht dauernd ein neues Gebot eingegeben werden.
Besonders interessant wird es meist erst, wenn die letzte Stunde angebrochen ist, da vorher meist keine oder nur wenige Gebote gemacht werden. Wer das letzte Gebot vor Auktionsende eingibt und nicht noch durch Bieter die nach Punkt 2 handeln überboten wird, hat den Artikel ersteigert.
Käufer und Verkäufer erhalten jetzt per Email die Emailadresse des jeweils anderen Partners. Innerhalb von 7 Tagen kann müssen sich die Partner in Verbindung setzten und nach den vorgegebenen Zahlungs- und Liefermodalitäten den Kaufvertrag erfüllen.
In der Regel wird der fällige Betrag (Höchstgebot, Versandgebühr, je nach Vereinbarung auch ebay-Gebühr) bezahlt und dann die Ware geliefert.
Nach Erfüllung des Kaufvertrages (Zahlung und Lieferung) kann nun jeder Vertragspartner den anderen bewerten. Diese Bewertung erscheint auf ebay und kann von jedem Mitglied eingesehen werden. Ähnlich bei Ciao gibt es verschiedene Farben je nachdem wieviel Käufe oder Verkäufe ein Mitglied getätigt und dementsprechend auch bewertet wurde. So kann sofort gesehen werden, ob ein Mitglied schon viel im ebay aktiv war und ob bisher alle glatt gelaufen ist, oder ob es sich um ein Mitglied handelt bei dem es immer wieder Probleme gibt. Dies hilft die schwarzen Schafe ausfindig zu machen.
4. Verkaufen
Durch Anwahl der gewünschten Kategorie wird ein Verkaufsformular geöffnet, das ausgefüllt werden muß. Die notwendigen Angaben habe ich schon unter Punkt 3 aufgeführt.
Je nachdem wie die Gestaltung der Artikelbeschreibung ausfallen soll oder wie hoch der Mindestpreis ist, bzw. welche besonderen Darstellungswünsche der Verkäufer für die Präsentation seines Artikels hat, werden unterschiedliche Gebühren fällig, auf die ich noch näher eingehe. Genauso leicht wie bei Ciao können Bilder des Artikels hochgeladen werden.
Das erste Bild ist kostenlos. Jeder kann angeben ob er die ebay Gebühr selbst trägt oder ob diese der Käufer tragen soll. Dies ist selbstverständlich alles auf der Auktionsseite des Artikels ersichtlich, so daß es für keinen eine böse Überraschung gibt. Mit ein paar Klicks ist somit alles eingestellt und der Artikel kann sofort von anderen Mitgliedern ersteigert werden.
Änderungen z.B. in der Artikelbeschreibung können solange vorgenommen werden, bis ein Mitglied das erste Gebot abgibt, danach geht nichts mehr.
5. Shops
Neuerdings hat jeder die Möglichkeit eigene ebay-shops zu erstellen in denen er wie bei anderen Webshops auch Artikel einstellen kann die auch normal verkauft, also nicht ersteigert werden müssen. Auch hier gibt es eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten und das besondere daran ist, daß die Einrichtung der Shops kostenlos ist.
6. Gebühren
Diese setzen sich aus folgenden Komponenten zusammen:
Startpreis (zwischen 0,35 DM bei DM 1 und 2 DM ab DM 50)
Verkaufspreis (Provision von 4 Prozent bis 100 DM abgestuft bis 1,5 Prozent bei Verkaufserlösen über 1000 DM)
Zusätzlich können für den Verkäufer noch, wie oben beschrieben, Gebühren für die besondere Gestaltung seiner Auktionsseite entstehen. Diese können meines Wissens aber nicht an den Käufer weitergegeben werden, da dieser ja sonst Schwierigkeiten hätte die anfallenden ebay-Gebühren vorher auszurechnen.
