looxis.de Testbericht
Online-Shopping & Marktplätze - Looxis.de ist Online Shop 3D Laser Fotos, Laser Fotos und a.
Erfahrungsbericht von Gemeinwesen
Das verschenkt Mister Spock zu Weihnachten (nehme ich jedenfalls an).
Pro:
Es ist individuell, originell und haltbar
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Das Prinzip der Glasinnengravur ist inzwischen nicht mehr ganz neu, die Ergebnisse des Verfahrens finde ich aber noch immer so faszinierend wie an dem Tag, an dem ich zum ersten Mal ein per Glasinnengravur gefertigtes Objekt gesehen habe. Das war lange, bevor ich „Looxis“ entdeckt habe (Website: looxis.com) und ein „Looxis“-Objekt mit eigenen Augen gesehen habe.
Die erste Abbildung eines gravierten Glasblocks habe ich auf einer Website gesehen, die die Ausstellung „Körperwelten“ des Grusel-Pathologen Gunther Liebchen (Künstlername: Gunther von Hagens) begleitete. Auf der gab’s auch Fanartikel zu kaufen, und unter denen befanden sich Glasblöcke, in die … nun ja, in die Abbilder der nach dem „Plastinations“-Verfahren behandelten Leichen eingraviert waren. Das nenne ich mal eine ausgefallene Kombination aus Memento Mori und Briefbeschwerer.
Für meinen Geschmack waren die fraglichen Glasblöcke allerdings mehr als nur eine Spur zu ausgefallen. Allerdings blieb ich dem Thema „Glasinnengravur“ auf der Spur.
Das Prinzip, nachdem die Glasinnengravur funktioniert, ist vergleichsweise einfach nachzuvollziehen. Das ändert allerdings nichts daran, dass die Technik, die dahintersteckt, mir noch vor gar nicht allzu langer Zeit wie eine Erfindung aus einem Science Fiction-Roman vorgekommen wäre.
Am Anfang der Prozedur steht ein Scan – entweder von einem zweidimensionalen Motiv oder von einem dreidimensionalen Objekt. So ist es zwar durchaus möglich, ein Fotomotiv in einen Glasblock oder eine Glasplatte gravieren zu lassen, aber das Ergebnis erinnert mich zu sehr an Grabsteine russischer Mafiosi (http://www.ztg.tu-berlin.de/fixingid/img/cemetery.jpg). Der eigentliche Clou an der Glasinnengravur ist sicherlich die Möglichkeit, ein dreidimensionales Motiv zu verewigen. Dazu wird das betreffende Objekt per Laserscan in einen Rechner eingelesen, und eine Grafiksoftware baut aus den Daten ein dreidimensionales Abbild auf. Das Ergebnis ist einer Computertomographie nicht unähnlich und dient als Grundlage für den Prozess, der nun folgt.
Die Daten des dreidimensionalen Modells im Rechner dienen dazu, zwei Laserstrahlen zu steuern, die im rechten Winkel zueinander angeordnet sind und die beide auf den zu gravierenden Glasblock zielen. An den Punkten, an denen die Strahlen im Block aufeinander treffen, verursachen sie winzige Bruchstellen im Glas. An diesen Punkten wirkt das Glas nicht mehr durchsichtig, sondern leicht trübe. Die beiden Laser arbeiten nun quasi die Punkte der dreidimensionalen Computergrafik ab – vielleicht stellt man sich das am besten als eine Art Schiffe Versenken-Spiel in der dritten Dimension vor, bei dem die Treffer in ihrer Gesamtheit ein Bild ergeben.
Den Prozess kann man sich übrigens mit eigenen Augen ansehen – zum Beispiel, wenn man sich einmal dazu entschlossen hat, das eigene Konterfei in Glas verewigen zu lassen. Denn das dürfte noch immer der attraktivste Anwendungszweck dieser Technik sein, und genau zu diesem Verfüg habe ich vor bald zwei Jahren einen der „Looxis“-Shops aufgesucht. Bei den im Franchise-System betriebenen Shops handelt es sich, wie man sich vielleicht denken kann, nicht um eigene Ladenlokale, sondern um kleine Studios, die als so genannte „Shop in Shop“-Lösungen betrieben werden. Klartext: Der örtliche Copyshopbetreiber mit der geringsten Angst vor den empfindlich hohen Anfangsinvestitionen least oder kauft ein „Looxis“-System und stellt die erforderliche Hardware neben seine Kopierstraße. Dann malt er ein Schild, auf dem Begriffe wie „neu“, „einzigartig“ und „exklusiv“ stehen und drückt sich selbst ganz fest die Daumen, dass er damit genügend Kunden anlockt, um Gewinne einzufahren, bevor die Preise für Schlüsselanhänger mit Glasinnengravur in marianengrabentiefe Keller rutschen.
