eBay Testbericht
ebay ist die größte Auktionsplattform im deutschsprachigen Internet. Sowohl private als auch gewerbliche Anbieter können Neu- oder Gebrauchtwaren verkaufen. Hier kann man super Schnäppchen machen oder sich von überflüssigen Dingen trennen. Regelmäßig gibt es spezielle Angebote.
Erfahrungsbericht von schraddel
ebay - aus Verkäufersicht
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Zunächst einmal: ebay ist der Marktführer. In einem Bericht über dieses Auktionshaus stand einmal, ebay ist zum Synonym für Online-Auktionen geworden. Dem kann ich nur zustimmen, und wenn man einmal die Zahlen vergleicht, wird es kaum jemanden wundern, dass man bei ebay für praktisch jeden Artikel einen Käufer findet (wenn auch nicht immer gleich beim ersten Versuch), während bei anderen Auktionshäusern manchmal wochenlang kein Gebot eingeht: Bei ebay laufen 1,5 Millionen Auktionen täglich. Bei ricardo.de sind es nur rund 40.000. (Stand: 17.01.02, Quelle: www.heise.de/newsticker/data/hod-16.01.02-000/)
Diese 1,5 Millionen Auktionen bedeuten natürlich auch, dass man als Verkäufer viel Konkurrenz hat. Trotzdem kommt es bei ebay nicht darauf an, _was_ man verkauft, sondern _wie_ man es verkauft. Mit einem Foto und dem Text "siehe Bild" werdet Ihr bei ebay kaum ein Gebot erhalten. Es lohnt sich, eine ausführliche Artikelbeschreibung zu verfassen, die vor allem sprachlich korrekt und übersichtlich sein sollte. Wie gesagt: Die Konkurrenz ist groß, und was sich dem Käufer nicht auf einen Blick erschließt, wird gnadenlos weggeklickt. Und da die Einstellgebühren bei ebay nicht gerade gering sind (sie fangen bei 35 Cent für 1-Euro-Artikel an und steigen dann recht rasch), sollte man darauf unbedingt achten. Wird ein Artikel nicht verkauft, kann man ihn ein zweites Mal einstellen. Falls er dann verkauft wird, werden die Gebühren für die zweite Einstellung gutgeschrieben. Geht er wieder nicht weg, zahlt man doppelt und hat nichts verdient.
Der Service für Gelegenheitsverkäufer lässt bei ebay durchweg zu wünschen übrig. Eine Telefon-Hotline gibt es nur für die so genannten "Powerseller", das "Fußvolk" erhält bei Anfragen Standardmails, die lange auf sich warten lassen und bei Problemen auch nicht wirklich weiterhelfen.
Dafür gibt es bei ebay Foren, in denen Benutzer diskutieren und sich gegenseitig helfen. Fragen von Anfängern werden - wie eigentlich überall - manchmal etwas barsch zurückgewiesen, aber im allgemeinen herrscht dort ein angenehmer Ton vor, und man braucht nicht lange auf gute (oder manchmal auch nur gut gemeinte) Ratschläge zu warten, wenn man wirklich einmal ein Problem hat. Wer neu bei ebay ist, sollte dort einmal ein paar Diskussionen verfolgen; so erfährt man am besten, welche Probleme auf dieser Plattform auftreten können, und wie andere sie gelöst haben.
Natürlich sollte man auch die Anleitung zum Verkaufen von ebay erst einmal gründlich studieren. Die Hilfe-Seiten sind allerdings sehr unübersichtlich; sie als "schlecht strukturiert" zu bezeichnen, wäre schon geschmeichelt. Dasselbe gilt für die Kontaktmöglichkeiten zu ebay: Mit welcher Frage man sich wohin wenden soll, ist für den Anfänger kaum herauszufinden. Erst mit der Zeit und durch Erfahrung lernt man, wer [email protected], [email protected], [email protected] usw. ist. Und falls Ihr meint, Mails würden dort intern weitergeleitet, wenn sie an der falschen Adresse ankommen: Vergesst es.
Verkäufer und Käufer können sich bei ebay gegenseitig bewerten. Da es schon des öfteren zu Betrugsfällen kam, sind viele Käufer neuen Verkäufern mit 0 Bewertungen gegenüber misstrauisch, vor allem, wenn die angebotenen Artikel etwas teurer sind, und halten sich mit dem Bieten zurück. Aber ebay bietet die Möglichkeit, eine eigene kleine Homepage zu erstellen, die aus der Auktion heraus anklickbar ist. Das heißt dort "mich-Seite", und wer ein wenig HTML kann, sollte diese Möglichkeit von Anfang an nutzen. Sich kurz vorzustellen und seine "Verkaufspolitik" zu beschreiben, schafft Vertrauen, und da in der Regel per Vorkasse bezahlt wird, ist das gerade am Anfang sehr wichtig.
Es gibt auch einen Bilderservice bei ebay, über den man Fotos in seine Auktionen einfügen kann. Dort ist allerdings nur ein Bild kostenlos; jedes weitere kostet Geld. Zudem "vermatscht" dieser Bilderservice manche Abbildung so gnadenlos, dass man Käufer eher abschreckt als zum Bieten animiert. Es ist aber möglich, eine Bild-URL anzugeben, sowie im Auktionstext HTML zu verwenden, so dass sich auf diese Weise beliebig viele Bilder - kostenlos und in guter Qualität - einbinden lassen. Wer Webspace hat, etwas HTML und Bilder bearbeiten kann, der sollte lieber diese Möglichkeit nutzen und auf den Bilderservice verzichten.
Zusammenfassend:
Service und Informationsmöglichkeiten sind bei ebay schlecht bis miserabel, Einstellgebühren und Provisionen die höchsten der mir bekannten Auktionshäuser.
Dem stehen die zu erzielenden Verkaufserfolge gegenüber, und die sind nicht schlecht.
Deswegen führt an ebay kein Weg vorbei, und sofern die Gebühren nicht noch weiter erhöht werden, lohnt es sich allemal, dort anzubieten.
17 Bewertungen, 5 Kommentare
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01.10.2006, 14:41 Uhr von mel_chen
Bewertung: sehr hilfreichdie Einstellgebühren betrugen mal 35Cent? Wow, dann sind sie ja tatsächlich runtergegangen ;-) aber alles in allem sind die Gebühren doch sehr sehr hoch :-(
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15.06.2003, 16:35 Uhr von Lisa68
Bewertung: sehr hilfreichNichts beschönigt, sehr gut!
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13.02.2002, 03:08 Uhr von denjuandemarco
Bewertung: sehr hilfreichdas Mitglied "denjuan" ist dort einfach TOP, grins...
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13.02.2002, 02:51 Uhr von Mischka27
Bewertung: sehr hilfreichda sind mir zuviele Betrüger
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13.02.2002, 02:44 Uhr von Anuminas
Bewertung: sehr hilfreichGanz deiner Meinung
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