Alles in allem sind die Gebühren also relativ niedrig. Wird der Artikel beim ersten Mal nicht verkauft, kann der Verkäufer den Artikel ein zweites Mal kostenlos einstellen.
Die Gebühren werden gesammelt und ab DM 5 einmal pro Monat vom dem Konto abgebucht, daß bei der Anmeldung angegeben werden musste.
7. Extras
Extras gibt es eigentlich so viele, daß es den Rahmen eines Artikels hier sprengen würde, deshalb nur ein paar Highlights:
- Sofortkaufen (kann der Verkäufer anbieten, d.h. der Artikel kann vor dem ersten Gebot zu einem vorgegebenen Preis gekauft werden, er wird also nicht ersteigert.
- Bildergalerie (eine Miniaturbilderausstellung, zur besseren Präsentation der Artikel)
- Artikel in 2 Kategorien einstellen
- Artikel als Top Angebot auf der Startseite
- usw. usw., also nahezu unbegrenzte Möglichkeiten
8. Tips für Käufer und Verkäufer
Käufer:
Will man einen Artikel unbedingt haben, ist es empfehlenswert auf
Sofortkaufen einzusteigen. Wer den Reiz des Ersteigerns fühlen will sollte ein
Maximalgebot eingeben und warten was passiert, so wird verhindert, daß im
Rausch des Ersteigerns zu hoch geboten wird, andererseits kann einem
keiner in letzter Sekunde das heiß begehrte Teil vor der Nase wegschnappen.
Erst ca. 1 Stunde vor Versteigerungsende wird es richtig spannend.
Verkäufer:
Immer ein Bild des Artikels reinsetzen, keiner kauft die Katze im Sack.
Ich halte einen Mindestpreis sinnvoller als mit 1 Mark zu beginnen um ein paar
Pfennige ebay-Gebühr zu sparen und dann einen Artikel nahezu verschenken zu müssen. Möglichst Artikel ausführlich beschreiben, auch wenn er kleine Fehler hat diese aufzeigen. Nur Artikel einstellen, die auch eine gute Qualität haben, denn ist der Ruf erst ruiniert, verkauft sich’s nie mehr ungeniert.
9. Erfahrungen
Ich bin seit ca. 1 Jahr Mitglied bei ebay. In dieser Zeit habe ich 27 Artikel gekauft und 2 verkauft. Bisher habe ich nur positive Erfahrungen gemacht. Der Umgang mit dem jeweiligen Kauf- oder Verkaufspartner war immer sehr angenehm und nett. Alle von mir gekauften Artikel waren ihr Geld wert. Die Bedienung von ebay ist sehr leicht, auch das Gebührensystem ist eigentlich recht verständlich, auch wenn es auf den ersten Blick kompliziert aussieht. Doch Vorsicht: Es besteht Suchtgefahr! Es macht so viel Spaß Dinge zu ersteigern und anderen vor der Nase weg zu schnappen, daß man gar nicht genug davon kriegen kann. Also, erst in den Geldbeutel schauen, dann einloggen.
Grüsse
@Netw.
10 Bewertungen, 4 Kommentare
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18.02.2002, 19:44 Uhr von kingsunday
Bewertung: sehr hilfreichHallo! Ich würde nicht sagen, dass die Gebühren niedrig sind, nämlich seit der einführung des Euros ist es bei Ebay mit dem Einstellen ganz schön teuer geworden. Danke für das Bewerten meiner Berichte. Gruß, KingSunday
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18.02.2002, 00:53 Uhr von schraddel
Bewertung: sehr hilfreichGebühren niedrig? Ansichtssache. - Und ebenfalls: Bitte aktualisieren (Euro).
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17.02.2002, 23:45 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichnur noch Euro, dann ist es perfekt!
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17.02.2002, 23:35 Uhr von direx
Bewertung: sehr hilfreichBitte aktualisieren, Gebühren stimmen seit €-Einführung so nicht mehr.
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