Allerweltsmotive Pinguine, Herzen, Charakterköpfe aus „Star Wars“ und „Der Herr der Ringe“ sind inzwischen schon zu einem Bruchteil dessen zu haben, was vergleichbare Objekte noch vor zwei, drei Jahren gekostet haben – Herrn Copyshop und Frau Passfotostudio bleibt also nur zu wünschen, dass sich ihre Anschaffungen inzwischen amortisiert haben.
Der Spaß, die eigenen Gesichtszüge ins Glas zu bringen, dürfte aber auch heute noch ein bisschen teurer sein. Immerhin ist die Angelegenheit vergleichsweise personalintensiv, denn der Laserscan macht sich nicht von selbst, die Gravur-Maschine will ebenfalls bedient sein, und hie und da ist ggf. auch noch etwas manueller Feinschliff am Computermodell nötig (zum Beispiel an Stellen, an denen die „Trefferdichte“ etwas zu gering ausgefallen ist – da wird dann mithilfe von Kollege Rechenknecht etwas nachgeholfen). Die Preise, mit denen die Objekte zu Buche schlagen, sind abhängig von der gewünschten Größe des Glasquaders – und wahrscheinlich auch von der Lage des Ladenlokals und den örtlichen Mietpreisen. Ich erinnere mich nicht mehr genau, was ich seinerzeit bezahlt habe, meine aber, der Preis müsste um die 50 Euro gelegen haben.
Und bevor jetzt jemand aus der „Geiz ist geil“-Fraktion wieder reflexartig „Abzocke!“ brüllt, gebe ich Folgendes zu bedenken: Für einen Satz Portraitfotos, der auch nur einigermaßen präsentabel ist, ist man ganz flott einen ähnlichen Betrag los. Und noch etwas sollte man bedenken: So ein Looxis-Glasinnengravurportrait wird man nicht alle Tage von sich anfertigen lassen, sondern wahrscheinlich nur dann, wenn man einem lieben Menschen ein ganz individuelles Geschenk machen möchte. Und individuell und auch originell ist so ein Portrait fraglos – und ganz nebenbei noch sehr haltbar (wenn man den Kotz aus Industrieglas nicht gerade mit aller Wucht auf den Boden wirft).
R e s ü m e e
Die Erzeugnisse von „Looxis“ faszinieren – ich nehme an, futuristisch wirkende 3D-Portraits in Glas hat schon der junge Mister Spock seinen Eltern zu Weihnachten geschenkt. Mit dem Service von Looxis habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht (übrigens schon zum wiederholten Male); das Ergebnis der Face-Scans vor Ort hat mich voll und ganz überzeugt.
36 Bewertungen, 15 Kommentare
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08.10.2006, 03:23 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichlg Anett
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07.10.2006, 21:58 Uhr von leuchttuermin
Bewertung: sehr hilfreichcoole Sache...
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06.10.2006, 23:29 Uhr von pointofview
Bewertung: sehr hilfreich~~~ LG von PoV :-) ~~~
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06.10.2006, 22:11 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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06.10.2006, 19:28 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh, LG Birgit :-)
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06.10.2006, 16:24 Uhr von junior33
Bewertung: sehr hilfreichSH und liebe Grüße, Ingo !
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06.10.2006, 15:23 Uhr von MarkusH18
Bewertung: sehr hilfreichTollter und informativer Bericht, deshalb ein "besonders hilfreich" von mir!! Gruß Markus!
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06.10.2006, 14:54 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLieben Gruß :-)) Marianne
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06.10.2006, 14:53 Uhr von Gozo-Bernie
Bewertung: sehr hilfreichGruss vom Etnarand - bernie
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06.10.2006, 14:42 Uhr von sindimindi
Bewertung: sehr hilfreichDas ist ja interessant! - ich frage mich nur, ob sich dieses Geschäftsmodell nicht in erster Linie für die Franchisegeber lohnt und weniger für die Nehmer...*fg* Ein Bild (z.B. von Deinem Konterfei auf dem Glas) wäre jetzt übrigens "sehr hilfreich&quo
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06.10.2006, 14:40 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich***SH und LG***
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06.10.2006, 14:20 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan :>))))
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06.10.2006, 14:18 Uhr von swissflyer
Bewertung: sehr hilfreichJa, das kenn sogar ich! °+°SH°+°
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06.10.2006, 13:58 Uhr von LilaLisa
Bewertung: sehr hilfreichTOLLER Bericht! Liebe Grüsse Lisa :o)
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06.10.2006, 13:53 Uhr von Finalsteini
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich gruss Final
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